Blacksocks – die Socken-Abo Innovation

Als das Zürcher Unternehmen Blacksocks 1999 mit einer Socken-Abo Idee auf den Markt kam, wurde der E-Commerce-Startup belächelt. Heute lacht niemand mehr: Über 50’000 Kunden in rund 75 Ländern erhalten mehrmals pro Jahr Socken zugestellt. Nun machen sich die Zürcher an, den amerikanischen Markt zu erobern. Mit dem Socken-Abo erhalten Sie regelmässig 3 Paar Socken frei Haus; immer dieselben.
Somit entfällt das Einkaufen & Aussortieren nach dem Waschen!

Männer tragen Socken und bestellen diese gern gleich mit ihrem Smartphone. Und dies tun sie nicht zu knapp. BLACKSOCKS, der E-Commerce-Pionier und Erfinder des Socken-Abos, blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2011 zurück. Der Umsatz von Socken, Unterwäsche, T-Shirts und Polo-Shirts, die über mobile Geräte wie iPad, iPhone und andere Smartphones bestellt werden, hat sich im ersten Semester 2011 im Vergleich zur Vorjahresperiode verdoppelt. Der mobile Traffic hat sich sogar verfünffacht. Dazu beigetragen hat sicher, dass BLACKSOCKS schon früh eine mobile Version der Website entwickelt hat, damit das Bestellen über mobile Geräte zum positiven Einkaufserlebnis wird.

blacksocks abo

Der mobile Traffic wuchs gar um das Fünffache.
Alles in allem verzeichnete Blacksocks im ersten Halbjahr 2011 ein Umsatzplus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Vor allem in Deutschland und den USA ist das Unternehmen gewachsen.

„Wir starteten vergangenes Jahr mit der Eroberung des amerikanischen Markts und konnten seither ausgezeichnete Umsatzsteigerungen verzeichnen“, sagt Gründer und Geschäftsführer Samy Liechti. Die Besucherzahlen und Umsätze in den USA seien zum Beispiel zweieinhalb Mal höher als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Ein erfreuliches Wachstum verzeichneten auch Österreich und Kanada, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

blacksocks idee

Die Entwicklung im Ausland habe dazu geführt, dass nur noch rund ein Drittel der Besucher aus der Schweiz komme. Mit 75 Prozent am Gesamtumsatz bleibt die Schweiz aber weiterhin der wichtigste Markt.
Allerdings lag im ersten Halbjahr 2011 das Wachstum in der Schweiz mit zwei Prozent unter den Erwartungen. „So schön schönes Wetter auch ist, es hält vom Sockenkauf ab, insbesondere das Geschäft nach dem Abendessen und am Wochenende leidet“, kommentiert Liechti das Ergebnis in der Schweiz.

Die beliebteste Socke bleibt die klassische schwarze Wadensocke, die seit 1999 verkauft wird. Die Verkaufszahlen der neueren Sockenmodelle «Business Light» und «Merino-Wollsocken» entwickeln sich auch gut, ohne den Umsatz der bereits bestehenden Modelle zu kannibalisieren. Das Polo-Shirt Pierrette, das erste Konfektionsprodukt von BLACKSOCKS, hat einen guten Verkaufsstart hingelegt. «Offensichtlich schätzen unsere Kunden neutrale Polo-Shirts in guter Qualität, die ohne Tier auf der Brust daherkommen», so Liechti.

Software-Riese esri kauft ETH-Spin-off Procedural

Der ETH-Spin-off Procedural entwickelt Software für die 3D-Animation von Gebäuden und Städten. Nun hat das kalifornischen Unternehmen Esri die Jungfirma für einen Millionenbetrag übernommen.

Ein Erfolg für den ETH-Spin-off Procedural: Esri (Environmental Systems Research Institute), die zweitgrösste private Softwarefirma der Welt, hat das Spin-off-Unternehmen aus dem Institut für Bildverarbeitung, Departement Informatik der ETH Zürich, gekauft. Damit kommt nach Google und Disney ein weiterer Gigant der Softwareentwicklung in den Umkreis der ETH Zürich. Denn Procedural wird weiterhin in Zürich beheimatet bleiben und Esri möchte den Standort in Zürich zu einem der führenden R&D-Zentren im Gebiet des Urban Design und 3D-Visualisierungen machen.

CityEngine

Der ETH-Spin-off Procedural entstand im Jahr 2007 und hat sich vor allem mit der Software «CityEngine» einen Namen gemacht, mit der sich aus zweidimensionalen Daten 3D-Umgebungen von Städten erzeugen lassen. Die Software wird von Städteplanern und Architekten, aber auch von Game-Entwicklern und Filmstudios genutzt.
Ein perfektes Paar

procedural

Der Käufer Esri möchte «CityEngine» sowohl als Eigenprodukt erhalten, aber auch in eigene Software integrieren. Esri ist der weltgrösste Spezialist im Bereich von Geoinformationssystemen GIS. «Viele GIS-Probleme können nur in 3D gelöst werden, vor allem im Bereich der Stadtentwicklung», begründet Esri-CEO Jack Dangermond das Interesse an Procedural.

Pascal Müller, Gründer und CEO von Procedural, ist begeistert. «Viele unserer Kunden benutzen auch Software von Esri. Ein Zusammenschluss bietet ganz offensichtliche Vorteile.» Und die Aussicht auf gemeinsame Forschung und Entwicklung beflügelt ihn: «Wir bringen die Nähe zur ETH und Esri die Nähe zum Silicon Valley – ein perfektes Paar.» Ähnlich sieht es auch Roland Siegwart, Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETH Zürich: «Zusammenschlüsse wie dieser zeigen, dass die ETH Zürich ein hervorragendes wissenschaftliches Umfeld für innovative Unternehmen bietet. Umgekehrt können Forschung und Lehre von der Nähe zu solchen Unternehmen enorm profitieren.»

Neuer innovativer Leichtbau Prüfstand an der Empa eröffnet

Seit kurzem verfügt die Empa über eine neue Forschungs- und Entwicklungsplattform, um die Schalldämmung von Gebäuden in Leichtbauweise zu verbessern. Am 30. Juni 2011 wurde der Leichtbauprüfstand, den die Empa mit der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau in Biel betreibt, eingeweiht. Damit lassen sich etwa mehrgeschossige Holzbauten lärmschutzoptimieren.

