Schweizer Erfindung – Der Dynapic® Wireless-Schalter

Das gab es noch nie: Eine Schaltfunktion auslösen mit einer weniger als 1mm dicken Taste – unabhängig von Strom, ohne Batterie und ohne Verbindungskabel. Das Tastensignal wird über eine drahtlose Verbindung an den Empfänger gesendet. Die Energie für das Drahtlossignal kommt aus der Piezo-Taste, die nahezu ohne mechanische Teile auskommt.

schweizer erfindung
Die Taste heisst Dynapic® Wireless und basiert auf der Piezotechnologie. Sie eröffnet vielseitige Anwendungsmöglichkeiten sowie neue innenarchitektonische Gestaltungsfreiheiten. So kann beispielsweise der Dynapic® Wireless-Taster von Lampen an einer beliebigen Stelle in der Wohnung angebracht und von dort aus das Licht gesteuert werden – ganz ohne Verbindungskabel. Und in der Küche wird die Verkabelung im Schacht des Dampfabzugs überflüssig. Der Impuls wird ausgelöst über den Dynapic® Wireless-Taster und direkt an den Empfänger gesendet.

Die Piezo-Technologie ist eine langjährige Kernkompetenz von Algra und hat sich bewährt. Sie basiert auf einer feinen Keramikschicht, welche bei minimster Verformung – einem leichten Druck – ein wenig elektrische Energie abgibt. Dieser elektrische Impuls genügt, um über eine gewisse Distanz eine Funktion drahtlos auszulösen.

Bei Algra Dynapic liegt hinter jeder Taste ein Piezoelement. Diese Keramikelemente werden mit gedruckten Leiterfolien kontaktiert. Das komplette Eingabesystem enthält zusätzlich eine Bedien- (Overlay) und Tragplatte. Die Materialwahl des Overlays ist vielfältig, denn der Schaltvorgang wird durch die Verformung des Piezoelementes von nur einigen Mikrometern ausgelöst: Aluminium, Edelstahl, Glas oder Kunststoffe sind üblich. Dies ermöglicht die Realisierung extravaganter De- signideen.

Resistenz gegen Vandalismus, Schaltsicherheit und hoher Bedienkomfort zählen zu den wichtigsten Eigenschaften dieser aussergewöhnlichen, auf Piezotechnologie basierenden, Flachtastatur.

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Die Funkdistanz konnte bereits auf über 10 Meter gesteigert werden. Und dies ohne fremde Energiequelle, mit einem supereffizienten, intelligenten, dünnen Schalter, der über 10 Millionen Mal bedient werden kann und keine Verschleisserscheinungen aufzeigt. Dynapic® Wireless ist zum Patent angemeldet und steht als Prototyp bereit. Der Markteintritt und die damit verbundene Serienfertigung sind auf Beginn 2012 geplant.

Die fachliche Anerkennung hat Dynapic® Wireless bereits erhalten: Es wurde in der Fachzeitschrift ELEKTRONIK für das «Elektronik-Produkt des Jahres 2011» in der Kategorie Elektromechanik nominiert. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften in Winterthur und dem Mikroelektronik-Spezialisten Microdul in Zürich konnte Algra ein Produkt entwickeln, das Schalterfunktionen revolutioniert.

Mit 50 Jahren Erfahrung in der Aluminium-Verarbeitung und seit 1979 auch in der Tastaturbranche, zählt Algra zu den weltweit führenden Herstellern von Schildern, Fronten und Tastaturen.
Diese jahrzehntelange Erfahrung steckt in jedem Produkt, das in der Ajgra entwickelt und produziert wird. Die Produkte der ALGRA sind auf die speziellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden abgestimmt.

swissnanocube – Schweizer Plattform für Wissen und Bildung zu Nanotechnologien

Swiss Nano-Cube ist die gesamtschweizerische Bildungsplattform zur Mikro- und Nanotechnologie. Sie richtet sich an Lehrende und Lernende von Mittel- und Berufssfachschulen sowie Höheren Fachschulen.
swiss nano innovation

Für den Forschungs- und Industriestandort Schweiz bergen Mikro- und Nanotechnologien (M&NT) ein enormes Potential. In vielen Branchen erlangen sie zunehmend grössere Bedeutung, da sie wesentlich zu Produkt- und Prozessverbesserungen beitragen. Dies bedeutet, dass viele Berufe und damit auch die Ausbildung in den Berufs-, Mittel- und Hochschulen mit M&NT-spezifischen Fragestellungen konfrontiert werden.

