Erster Freitag Laden in New York

Die Schweizer Design-Ikone Freitag hat seit anfang Mai 2011 Ihren eigenen Laden in New York. In der Schweiz haben sie längst Kult-Charakter – jetzt sollen sie auch New York erobern – an der Ecke Prince Street und Bowery Street können New Yorker die Taschen im Freitag-Laden erstehen.
Erstmals haben die Gebrüder Freitag ausserhalb Europas einen Laden eröffnet, um ihre Recycling-Taschen unter das Volk zu bringen.

Freitag New York

FREITAG begann 1993, als zwei Brüder und Grafikdesigner in Zürich beschlossen, eine Lastwagenplane zu zerschneiden und daraus Messenger Bags zu nähen. Das reduzierte Design, Schweizer Qualitätsempfinden und die Tatsache, dass jede Tasche einzigartig ist, brachte FREITAG weltweit Erfolg, einen Platz im Museum of Modern Art in New York und seit dem 5. Mai 2011 den achten Flagship Store. Und alles ohne einen Cent Venture Kapital.

Nun gibt es in New York City ambitiöse Shopkonzepte wie Sand am Meer. Und genauso schnell werden sie immer wieder weggespült. Andererseits ist die Erfolgsbilanz der FREITAG Flagship Stores ermutigend: Wo immer Sie IhreTore geöffnet haben, sind sie auch heute noch offen. Man sollte den Mund nie zu voll nehmen, aber der Cocktail aus handgemachten, rezyklierten Produkten, reduziertem Design und einer Art Massenindividualismus scheint bisher überall anzukommen.
Freitag New York Laden
Ihre Erfahrung: Je grösser die Auswahl in einem Shop, desto wahrscheinlicher wird es, dass Kunden sich in eins der individuellen Produkte verlieben. Mit 1’000 unterschiedlichen Produkten in den (auch preisgekrönten) FREITAG V30 SKID Regalen in Ihren neusten Flagship Store ist das Risiko, sein Herz zu verlieren, sehr gross. Sogar in einer Stadt wie New York.

Die Crossboccia Erfindung

Erfinderladen Samstag: Hier wird jeden Samstag eine Erfindung aus dem Erfinderladen vorgestellt. Heute: Crossboccia.

Eigentlich ist das Spiel uralt und an vielen Stränden zu finden. Boccia: verschiedene Spieler versuchen mit schweren Kugeln in unterschiedlichen Farben eine kleine Kugel zu treffen. Wer ganz nah bei der kleinen Kugel landet, der hat gewonnen. Aber das Spiel funktioniert nicht überall – daher hat sich sich der Wuppertaler Student Timo Beelow, was Neues ausgedacht: Cross Boccia!

Die schweren Kugeln werden gegen weiche Bälle eingetauscht, die auch auf unebenen Flächen liegen bleiben.

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Crossboccia ist die neue Trendsportart, die man überall spielen kann: zum Beispiel im Wald, im Büro, Treppe rauf oder auf dem Spielplatz. Im eigenen Haus ohne den Parkettboden kaputt zu machen. Es gibt zwar ein paar Regeln zum Punktesystem, aber der Erfinder sagt: Das kann im Prinzip jeder spielen, wie er möchte, Hauptsache es macht Spaß. Ähnlich wie beim normalen Boccia, gibt’s auch hier sechs verschiedene Designs der kautschigen Bälle – damit jeder Spieler seinen eigenen erkennt und nicht geschummelt werden kann.

Auf der Berliner Jugendmesse „YOU“ gab’s übrigens im Oktober 2010 die erste Crossboccia-Meisterschaft!

Dieser super Spiel ist perfekt für den Urlaub oder daheim. Zu haben sind die Bälle im Erfinderladen Berlin, Erfinderladen Salzburg oder im Online-Shop für 19,90€.