Leichtbau ist gefragt, je länger, je mehr. Denn er schont Ressourcen – und Kosten, auch und vor allem in der Bauwirtschaft. Vor allem Holz als nachwachsender und damit nachhaltiger Rohstoff dürfte künftig als Baumaterial immer wichtiger werden. Doch die Leichtbauweise hat einen gravierenden Nachteil: Je weniger Material in einem Bauelement steckt, desto schlechter schützt es gegen Lärm, vor allem bei tiefen Frequenzen, also im als besonders störend empfundenen Boom-Boom des Bassbereichs.

empa 2

Technisch lassen sich zwar auch Leichtbauten gegen Lärm isolieren, dies wird allerdings schnell einmal kompliziert und kostspielig. So müsste ein Leichtbau beispielsweise deutlich höhere Geschosse aufweisen, um dank dickerer Deckenaufbauten den gleichen Lärmschutz wie ein Haus in Massivbauweise zu bieten. Bei einer vorgegebenen maximalen Bauhöhe lassen sich also im Leichtbauhaus weniger Stockwerke verwirklichen – was wiederum den Ertrag beziehungsweise die Einnahmen senkt. Ausserdem sind die derzeit für die Planung verwendeten Berechnungsverfahren im Fall von Leichtbauten sehr unsicher; oft ist erst nach Fertigstellung klar, ob der gewünschte Lärmschutz mit den verwendeten Elementen und Materialien auch tatsächlich erreicht wurde.

Um diese zu verbessern und dadurch neue Konstruktionen entwickeln zu können, die leicht und gleichzeitig leise sind, hat die Empa gemeinsam mit der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau in Biel (BFH-AHB) eine neue Forschungsinfrastruktur in Betrieb genommen – den Leichtbauprüfstand, eine 400 Quadratmeter grosse und rund zwölf Meter hohe Halle, in der je zwei über- beziehungsweise nebeneinander liegende Räume aus Leichtbauelementen aufgebaut und akustisch untersucht werden können. Damit lassen sich sowohl die vertikale als auch die horizontale sowie die diagonale Schallausbreitung von einem Raum auf die anderen bestimmen. Das Besondere an den Räumen: Sie ruhen auf separaten Bodenplatten aus Beton, die elastisch gelagert und damit vom übrigen Gebäude und voneinander schwingungsentkoppelt sind. Dies verhindert, dass sich Schallwellen über den Boden von einem Raum auf den benachbarten ausbreiten.

Denn genau in der Schallausbreitung – genauer gesagt: im Weg, den der Schall «einschlägt», um sich auszubreiten – liegt die Schwierigkeit im Leichtbau. Während es für Massivbauten genügt, die akustischen Dämmwerte einzelner Elemente wie Wände, Decken, Türen und Fenstern zu messen, um daraus die Lärmschutzeigenschaften des fertiggestellten Gebäudes vorherzusagen, funktioniert dies beim Leichtbau nicht. Die leichten Bauelemente lassen sich einfacher zum Schwingen anregen und übertragen den Schall dadurch in Längsrichtung besser auf die angrenzenden Bauteile.

Bei Leichtbauten müssen also sämtliche möglichen Wege berücksichtigt werden, über die sich der Schall ausbreiten kann, nicht nur der direkte, etwa durch die Wand in den nächsten Raum. Insgesamt gibt es bei Leichtbaukonstruktionen mindestens sechs zusätzliche Übertragungswege für den Lärm, verglichen mit dem Massivbau. Und all diese können im Leichtbauprüfstand separat akustisch vermessen werden.

Dabei lassen sich alle möglichen Leichtbaumaterialien experimentell untersuchen. Messungen an Systemen aus Gipsleichtbauwänden fanden bereits statt – und haben für den Industriepartner auch schon nützliche Hinweise für die Weiterentwicklung des Produkts ergeben. Demnächst beginnen die ersten Messungen für ein grosses von der Lignum – die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft – und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) finanziertes Kooperationsprojekt, bei dem es unter anderem darum geht, das Schalldämmvermögen von Holzkonstruktionen genau zu bestimmen und schall- sowie holzbautechnisch optimierte Bauteile und Gebäude zu entwickeln.

Das Band ist durchtrennt, die Einweihung vollzogen. Gian-Luca Bona, Direktor der Empa (links), und Heinz Müller, Direktor der BFH-AHB, haben den Leichtbauprüfstand der Forschung übergeben.

Das Band ist durchtrennt, die Einweihung vollzogen. Gian-Luca Bona, Direktor der Empa (links), und Heinz Müller, Direktor der BFH-AHB, haben den Leichtbauprüfstand der Forschung übergeben.

Bei der Einweihung Ende Juni haben die Direktoren der Empa und der BFH den Leichtbauprüfstand der Forschung übergeben. «Besonders freut mich, mit dieser Forschungsinfrastruktur auch die Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen intensivieren zu können», so Gian-Luca Bona, Direktor der Empa.

Die Kultmarke Zimtstern

Zimtstern wurde 1995 lanciert mit hohem Qualitätsanspruch und von leidenschaftlichen Ridern geführt. Aufgrund Ihren Standortes in Zürich, im Herzen Europas mit internationalen Einflüssen und eigener Design-, Produktentwicklungs- und Grafikabteilung, ist es möglich immer wieder frische, überraschende Ideen und Kreationen umzusetzen. Jacke und Hose der ersten Generation Snowboard-Bekleidung wurden an der Nähmaschine handgemacht und in einer Auflage von je 15 Stück für Freunde und den Eigenbedarf produziert. Aber schon bald stellt sich der Erfolg ein. Thomas Meyer und Reto Kuster, die beiden kreativen Köpfe hinter dem Label Zimtstern, müssen erweitern. Bereits im Februar 1999 kann Zimtstern an der Ispo in München Premiere feiern und sich weltweit als Snowboard-Marke präsentieren. Mit der Erschliessung der Märkte Deutschland und Österreich wurde der Export schrittweise aufgebaut, das Headquarter nach Zürich verlagert und mit einem eigenen Showroom ergänzt. Heute gehören Italien, Spanien, Portugal, Benelux, UK, Russland, Tschechien, Japan und die USA zu den Abnehmerländern von Zimtstern.

zimtstern
2001 wurde die erste eigenständige Sommerkollektion vorgestellt – eine Streetwear mit modischem Schnitt und alternativem Design. Ab nun gibt es jährlich zwei Kollektionen. Jeweils mit einem klar umrissenen Thema und seit 2002/03 mit vier verschiedenen Funktionslevels, um auf die speziellen Kundenbedürfnisse einzugehen, wie es Myriam Kälin, Head of Design & Productmanagement bei Zimtstern, formuliert. Dabei wird auf Einstiegspreislagen ebenso geschaut wie auf technisch besonders anspruchsvolle Bekleidung. Inzwischen wird durch passende Accessoires und T-Shirts ergänzt, eine eigene Surf-Kollektion für Frauen und Männer mit passender Bademode, Kleidchen und Regenjacken lanciert. Damit hat man im Sommer den Anschluss an den Brettsport gefunden.

