KTI Medtech Award 2013

Die Kommission für Technologie und Innovation KTI hat gestern im Kursaal Bern den mit 10‘000 Franken dotierten KTI Medtech Award vergeben. Die anwesenden Fachleute wählten den Sieger aus drei nominierten Projekten. Es handelt sich um die Firma CAScination und das ARTORG Center for Biomedical Engineering der Uni Bern, die gemeinsam ein Navigationssystem für Leberoperationen entwickelt haben, welches den Chirurgen erlaubt, Streutumore zielsicher zu identifizieren und zu veröden.

KTI Medtech Event 2013
Stefan Weber (Uni Bern) und Martin Peterhans (CAScination AG) erhielten von KTI-Direktorin Klara Sekanina den Gewinn in Form eines Valser Quarzitsteins und eines Schecks im Wert von 10‘000 CHF überreicht. Ihr Projekt wurde vom Fachpublikum – gut 450 Anwesenden aus Forschung und Industrie – als das Beste der drei nominierten Projekte ausgewählt.
Navigation durch Organe

Eine miniaturisierte Lichtquelle und eine Kamera reichen bei einer Operation, um Knorpel, Bänder und Knochen sichtbar zu machen. Die Inhalte des Magens und des Darms lassen sich „spiegeln“. Diese einfachen, bildgebenden Verfahren stossen jedoch bei kompakten Organen mit komplex verästelten inneren Gefässystemen an ihre Grenzen. Das hat Folgen für die Medizinaltechnik: Bei neuen, minimalinvasiven Operationsmethoden für das Gehirn, die Nieren oder die Leber muss sie ein entsprechend angepasstes Navigationssystem mitliefern. Die Methode des Gewinnerprojektes ist dabei zweistufig: Vor der Operation wird mittels Rohdaten aus Computertomographien ein virtuelles Lebermodell erstellt. Während der Operation liefert der Ultraschall aktuelle Bilder aus dem Innern des Organs. Zudem erfasst eine Stereo-Infrarotkamera die Position der Instrumente. „Die technische Herausforderung“, sagt Stefan Weber, Leiter des ARTORG Center for Biomedical Engineering der Uni Bern, „besteht in der Integration dieser verschiedenen Bilder.“ Dank KTI Geldern konnte er mit Matthias Peterhans, seinem ehemaligen Doktoranden und dem heutigen CEO der Firma CAScination, das Projekt vorantreiben: Die maximale Abweichung zwischen der erstellten 3D-Visualisierung und den Ultraschallbildern liegt nun bei unter 5 Millimetern. Der Vorteil gegenüber den herkömmlichen invasiven Methoden liegt auf der Hand: Die Quote der operablen Patienten liegt wesentlich höher. Nur jeder fünfte Patient mit Streutumoren kann mittels invasiver Methoden operiert werden.

Die KTI Medtech Initiative wurde im Jahre 1997 lanciert und hat seither über 490 Projekte mit über 160 Millionen CHF unterstützt. KTI Medtech verfolgt zwei Hauptziele: einerseits die Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Medizinaltechnik zu unterstützen, und andererseits den Know-how-Transfer zwischen Forschung, Medtech-Firmen, Jungunternehmen und KMU zu stimulieren. Jährlich werden durchschnittlich 30 Projekte gefördert. Zudem nehmen zwischen 10 und 20 Start-ups aus dem Medtech Sektor an den KTI Trainings- und Coachingprogrammen teil.

Frische Tortillas in Sekunden mit Flatev

In nur 35 Sekunden zum frischen Fladenbrot und genau so einfach, wie man per Kapsel seinen Espresso bekommt: Das ist die Erfindung des gebürtigen Mexikaners Carlos Ruiz, der mit seinem Team in dem Schweizer Start Up Flatev AG eine vollautomatische Tortilla-Maschine entwickelt hat. Die Maschine punktet vor allem beim Thema Frische, da selbst in Restaurants kaum hausgemachte Tortillas zu finden sind. Neben dem Geschmack und dem schicken Geräte-Design steht die soziale Komponente im Vordergrund: wie beim Raclette oder Fondue sitzt man beim Zubereiten des Essens zusammen. Zuletzt wurde ein Prototyp mit grossem Erfolg an einer Messe in San Francisco vorgestellt. Das Startup steht in Kontakt mit grossen Handelsketten in Amerika und plant im Frühling 2014 den Markteintritt in Kalifornien.