Die Klapprad Rasenmäher Erfindung

Das ist aber praktisch: Der schweizer Designer und Erfinder Florian Hauswirth hat ein Klapprad mit einem Rasenmäher gekreuzt. Halme kürzen ist mit der Erfindung ein Kinderspiel.

klappradmaeher

Einen mechanischen Rasenmäher nutzt heute wohl kaum noch jemand – kein Wunder, denn es gibt längst weniger schweißtreibende Möglichkeiten. Die Kombination von einem Klappfahrrad und eben so einem einfachen Rasenmäher sorgt neben Schweiß mit Sicherheit vor allem für ordentlich Spaß und Bewegung.

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Florian Hauswirth (1976) studierte Industrial Design an der Fachhochschule Nordwestschweiz, nachdem er eine Ausbildung zum diplomierten Technischen Modellbauer abgeschlossen hatte. Während seines Studiums absolvierte er ein Praktikum bei Vogt+Weizenegger in Berlin. 2008 arbeitete er im Anschluss an ein Praktikum als Freelancer für BarberOsgerby in London. Zwischen 2003 und 2007 war er zudem als Freelancer für Vitra in Birsfelden tätig. Florian Hauswirths Arbeiten wurden mehrfach ausgestellt und ausgezeichnet. Ihr Schwerpunkt liegt in den Bereichen Konsumgüter, Möbel, Packaging, Objekt, Privat, Retail, Messe sowie Kultur.

„Gutes Design verbindet Form und Nutzen, traditionelles Handwerk und neue Technologien sowie Nachhaltigkeit.“

Die Erfindung „Gemüse-Twister“

Der Gemüsetwister wurde entwickelt und erfunden, um Gemüse eine neue Form zu geben. Damit werden aus Gurken, Kartoffeln, Zucchini, Rettich und vielen anderen Gemüsesorten lange Spiralen oder Spagetti.

Und so funktioniert es: Man steckt einfach das gewünschte Gemüse auf die Twister-Schraube. Diese wird dann entweder mit dem Schneideaufsatz „Spirale“ oder „Spaghetti“ eingedreht. Das Gewinde lässt sich leicht drehen und so entstehen mit geringem Kraftaufwand schöne und lustige Gemüse-Spagetti oder Gemüse-Spiralen. Damit bringt ihr eure Gäste bestimmt zum Staunen!

Gemuesse twister

Ganz toll finde ich, dass der Gemüse-Twister spühlmaschinengeeignet ist. Somit ist auch die Reinigung ein Kinderspiel!
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Mehr Infos gibts bei Betty Bossi. Der Twister kostet 19,90 CHF (ca. 13 Euro).

Betty Bossi ist bekannt für spannende Rezepte, die auch gelingen, sowie nützliche Kochaccessoires. Funktion und Design sind für Betty Bossi bei den Küchenhilfen untrennbar miteinander verbunden. Deshalb entwickelt Betty Bossi den Grossteil der Kochaccessoires gemeinsam mit externen Partnern selber, anstatt mit marktüblichen Produkten zu handeln. In vielen Fällen ist NOSE der Designpartner. Aus dieser Zusammenarbeit entstand Gemüse-Twister.

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Für den Gemüse-Twister erhielten Betty Bossi und NOSE im März 07 den begehrten „Red Dot“ Award für hohe Designqualität. Damit wird die enge Zusammenarbeit auch von Designexperten honoriert. NOSE als Designagentur mit Markenkompetenz unterstützt Betty Bossi nicht nur in der Produktentwicklung sondern auch bei der gesamten Markenführung.

Fußball Innovation – CTRUS mit Kamera für die Ballperspektive

Enrique Fernandez de la Barrera, VID-Absolvent 2008, hat einen Red Dot Design Award 2010 in der Kategorie „Recreation“ gewonnen. Mit seinem Team hat er einen durchsichtigen Fussball namens CTRUS entworfen. Es ist der erste durchsichtige, mit Elastomeren überzogene Ball, der ohne Luft funktioniert und durch seine elektronischen Bestandteile Informationen wie Kick-Kraft, Geschwindigkeit und seine eigene Position messen kann.