Die Plattform swissnanocube soll das Interesse und das Verständnis für Mikro- und Nanotechnologien bei Jugendlichen und jungen Berufsleuten wecken und Lehrpersonen interessantes Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellen. Sie wird von den Initianten, der Innovationsgesellschaft St.Gallen und dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB, entwickelt und koordiniert.

swissnanocube erfindungen

Die Ausbildungsinhalte werden zusammen mit Partnern aus Wissenschaft, Bildung und Industrie sowie mit Schweizer Behörden erarbeitet und implementiert.

Trotz der wachsenden Bedeutung der Mikro- und Nanotechnologie ist bis heute das Angebot an praxisbezogenen Lehr- und Lernmaterialien noch bescheiden. M&NT nehmen gegenwärtig an Schulen noch nicht den Stellenwert ein, der ihnen von Experten und naturwissenschaftlichen Fachlehrpersonen zugemessen wird.

Swiss Nano-Cube schliesst die bestehenden Lücken hinsichtlich Mikro- und Nanotechnologien in der Ausbildung auf der Sekundarstufe II.

Der Informationsbereich auf swissnanocube.ch gliedert sich in sieben Themenbereiche:
Grundlagen, Anwendungen & Produkte, Sicherheit & Risiko, Wissenschaft & Forschung, Wirtschaft, Technologie & Gesellschaft und Berufsalltag Nano.

Die Schweizer Innovationsgesellschaft mbH leitet zusammen mit dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB das Projekt Swiss Nano-Cube.

Die beiden Organisationen sind für die inhaltliche Entwicklung und Implementierung sowie für die Organisation, Überwachung und Zusammenführung der einzelnen Projektphasen zuständig.

Die Schweizer SolarSkilift Erfindung

Der erste Solarskilift der Welt steht im Schweizer Dorf Tenna im Safienta. „Klein aber oho“ ist wohl die richtige Bezeichnung für den neuen Solarskilift. Denn er ist gerade mal 450 Meter lang. Er transportiert einerseits Schneesportlerinnen und Schneesportler und produziert gleichzeitig Solarstrom. Skilift und Solaranlage in einem – präsentieren sich hier als einen sinnvollen Doppelnutzen. Zu dieser innovativen Idee kam es, weil der alte Skilift nach 41 Betriebsjahren ausgedient hat.

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Doch wie soll ein ausgedienter Skilift durch eine sinnvolle Lösung ersetzt werden? Eine Lösung, die nicht nur hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Komfort genügt, sondern auch nachhaltig und ökologisch ist? So lautete die Frage, die sich die Genossenschaft Skilift Tenna gestellt hat. Die Antwort hat man gefunden in einer umwelt-, ressourcen- und klimaschonenden Lösung. Der neue Skilift wird der erste Solar-Skilift sein! Mit dieser zukunftsweisenden Innovation übernimmt Tenna im Safiental eine Vorreiterrolle für die Schweiz und das gesamte Alpengebiet.

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Ideale Anlage für Familien mit Kinder
Seit 1970 ist der Skilift in Tenna in Betrieb. Er hat sich in all den Jahren zu einem beliebten Anziehungspunkt entwickelt. Ein Anziehungspunkt für die Einwohnerschaft der Region, wie für die Gäste aus dem „Unterland“. Das Dorf Tenna mit seinem Skilift ist gerade bei Familien mit Kindern im Alter von 4 – 12 Jahren sehr beliebt. Der neue Solarskilift wird dort gebaut, wo der alte Bügellift stand. Mehrere Pisten stehen für die Talabfahrt zur Verfügung.