Zimtstern1
Um langfristig auf der Strasse des Erfolgs zu bleiben, «braucht es für die verschiedenen Linien ein klares Konzept. So beinhaltet das One- Star-Level Parkas und Mäntel in sportlichem Niveau, aber mit weniger technischer Raffinesse. Two-Star wendet sich an die klassischere Kundin beziehungsweise Kunden. Three-Star präsentiert eine umfangreiche und anspruchsvolle Outerwear-Linie mit hoher Wiedererkennbarkeit und Four-Star ist der Rolls Royce unter der Kollektion. Hier kommen unterschiedliche Materialien, ein perfekt durchdachtes Innen- und Aussenleben und viel technisches Know-how zum Einsatz», so die Produktmanagerin. Gefertigt wird aus Preisgründen in China und in der Türkei, jeweils in Betrieben mit technisch sehr hohem Standard.

Bereits am Jungtextilerkongress zeigte Myriam Kälin laut textil Revue in ihrem Referat auf, dass es umfangreiche Planung braucht, um die vielen Positionen rechtzeitig unter Dach und Fach zu bekommen und die Ware zur rechten Zeit in den Handel zu bringen. Immerhin müssen allein für die Outerwear rund 35000 Teile produziert werden. Es braucht aber nicht nur eine perfekte Vorbereitung sowie hohes technisches und kreatives Know-how, sondern auch ein faires Timing in der Produktion und ein gutes Verhältnis zu den verschiedenen Mitarbeitern. «Das Wichtigste für uns ist aber, ein eigenes Gesicht zu haben. Das haben wir von Anfang an im Auge behalten. Das danken uns auch unsere Käuferinnen und Käufer», so Myriam Kälin.

venture kick: Erfolg für Aeon Scientific und Pandora Underwater Equipment Erfindungen

Das ETH Spin-off Aeon Scientific und das Start-up Pandora Underwater Equipment aus der Romandie haben jeweils die Gesamtsumme von 130‘000 Franken bei der privaten Förderinitiative venture kick gewonnen. Aeon Scientific entwickelt ein Navigationssystem für Herzkatheter, Pandora Underwater Equipment stellt dagegen Tauch-Ausrüstung zur automatischen Kontrolle des Aufstiegs und für mehr Sicherheit her.

Aeon Scientific aus Zürich und Pandora Underwater Equipment sicherten sich bei venture kick die letzte Stufe und können ihre Startup-Projekte mit zusätzlichen CHF 100‘000 finanzieren. Dabei ging es für die beiden Sieger Schlag auf Schlag. Denn kurz vor der Final-Präsentation waren die beiden Jungunternehmer Dominik Bell, CEO von Aeon Scientific, und David Bonzon, CTO von Pandora Underwater Equipment, noch in Boston. Als Gewinner von venture leaders, einem Förderprogramm des nationalen Startup-Trainings venturelab, absolvierten sie dort ein zehntätiges Business-Development-Programm.

venture kick 2011

Ferngesteuerte Mikroinstrumente für neue Diagnose- und Behandlungsmethoden
Das Herz bleibt im Alter ein Problemfall: Jede vierte Person wird ab 40 Jahren einmal an einem Herzflimmern leiden. Doch nur jede zehnte Person wird bisher mit einem Katheter behandelt. Zu wenig Kontrolle oder gar keine Möglichkeiten hat man mit bisherigen Instrumenten, an die betreffenden Stellen zu kommen. Nach mehrjähriger Arbeit ist es dem jungen Team von Aeon Scientific gelungen, eine einzigartige Technologie zu entwickeln, die es ermöglicht, kleinste Mikroinstrumente im Körper des Menschen kabellos fern zu steuern. In einem elektromagnetischen Feld kann nun der Katheter unter bester Kontrolle innerhalb vom Herz gesteuert werden. Der Arzt kann sich dabei zusätzlich auf eine 3D-Auswertung am Computer stützen. Die einzigartige Plattform soll aber auch anderen Einsatzbereichen zur Verfügung stehen, bei denen es schwer ist, an den Krankheitsherd zu kommen, wie z.B. in der Augenmedizin.

Aeon Scientic
«Think Big» Mentalität aus Amerika mitgebracht
Auf dem Weg zum jüngsten Erfolg konnte CEO Dominik Bell vor allem vom nationalen Startup-Programm venturelab profitieren. In diesem Rahmen absolvierte er die mehrtätigen Workshops venture plan und nahm zuletzt bei einem Business-Development-Programm in Boston teil: «Besonders die amerikanische «Think Big» Mentalität hat mich beeindruckt. Geholfen haben uns die vielen Workshops in denen es immer wieder galt, einen klaren Fokus zu bekommen und unser Business auf den Punkt zu bringen.» Eine Erfahrung, die ihm jetzt auch bei venture kick vor der 13-köpfigen Jury aus Investoren, Business-Angels und Business-Experten viel gebracht hat. Mit der Fördersumme soll nun die erste wichtige Projektphase eingeleitet werden. Dazu wird das Geld für neue Hardware, weitere Patente und für das Marketing verwendet. Bald zieht es die Jungunternehmer in den Technopark Zürich und auch ihr Projekt zieht immer mehr Unterstützer auf sich: Gerade konnte
finanzielle Unterstützung von der Gebert Rüf Stiftung und der Volkswirtschaftsstiftung gewonnen werden.

Der erste Tempomat für den Tauchsport
Für Tauchanfänger ist es oftmals schwierig die Auftriebskraft zu kontrollieren. Dazu funktioniert die Kontrolle generell manuell und nach dem Trial und Error Prinzip, was selbst erfahrene Taucher ermüden kann. Das Startup um CTO David Bonzon hat eine Taucherweste mit Geschwindigkeitscomputer entwickelt, der automatisch Aufstieg, Tiefengrad und Tauchstopps kontrolliert und zudem für die Orientierung zuständig ist. Mit diesem SUBA-System soll das Tauchen nun noch mehr Spass machen. Das behaupten auch die vielen Tauchlehrer, die das System bereits getestet haben. Tauchen kann schneller gelernt, die Prozesse dabei vereinfacht und die Sicherheit während des Tauchganges um ein Vielfaches erhöht werden. Der Grossteil der Tauchschulen und Shops waren von dem System begeistert und zeigen grosses Interesse SUBA in ihr Sortiment aufzunehmen.

