Swiss Technology Award 2010

Gestern am 4. November 2010 wurde im Rahmen des 5. Swiss Innovation Forum auf dem Novartis Campus in Basel die besten und innovativsten Firmen der Schweiz mit dem Swiss Technology Award 2010 ausgezeichnet. Alle drei Preise in unterschiedlichen Kategorien gehen an drei ETH-Spin-offs. Das ist für die ETH Hochschule aus Zürich eine kleine Sensation. Die Unternehmen Malcisbo, Optotune und HeiQ Materials wurden gestern Abend im Rahmen des Swiss Innovation Forums in Basel vor 600 Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik als Sieger gekürt.

Drei ETH-Spin-offs in Siegerlaune (v.l.n.r.): Carlo Centonze von HeiQ Materials, Lino Camponovo von Malcisbo und Manuel Aschwanden von Optotune. (Bild: Swiss Innovation Forum)

Drei ETH-Spin-offs in Siegerlaune (v.l.n.r.): Carlo Centonze von HeiQ Materials, Lino Camponovo von Malcisbo und Manuel Aschwanden von Optotune. (Bild: Swiss Innovation Forum)

Roland Siegwart, Vizepräsident Forschung der ETH Zürich, hielt die Laudatio für die Kategorie «Seed». Die ETH Zürich sei sehr stolz auf ihre Spin-offs, so Siegwart nach der Bekanntgabe der Sieger, denn die Technologie aller drei Gewinner basierten auf bahnbrechenden Forschungsresultaten. «Das untermauert in eindrücklicher Art die Wichtigkeit der Grundlagenforschung für die Innovationskraft der Schweiz», so Siegwart, der gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Forschung Mitglied der 14-köpfigen Jury war.

Das Unternehmen HeiQ Materials ist Gewinner in der Kategorie «Maturity Stage». Diese richtet sich an Unternehmen, die bereits Produkte am Markt sowie einen eigenen Kundenstamm haben und gleichzeitig mit einer bahnbrechenden Innovation auf sich aufmerksam machen konnten. Bei HeiQ Materials war dies eine neue Imprägnierungstechnologie für textile Vliesstoffe, die dadurch Erdöl in grossen Mengen absorbieren und gleichzeitig Wasser abweisen können.

Das Produkt Oilguard wurde innert Rekordzeit für den Strand- und Küstenschutz bei Ölkatastrophen zusammen mit zwei Partnerfirmen entwickelt. Oilguard-Vliessmatten sind bis zu 5,5 Meter breit und 100 Meter lang. Sie absorbieren und binden das sechsfache ihres Eigengewichts an Rohöl und ermöglichen damit den präventiven Strand- und Küstenschutz bei Ölunfällen. Zurzeit können die Matten nur an Land genutzt werden, an einer Offshore-Variante wird gearbeitet.
Mit Zucker gegen Magen-Darm-Erkrankungen

Das junge Unternehmen Malcisbo hatte bereits bei «Venture 2010», dem Businessplan-Wettbewerb von McKinsey und der ETH Zürich, den zweiten Gesamtrang erreicht. Zudem hat es alle Stufen von «Venture Kick» gemeistert und 130‘000 Franken Startkapital erhalten. Nun wurde das Unternehmen zusätzlich zum Gewinner in der Kategorie «Seed» des Swiss Technology Award gewählt, die sich an Unternehmen richtet, die an der Marktschwelle stehen, noch kein eigenes Rechtssubjekt sind, aber ein erfolgreiches wissenschaftliches Zeugnis vorweisen können.

Malcisbo entwickelt eine neue Generation von Impfstoffen, die auf Zuckern basieren. In erster Linie möchte die Firma eine Impfung von Hühnern gegen das Bakterium Campylobacter auf den Markt bringen. Dieses infiziert weltweit jährlich 400 Millionen Menschen. Die Folgen: Magen-Darm-Erkrankungen, die insbesondere bei älteren Personen oder solchen mit chronischen Krankheiten schwerwiegend sein können. Stille Träger der Bakterien sind Masthühner, in deren Darm das Bakterium lebt und beim Schlachten ins Fleisch gelangen kann.