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Ein Fußball mit High-Tech. Bewegungs- und Ortungs-Sensoren, eine organische Struktur statt Luftdruck und eine Kamera mit ausgefuchster Software, um das Spiel endlich aus der Perspektive des Balls verfolgen zu können.

Ctrus Innovation

Der Aufbau ahmt den Effekt eines mit Luft gefüllten Balls nach, so dass der CTRUS genauso gut wie ein echter Ball gespielt werden kann. Im Inneren befindet sich die Elektronik inklusive Beleuchtung. Die Farbe des Balles kann sich, je nach Spielsituation, ändern. Wenn ein Tor geschossen wurde, er im Abseits landet oder außerhalb des Spielfeldes gerät.

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Er kann sowohl die Trittkraft und seine Bewegungsgeschwindigkeit messen, als auch seinen Standort im Bezug auf das Fußballfeld angeben. Eine automatische Kameraverfolgung für das Fernsehen kann mit ihm auch realisiert werden. Um das zu können ist der Ball mit GPS und RFID ausgestattet. Da RFID eine sehr begrenzte Reichweite hat, müsste das Spielfeld wohl mit Sensoren ausgestattet werden.

So macht Fußball mit dieser Erfindung noch mehr Spaß !

Die Girolle Innovation für Käse und Choco

Die Girolle ist an sich ein Käsehobel mit einer rotierenden Kurbelmechanik. Mit ihr lässt sich der als runder Käselaib gelieferte „Tête de Moine„-Käse leichter zu dünnen Blättern bzw. Rosetten schaben als mit dem sonst dafür benutzten Messer. Durch die dünne Abschabung entfaltet sich das Aroma des Käses besser.

Die Girolle wurde erst im Jahr 1981 von dem Schweizer Feinmechaniker Nicolas Crevoisier im Kanton Jura erfunden und patentiert.
Girolle
Der Einsatz der Girolle ist auch bei dem Choco-Roulette möglich.
Das Schweizer Choco-Roulette ist wohl die leckerste Erfindung seit es Schokolade gibt.
Choco Roulettes werden auf die Girolle aufgesetzt (vorhandene Nuten beachten). Messer-Kurbel aufsetzen und einfach drehen. Je nach gewünschter Größe die Rose nach 1/2 bis 1 Umdrehung mit einem Messer ablösen. Die Choco Roulettes sollten beim Erreichen der kritischen Dicke von ca. 1 cm von der Girolle entfernt werden, damit sie nicht brechen.Man kann sie an der Unterseite anschmelzen und den Rest der Choco Roulette auf die neue Roulette setzen, wieder auf die Girolle legen und so ohne Verlust weiterarbeiten.
Super für ausgefallene Desserts, Kuchen, Torten oder aber auch einfach so zum Verzehr.

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Super für ausgefallene Desserts, Kuchen, Torten oder aber auch einfach so zum Verzehr. Das Choco Roulette gibts in verschiedenen Sorten: Zartbitter, Weiß marmoriert, Nougart, Erdbeer,…

Colotube high end Röhrenverstärker

colotube heisst der exklusivste high end Röhrenverstärker der Schweiz: in Klang und Design entspricht der Trioden Röhrenverstärker 300B SE Monoblock höchsten Ansprüchen. Entwickelt und von Hand verdrahtet in einer Manufaktur in der Lysser Südkurve, hat ein colotube Röhrenverstärker eine Sinus Ausgangsleistung von 10 Watt. Als Markenbotschafterin konnte Graziella Rogers, Miss Earth Schweiz 2009, gewonnen werden.