«Der beste Weg um noch mehr Unternehmungen zu schaffen»
Wie Dominik Bell, war auch David Bonzon als venture leader beim zehntätigen Business Development Programm in Boston und konnte die Zeit nutzen, um sein Business voranzutreiben und sich auch persönlich weiterzuentwickeln. Umso mehr freut ihn jetzt der Erfolg von venture kick: «venture kick war ein riesiger Schub für meine Entwicklung als Jungunternehmer. Erst dadurch wurde diese Vision für mich überhaupt möglich», meint der Masterstudent in Mikrotechnik. «Besonders als Ingenieur ist venture kick sehr herausfordernd und sogar ein bisschen hart, weil sich viele von uns erst einmal vom technischen Standpunkt lösen müssen. Aber am Ende war es das perfekte Programm, um mich bereit für alles Zukünftige zu machen. Ich denke, dass dieser Prozess der beste Weg ist noch mehr Jungunternehmer hervorzubringen.» Das Geld von venture kick wird nun eingesetzt, um SUBA auch weltweit zu vertreiben. Denn besonders in den USA scheint es sehr viele Interessenten zu geben. Bei der DEMA Show im Herbst in Orlando, einem weltweit berühmten Taucherevent, steht die optimale Bühne für das Startup schon bereit.

Die bisherigen Gewinner des gesamten Startkapitals von 130‘000 Franken
– Bettina Ernst, Preclin Biosystems, ETH Zürich (Biotech), www.preclinbiosystems.com
– Manuel Aschwanden, Optotune, ETH Zürich (Optik), www.optotune.ch
– Patrizia Fischer, Pearltec, ETH Zürich (Medtech), www.pearltec.ch
– Martin Bartholet, Celeroton, ETH Zürich (Elektromechanik), www.celeroton.ch
– Marc Gitzinger, BioVersys, ETH Zürich (Biotech), www.bioversys.com
– Sadik Hafizovic, Zurich Instruments, ETH Zürich (Elektronik), www.zhinst.com
– Wolfgang Moritz, InSphero, Uni Zürich (Biotech), www.insphero.com
– Stefan Tuchschmid, Virtamed, ETH Zürich (Medtech), www.virtamed.com
– Barbara Yersin, Minsh, EPF Lausanne (Internet), www.minsh.com
– Stephane Doutriaux, Poken, IMD Lausanne (Elektronik/Internet), www.doyoupoken.com
– Jochen Mundinger, RouteRank, EPF Lausanne (Internet), www.routerank.com
– Giorgio Pietromaggiori, labseed, EPF Lausanne (Medtech), www.labseed.com
– Vincent Schickel, Prediggo, EPF Lausanne (Internet), www.prediggo.com
– Florian Kowalke, Aiducation International, ETH Zürich (NPO), www.aiducation.org
– Kristin Kapitza, StreamForge, ETH Zürich (Internet), www.streamforge.com
– Nicolas Burri, StereoTools, EPF Lausanne (MedTech), www.stereotools.com
– Christophe Canales, Imina Technologies, EPF Lausanne (Nanotech), www.imina.ch
– Ralph Schiess, ProteoMediX, ETH Zürich (Biotech), www.proteomedix.ch
– Christof Roduner, Mirasense, ETH Zürich (Internet), www.mirasense.com
– Christoph Gebald, Climeworks, ETH Zürich (Cleantech), www.climeworks.com
– Michael Dupertuis, Geroco, HES-S0 Valais (Cleantech/Internet), www.geroco.com
– Marcus Aebi, Malcisbo, ETH Zürich (Biotech), www.malcisbo.com
– Jean-Christophe Zufferey, SenseFly, EPF Lausanne (Elektronik), www.sensefly.com
– Alfredo E. Bruno, Advanced Osteotomy Tools, Uni Basel (Medtech), www.aot-swiss.com
– Francesco Dell’Endice, QualySense, Uni Zürich (Industrie), www.qualysense.com
– Nicolas Durand, Abionic, EPF Lausanne (Medtech), www.abionic.com
– Thorsten Schwenke, ZHAW, Thelkin (Elektronik/Medtech), www.thelkin.com
– Marc Spafford, delicioustaste AG, FHNW (Food/E-Commerce), www.delicioustaste.ch
– Martin Odersky, Scala Solutions Sàrl, EPF Lausanne (ICT), www.scalasolutions.com
– Susanne Wechsler, Uni St. Gallen, BOOKBRIDGE FOUNDATION (Social), www.bookbridge.org
– Dominik Bell, Aeon Scientific, ETH Zürich (Medtech), www.aeon-scientific.com
– David Bonzon, Pandora Underwater Equipment, EPF (Elektronik), www.pandora-uwe.com

Über den Innovationsbeschleuniger venture kick
Die GEBERT RÜF STIFTUNG, die ERNST GÖHNER Stiftung, die OPO-Stiftung und die AVINA STIFTUNG finanzieren die private Initiative venture kick. Die operative Leitung des Projekts liegt beim IFJ Institut für Jungunternehmen in St. Gallen. Ziel der Initiative ist es, die Zahl der Unternehmensgründungen an Universitäten, technischen Hochschulen und Fachhochschulen zu verdoppeln. Teilnahmeberechtigt sind Ideenträger/Innen aus schweizerischen Universitäten, technischen Hochschulen und Fachhochschulen (Studierende, Doktoranden, Professoren etc.), die ihr Unternehmen noch nicht gegründet haben. Bewerbungen sind jederzeit möglich.
Seit der Lancierung vor über drei Jahren wurden über 6,5 Millionen Franken ausgeschüttet und aus rund 850 Bewerbungen 181 Spin-off Projekte aus Schweizer Hochschulen gefördert und beim Start zusätzlich gecoacht. In dieser Zeit sind mehr als 125 innovative Firmen mit grossem Wachstumspotenzial entstanden, die bereits über 1000 nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen haben. Das Finanzierungsvolumen, welches die Jungunternehmen durch Eigenkapital, Darlehen, Förderungen und Preisgelder insgesamt aufgebracht haben, beziffert sich auf über 120 Millionen Franken.

Bestenheider Design

Bei einem großen Teil seiner Entwürfe zitiert der Schweizer Designer Philipp Bestenheider aus Formen, Farben und Materialschätzen urtümlicher Kulturen. Er ist innert kürzester Zeit zum gefeierten Designer avanciert. Für Moroso entwarf er die Serie „Binta“, fast muten die Sessel wie Sitzskulpturen an, die an afrikanische Schnitzarbeiten erinnern. Bezogen sind sie mit Stoffen, die afrikanische Frauen traditionell tragen. Bestenheiders bunte Farbwelt ist einem Kontinent entlehnt, den man – eindimensional und stereotyp – den „schwarzen“ nennt. Afrika, schön bunt. Die Basis des Sessels besteht aus vier Kegeln, die einander schneiden, und von dieser Geometrie ist der Philipp Bestenheider ausgegangen laut dem Stylepark Interview.

binta design

Ohne Funktion ist die Form für Ihn sinnlos. Einige seiner Möbel haben Rundungen und Volumen, andere sind eckig und gewagt unterteilt. Die Geometrie interessiert ihn. Wie teilt man eine Fläche? Welche raumfüllenden Elemente gibt es?, sind nur ein paar Fragen, die ihn beschäftigen.

binta

Der 1971 im schweizerischen Sion geborene Philippe Bestenheider machte 1998 einen Abschluss in Architektur an der ETH Zürich bevor er Industriedesign an der Mailänder Domus Academy studierte. Dort lehrte er auch mehrere Jahre. Nach seinem Master im Jahr 2000 arbeitete er fünf Jahre in dem Designbüro von Patricia Urquiola. 2006 nahm er an der Ausstellung Promosedia teil und gründete 2007 sein eigenes Studio für Produktdesign und Architektur in Mailand und Crans-Montana. Zu seinen Kunden zählen Firmen wie Moroso, deSede, Pallucco, Fratelli Boffi, Varaschin, Frag und Galleria Nilufar.