Der Impfstoff ist wasserlöslich und kann den Hühnern ins Trinkwasser gemischt werden. Auf diese Weise können die Vögel schonend und effizient geimpft werden. Zudem ist eine Impfdosis für ein Huhn so billig, dass sich das nur minimal auf den Preis für Pouletfleisch auswirkt. Längerfristig ist es denkbar, basierend auf den neuen Impfstoffen, Anwendungen für den Menschen zu entwickeln.
Revolution bei den Kameralinsen in nur zwei Jahren

Optotune ist der Sieger in der Kategorie «Start-up», in welcher Neugründungen ausgezeichnet werden, die einen funktionierenden Prototyp vorweisen können und deren Venture-Finanzierung sichergestellt ist. Optotune hat im vergangenen Jahr den «ZKB Pionierpreis Technopark» gewonnen und den Start-up-Wettbewerb «Venture 2008». Das Unternehmen machte damals mit einer neuartigen optischen Technologie auf sich aufmerksam. Mit Polymeren, die durch Anlegen einer elektrischen Spannung formbar sind, können multifunktionale optische Systeme gebaut werden. Pate für das Projekt stand das menschliche Auge, das seine Brennweite ebenfalls durch Elastizität anpassen kann.

Einsatzmöglichkeiten sieht das Team sowohl in der Endoskopie und Mikroskopie als auch im Bereich von Kameraobjektiven. Momentan konzentriert sich Optotune auf den Handy-Markt. Zum Beispiel ist es dem Unternehmen gelungen, einen Dreifachzoom in der Grösse eines Zuckerwürfels zu produzieren. Dank den neuartigen Linsen ist es erstmals möglich, flache Handys mit einem echten optischen Zoom auszustatten. Erste Modelle sollen bereits 2011 auf den Markt kommen. Eine rasante Entwicklung, wenn man berücksichtigt, dass Optotune erst im Februar 2008 als ETH-Spin-off gegründet wurde.
Swiss Technology Award

Der Swiss Technology Award 2010 wurde 1987 durch Branco Weiss und Nicolas G. Hayek gegründet und 2007 vom Swiss Economic Forum übernommen. Nach eigenen Angaben ist es der bedeutendste Technologiepreis der Schweiz. Der Preis fördert gezielt Innovationen aus der Schweiz und prämiert jährlich die innovativsten Firmen und Institutionen aus allen Branchen. In den vergangenen 22 Jahren wurden 370 Firmen und Institutionen ausgezeichnet. 70 Prozent der Preisträgerinnen und Preisträger konnten ihre Innovationen und Entwicklungen anschliessend erfolgreich auf dem Markt etablieren. Für die 23. Ausgabe des Swiss Technology Award wurden aus anfänglich 85 Bewerbungen neun Firmen als Finalisten nominiert. Die 14-köpfige Jury bestimmte danach in einem zweistufigen Jurierungsverfahren die drei Kategoriensieger.

Kyocera Solar – Swiss Solar Awards 2010

Klare Architektursprache und Solaranlagen passen bestens zueinander. Dies beweisen das Gebäude der IUCN (International Union for Conversation of Nature) in Gland, Schweiz, und das Einfamilienhaus auf der alpinen Sonnenterrasse von Ruschein, ebenfalls in der Schweiz. Beide erhielten den Schweizer Solarpreis 2010 und beide fangen die Sonne mit Solarmodulen des japanischen Technologiekonzerns Kyocera ein, einem der führenden Hersteller im Bereich der Photovoltaik.

Der Schweizer Solarpreis ist eine Auszeichnung für Personen und Institutionen, die sich zugunsten der Solarenergie engagieren. Unter der Schirmherrschaft des Bundesamtes für Energie wird er für Gebäude, die hinsichtlich des Energieverbrauchs in innovativer und optimaler Weise konzipiert sind, sowie für die besten Installationen im Bereich erneuerbare Energien verliehen.

Hauptsitz der IUCN

Der moderne Hauptsitz der IUCN erhielt den Schweizer Solarpreis für die gelungene Erweiterung seines Gebäudekomplexes. Die im Flachdach integrierte 146 kWp Photovoltaik-Anlage besteht aus 693 Solarmodulen von Kyocera, Typ KD210GH-2PU, und deckt die Hälfte des Gesamtenergiebedarfs. Die Anlage erzeugt gut 139.700 kWh pro Jahr und versorgt die Wärmepumpen jährlich mit rund 35.000 kWh Solarstrom. Dadurch wird der CO2 Ausstoß des Gebäudes – im Vergleich zu einem ähnlichen Bau – um etwa 103,5 t pro Jahr gesenkt.