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Der außerordentlich gute Klang von Röhrenverstärkern ist unbestritten. Sie klingen lebendig und produzieren räumliche Tiefe. Ihr Klangbild ist unaufdringlich angenehm und im Hinblick auf die entwickelte Dynamik scheinen sie keinerlei Einschränkungen zu kennen. Mit colotube kommt jetzt ein Schweizer Röhrenverstärker auf den Markt, der zudem durch sein edles Design besticht. Von der mit Laser Technologie bearbeiteten Chromstahlabdeckung bis zu den Edelholz Seitenteilen aus Wenige steckt viel Schweizer Handarbeit darin. Die Röhrenfassungen sind aus Teflon. Sie fangen die Vibrationen auf, die vom Transformator oder den Schallwellen der Lautsprecher die feinen Gitterdrähte der Röhren beeinflussen könnten.
Alle Röhren werden heute in Handarbeit von Emission Labs in Prag hergestellt. Dabei wird originalgetreu gebaut jedoch mit qualitativ hochstehenderen Materialien als damals. Jede Röhre ist nummeriert und hat ein eigenes Messprotokoll.

colotube invention

colotube

Um die reine Verstärkung zur Vollendung zu bringen wird nur eine Treiber- und eine Endstufen-Röhre eingesetzt. Handgezogenem Feinsilberdraht mit einer Reinheit von 999.99 – in Teflon eingebettet – bildet den Signalweg. Die Endstufen Röhre EML 300B ist direkt vergleichbar mit der legendären 300B von Western. Die neue Konstruktion der Heizung hat auch den Brumm auf ein absolutes Minimum reduziert.
Die Treiber Röhre EML 20A Mesh ist eine direkt geheizte Triode mit einer Verstärkung von 20. Durch ihre Grösse wurde die niedrigste mögliche Verzerrung erreicht. Durch das perfekte Zusammenspiel der direkt geheizten Treiber Röhre EML 20 A und der Endstufen Röhre EML 300B werden die ungeraden Verzerrungen nahezu ausgelöscht. Es bleiben einzig die geraden Verzerrungen, welche unsere Ohren, als warm und weich wahrnimmt.
In dieser Entwicklung liegt das Geheimnis des einzigartigen Klangs eines colotube Röhrenverstärkers, der nur beim Hersteller in Lyss bezogen werden kann. Zwei Monoblöcke kosten CHF 24‘700 inklusive Lieferung und Installation in der Schweiz. Garantie: 10 Jahre (exklusiv Röhren).

colotube ist ein Werte basiertes Schweizer Familienunternehmen mit Sitz in Lyss.

Nie mehr verfalten und verzweifeln? Die Crumpled City Stadtplan Innovation!

Erfinderladen Samstag: Hier wird jeden Samstag eine Erfindung aus dem Erfinderladen vorgestellt. Heute: Crumpled City-Stadtplan !


Wer kennt das nicht: bei jedem faltbaren Stadtplan, ob zu Gast in der lang erträumten Stadt, im Urlaub oder als Neuzugezogene(r) in einer Stadt: man braucht entweder ewig um den Plan wieder komplett und ohne Beulen zusammenzufalten oder man zerreißt sogar -meist aus Versehen oder Ungeduld- den halben Stadtplan.
Wer also keine Lust mehr auf Sightseeing inklusive Problemen mit ausladenden Stadtplänen hat, der sollte sich die nützliche und witzige Lösung von palomar zulegen!
Das Zauberwort heißt „Crumpled City Maps“ – zerknüllbare Stadtpläne!

Die Idee stammt vom Designer Emanuele Pizzolorusso. Dieser entwickelte die schön gestalteten Stadtpläne, die man zusammenknüllen und in den dazugehörigen Beutel oder andernfalls in die Hosentasche stecken kann. Bei Bedarf kann der informative Stadtplan wieder ausgebreitet und gelesen werden. Die robusten Pläne wiegen nur 20 Gramm, sind wasserfest und 87 x 58 Zentimeter groß. Zudem enthalten sie noch viele interessante Informationen, Tipps und Sehenswürdigkeiten. Dazu gibt es noch 10 „SoulSights“ – besondere auserwählte Orte in der jeweiligen Stadt.