Die Grüne Wohnkultur Erfindung

Wer keinen Garten oder Balkon hat, holt sich eben den Wald in die Wohnung. Mit vertikalen Gärten kann man jede Zimmerwand in ein Beet verwandeln.

Viele Städter starren derzeit neidisch auf die Gärten und die Dachterrassen ihrer Mitbürger. Doch auch in einer balkonlosen Wohnung kann man sich einen Sommerwald pflanzen – und das sogar ganzjährig. „Vertical Gardens“ oder „Hängende Gärten“ nennt man die Methode, eine Zimmerwand in eine Pflanzenfläche zu verwandeln.

Wohnkultur Design Erfindung

„Es funktioniert wie ein Blumentopf“, erklärt der Schweizer Designer Christophe Marchand sein Verticalis-System, für das er gerade mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet worden ist. Sein Bepflanzungskonzept ist – im Gegensatz vielen anderen „Hängenden Gärten“ – ressourcenschonend: es hat keine integrierte Bewässerung, braucht keinen Strom und keine Leitungen.

Mehr als 1.000 Gäste aus der Designwelt, Industrie, Gesellschaft und Medien feierten am 4. Juli 2011 die Sieger des red dot design award – traditionell im Essener Opernhaus, dem Aalto-Theater. Anschließend wird Verticalis in einer vierwöchigen Sonderausstellung im red dot design museum öffentlich präsentiert.

„Blumentöpfe nehmen Platz weg oder stehen, schlimmer noch, irgendwo in der Ecke“, sagt Marchand. Wer die Zimmerwand als Alternative begreife, büße keinen Raum ein und bekomme darüber hinaus einen grünen Luftverbesserer auf ganzer Breite. Die einzelnen Kästen von „Verticalis“ funktionieren modular, lassen sich also zu einer Flächenbegrünung aneinanderreihen – und sind mobil. Einfach Löcher in eine andere Wand bohren, Dübel rein, schon kann eine andere Wand begrünt werden. Ob alle Pflanzen in Marchands Hängegärten funktionieren, ist noch nicht abschließend geklärt, „wir testen noch“, sagt der Designer.

„Für mich ist es die Interpretation eines begrünten Gemäldes an der Wand“, sagt Marchand über sein Konzept der Zeit Online. „Ein Gemälde, das sich verändert und das man pflegen kann.“ Am besten gefällt ihm die Idee, seine Konstruktion für ein „Funktionsbild“ in der Küche zu nutzen – mit wuchernden Kräutern.

urban foliage
Erfunden wurde das System „Hängende Gärten“ von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Verschiedene Designer haben sie auf ihre Weise interpretiert. Als Wandtasche, als Stangensystem mit Satellitenschalen oder Wasserflaschen.

Das bekannteste Vorbild für kunstvoll bepflanzte Wandflächen sind wohl die Biotope Patrick Blancs. Der Franzose begann einst als Botaniker und wird inzwischen von Architekten wie Jean Nouvel oder dem Schweizer Duo Herzog & de Meuron beauftragt, Wände ihrer Bauten mit Pflanzen zu bespielen. Unter anderem gestaltete er die grüne Fassade des Berliner Edelkaufhauses Galeries Lafayette in der Friedrichstraße. Blanc hat mit dem Prinzip der begrünten Außenflächen eine Marke geschaffen. Seine Inspiration waren tropische Wälder in Asien und die staunende Erkenntnis, wie viele Pflanzen ohne Erde, scheinbar in der Luft, existieren können. Ein System, dem er jahrelang hinterhertüftelte.

Die Entdeckungsmaschine horizobu

Das Schweizer Startup horizobu AG hat eine neue Suchmaschine ( Entdeckungsmaschine ) lanciert, die sich vor allem für tiefergehende Recherchen eignen und bei der Erkundung von Themengebieten helfen soll.

Mit horizobu finden Sie Informationen im Internet schnell und umfassend. Ausgehend von wenigen Suchbegriffen schlägt Ihnen horizobu weitere Suchbegriffe vor und Sie gelangen mit wenigen Mausklicks zielstrebig zur gewünschten Information. Anstatt Tausende von Resultaten anzubieten, zeigt horizobu nur wenige, dafür möglichst relevante Resultate. Im Unterschied zu gängigen Suchmaschinen können Sie aber Resultate sowohl löschen als auch speichern und mit anderen Personen teilen.

horizobu
horizobu hilft Ihnen beim Finden und Entdecken von Informationen. Von klassischen Suchmaschinen unterscheidet sich horizobu in verschiedenen Aspekten:

– horizobu eröffnet Ihnen bei der Suche neue Horizonte und Einsichten.
– horizobu hilft Ihnen beim Formulieren von guten Suchanfragen.
– horizobu „spricht“ mit Ihnen und unterstützt Sie beim Treffen der richtigen Wahl.
– horizobu bietet eine neue Benutzerschnittstelle. Sie können Ihre Suchtreffer sammeln und verwalten.
– horizobu lädt Sie ein, Ihre Sucherfahrung mit Freunden zu teilen.

In Deutschland werden über 92 Prozent aller Suchen über Google abgewickelt. In der Schweiz sieht es ähnlich aus. Und während in den USA mit der Microsoft-Suchmaschine Bing immerhin ein ernstzunehmender Konkurrent existiert, liegt Googles Marktanteil auch dort bei immerhin knapp 65 Prozent.

Das Startup aus Zürich versucht bereits in der Eigendefinition, Vergleiche mit Google zu vermeiden, in dem es sich explizit nicht als Suchmaschine sondern als “Exploration Engine” bezeichnet. Im Vordergrund steht bei horizobu demnach nicht das Finden von Gesuchtem, sondern das Erkunden von Websites und Kontext zu einem bestimmten Thema.

schweizer innovation

Wer bei horizobu, das in einer englischsprachigen und einer deutschsprachigen Version (für die Schweiz) angeboten wird, nach einem bestimmten Begriff sucht, dem präsentiert der Dienst lediglich sechs möglichst relevante Ergebnisse in voneinander separierten Boxen. Einzelne dieser Boxen lassen sich löschen, wodurch ein weiteres Suchergebnis ans Tageslicht befördert wird. Mit einem Klick auf “More” wechselt man alle sechs Resultate aus. Gefällige Resultate lassen sich per Drag-And-Drop in der rechten Spalte ablegen und für später aufbewahren.