Kyocera-Solar-gewinnt-Swiss-Solar-Awards

Das schön gestaltete Einfamilienhaus der Familie Cadruvi/Joos im sonnigen Ruschein im Bündner Oberland steht auf einer Höhe von 1184 Metern. In der Begründung für den Solarpreis heißt es, dass die klare und moderne Architektursprache durch die gut integrierte, multifunktional als Dachfläche und Energieanlage wirkende 6,5 kWp Photovoltaik-Anlage besticht. Die Anlage besteht aus 50 rahmenlosen Modulen von Kyocera , die mithilfe von entsprechenden Montagesystemen in das Gebäudedach integriert wurden. Das Ergebnis ist eine ästhetische einheitliche Photovoltaik-Anlage. Diese liefert jährlich rund 7.700 kWh Strom. Damit deckt sie mit der solarthermischen Anlage 100 Prozent des Gesamtbedarfs und erzeugt pro Jahr einen Stromüberschuss von 813 kWh. Deshalb – und auch wegen der bestechenden Architektur – ging auch der Norman Foster Solar Award 2010 für PlusEnergieBauten an dieses Einfamilienhaus.

Kyocera-Produkte gehören seit jeher zu den leistungsstärksten am Markt. Das ist auch der Grund, weshalb die Solaranlagen von Kyocera gerade für Orte mit extremen Wetterbedingungen – wie in den schweizerischen Alpen – ausgewählt werden. Sie halten extremen witterungsbedingten und mechanischen Belastungen ohne Schäden stand. Kyocera legt Wert darauf, dass das Unternehmen bei der Produktion die komplette Wertschöpfungskette selbst abdeckt. So kann Kyocera für Qualität und Leistung der Module garantieren.

Uemis ZURICH die Taucheruhr Innovation

Der Uemis ist eine absolute Neuentwicklung und hat nicht nur für den engagierten und passionierten Taucher viel Neues zu bieten mit einem OLED Display.
Uemis ZURICH ist ein Schweizer Produkt entwickelt von Fachleuten, die schon an verschiedenen Tauchcomputern mitgearbeitet haben und passionierte Taucher sind.

uemis

Der uemis ZURICH verfügt über Leistungsmerkmale, die jeden Taucher überzeugen werden. Dazu bietet er eine hohe Benutzerfreundlichkeit und hat ein ergonomisches Design.

Der OLED Monitor hat Perfekte Bildqualität. Die Farbwiedergabe und das Farbleuchten sind sensationell und eine absolute Neuheit in diesem Markt.
Der uemis ZURICH verfügt über ein Energiekonzept, das unabhängig macht. Denn der uemis ZURICH kann über das integrierte Solarmodul, per USB-Anschschluss am Laptop oder mit Hilfe des uemis Travel Adapters an der Steckdose aufgeladen werden.
Energieversorgung:
Lithium-Polymer-Akku
integrierte Hochleistungssolarzelle (Farbe: Shiny Blue. Eigenschaften:
Monocrystalline Silicon Technology, hocheffizient, Oberfläche für verbesserter Lichtaufnahme)
Laden des Akkusüber integrierte Hochleistungssolarzelle
über USB-Anschluss via PC oder optionalen uemis Traveladapter (Stecker-Typ A, C & G)

Über die USB-Schnittstelle kann der Akku des uemis ZURICH am Computer geladen oder eine Verbindung mit dem Internet hergestellt werden. Auf diesem Wege
können das Logbuch und die Datenbank für Tauchplätze und Buddies synchronisiert oder ein Firmware-Update vorgenommen werden.
Der Sender misst den Tankdruck in der Gasflasche und sendet diesen drahtlos an den uemis ZURICH. Mit diesen Daten ist der Taucher sowohl über den Gasvorrat,
als auch über die verbleibende Gaszeit (RGT) und seinen Luftverbrauch, informiert. Maximaldruck 350 bar, bis zu drei Tankdrucksender pro uemis SDA, geeignet für alle Gasgemische, CR2-Lithium-Batterie, vom Benutzer selbst wechselbar.
Die Coverfarbe seines uemis ZURICH kann sich jeder selbst aussuchen. Nachträglich kann das Cover jederzeit ganz leicht ausgetauscht werden. Das Armband verfügt über einen auch mit Handschuhen leicht zu bedienenden Schnellverschluss.

Die Uemis AG ist ein innovatives Unternehmen mit sieben Angestellten im Schweizer Adliswil. Als ihre Aufgabe versteht die Uemis AG die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Produkten aus dem Wassersportbereich.