Bei uns im erfinderladen sind die crumpled city maps jetzt für die Städte Berlin, Hamburg, London, Paris, Rom und New York erhältlich. Natürlich gibt es sie ebenfalls bei uns im erfinderladen onlineshop zu erstehen.
Für 12,90 € kann jetzt nichts mehr schief gehen und die Lieblingstadt unsicher gemacht werden… Erleichterung macht sich breit – Das Falten hat ein Ende!

YouRehab AG erhält ZKB Pionierpreis TECHNOPARK 2011

Gestern Abend am 5. April 2011 wurde im TECHNOPARK Zürich zum 21. Mal der «ZKB Pionierpreis TECHNOPARK» vergeben. Der Preis würdigt technologische Innovationen, die dank unternehmerischer Pionierleistung kurz vor dem Markteintritt stehen. Diesjährige Preisträgerin ist YouRehab AG, vertreten durch Dr. Kynan Eng und Oliver Ullmann. Die Auszeichnung anerkennt ihre Entwicklung eines computerunterstützten Therapiesystems zur Bewegungsrehabilitation nach Hirnschädigungen.

zkb pionierpreis

YouRehab AG erhält die Auszeichnung für ihr Rehabilitationssystem YouGrabber®, das hirngeschädigten Patientinnen und Patienten mit behinderten Extremitäten eine ganzheitliche Bewegungstherapie ermöglicht. Prototypen des YouGrabber® werden bereits in der Ergotherapie diverser Spitäler in der Schweiz und im Ausland eingesetzt. Hirnschlag- oder Schlaganfallpatienten sowie Personen, die an den Folgen von Kinderlähmung leiden, lernen damit, ihre behinderten Arme und Hände wieder zu bewegen. Neu an der Ergotherapie mit YouGrabber® ist, dass die Motivation der Betroffenen steigt, indem der natürliche Spieltrieb angesprochen wird: Am Computer müssen Karotten vor gefrässigen Hasen gerettet werden. Das Therapiekonzept des ETH-Spin-offs YouRehab basiert auf neuesten Ergebnissen von Wissenschaftlern des Instituts für Neuroinformatik der Universität Zürich und der ETH Zürich unter der Leitung von CTO (Chief Technology Officer) Kynan Eng. Eng und CEO (Chief Executive Officer) Oliver Ullmann sind Geschäftsführer und Miteigentümer der im April 2010 gegründeten, im TECHNOPARK® Zürich ansässigen YouRehab.
yourehab
Das Karottenspiel entwickelte YouRehab speziell im Hinblick auf die ergotherapeutischen Anforderungen: hinführen, zugreifen, loslassen. Neu und einzigartig ist dabei das Zusammenspiel beider Hände, also der Einbezug der gesunden Hand. Während der Therapie sieht der Patient auf einem Bildschirm seine beiden Hände virtuell mit den Karotten hantieren. Sensoren an speziellen Handschuhen registrieren die tatsächlichen Bewegungen der Finger, Hände und Arme. Je nach Behinderungsgrad kann der Therapeut YouGrabber® so einstellen, dass es die vorhandenen Bewegungen verstärkt und sie für die Patientin sichtbar umsetzt. Individuelle Trainingsfortschritte werden automatisch aufgezeichnet, der Therapeut kann Trainingsstärke un -häufigkeit anhand der Ergebnisse spezifisch anpassen. YouGrabber® basiert auf der Erkenntnis, dass Bewegungen – unabhängig davon, ob sie nur gedacht oder tatsächlich ausgeführt werden dieselben Hirnareale aktivieren. Die Simulation trägt dazu bei, eine tatsächliche Bewegung zu stimulieren.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Patienten durch die Konzentration auf das Spiel mit etwa dreifacher Intensität üben und gegenüber der herkömmlichen Therapie signifikant höhere Erfolge erzielen. In den abgeschlossenen klinischen Studien mit über 40 Patientinnen und Patienten konnten sogar therapeutische Erfolge nachgewiesen werden, wenn die Hirnschädigung, beziehungsweise der Schlaganfall schon mehrere Jahre zurücklag.