Um seinem Entdeckeranspruch gerecht zu werden, listet horizobu oberhalb der Suchergebnisse zehn mit dem jeweiligen Suchwort verwandte Begriffe, die beliebig kombinierbar zur Verfeinerung und Erweiterung der bisherigen Suche verwendet werden können. Inspiriert durch die Vorschläge haben User auch die Möglichkeit, weitere Begriffe zur Eingrenzung hinzufügen.

“Die Intelligenz aus Social Software führt teilweise zu überraschenden Fundstücken, die bislang mit herkömmlichen Suchmaschinen kaum erschlossen wurden”, so Werner Hartmann, Titularprofessor der ETH Zürich und einer der zwei Gründer von horizobu laut netzwertig.com

Nachdem Nutzer mit den Resultaten ihrer Recherche zufrieden sind und diese womöglich mit der Bookmarking-Funktion gespeichert haben, kann die so entstandene Linksammlung direkt über einen eindeutigen Link weiterversendet werden. Diese Funktion ist zwar nicht revolutionär, aber simpel, intuitiv und erfordert wenige Klicks.

horizobu richtet sich laut Mitgründer Werner Hartmann vor allem an Personen, die zu einem Thema eine vertiefende Recherche durchführen wollen, also Journalisten, Wissenschaftler, Geschäftsleute oder Studenten. Für das Kinoprogramm von heute Abend oder die nächste Zugverbindung gebe es hingegen geeignetere Dienste.

Hartmann und sein Kompagnon Sam Zürcher haben die Entwicklung von horizobu aus eigenen Mittel finanziert und bezeichnen es in seiner jetzigen Form als “Garagenprojekt”. In der nächsten Phase wollen sie versuchen, interessierte Geldgeber zu finden, die so die Professionalisierung der Idee – also erweiterte Suchfunktionen, bessere Performance, länderspezifische Varianten usw. – unterstützen.

Die Monetarisierung soll sowohl durch eine Werbevermarktung als auch eine Lizensierung der zugrundeliegenden Technologie realisiert werden. Allerdings wollen die zwei Jungunternehmer erst sehen, ob sich ihr Projekt am Markt etablieren kann.

Die horizobu Facebook Gruppe mit neuen Tipps und entwicklungen und hier auch ein Viedeo für die ersten Schritte und für das Nutzen der
Entdeckungsmaschine:

Schweizer Gründerpreis 2011

Die Solothurner W.A. de Vigier Stiftung hat die Jungunternehmen Abionic, GetYourGuide, Malcisbo , Skybotix und ViSSee mit dem Gründerpreis 2011 ausgezeichnet, der mit je 100 000 Franken dotiert ist. Alle Gewinner, wie auch alle Nominierten, konnten in der Vergangenheit von dem Startup-Programm Venturelab profitieren.

Mit Spannung verfolgten über 200 Unternehmerinnen und Unternehmer, Investoren und Förderer von Jungfirmen die diesjährige Preisverleihung der W.A. de Vigier Stiftung. Der 1989 erstmals verliehene Gründerpreis ist die höchstdotierte und bedeutendste Auszeichnung für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer in der Schweiz. Die Firmengründer erhalten nicht nur jeweils 100 000 Franken à fonds perdu, sondern profitieren auch von der langfristigen Begleitung durch den Stiftungsrat, dessen Präsident der Basler Unternehmer Moritz Suter ist.

Hightech, Biotechnologie und Internet
Preisgekrönt wurden fünf Firmen. Mit dabei der ETH-Spin-off Malcisbo, der einen praxistauglichen Impfstoff gegen ein für Menschen schädliches Bakterium entwickelt, welches Masthühner befällt. Mit einem intelligenten Flugroboter überzeugte die Jungfirma Skybotix, eine weitere Spin-off-Firma der ETH Zürich. Ein Preis ging ins Tessin an die Jungfirma ViSSee, die mit ihrem Temposensor auf weltweites Interesse stösst. Auf Allergieschnelltests in Arztpraxen hat sich die Lausanner Jungfirma Abionic spezialisiert. Die fünfte preisgekrönte Firma ist GetYourGuide mit Sitz im Technopark Zürich. Über das Internetportal lassen sich Ausflüge aller Art buchen. Die Firma agiert bereits erfolgreich im Markt und beschäftigt schon 30 Mitarbeitende. Auffallend: alle ausgezeichneten Startups haben das Startup-Programm der KTI durchlaufen, in die sie ihre Geschäftsideen weiterentwickeln konnten und viel Know-how aus der Praxis sammeln konnten.

Gründerpreis ab sofort auch für Nicht-Schweizer offen
An der Preisverleihung wartete Stiftungsratspräsident Moritz Suter mit einigen Neuerungen auf. So ist der Gründerpreis künftig nicht mehr nur Schweizer Bürgern vorbehalten. Auch Kandidatinnen und Kandidaten mit einem ausländischen Pass, aber einem Wohnsitz in der Schweiz und einer schweizerischen Firma, können sich bewerben. Zudem wird die Altersgrenze von 45 Jahren in Zukunft weniger strikte gehandhabt. Bei der Preisverleihung vergab die Stiftung zudem das zweite Mal den Titel «Jungunternehmerförderer des Jahres». Preisträger 2011 ist der Zürcher Thomas von Waldkirch. Der Präsident der Stiftung Technopark Zürich hat die Idee der Brutstätten für Jungfirmen in der Schweiz portiert und die Gründung des ersten hiesigen Technoparks in Zürich initiiert. Von Waldkirch engagiert sich nun bereits seit mehr als 20 Jahren für die Schweizer Startup-Szene.

Im Folgenden gibt es eine kurze Vorstellung der fünf Gründerpreis-Gewinner.

Abionic AG aus Lausanne: Biosensoren für einen Multimilliardenmarkt
abionic
Mit kleinen Biosensoren Krankheiten schnell und günstig entdecken – davon wird schon lange gesprochen. Nun hat die Lausanner Abionic einen funktionierenden Prototyp entwickelt. Er ermöglicht die Diagnose von Allergien noch in der Arztpraxis. 2013 soll das Gerät auf den Markt kommen. Dies soll aber erst der Anfang sein. Prinzipiell eignet sich die Technologie auch zur Diagnose sehr vieler weiterer Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs und Herzerkrankungen. Trotz seiner erst 28 Jahre besitzt der Preisträger Nicolas Durand und CEO von Abionic grosse Erfahrung. So gründete er mit vierzehn bereits seine erste Firma. Ausserdem weiss der promovierte Nanotechnologe, wie man einen Preis entgegennimmt: Acht Gründerpreise hat er mit der Abionic schon abgeräumt, u.a. auch venture kick im letzten Jahr. Durand hat die ganze Klaviatur des venturelab-Programms besucht, vom Semesterprogramm venture challenge bis hin zu den Intensiv-Workshops venture plan und venture training und hat im letzten Jahr als venture leader am 10-tätigen Business-Development-Programm in Boston teilgenommen.