Zündende Idee aus Toggenburger Holz

Ohne die notwendige Hobelmaschine wäre Hans Gislers innovatives Luftkammersystem eine gute Idee auf Papier geblieben. Dank der Unterstützung der Schweizer Berghilfe sind jetzt die Voraussetzungen erfüllt, damit sich die Auftragsbücher der Holzbaufirma Gisler füllen können.

ganterschwil

Vor rund fünf Jahren hatte Unternehmer Hans Gisler die zündende Idee. Er entwickelte ein neues Systemhaus, das nur aus Holz gebaut wird. Der Knackpunkt dabei war die Isolation: «In der Schweiz werden Wände traditionell mit Baumaterialien wie Glas- und Steinwolle, Styropor und Beton isoliert», erklärt der fünffache Familienvater, der selbst aus einer Bauernfamilie mit sieben Geschwistern stammt. Die Lösung, wie auf diese Materialien verzichtet werden kann, war dann förmlich aus der Luft gegriffen. «Wir fräsen kleine, zwei Millimeter dünne Hohlräume in die Holzwände und schliessen sie dann mit einer weiteren Holzschicht luftdicht ab. Dadurch entsteht eine Wärmespeicherung, die drei- bis viermal effektiver ist als die herkömmliche Bauweise», erklärt der Firmenchef begeistert. «Nichts isoliert besser als Luft. Das entwickelte System ist im Grunde genommen genial einfach und entspricht dem Zeitgeist: Zurück zur Natur!»

Am 29.04.2010 gewinnt Hans Gisler mit seinem Schlitzholz Dämmsystem den 1. Rang des Innovationspreis Toggenburg 2010. Die Auszeichnung wurde an der Toggenburger Messe TOM an den Gewinner überreicht.

holz erfindung
Für seine Konstruktion verwendet Hans Gisler sogenanntes Mondholz aus der Region – die Toggenburger Bauern liefern Mondholz. Das Holz wird bei abnehmendem Mond in den Monaten November bis Februar geschlagen und enthält nur wenig Feuchtigkeit. Die Wirksamkeit des Gisler-Holzhaus-Systems ist in der Zwischenzeit durch Tests der ETH Zürich auch wissenschaftlich belegt. Eine Knacknuss war indes die Herstellung der speziellen Holzkonstruktion. «Wir benötigten eine Vierseiten-Hobelmaschine, um überhaupt die Hohlräume ins Holz fräsen und damit unser Produkt auf den Markt bringen zu können», erklärt Hans Gisler. Die Starthilfe durch die Schweizer Berghilfe sei für ihn entscheidend gewesen, betont Gisler, weil die Entwicklung der Dämmlösung bereits hohe Kosten verursacht hatte. Mit dem Beitrag der Schweizer Berghilfe konnte das Projekt startklar gemacht werden. Bis heute wurden diverse Häuser mit dem neuen System gebaut. Und die Zukunftsperspektiven zeigen sich vielversprechend.

Die Accunizer Innovation

Accunizer ist eine handgemachte, praktische Ladetasche aus qualitativ hochwertigem Wollfilz oder Leder. Diese Tasche erlaubt Ihnen die sichere Aufbewahrung Ihrer zu ladenden elektronischen Kleingeräte. Handys, iPods, MP3 oder sogar kleine Digitalkameras können so während des Aufladens elegant und sicher verstaut werden.

accunizer2
Die Ladetasche ist einfach zu nutzen.
Das Netzteil durch das Loch mit der Steckdose verbinden.
Das aufzuladende Gerät, zusammen mit dem Kabel, in der Tasche verstauen.

accunizer1

Accunizer ist eine Miniunternehmung der Kantonschule Wohlen. Ende Oktober 2009 wurde sie von sechs SchülerInnen gegründet und wird ein Jahr weitergeführt. Ziel ist es, ein Produkt zu entwickeln, zu produzieren und erfolgreich auf den Markt zu bringen. Somit erhalten Sie wertvolle Einblicke in die Geschäftswelt.
Das Projekt wird vom Dachverband Young Enterprise Switzerland (YES) geleitet, einer gesamt schweizerischen Non-Profit-Organisation.
Es existiert auch eine Accunizer Facebook Gruppe.

Daniel Loss mit Marcel Benoist Preis 2010 ausgezeichnet

Der Rat der Marcel Benoist Stiftung hat den Marcel Benoist Preis 2010, den wichtigsten Wissenschaftspreis der Schweiz, dem Theoretischen Physiker Daniel Loss von der Universität Basel zugesprochen. Er wird ausgezeichnet für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Physik des Quantencomputers. Professor Loss wird den Preis am 25. November in einer feierlichen Zeremonie an der Universität Basel entgegen nehmen dürfen. Der Preis wird von Bundesrat Didier Burkhalter, dem Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern und Präsidenten der Marcel Benoist Stiftung übergeben.