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Details zur Solaranlage auf dem Skilift Tenna
Es wird geschätzt, dass die Solar-Anlage auf dem Skilift 21% mehr Strom erzeugt, als eine herkömmliche Anlage auf einem Dach. Wieso? Der Wirkungsgrad von Fotovoltaik-Zellen ist am höchsten, wenn die Sonne senkrecht darauf scheint. Die Solarmodule auf dem Skilift werden daher eine ideale Südneigung von 30% aufweisen und fahren tagsüber einachsig dem Sonnenstand nach. Dies ist dank einer Seilkonstruktion mit Zugseil möglich. Die Solaranlage produziert in etwa 90‘000 kWh im Jahr. Für den Skiliftbetrieb werden in etwa 22‘000 kWh benötigt. Die Überproduktion an Sonnenenergie wird an das EW Tenna verkauft. Interessierte und Umweltbewusste können dort den Solarstrom aus Tenna beziehen.

Weltweit ist dies die erste Wintersport-Anlage dieser Art. Eröffnet wurde die Anlage am Samstag, 17.12.2011.

Nur wer sich ständig entwickelt, wird überleben

Gastbeitrag von Christian Hirsig (Gründer und Geschäftführer von Atizo AG )

Unternehmensentwicklung ist die Basis für das langfristige Wachstum von Unternehmen. In Phasen konjunktureller Abschwächung müssen Unternehmen jedoch Wege finden, um die Kosten der Produkt-, Dienstleistungs- und Unternehmensentwicklung niedrig zu halten. Ein viel versprechender Weg besteht darin, die Ideenfindung an Kunden auszulagern.

Wachstumsorientierte Unternehmen befinden sich in einem Dilemma. Einerseits zeigt die empirische Erfolgsfaktorenforschung deutlich, dass die Entwicklung vom eigenen Unternehmen eine notwendige Bedingung für das langfristige Bestehen eines Unternehmens ist. Andererseits führen Innovations- und Changeprojekte häufig nicht zu den gewünschten Ergebnissen. So verwundert es nicht, dass gemäss der IBM Global CEO Studie jeder zweite Unternehmensführer mit den Resultaten der eigenen Innovationsabteilung unzufrieden ist. Die Öffnung unternehmerischer Innovationsprozesse (Open Innovation) kann zu einer Abschwächung dieser dilemmatischen Situation führen. Seit den 90er Jahren setzen erfolgreiche Unternehmen das Open-Innovation-Konzept ein, weil sie erkannt haben, dass das für substantielle Innovationen notwendige Wissen nicht mehr allein im eigenen Haus entwickelt werden kann. Daher verteilen immer mehr Unternehmen zumindest Teile der Unternehmensentwicklung auf externe Partner und Experten. Diese Strategie wird häufig auch unter dem Begriff des «Crowdsourcing» diskutiert.

«Not all the smart people in the world work for us. » Das Zitat des ehemaligen CEO von SUN Mircosystems Bill Joy verdeutlicht, dass die Integration unternehmensexterner Know-how Trägerinnen und Träger dabei helfen kann, die Effizienz bei der Unternehmensentwicklung zu steigern und marktgerechte Lösungen zu entwickeln.

Atizo Methode

Methode-Crowdsourcing-Projekt

Nachfolgende Schritte zeigen wie über 100 Kunden in über 150 Projekten Atizo eingesetzt haben.

Schritt 1: Fragen ausarbeiten
In einem Workshop werden die brennenden Themen analysiert und Fragestellungen formuliert, die für eine Online Community geeignet sind und ein Maximum an Ideen garantieren.

Schritt 2: Ideen finden
In einem Online Projekt liefert die Community 200 bis 1’000 Ideen.

Schritt 3: Ideen auswählen
Auf der Basis von mehreren hundert Ideen werden die 10 bis 20 besten Ideen ausgearbeitet. Für jede dieser Ideen wird ein Steckbrief mit anschaulicher Visualisierung verfasst.

Schritt 4: Ideen bewerten
Die Community bewertet die 10 bis 20 Ideen und reichert sie mit qualitativem Feedback an.

Schritt 5: Umsetzung planen
Für die 10 bis 20 Ideen wird eine Umsetzungsplanung verfasst. Notwendige Umsetzungsressourcen können aus der Community rekrutiert werden.