GetYourGuide aus Zürich: Weltweit erfolgreiche Internetfirma aus Zürich
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Mehrere Tausend Ausflüge, Führungen und Events buchen Reisende jeden Monat über das Internetportal GetYourGuide.com. Grund für den Erfolg: Das Portal bietet den Nutzern ein umfassendes Angebot und den Veranstaltern attraktiven Service bis hin zur Abrechnung der Buchungen. Die Wachstumsrate des erst Anfang 2010 operativ gestarteten Portals ist dementsprechend hoch. Partnerschaften mit Portalen wie TripAdvisor sorgen dabei für zusätzlichen Schub. Für den eigentlichen Startschuss war der Semesterkurs venture challenge verantwortlich, in dem sich die späteren Gründer getroffen und gemeinsam die Businessidee entwickelt haben. Noch heute ist der Stamm des Gründerteams an Bord, wie der heutige Finanzchef Pascal Mathis und CEO Johannes Reck. Letzterer war 2010 als Gewinner von venture leader auch Teil der Schweizer Startup-Nationalmannschaft.

Malcisbo aus Zürich: Impfstoff für das Grillfest ohne Reue
malcisbo
Für Poulets ist das Bakterium namens Campylobacter ungefährlich. Doch beim Menschen löst es eine Magen-Darm-Infektion aus. Jedes Jahr infizieren sich allein in der Schweiz rund 8000 Menschen mit Campylobacter-Bakterien. Die Schäden sind immens, allein schon weil die Patienten viele Tage nicht arbeiten können und teilweise hospitalisiert werden müssen. Malcisbo will mit einem günstigen Impfstoff für Masthühner das Problem an der Wurzel bekämpfen. Die Preisträgerin Irene Schiller verfügt wie die anderen Mitgründer von Malcisbo über reichlich Erfahrung und über ein ausgedehntes internationales Netzwerk. Die 45-jährige Veterinärmedizinerin hat schon mehrere Jahre bei der Veterinärdiagnostik-Firma Prionics gearbeitet und ist nun seit einigen Jahren hauptsächlich für das Bundesamt für Veterinärwesen tätig. Die venturelab-Alumni hat bei venture plan und venture training teilgenommen und wurde dieses Jahr als venture leader ausgezeichnet. Neben dem hat Malcisbo schon „Winner-Erfahrung“ und war z.B. schon bei venture kick und dem Swiss Technology Award erfolgreich.

Skybotix aus Zürich: Nützliche Helfer in der dritten Dimension
skybotix
Die ETH Zürich zählt zu den weltführenden Hochschulen auf dem Gebiet der Flugrobotik. Skybotix, ein Spin-off-Unternehmen der ETH um CEO Samir Bouabdallah, macht sich dieses Wissen zunutze und entwickelt einen Kleinsthelikopter, der selbständig und zentimetergenau navigieren kann. Die «FlyboX» soll künftig mit Sensoren bestückt werden und gefährliche Erkundungsmissionen durchführen. Als Kunden peilen die Gründer Gebäudeinspektoren, Polizei und Feuerwehr an. Der 25-jährige Preisträger Sammy Omari hat in Münchenstein bei Basel das Gymnasium besucht und an der ETH Maschinenbau studiert und ist nun bei Skybotix als Chief Technical Officer (CTO) für die Entwicklung der Software zuständig. CEO Samir Bouabdallah hat das professionelle Unternehmerhandwerk während eines Semesters mit venture challenge gelernt.

ViSSee aus Lugano: Revolutionärer Tacho auf dem Mikrochip
vissee
Firmen aus der Automobilindustrie, der Medizinaltechnik oder der Unterhaltungsbranche stehen Schlange beim Tessiner Jungunternehmen ViSSee. Der Grund: Die Preisgewinner Nicola Rohrseitz und Valeria Mozzetti entwickeln einen neuartigen Temposensor. Der Tacho liest das Tempo nicht an der Drehung einer Achse ab, sondern wertet die Raum–Zeit-Veränderungen in seinem Sichtfeld aus. Möglich macht es eine patentierte Kombination von Fischlinse und Datenverarbeitung. Valeria Mozzetti, 31 Jahre, ist gebürtige Tessinerin und hat an der ETH Zürich Lebensmittelwissenschaft studiert und in Biotechnologie doktoriert. Ihr Partner Nicola Rohrseitz, 32, studierte an der ETH Lausanne Robotik und doktorierte anschliessend an der ETH Zürich in Physik. Das professionelle Unternehmer-Know-How mit Hang zur erfolgsorientierten Marktreife bekam er von venture plan eingeimpft.

Nicht ganz nach oben geschafft, aber mit der Möglichkeit zum ersten Mal beim Gründerpreis auch ihre Geschäftsidee dem Publikum vorzustellen, hatten es die Nominierten des Gründerpreises, auch allesamt aus dem Venturelab-Kreis.

Das Lausanner ETH-Spin-off Attolight hat eine Filmkamera für die Nanowelt erfunden, mit der es möglich ist exakt zu dokumentieren, was in winzigen Nanostrukturen abläuft. Damit kann zum Beispiel gezeigt werden, wie sich Elektronen innerhalb von Laserdioden oder LEDs bewegen oder was für Prozesse in Solarzellen ablaufen.

Das Jungunternehmen CAScination AG aus Bern mit CEO Matthias Peterhans entwickelt zusammen mit den Professoren Stefan Weber (Universität Bern) und Daniel Candidas (Inselspital Bern) mit CAS-One ein Navigationssystem für die Leberchirurgie. Das erleichtert den Chirurgen die Arbeit und erhöht bei Krebspatienten mit Metastasen in der Leber die Heilungschancen.

Compliant concept AG aus Dübendorf, einem Spin-off-Unternehmen der Empa und der ETH, hat ein «intelligentes» Bett für bettlägerige Patienten entwickelt, das die Bewegungen eines gesunden Menschen während des Schlafs imitiert und damit die Entstehung von schmerzhaften Druckgeschwüren (Dekubitus) verhindert.