Der YouGrabber® wurde in der Studienphase bereits in der Sendung Puls des Schweizer Fernsehens portraitiert. Den Videobeitrag finden Sie hier. Jährlich benötigen europaweit schätzungsweise zwei Millionen Schlaganfallpatienten Ergotherapie. Der YouGrabber® ist bisher im deutschsprachigen Raum erhältlich und soll demnächst europaweit, mittelfristig auch in Asien und Nordamerika vertrieben werden. Ende 2011 wird ein System zur Therapierung neurologisch behinderter Beine auf den Markt kommen.

Im Rahmen der Preisverleihung wurde gestern vor rund 370 Gästen der 21. Pionierpreis übergeben. Dr. Thomas von Waldkirch, Präsident der Stiftung TECHNOPARK® Zürich hält die Laudatio. Dr. Jörg Müller-Ganz, Vizepräsident des Bankrates der Zürcher Kantonalbank, dem Sponsor des Pionierpreises, überreichte anschliessend den Preis im Wert von 98’696.04 Franken.

Erstmals wurden bei der Preisverleihung auch zwei weitere Finalisten ausgezeichnet: Malcisbo AG, Hersteller von auf Zucker basierenden Impfstoffen und Eulitha AG, Massenproduktions-Entwickler für standardisierte Nanostrukturen.

Schweizer venture kick: BOOKBRIDGE und Scala Solutions gewinnen

Die Basler Non-Profit Organisation BOOKBRIDGE und das ICT-Startup Scala Solutions aus Lausanne können sich jeweils über 130‘000 Franken der privaten Förderinitiative venture kick freuen. Scala Solutions will die IT-Welt mit der neuen Programmiersprache SCALA des Entwicklers Martin Odersky verändern, BOOKBRIDGE dagegen die Welt von Millionen Menschen, die in Entwicklungsländern den Zugang zu Büchern und die Chance auf Bildung bekommen sollen.

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Ganze 16 Jurymitglieder erwarteten diesmal die vier verschiedenen Projekte im Finale von venture kick. Geschafft hat es das Team um die Social Entrepreneure Susanne Wechsler und Carsten Rübsaamen und den Programmierer Martin Odersky, der mit Scala seine eigene Open Source-Programmiersprache entwickelt und vor einem Jahr die Firma Scala Solutions gegründet hat. Als internationale Organisation unterstützt dagegen BOOKBRIDGE den Bau von Bildungszentren und sammelt neue und gebrauchte Kinder- und Jugendbücher, um sie sinnvoll zu «recyclen» und in Ländern wie der Mongolei oder Kambodscha der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. So können dort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Die neuen Gewinner von venture kick: Martin Odersky (Scala Solutions) und das BOOKBRIDGE Team mit Carsten Rübsaamen und Susanne Wechsler

Die neuen Gewinner von venture kick: Martin Odersky (Scala Solutions) und das BOOKBRIDGE Team mit Carsten Rübsaamen und Susanne Wechsler


Die Idee von BOOKBRIDGE: Ein soziales Problem unternehmerisch lösen Brücken bauen mit Büchern und Kindern in Not helfen. Das ist der Leitgedanke von CEO Dr. Carsten Rübsaamen und seinem Team, das bereits 100.000 Menschen einen Zugang zu Bildung ermöglich hat – auch dank der Brücke zwischen starken Partnern und engagierten Verantwortlichen vor Ort in mehreren Ländern. Und so strebt BOOKBRIDGE in Zukunft ein weltweites Bildungsgleichgewicht an, welches sich als Social Business selbst finanzieren soll – durch Leadership-Development-Programme für heimische Führungskräfte und noch weiteren Angeboten für Firmen. So können 100% aller Spenden direkt den Bildungszentren vor Ort zufliessen.