Atizo Software

Die Atizo Software kann auch an die eigenen Bedürfnisse angepasst und mit einer eigenen Community bestehend aus Mitarbeitern, Kunden und oder Lieferanten eingesetzt werden. Die Atizo Software ist beispielsweise erfolgreich für o2 im Einsatz: https://ideenlabor.o2online.de/

Social-Innovation-Software

Möchten Sie die Atizo Software während drei Monaten mit einer unbeschränkten Anzahl an Mitarbeitern und/oder Kunden testen, dann melden Sie sich bei uns: https://www.atizo.com/platform/contact/

Gastautor Steckbrief:

Christian Hirsig

Christian Hirsig

Gründer und Geschäftführer der Atizo AG .

Die Mikroprojektor Innovation von Lemoptix

Das Schweizer Unternehmen Lemoptix SA, ein Start-up der ETH Lausanne aus dem Jahr 2008, baut den kleinsten Mikroprojektor der Welt mit dem niedrigsten Stromverbrauch zum günstigsten Preis.

lemoptix

Der Mikroprojektor kann wie die heutigen grossen Beamer Videobilder projizieren, ist aber nur so gross wie eine Kreditkarte. Bereits dieses Jahr wird ein noch kleineres Gerät von der Grösse eines Zuckerwürfels folgen. Die Mikroprojektoren brauchen nicht nur weniger Platz, sondern auch weniger Energie und sind zudem noch deutlich billiger als heutige Projektoren.
Die Technologie Ihres Produkts basiert auf einem einzigartigen, winzigen Spiegel. Mit ­einer Laserquelle kann man ­damit phantastische Bilder mit sehr starken Farben projizieren. Ein solcher Mikroprojektor lässt sich zum Beispiel in ein Handy oder in andere portable Geräte ­ein­bauen. Ein weiteres naheliegendes Anwendungsgebiet sind sogenannte Head-up-Displays in Autos, welche die wichtigsten Daten auf die Windschutzscheibe projizieren. Lemoptix-CEO Marco Boella ist überzeugt: «Mikroprojektoren bedeuten eine Revolution bei Displays für Geräte und Maschinen.

Die Neptune’s BBQ Fork Erfindung

Sehr schöne, kleine und leichte Grillgabel zum Aufstecken auf einen Stecken und zur Nutzung über offenem Feuer oder Holzkohle. Hier kann man das Grillgut nicht nur Aufspießen, sondern auch seitlich einklemmen. Das verhindert den ungewollten ‚Verlust‘ über dem Feuer und man kann den Spieß gut über dem Feuer drehen. Diese Erfindung ist wieder eine Schweizer Idee von dem Swiss Advance – Think Industry Ltd. aus dem Schweizer Zug von dem begeisterten Bergsteiger Erfinder und Unternehmer Peter Meyer.

Die Neptune‘s Grill Fork ist das perfekte Tool für alle, die den rauchig, würzigen Geschmack des Grillguts lieben, zubereitet über einem offenen Lagerfeuer. Die Grillgabel muss einfach auf einen Stock geschoben werden und ihr bevorzugtes Fleisch oder Gemüse auf die Gabel gespießt werden und sie wird es in jeder Position sicher über dem Feuer halten bis es von jeder Seite gar ist.

Die Neptune's BBQ Fork Erfindung

Die Neptune's BBQ Fork Erfindung


Vorteil ist, dass man das Essen nicht nur auf die Grillgabel aufspießen, sondern auch einklemmen kann. Dadurch kann man die verschiedensten Dinge über dem Feuer rösten. Eine weitere Besonderheit ist, dass das Tool rotationssymetrisch ist. Das Grillgut lässt sich wesentlich einfacher am Stock drehen und verhindert eine plötzliche Umwuchtung.