flatev

Momentan führt das Schweizer Startup Flatev AG verhandluhen mit Investoren, um 1,2 Millionen Franken aufzutreiben. Sie bauen einen neuen Prototypen, der sich vom ersten unterscheidet. Bei diesem werden mehrere Kapseln auf die Maschine gesteckt, und die fertigen Fladenbrote werden in einer Schublade der heissen Maschine gestapelt.

Flatev

Sie testeten den Markt in den USA im Juni und Juli. Zudem hat Flatev in der Schweizer Start-up-Nationalmannschaft an einem Geschäftsentwicklungsprogramm in Boston teilgenommen– zusammen mit 19 anderen Schweizer Jungunternehmen.

Sie werden von 5. bis 6. Steptember 2013 bei dem European Food Venture Forum teilnehmen in Dänemark.

Erfindung der Woche: SOI – Handtaschenlicht

Egal ob Handtaschen, Sporttaschen, Badetaschen oder Laptoptaschen unsere Erfindung der Woche bringt Licht ins Dunkel. SOI das erste automatische Handtaschenlicht der Welt ist nicht nur hilfreich sondern auch zeitsparend.

SOI Handtaschenlicht

Jede Frau sucht durchschnittlich 76 Tage ihres Lebens nach Dingen in ihrer Tasche. Da dieses Problem ja schon allseits bekannt ist, gibt es auch schon ein paar Lösungsansätze. Taschenbeleuchtungen mit Schaltern oder kleine Lämpchen am Schlüsselbund helfen aber leider auch nicht viel, denn bist man diese gefunden hat und händisch betätigt hat, ist der gesuchte Gegenstand längst aufgetaucht.

Mit seinen 7 cm Durchmesser und den 41 Gramm, passt SOI perfekt in jede Handtasche. Die patentierte Produktinnovation basiert auf einer speziellen Sensorik, bei der bewusst auf aktiv zu betätigende Schalter verzichtet wurde. Durch bloße Annäherung der Hand oder leichte Berührung leuchtet SOI auf. Ganz automatisch und stromsparend schaltet sie sich nach einiger Zeit wieder ab. Befindet sich keine Hand in der Nähe, leuchtet SOI auch nicht auf.

Die Erfinder Christian Schech & Bastian Wetzel erzählten uns die Geschicht zum SOI – Handtaschenlicht:

SOI-Handtaschenlicht Erfinder

Auch wir wunderten uns, warum Frauen ständig so viel Zeit damit verschwenden, alles Mögliche in ihren Handtaschen zu suchen. Als auf einem Volksfest der Strom ausfiel und Frauan spontan Feuerzeuge und Handys zur Notbeleuchtung einsetzten, kam die zündende Idee: Eine professionelle Lösung muss her, die dem leidvollen Suchen ein Ende bereitet.

Der Bedarf war einleuchtend. Alle Taschenlampen die es gab, waren kompliziert zu bedienen. Es sollte also ein leichtes, handliches und mobil einsetzbares Handtaschenlicht werden. Gleichzeitig sollte es aber ein schönes Produkt werden, das Frauen gerne benutzen. Neben Selbstversuchen und Beobachtungen haben die Ergebnisse der „Bag Stories“ maßgeblich dazu beigetragen, aus einer zündenden Idee ein einleuchtendes Produkt zu machen.“

Wer also auch Licht in seine Handtasche bringen will, kann sich SOI direkt im erfinderladen abholen oder ganz einfach im Onlineshop bestellen.

Die KJUS Blade Jacke Innovation

Das Schweizer Unternehmen KJUS beweist wieder seine Vorreiterrolle auf dem Gebiet innovativer Skibekleidung. Aus der Winterkollektion 13/14 wird das KJUS Blade Jacket mit innovativer Air Circulation Vent Technologie mit dem ISPO Award 2013 ausgezeichnet.