Daniel Loss

Daniel Loss

Loss befasst sich mit Quantenphänomen in magnetischen und elektronischen Nanosystemen und ist ein führender Experte auf dem Gebiet der Quanteninformation und Festkörperphysik. In einer Reihe von bahnbrechenden Arbeiten haben Loss und Mitarbeiter ein Konzept zur Realisierung eines Quantencomputers vorgeschlagen, das heisst ein Superrechner, der Probleme, die heute als praktisch unlösbar gelten, effizient lösen könnte. Die Arbeiten von Loss und seinem Basler Team sind weltweit auf grosses Interesse gestossen und haben eine regelrechte Flut von Experimenten ausgelöst, die diese Theorien in bemerkenswerter Weise bestätigt haben.

Loss ist Direktor des 2005 gegründeten „Center for Quantum Computing and Quantum Coherence (QC2)“ in Basel, das heute als eines der weltweit führenden Forschungszentren im Bereich der Quanteninformation und Festkörperphysik gilt. Loss ist zudem Co-Direktor des Swiss National Center of Competence and Research (NCCR) in Nanoscale Science an der Universität Basel, und war mehrmals Vorsteher des Departements Physik.

Die Vielfalt von Loss’ Forschungsarbeiten ist bemerkenswert und umfasst neben Quantencomputing weitere Gebiete der Quantentheorie des Festkörpers. Stichworte hierzu sind Spintronics- d.h. Spin- und Transportphysik in ungeordneten Halbleitern mit relativistischen Spin-Bahn-Effekten-, Kernspins und Elektron-Wechselwirkung in niedrig-dimensionalen Quantensystemen, sowie magnetische Moleküle und Nanomagnetismus. Auch hier hat Loss mit seinem Team vielbeachtete Beiträge geleistet, was sich auch in den ausserordentlich hohen Zitationsraten seiner Publikationen niederschlägt. Loss gehört zudem zu den weltweit höchstzitierten Physikern, und ist ein vielgefragter Sprecher an internationalen Konferenzen.

Der als „schweizerischer Nobelpreis“ bezeichnete Marcel Benoist Preis zeichnet seit 1920 jedes Jahr in der Schweiz etablierte Wissenschaftler für ihre bedeutenden Arbeiten und deren Auswirkung auf das menschliche Leben aus. Und wie von mir bereits berichtet lancieren Marcel Benoist Stiftung und Schweizer Jugend forscht neues gemeinsames Projekt.

Bundesrat Didier Burkhalter, Präsident der Marcel Benoist Stiftung und Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern, wird Professor Daniel Loss die Auszeichnung am Donnerstag, 25. November 2010, anlässlich einer öffentlichen Feier an der Universität Basel überreichen.

Jobtourist macht Kindheitsträume wahr

Einen Tag lang Pilot oder Stuntman sein: Das Berner Unternehmen Jobtourist macht Kindheitsträume wahr und lässt Leute ihren Traumjob erleben.

Ab morgen, Mittwoch dem 13.10.2010 kann man dank dem Berner Unternehmen jobtourist.net seinen Traumberuf erleben. Fachleute aus verschiedensten Berufen gewähren einen persönlichen Einblick in ihr Umfeld und lassen Kindheitsträume wahr werden.

Die Gründer: Thomas Brüderli und Sophie Everett

Die Gründer: Thomas Brüderli und Sophie Everett

«Wir ermöglichen es den Leuten, jenen Job zu erleben, den sie schon immer mal ausprobieren wollten», so Gründerin Sophie Everett. Auf der Onlineplattform können die sogenannten Jobtouristen Profis buchen, die sich gegen ein Entgelt über die Schulter blicken lassen. Es gehe um authentische Erlebnisse in verschiedenen Berufsfeldern ohne geplanten Karrierewechsel, so Everett.