Der Materialwissenschaftler Andreas Keller hat mit dem Trompetenbauer Werner Spiri und ihrem Startup daCarbo aus Lachen den kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff für die Herstellung von Blasinstrumenten entdeckt. Die im High-End-Segment angesiedelten Carbon-Trompeten sind leichter zu spielen und haben einen warmen, vollen Klang.

PainHawk aus Zürichstellt ein Online-Tagebuch für Schmerzpatienten zur Verfügung, denn mittlerweile leidet bald jeder fünfte Erwachsene in Europa an chronischen Schmerzen leidet. Die Patienten können Ärzten einen Zugang zu ihrem Tagebuch verschaffen oder sich auch mit anderen Betroffenen austauschen.

Der Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft steigert Innovationskraft sowie Produktivität und führt zu Wirtschaftswachstum. Das erkannte schon früh Thomas von Waldkirch, der Pionier des Schweizer Technologietransfers. Als Leiter der Stabsstelle für Forschung an der ETH Zürich initiierte er schon 1985 die Idee eines Technologieparks als sichtbares Zentrum des Technologietransfers. 1993 konnte von Waldkirch als Direktor der Stiftung Technopark Zürich im ehemaligen Industriegebiet in Zürich-West die erste Brutstätte für Hightech-Startups in der Schweiz eröffnen. Heute gibt es Technoparks im Aargau, in Lugano, Luzern, Winterthur, Schlieren und Zürich, die in der von Thomas von Waldkirch geleiteten Technopark-Allianz zusammengeschlossen sind. Über eine Technologietransferstelle verfügen heute praktisch jede Hochschule und auch jede Fachhochschule.

Seit 1987 fördert die W.A. de Vigier Stiftung „>W.A. de Vigier Stiftung Jahr für Jahr innovative und zukunftweisende Geschäftsideen mit einem Förderpreis von je Fr. 100’000.-. Nebst diesem Startkapital erhalten die Preisträger auch immaterielle Unterstützung; etwa in Form von wertvollen Kontakten, Medientrainings sowie Präsenz in Presse, TV und Radio. Die W.A. de Vigier Stiftung versteht ihr Engagement als Beitrag zu einer wettbewerbsstarken und gesunden Schweizer Wirtschaft.

Schweizer App bringt Leute für Freizeitaktivitäten zusammen

Die drei St.Galler Florian Specker, Daniel Kästli und Christoph Seitz wollen die Freizeitplanung vereinfachen und Barrieren zwischen den Menschen abbauen. Über ein Jahr lang haben sie an der iPhone-Applikation Spontacts gearbeitet, einem neuartigen Verabredungstool für Freizeitaktivitäten. Die App ist bereit für den grossen Sprung: In der Schweiz ist eine neue, mit Facebook integrierte Version verfügbar. In Deutschland und Österreich wird “Spontacts” in den kommenden Wochen aufgeschaltet.

spontacts

Spontacts ist die mobile Community für die Freizeit. Ob Kino, Drinks oder Sport – Wer spontan etwas unternehmen will, schreibt seine Aktivität auf “Spontacts” aus. Mit der iPhone-App dauert das nur wenige Sekunden. Lokale Mitglieder mit entsprechendem Interesse werden umgehend benachrichtigt. Organisator und Teilnehmer verabreden sich im Chat und treffen sich ganz unkompliziert. Als Inspiration für neue Aktivitäten werden lokale Bars, Sportplätze, Partys, Konzerte etc. angezeigt. “Spontacts” ist mit Facebook integriert und gratis für iPhone verfügbar. Eine Android-Version ist für den Spätsommer geplant.

spontacts startup

Spontacts ist das Verabredungstool für spontane Leute.
Wer kennt es nicht: Tollstes Wetter, aber noch nichts vor? Um jederzeit Leute für Freizeitaktivitäten in der Umgebung zu finden, hat ein Ostschweizer Entwicklerteam in Eigenregie die iPhone-App “Spontacts” entwickelt. Ob gemütliches Grillen, coole Drinks oder Sport – wer spontan etwas unternehmen will, schreibt seine Aktivität auf “Spontacts” aus. Das mobile Internet ist der Schlüssel, um Leute mit ähnlichen Interessen vom Bildschirm weg und nach draussen zu bringen – so die Hoffnung der “Spontacts”-Entwickler. Mit der App, die kostenlos im App Store erhältlich ist, können sich passionierte Läufer beispielsweise zum gemeinsamen Joggen verabreden. Oder wer sich für Kultur begeistert, dem werden – neben passenden Mitgliedern – Museen und Konzerte in der Nähe vorgeschlagen. Wer “Spontacts” nutzt, wird von Mitgliedern in der Nähe zu Aktivitäten eingeladen und von der App benachrichtigt. Organisator und Teilnehmer verabreden sich im Chat und treffen sich ganz unkompliziert – das mühsame Zusammentrommeln der Teilnehmer entfällt. Um noch mehr Leute zu erreichen, kann jede Aktivität mit einem Klick auch auf Facebook gepostet werden. So können sich auch Freunde anmelden, die kein iPhone haben. “Wir haben uns gedacht: Es muss doch einen einfachen Weg geben, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. Was ist naheliegender als ein gemeinsames Hobby?”, sagt Mitgründer Christoph Seitz. Hehre Freizeitpläne scheitern oft im Ansatz. “Unzählige Male wollte ich schon Mountainbiken – und dann blieb es beim blossen Gedanken”. Mit “Spontacts” soll sich das jetzt ändern. “Ich erreiche sofort Leute in meiner Umgebung, die mein Interesse teilen und sich spontan anschliessen. Gleichzeitig werde ich immer wieder mal zu Aktivitäten eingeladen”, erklärt Jungunternehmer Seitz. Wer früh dabei ist, baut sich schnell ein Netzwerk an Freizeitpartnern auf. Ausprobieren lohnt sich also.

spontacts erfindung

“Bis Ende Jahr wollen wir 40’000 Mitglieder in der Schweiz erreichen”, so Seitz. “Spontacts” sei insbesondere bei Menschen beliebt, die neu in eine Stadt gezogen sind oder pendeln. “Gemeinsame Freizeitinteressen sind ein idealer Türöffner, um mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen.” Generell sei “Spontacts” ein neuer Kanal, um Leute in der Umgebung kennenzulernen.
Die Gründer hoffen, dass sich die spontane Freizeitplanung auch in anderen Ländern durchsetzt. Spontacts ist zwar durch und durch ein Schweizer Produkt. In wenigen Wochen soll die App aber auch in Deutschland und Österreich starten. Der Mechanismus funktioniert überall, wo lokale Freizeitpartner gesucht werden. Deshalb hoffen die Gründer, dass “Spontacts” eine internationale Erfolgsstory wird und möglichst viele Menschen für Freizeitaktivitäten zusammenbringt. Im Spätsommer soll auch eine Android-Version folgen.