Die KJUS Blade Jacke bietet ultimativen Komfort, indem sie die natürliche Thermoregulierung des Körpers benutzt mit Hilfe eines innovativen Ventilationskonzepts und der Atmungsfähigkeit des Dermizax NX Shell-Materials, um Überhitzung zu vermeiden. Das Design der Jacke ist um ihre Funktionseigenschaften herum entworfen, und stellt das Beste an neuer Technologie und Verarbeitung dar.

Award-winning Innovation & Technology by KJUS

Award-winning Innovation & Technology by KJUS

Durch regulierbare Belüftungsöffnungen am Unterarm kann beim Blade Jacket überschüssige Wärme kontrolliert abgeleitet werden: An den Unterarmen kühlt sich das Blut durch Verdunstungskälte ab. Anschließend fließt es zurück zum Körperkern, mischt sich mit warmem Blut und reduziert damit wohltuend die Körperkerntemperatur. Das KJUS Air Circulation Vent gibt in Kombination mit atmungsaktiven Materialien dem Skifahrer bei intensiver Anstrengung genau das richtige Maß an Kühlung.

Die Kjus Erfindung zeichnet sich zusätzlich durch die KJUS 3D Stretch Technologie aus. Neben dem 4-Wege-Stretchmaterial in der Aussenschicht, dehnt KJUS das innovative Materialkonzept Stretch nun auch auf Futterstoffe, Isolationsmaterialien und Nähte aus. So wird eine maximale Bewegungsfreiheit und höchster Komfort garantiert.
Kjus-Logo

Über KJUS
Es begann vor über 10 Jahren mit einer kühnen Vision: „Wir entwickeln die beste Skibekleidung der Welt. Mit unseren Erfahrungen aus dem Skirennsport. Und aus den innovativsten Materialien. Entwickeln für die hohen Ansprüche passionierter Skifahrer.“

Aus dem Pioniergeist der ersten Stunde ist eine Philosophie entstanden, welche das Team von KJUS jeden Tag herausfordert. Die Grenzen des Möglichen verschieben. Noch innovativer, noch ergonomischer, noch leichter lautet die Devise von Didi Serena, CEO und Mentor der Marke KJUS.
Heute steht KJUS für eigenständiges Design, herausragende Qualität und maximale Performance. Die besondere Schnittführung und die Verwendung von erstklassigen Stretch-Materialien bietet dabei grösstmögliche Bewegungsfreiheit.

Jedes Teil der KJUS Ski- Golf- und Outdoor-Kollektion spiegelt die Begeisterung für den Sport wider. Sie setzen neue Massstäbe und sind Ausdruck des KJUS Performance Lifestyle

Erfindung der Woche: Sprech Stunde – Sofort Lebenshilfe

Du plagst Dich mit einer schier unlösbaren Frage herum? Du zermarterst Dir seit einer kleinen Ewigkeit den Kopf? Schluss damit! Es ist schon wieder Zeit für die Erfindung der Woche. Wir haben uns für den Sprech-Stunden-Koffer entschieden, denn der zeigt dir in wenigen Sekunden die Antwort auf all deine Fragen.

Sprechstunde

Das Leben ist nicht immer fair. Gerade verlassen worden, der Kühlschrank leer und im Job hat’s auch schon bessere Tage gegeben? Gut, wenn man da Freunde hat! Aber auch die wissen manchmal nicht weiter oder sind einfach nicht in der Nähe.

Sprechstunde Erfinderladen

In solchen Fällen kannst du ab jetzt einfach deine sofort Lebenshilfe aus der Tasche holen. Die Karten werden kurz gemischt und der Stapel mit der Rückseite nach oben vor dich hingelegt. Wenn du dann die oberste Karte umdrehst hast du deine Antwort auf deine Frage. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fragen mit JA oder NEIN zu beantworten ist.