Zur Lancierung der Onlineplattform jobtourist.net versteigern die Gründer fünf exklusive Jobtours – so heissen die Schnuppertage für Erwachsene.
Jeder ab 18 Jahren kann auf jobtourist.net mitbieten. Zu ersteigern gibt es eine Jobtour beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern oder ein Stuntman zeigt die korrekte Sprungtechnik vom Kran; ein Hotelier erklärt die Kunst des Gastgebens, der Chefgestalter von Loeb gibt Einblick in die dekorative Weihnachtswelt und ein Sternekoch verrät seine kulinarischen Kniffe. Der Erlös aus den Versteigerungen wird für gute Zwecke gespendet.

jobtourist innovation
Zurzeit kann man Jobtours in 25 verschiedenen Berufen buchen. Die Auswahl reicht vom Lamazüchter über den Käser bis zum Schreiner oder Tätowierer. „Wir wünschen uns zahlreiche weitere Fachleute aus verschiedensten Branchen, die ihren Job mit Leidenschaft ausüben und ihre Arbeit gerne jemandem zeigen“, so Thomas Brüderli, Gründungsmitglied von jobtourist.net. Die Aufschaltung eines Profils dauert rund 20 Minuten und ist kostenlos. Eine kleine Kommission wird nur für durchgeführte Jobtours erhoben. Der Confiseur Eric Baumann aus Zürich auf die Frage, weshalb er bei jobtourist.net mitmacht: „Die Idee hat mich auf Anhieb begeistert, denn ich bin selbst ein sehr interessierter Mensch und Jobtourismus öffnet Türen zu Erfahrungen, die sonst nicht so einfach zugänglich sind.“

Die europaweit einzigartige Jobtourismus Plattform wird vom Verein jobtourist.net mit drei Gründungsmitgliedern und Sitz in Bern betrieben. Die jungen Gründer sehen in ihrer Vision auch internationalen Jobtourismus vor.

Zurzeit suchen die Jungunternehmer noch mehr Jobcoaches, die Jobtourismus als gute Idee, bereicherndes Element im Arbeitsalltag und neue Einkommensquelle erachten. Hier zur Anmeldung. Die Onlineplatform hat auch eine Facebook Fan Gruppe.

Schweizer Forscher senken Stromverbrauch von Kühlschränken

Kühlschränke verbrauchen in Europa, je nach Quelle, 14% – 20% der elektrischen Energie in Haushalten. Schon eine geringe Energieeinsparung der Kühlgeräte hat global gesehen einen signifikanten Einfluss auf die Umwelt. Die ca. 6 Millionen Kühlgeräte in der Schweiz verbrauchen etwa 2500 GWh/a. Zum Vergleich: das Kernkraftwerk Beznau-1 produziert 3000 GWh/a. Man kann also sagen, dass ein kleines Schweizer AKW lediglich für alle Kühlgeräte zuständig ist!

Über 6 Millionen Kühl- und Gefriergeräte sind in der Schweiz in Betrieb und verbrauchen jedes Jahr rund 2,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht etwa 4 Prozent des gesamten Schweizer Stromverbrauchs. Ein Schweizer Forschungsprojekt, das vom Bundesamt für Energie im Rahmen seiner Energieforschungsprogramme unterstützt wurde, zeigt, wie dieser Anteil künftig drastisch sinken könnte: Eine neue Generation von Energiespar-Kühlschränken steht in den Startlöchern.

kühlschrank innovation
Bereits heute sind sehr energieeffiziente Kühlschränke auf dem Markt und dank der Energieetikette leicht erkennbar. Die Energieetikette unterteilt die Geräte in die Effizienzkategorien A bis G. Die energiesparendsten Kühlschränke sind heute sogar mit A++ ausgezeichnet und verbrauchen nur noch rund halb soviel Strom wie Kühlschränke der Energieklasse A. Würden auf einen Schlag alle 6 Millionen Kühlschränke durch die heute erhältlichen A++ Bestgeräte ersetzt, könnten rund 1,25 Milliarden Kilowattstunden Strom eingespart werden.

Es geht aber noch besser! Das zeigt ein Forschungsprojekt der schweizerischen Firma awtec AG für Technologie und Innovation in Zürich. Die Forscher konnten nachweisen, dass mit einer einfachen technischen Modifikation ein A++- Serienmodell um knapp einen Drittel sparsamer wird. Hochgerecht auf alle Schweizer Kühl- und Gefriergeräte könnten auf diese Weise zusätzlich 400 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden. Im Vergleich zu heute würden die 6 Millionen Kühlschränke dann zusammen nur noch 850 Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen. Die Einsparung gegenüber heute entspricht dem Stromverbrauch der Stadt Basel!