Dass die Idee Begeisterung auslöst, zeigt sich bereits daran, dass immer mehr Menschen auf die gemeinnützige Organisation zukommen und sich engagieren wollen. So zählt das Netzwerk bereits mehr als 2.500, unter anderem sehr junge, Volunteers in der Schweiz, Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten, die für BOOKBRIDGE tätig sind. Aber nicht nur Menschen – auch Länder, wie z.B. Indien oder Kanada haben sich schon für einen möglichen Einsatz angemeldet. Ein Franchisekonzept soll die Idee in Zukunft in viele Länder bringen. Für den Anfang konzentrierte sich BOOKBRIDGE auf Pilotprojekte in der Mongolei, in der vier Bildungszentren eingerichtet, 250 Lehrer weitergebildet und 9 Stellen im Bildungsbereich geschaffen wurden.

Hilfe zur Selbsthilfe leisten und Menschen in armen Ländern unterstützen, selbst aktiv zu werden und Verantwortung zu tragen. Diese Idee in ein tragfähiges Business umzuwandeln, dabei konnte venture kick nicht nur mit dem gewonnenen Förderkapital helfen: «venture kick hat uns sehr geholfen, unseren Gründungsprozess zu strukturieren. Die Präsentationen in den einzelnen Stufen waren für uns richtige Meilensteine, um an bestimmten Terminen den nächsten Schritt der Gründung abzuschliessen», bestätigt Carsten Rübsaamen. Susanne Wechsler, die das Capability Programm konzipierte, hat zudem den venturelab-Kurs venture training besucht, die sie als weitere Bereicherung sieht: «Wir konnten in einer kleinen Gruppe nochmals genau über unsere Annahmen nachdenken und unsere vielen Ideen ordnen. Dabei war es sympathisch auch andere Teams kennenzulernen. Besonders die persönliche Betreuung war für uns inhaltlich sehr wertvoll.» Dank venturekick ist die Arbeit von BOOKBRIDGE nun umso nachhaltiger und wertvoller: das grosse Ziel ist, bis 2014 drei Millionen Menschen in fünf Ländern zu erreichen und 75 Bildungszentren aufzubauen.

Die Software- und Computerwelt verändert sich laufend und gängige Programmiersprachen wie Java stossen damit immer mehr an ihre Grenzen und werden schwerfällig. Der Professor für Programmiermethoden an der EPF Lausanne Martin Odersky hat über mehrere Jahre hinweg eine Programmiersprache entwickelt, die die Eigenschaften von Java mit einer funktionalen Programmierung vereint. Die Vorteile: weniger Code und mehr Produktivität. Dazu arbeitet Scala problemlos mit Java zusammen und ist durch die Themen Multi-Core und Cloud Computing für die Zukunft ausgelegt. Kein Wunder also, dass sich schon mehrere bekannte Firmen für Scala entschieden haben, wie z.B. die sozialen Netzwerke Twitter und LinkedIn, aber auch Industriegrössen wie Novell, Siemens, Sony oder die heimische UBS und CreditSuisse. Der Internet-Dienst Foursquare wurde sogar komplett mit Scala geschrieben.

Mit seinem Startup Scala Solutions Sàrl wird CEO Odersky Dienstleistungen rund um Scala, sowie Ausbildungslehrgänge anbieten. Da die Sprache in den Grundmustern Java ähnelt, kommen Entwickler nach nur 1-2 Tagen mir ihr zurecht und beherrschen sie nach einigen Wochen mit all ihren Facetten komplett. Zuverlässigkeit, schnellere Entwicklungszeiten und eine einfachere Wartung der Programme sind ihre Bonuspunkte. Das haben auch bereits mehrere Investoren, darunter Francois Stieger erkannt. Weitere sollen in der nächsten Zeit bekannt gemacht werden. Für den schnellen Aufstieg sieht der Informatiker auch venture kick mit verantwortlich: «venture kick war unerlässlich, um unser Projekt von der Idee in eine ausführende Firma umzuwandeln. Wir behielten die Motivation und konnten umso schneller wachsen. Ohne venture kick wären wir nicht da, wo wir jetzt sind.»

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