Der Erfinder Thorsten Rheindorf hat uns erzählt wie er auf die Soforthilfe für Unterwegs gekommen ist:

FFT – Freisprechanlage Erfinder
Den meisten meiner Produkte liegen persönlichen Erfahrungen zugrunde. Und ich habe ganz besonders Erfahrungen gemacht mit Frauen, denen Entscheidungen nicht gerade in den Schoß fallen. Im Alltag nicht, und im Leben allgemein ebenfalls nicht. Da ist man als Mann ja quasi rund um die Uhr Therapeut. „Soll ich das wirklich anziehen?“ „Gehe ich da heute hin oder besser nicht?“ „Trinken oder fahren?“

Also musste ein Hilfsmittel her, das hilft, sofort und ohne langes Grübeln Entscheidungen zu treffen. Am besten etwas zum Mitnehmen.

Glücklicherweise ist die Resonanz bislang sehr positiv ausgefallen – in einfachen Dingen und vor allem abends in geselliger Runde hat die SPRECHSTUNDE ihren Zweck bereits mehr als einmal erfüllt.

Wer also Beziehungsstress und jegliche Diskussionen vermeiden will, kann sich den Sprech-Stunden-Koffer direkt im Erfinderladen abholen oder im Onlineshop bestellen.

Die fluorfreie Outdoor-Jacke

Die Wasserfesten und atmungsaktiven Jacken enthalten oft problematische Fluorverbindungen. Diese sind in der Natur praktisch nicht abbaubar. Mario Stucki, ein ETH-Student der Chemie- und Bioingenieurwissenschaft hat nun im Rahmen seiner Masterarbeit fluorfreie Nanopartikeln in Form von einer Membran entwickelt, die den Vergleich mit handelsüblichen Produkten nicht zu scheuen braucht und das in nur 16 Wochen.

Mario Stucki hat im Rahmen seiner Masterarbeit eine fluorfreie Outdoor-Jacke entwickelt. (Bild: Josef Kuster / ETH Zürich)

Mario Stucki hat im Rahmen seiner Masterarbeit eine fluorfreie Outdoor-Jacke entwickelt. (Bild: Josef Kuster / ETH Zürich)

Er verfasste seine Masterarbeit laut ETH Life am Labor für funktionelles Material-Engineering von Professor Wendelin Stark, dessen Gruppe unter anderem an nanoporösen Materialien forscht. Diese Materialien sind mit Löchern im Nanobereich durchsiebt und können als hochsensible Filter eingesetzt werden. Will man zum Beispiel im Biotechbereich oder bei der Wasseraufbereitung kleinste Partikel zurückhalten, sind nanoporöse Materialien oft die erste Wahl.

Weniger bekannt ist, dass auch atmungsaktive, wasserabstossende Textilien wie zum Beispiel Gore-Tex aus einer porösen Membran bestehen. Die Wirkungsweise ist dabei einfach: Wassertropfen sind rund 200 000 Mal grösser als die Poren der Membran und können diese deshalb nicht durchdringen. Körperfeuchtigkeit in Form des viel feineren Wasserdampfs hingegen passiert die Membran problemlos. «Alle atmungsaktiven Funktionstextilien arbeiten nach diesem Prinzip», erklärt Christoph Kellenberger, der als Doktorand die Masterarbeit von Mario Stucki betreut, «also sind wir auf die Idee gekommen, dass man unsere Materialien auch für Textilien verwenden könnte.» laut ETH Life.

Es freute sich nicht nur der Chemie- und Bioingenieurstudent Mario Stucki mit seinem Betreuer Christoph Kellenberger und dem Chef des Labors, Professor Wendelin Stark, sondern auch die Verantwortlichen der Textilfabrik Stotz Fabrics, die den Stoff für den Prototyp hergestellt hatte, und die Designerin Angela Wyss von Honschi, die es übernommen hatte, der Jacke einen speziellen Look zu verpassen laut Limmattaler Zeitung.

Kellenberger hofft, dass sein Schützling Stucki sich nach Beendigung seines Masterstudiums vielleicht als Assistent oder Doktorand um die Weiterentwicklung kümmert. Er ist überzeugt: «Es würde sich lohnen.» Moderne, fluorfreie Stoffe könnten schon aus Gründen des Umweltschutzes das Interesse der Konsumenten, aber auch von Umweltschutzbehörden auf sich ziehen.