Der Kühlkreislauf der heute handelsüblichen Kühlschränke wird mit einem Kompressor mit fixer Drehzahl angetrieben. Dieser wird über ein Thermostat gesteuert und je nach Temperatur immer wieder ein- oder ausgeschaltet. Auf diese Weise läuft der Kompressor nur während einem Viertel der Zeit, also nur 6 von 24 Stunden. Die zahlreichen Anlaufzyklen und die hohe Drehzahl sind energieintensiv und sorgen für einen ineffizienten Betrieb.

Die Lösung liegt im Kompressor. Die awtec AG setzt einen Kompressor mit variabler statt fixer Drehzahl ein. Dieser kann mit wesentlich tieferen Drehzahlen betrieben werden, dafür aber zu 90% der Zeit laufen, also rund 22 von 24 Stunden. Die Tests haben gezeigt, dass die Energieeinsparung umso grösser wird, je länger der Kompressor läuft. Auf diese Weise kann der Stromverbrauch des A++-Kühlschranks um bis zu 27%, also um knapp einen Drittel gesenkt werden.

Die awtec AG weist in ihrem Forschungsprojekt nach, wie wirkungsvoll aber dennoch einfach diese technische Modifikation ist, da die nötige Kompressortechnologie heute schon auf dem Markt verfügbar ist, bisher aber nicht in dieser Weise für Haushaltsgeräte eingesetzt wurde.
Sparsamer und leiser

Die zusätzliche Stromeinsparung gegenüber den heute erhältlichen A++ Bestgeräten bringt den Konsumentinnen und Konsumenten über die Lebensdauer eines Kühlschranks (15 Jahre) zwar „nur“ eine Einsparung von rund 100 Franken an Stromkosten. Hochgerechnet auf die ganze Schweiz entlastet sie das Budget der Haushalte aber immerhin um ganze 600 Millionen Franken. Ein weiteres Plus des drehzahlgeregelten Kompressors ist zudem, dass er im Normalbetrieb wesentlich weniger Lärm verursacht. Die neue Kühlschrankgeneration wird also nicht nur sparsamer sondern auch leiser.

Das Bundesamt für Energie hat die Arbeiten der awtec AG im Rahmen des Forschungsprogramms Elektrizitätstechnologien und -anwendungen unterstützt. Der ewz Stromsparfonds leistete eine Kofinanzierung. In einer nächsten Phase sollen die Ergebnisse des Forschungsprojekts in Zusammenarbeit mit einem Kühlgerätehersteller weiterentwickelt und erste Geräte zur Marktreife gebracht werden. Die Entwickler rechnen damit, dass dabei das Einsparpotenzial durch weitere Optimierungsmassnahmen sogar noch erhöht werden kann.

Adresse für Rückfragen:
Roland Brüniger, BFE-Programmleiter Elektrizitätstechnologien und -Anwendungen,
Tel. 044 760 00 66
Dr. Adrian Burri, Partner awtec AG, 044 307 40 19

Die Innovationen von Glas Trösch

Glas Trösch mit Hauptsitz in Bützberg/Schweiz ist das grösste glasherstellende – und -verarbeitende Familienunternehmen in Europa. Aus dem kleinen Handwerksbetrieb von Johann Friedrich Trösch in 1905 hat sich eine international tätige Firmengruppe entwickelt. Glas Trösch besitzt zahlreiche Produktionsgesellschaften in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich. Die Innovationen und Glasneuheiten aus den Bereichen Sonnenschutz, Wärmedämmung, Brandschutz, entspiegeltem Glas, Hy-Tech Glass und viel mehr erobert die Familienfirma Trösch mit hochwertigem Glas die ganze Welt – dank technischer Überlegenheit und stetiger Innovation.

Neue Monte Rosa-Hütte

Neue Monte Rosa-Hütte


Trösch-Glaser fertigen Glasscheiben für die Solarindustrie und produzieren «das schnellste Autofenster», nämlich Windschutzscheiben für den im Strassenverkehr zugelassenen ­Bugatti Veyron, der eine Spitzengeschwindigkeit von 407 Kilometern pro Stunde erreicht. Ausserdem fertigen sie «das schnellste Zugfenster» an, die Frontschei­­be für die Hochgeschwindigkeitslokomotive Velaro, die mit knapp 400 Sachen durch Zentralchina rast.

glaströsch

4317 Mitarbeitende standen zur Jahresmitte auf den Gehalts- und Lohnlisten von insgesamt 59 Trösch-Betrieben in sechs Ländern. Mit 1443 Arbeitsplätzen liegt der Heimatmarkt Schweiz knapp vor Deutschland, wo die Tochtergesellschaft Glas Trösch Euroholding im grenznahen Bad Krozingen insgesamt 1397 Arbeitsplätze überwiegend bei Ablegern im ­Süden der Bundesrepublik ausweist, lau dem Schweizer Magazin Bilanz. Drittgrösster Standort ist neuerdings die Ukraine, wo der mittlerweile auch Russisch sprechende Fabrikant aus dem Oberaargau in den vergangenen zwei ­Jahren neun Verarbeitungsfabriken mit bereits mehr als 800 Stellen in die Steppe gepflanzt hat, arrondiert mit einem ersten Ableger in Moldau.