Empa-Team steigert Wirkungsgrad von CdTe-Solarzellen

Flexible Dünnschichtsolarzellen, die sich von «Rolle zu Rolle» produzieren lassen, sind ein viel versprechender Weg zu günstigem Solarstrom. Wissenschaftler der Empa erzielten nun einen Durchbruch auf dem Weg zur Industrialisierung von Cadmiumtellurid-Solarzellen (CdTe) auf Metallfolie: Dem Team gelang es, den Wirkungsgrad von unter acht auf 11,5 Prozent zu steigern, indem sie die Zellen mit Kupfer dotierten, wie sie in der aktuellen Ausgabe von «Nature Communications» berichten.

Um Solarstrom zu weitherum erschwinglichen Preisen zur Verfügung stellen zu können, arbeiten Ingenieure und Wissenschaftler weltweit an der Entwicklung kostengünstiger Herstellungsverfahren. Flexible Dünnschichtsolarzellen haben ein enormes Potenzial, da sie deutlich weniger Material benötigen und durch Rolle-zu-Rolle-Herstellungsverfahren in grossen Mengen produziert werden können. Eine dieser Technologien beruht auf Cadmiumtellurid (CdTe), das Sonnenlicht in Elektrizität umwandelt. Mit dem aktuell zweitgrössten Marktanteil (hinter Silizium-basierten Solarmodulen) sind CdTe-Solarzellen in der Herstellung bereits heute am günstigsten. Die starren CdTe-Zellen auf Glas, auch «Superstrat»-Solarzellen genannt, haben jedoch einen Nachteil: Sie benötigen ein transparentes Trägermaterial, das Sonnenlicht zur Licht absorbierenden CdTe-Schicht durchlässt – und schränken somit die Auswahl der Trägermaterialien massiv ein.

Liesse sich der mehrschichtige Aufbau der CdTe-Solarzellen umkehren, könnte man auch flexible Folien, etwa aus Metall, als Trägermaterial nutzen – und dadurch die Herstellungskosten noch weiter senken. In dieser so genannten Substrat-Konfiguration dringt das Licht von der «anderen» Seite in die Zelle ein, ohne dabei das Trägermaterial durchdringen zu müssen. Das Problem ist jedoch, dass in der Substrat-Konfiguration aufgebaute CdTe-Solarzellen auf Metallfolie bislang nur äusserst bescheidene Wirkungsgrade, weit unter acht Prozent, aufweisen. Zum Vergleich: Eine im Labormassstab hergestellte starre Superstrat-CdTe-Solarzelle auf Glas erreichte vor kurzem eine Rekordeffizienz von 19,6 Prozent. (Handelsübliche CdTe-Module in der Superstrat-Konfiguration erreichen Wirkungsgrade zwischen 11 und 12 Prozent.)

CdTe - solazellen

CdTe-Solarzellen auf einer flexiblen Metallfolie (links) und Elektronenmikroskop – Aufnahme (EM) des Zellaufbaus in der Substrat – Konfiguration (rechts) mit dem elektrischen Frontkontakt (oberste Schicht), der zentralen CdTe-Schicht und dem rückseitigen Kontakt aus Metall (unterste Schicht), deponiert auf einem Glasträger. (Glas ermöglicht schärfere EM-Aufnahmen und wurde deshalb als Trägermaterial benutzt.)

Kupfer-«Doping» von Solarzellen
Eine Möglichkeit zur Steigerung des niedrigen Wirkungsgrades von CdTe-Solarzellen in der Substrat-Konfiguration ist die p-Dotierung (engl. doping) der Halbleiterschicht mit Metallen wie Kupfer (Cu). Dies würde sowohl die Dichte der «Löcher» (positive Ladungsträger) als auch deren Lebensdauer erhöhen und somit zu einer Zunahme der photovoltaischen Leistung, der Menge des in elektrische Energie umgewandelten Lichts, führen. Eigentlich die perfekte Lösung, wenn CdTe nicht so schwer zu dotieren wäre. «Es wurde bisher immer wieder vergeblich versucht, CdTe-Solarzellen in der Substrat-Konfigurationen zu dotieren», erklärt Ayodhya Nath Tiwari, Leiter des Labors für Dünnfilme und Photovoltaik an der Empa.

Sein Team beschloss trotzdem, es nochmals zu versuchen, indem die Forscher Kupfer durch Hochvakuum-Bedampfung auf die CdTe-Schicht auftrugen. Anschliessend erhitzten sie die Proben, damit die Cu-Atome in das CdTe eindringen konnten. Die Wissenschaftler erkannten bald, dass sie die Kupfermenge genauestens kontrollieren mussten: Verwendeten sie zu wenig Kupfer, liess sich die Effizienz nicht steigern; wenn sie die Zellen «überdotierten», ebenso.

Die elektronischen Eigenschaften verbesserten sich jedoch massiv, als Lukas Kranz, ein Doktorand in Tiwaris Labor, gemeinsam mit Christina Gretener und Julian Perrenoud, die Menge der Cu-Aufdampfung genau so einstellte, dass sich eine monoatomare Schicht auf dem CdTe ergab. «Die Wirkungsgrade stiegen dramatisch von knapp unter einem Prozent auf über 12 Prozent an,» so Kranz. Der Höchstwert lag bei 13,6 Prozent für eine CdTe-Solarzelle auf Glas; auf Metallfolien erreichte das Empa-Team Wirkungsgrade von bis zu 11,5 Prozent.

Die 20-Prozent-Grenze als Fernziel
Zurzeit sind die höchsten Wirkungsgrade von flexiblen CdTe-Solarzellen auf Metallfolie noch immer tiefer als diejenigen flexibler Superstrat-Zellen auf speziellen (und daher teuren) transparenten Polyimidfolien, die Tiwaris Team 2011 entwickelte. Aber, so Co-Autor Stephan Bücheler, Gruppenleiter in Tiwaris Labor: «Unsere Ergebnissen deuten darauf hin, dass sich mit der Substrat-Technologie der Wirkungsgrad in Zukunft noch deutlich weiter steigern lässt.» Ein erstes Ziel wären 15 Prozent. «Ich bin allerdings davon überzeugt, dass das Material das Potenzial für Wirkungsgrade von über 20 Prozent hat.» Als nächstes werde man sich darauf konzentrieren, die so genannte Fensterschicht über dem CdTe, einschliesslich des elektrischen Frontkontakts, dünner zu gestalten. Dadurch würde diese weniger Licht absorbieren und mehr Sonnenlicht in die CdTe-Schicht durchlassen. «Die optischen Verluste reduzieren», wie Tiwari es nennt.

Die Studie wurde vom Schweizer Nationalfonds (SNF) und dem Kompetenzzentrum Energie und Mobilität des ETH-Bereichs (CCEM-Dursol) unterstützt.

Erfindung der Woche: Crossboccia

Es ist schon wieder eine Neue Woche und wir haben wieder eine Neue Erfindung der Woche. Wir haben uns für die neuen Crossboccia – Set´s entschieden.

crossboccia

Viele kennen Boule oder Boccia lediglich aus dem Sommerurlaub, wo man meist mit bunten Plastikkugeln bewaffnet am Strand einen kleinen Zielball jagt, oder verbinden hiermit ältere Herren, die auf Dorfplätzen mediterraner Länder spielend bei einem Glas Rotwein den Tag ausklingen lassen.

Crossboccia® baut zwar auf dem Grundgedanken des Boccia- und Boulesports auf, revolutioniert die Spielweise jedoch komplett. Vor allem der Freiheitsgedanke, den Crossboccia gemein mit anderen Trendsportarten wie Parcour bzw. Free-Running oder Crossgolf hat, steht jetzt im Vordergrund. Play it, anywhere you like!

Der Erfinder Timo Beelow hat uns erzählt wie der auf diese außergewöhnliche Idee gekommen ist.