Der Heimatkanton Bern, insbesondere die Hauptstadt, wirkt wie ein überdimensioniertes Schaufenster für Werkstücke aus Trösch-Fabriken. Am Bundeshaus in Bern lassen sich Glaskomponenten der Firma ebenso besichtigen wie am gläsernen Baldachin über dem Berner Bahnhofplatz oder bei den Glaselementen des geschwungenen Kunstzentrums Paul Klee.

Die gigantische Menge an Energie für die Glasschmelze bezieht Glas Trösch weitgehend von Erdgaslieferanten. Das Unternehmen partizipiert zunehmend auch am Boom der Solarstrombranche – als Lieferant der Glasscheiben, die für jedes Solarmodul verwendet werden. Im ostdeutschen Haldensleben, wo Trösch vor Jahren ein Float­glaswerk mit 600 Tonnen Tagesproduktion hochgezogen hatte, liess er im vergangenen Jahr eine Solarglasfabrik ­errichten. Neben Spezialgläsern für die Fotovoltaik-Modulhersteller sorgt Trösch dort auch für die Spezialbeschichtung der Dünnschichtmodule.

Die Erfindung – Mit der swissRoomBox kannst du in deinem Auto wohnen

Es gibt Autofahrer, die haben ihren Wagen so lieb, dass sie gerne Tag und Nacht im Inneren ihres PKWs verbringen würden. Leider war das bis jetzt nicht möglich. Denn ab und zu müssen wir einfach mal bequem schlafen, kochen oder duschen. Die Betonung liegt allerdings auf „bis jetzt“. Denn der Schweizer Mountainbiker Phillippe Perakis hat ein Aufbewahrungssystem erfunden, das nicht nur bequem in jedes mittelgroße Auto passt, sondern auch noch Küche, Herd und Dusche beinhaltet. Es handelt sich um die swissRoomBox Erfindung.

swissroombox

So nützlich und vielseitig wie das Schweizer Taschenmesser ist die swissRoomBox allemal. Denn sie lässt sich mit nur wenigen Handgriffen ganz einfach von Küche zu Bad umwandeln. Der Erfinder bietet verschiedene Systeme für Limousinen, Kombis, Geländewagen oder Vans an. Je nachdem wie groß das Auto ist, kann man verschiedene Funktionen der Box nutzen. Wer gerne ein Picknick im Freien machen möchte, kann zum Beispiel einen Tisch ausziehen, an dem drei Leute bequem sitzen können und an dessen Ende sich auch noch zwei Herdplatten befinden. Mit wenigen Handgriffen kann man den Tisch wieder zusammensetzen und stattdessen die Dusche heraus holen, die an einen Wassertank angeschlossen ist und durch einen Duschvorhang Sichtschutz bietet. Auch schlafen ist in dem Wagen möglich. So kann ganz einfach eine Matte über die Boxen gelegt werden, auf der zwei Leute bequem schlafen können.

Die Installation des Systems ist denkbar einfach. So muss die swissRoomBox wie bei auto.de erklärt einfach nur an die Autobatterie angeschlossen werden, um die Stromversorgung zu sichern. Das System wird mit lediglich vier Schrauben im Inneren des Wagens befestigt. Außer einem Schraubenzieher ist kein weiteres Werkzeug nötig, um das System benutzen zu können. Die Box funktioniert laut Hersteller wie „Lego“. Man fügt die Teile einfach wie Bauklötze zusammen und trennt sie wieder voneinander.

swissroombox_erfindung

Stellt sich nur eine Frage: Was passiert wenn ich nachts mal zur Toilette muss und weit und breit kein Klo zu sehen ist? Auch dafür hat der Erfinder eine Lösung. In Minibussen kann eine Toilette integriert werden, für kleinere Wagen gibt es ein tragbares Klo. Perakis hat eben an alles gedacht.

Noch in diesem Monat soll der Verkauf der swissRoomBox starten. Wie teuer das System sein wird, steht allerdings noch nicht genau fest.