Timo Beelow

„Angefangen hat es, als ich mit meinen Freuden Boccia mit den traditionellen Bällen gespielt habe. Wir haben aber nicht auf der Bahn gespielt, sondern überall im Gelände. Dabei waren die Bälle nicht kontrollierbar, Unebenheiten lenkten die Bälle ab. Ich wollte diesen Nachteil kompensieren und hab überlegt: „Was kann man da machen?“ So kam ich auf die Crossboccia-Bälle aus Stoff gefüllt mit Granulat.

Unebenheiten sind damit sogar ein zusätzlicher Funfaktor. Treppen, Tische, Mauern — die Welt ist ein Spielplatz!“

Der Ein oder Andere kennt die Crossboccia Bälle eventuell schon aus unserem erfinderladen. Ab sofort gibt es allerdings neue Set´s, die designmäßig echt begeistern. Außerdem haben wir die neue Glow Serie in unser Sortiment aufgenommen, also kommt vorbei oder bestellt einfach gleich online.

jordan muthenthaler 12 von 12 August 2013

Heute ist der zwölfte August und ich mache paar Fotos im erfinderladen mit diversen Produkten von jordan muthenthaler. Im Moment habe ich eine schwarz/weiss Phase.

ameisenkrieg
Ameisenkrieg – Duellpuzzle

berliner luft
Berliner Luft

Das philosophische Ei
iHuhn – Spiegeleiform

eier stempel
OVO egg stamp – Eierstempel

facebook keksaustecher
Facebook Keksaustecher

freibad badesalz
Freibad Badesalz

frustschutz
Frustschutz

hipster party
Hipster Party

marienerscheinung
Marienerscheinung

milk puzzle
Milk Puzzle 0,5l

powernapping
Powernapping

Schere Stein paar Bier
Schere – Stein – paar Bier

Mehr 12 von 12 im August bekommt ihr hier.!

njgautschi – Das Atelier für Entwurf und Entwicklung

Seit dem Jahr 2010 verbindet das Ehepaar Ingrid und Noah Gautschi-Antlová ihre Kompetenzen in der Produktentwicklung und Produktgestaltung mit der Raumgestaltung und Malerei.

In ihrem Atelier „njgautschi“ im Schweizer Hölstein, entwerfen und entwickeln sie Design‘s für andere Firmen und Projekte, gestalten Räume mit individuell entworfenen Möbelstücken und dem dazu passenden Licht- und Farbkonzept oder experimentieren mit immer neuen Formen und Materialien.
Die Funktionalität steht in ihrem Entwicklungsprozess im Vordergrund, das Material soll durch seine Eigenschaften die Form vorgeben und der Gestalter mit gezielten Eingriffen daraus etwas neues erschaffen. Diese Vorgehensweise beruht auf intensiven Materialstudien und Test‘s welche immer neue Formen und Möglichkeiten hervorbringen.

njgautschi

Mit den Furnierleuchten „escargot“ und „pulpitum“ haben sie ihre ersten eigenen Produkte für das Atelier „njgautschi“ entwickelt.
Das Material für die Leuchten wird handerlesen und die Leuchten in Handarbeit hergestellt. Jede Leuchte ist ein Unikat mit eigenem Charakter, welche die Eigenschaften des Holzes in sich aufgenommen hat und diese stimmungsvoll widerspiegelt .

njgautschi

Die Stärke ihrer Produkte ist die Individualität jedes einzelnen Objektes. Durch den ökologischen Entstehungsprozess im eigenen Atelier, können die handerlesenen Materialien für jedes Objekt passend ausgesucht und verarbeitet werden.

Mit ihrer Anforderung höchste Qualität und Funktionalität mit zeitlosem Design zu verbinden, gelingt es ihnen Ihre eigene Formensprache auf Ihre Produkte zu übertragen.

Wir halten unsere Augen immer offen, um etwas zu entdecken, was wir in unsere Arbeit integrieren können. Mit einer Idee im Hinterkopf findet man in der Umwelt ständig Lösungen, die man adaptieren und verbessern kann.“ Ingrid & Noah Gautschi