Diese Erfindung und noch mehr Schweizer Erfindungen für einen Ausflug in der Natur findet Ihr bei Swiss Advance.
Die Marke Swiss Advance steht für innovative Produkte im Outdoorbereich, die aber auch für zuhause oder den Arbeitsplatz geeignet sind. Sie entwickeln und produzieren Ihre Produkte, um den Menschen die Schönheit der Natur näher zu bringen und entdecken zu lassen. Dies ist auch ein Grund dafür, dass alle Produkte ausschliesslich in der Schweiz hergestellt werden.

investiere.ch finanziert Nanotech-Start-up nanotion

Die Start-up-Investitionsplattform investiere.ch und das Start-up Nanotion AG melden den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde über CHF 1,2 Millionen.

Das ETH-Zürich Spin-off Nanotion AG ist das erste Unternehmen weltweit, das eine innovative Technologie entwickelt hat, welche Nano-Partikel in flüssigen Medien vollständig charakterisieren kann. Mit Hilfe dieser Technologie ist es erstmals möglich, die Qualität und Sicherheit von Konsumgütern mit Nanopartikeln sicherzustellen und gleichzeitig den Produktionsprozess zu optimieren. nanotion bietet bereits Analyse-Dienstleistungen an und plant nun portable Analysegeräte herzustellen und zu vertreiben.

nanotion hat seine Finanzierungsrunde über die Plattform investiere.ch durchgeführt. investiere bringt private Anleger und Start-up-Unternehmer zusammen und moderiert den Investitionsprozess. nanotion konnte auf die grosse Venture-Capital-Erfahrung des investiere-Teams zurückgreifen. Dies ermöglichte nanotion, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren – die Weiterentwicklung ihrer Technologie und die Durchführung von Analyse-Dienstleistungen für mehrere Schweizer Industriekunden.

nanotion startup
«Die starke Kombination von technischem Fachwissen und Geschäftsinn des nanotion-Teams hat uns von Anfang an überzeugt. Das Team konnte ausserdem einen Industrie-erfahrenen Lead-Investor an Bord holen,» sagt Laura Regazzoni, geschäftsführende Partnerin von investiere. «Nanotechnologie entwickelt sich zur Zeit zu einer der bedeutendsten Fortschritts-Faktoren in vielen Industriezweigen und ist aus dem heutigen Alltag kaum noch wegzudenken. nanotion ist an der Spitze dieser Entwicklung und erlaubt als erstes Unternehmen die Messung von Nanopartikeln direkt im industriellen Herstellungsprozess.»

Das hohe Interesse der Investoren ist ein starkes Anzeichen für die Aktualität der Technologie von nanotion und macht nanotions Finanzierungsrunde zu einer der bislang beliebtesten auf investiere. In der Vergangenheit konnte investiere bereits mit vergleichbar grossem Interesse Attolight, ein weiteres Nanotech-Startup mitfinanzieren.

«Wir sind mit diesem starken Vertrauensbeweis von unserer grossen Anzahl an Investoren sehr zufrieden,» unterstreicht nanotion-Geschäftsführer Christopher Latkoczy. «Der Abschluss dieser Finanzierungsrunde ist ein wichtiger Meilenstein für unser Unternehmen. Dank der kompetenten und engagierten Unterstützung von investiere konnten wir uns weitgehend auf die Entwicklung unseres Vorserien-Produktes konzentrieren. Nun erweitern wir das Team, um nanotion im wachsenden Nano-Markt zu positionieren. Nanotechnologie ist für die Zukunft von entscheidender Bedeutung und wir sind Stolz, ein Teil dieser Entwicklung zu sein.»

investieres Qualitätsanspruch in der Selektion zahlt sich offenbar aus: Neben dem Medtech Startup Qvanteq ist nanotion bereits das zweite investiere-Start-up welches nun für den ZKB Pionierpreis 2012 nominiert ist.

Über Verve Capital Partners AG und investiere.ch

investiere ch logo

Die Verve Capital Partners AG, mit Domizil in Zug (Schweiz) wurde 2007 gegründet. Mit dem Ziel innovative Finanzierungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen lancierte Verve Capital Partners im Februar 2010 investiere.ch über welche wir bereits hier im Land der Erfinder – Das Schweizer Magazin für Innovationen berichtet haben. Mit dieser Plattform wurde der bis dato isolierte und intransparente Markt für innovative Schweizer Start-up-Unternehmen für eine breite Investorenschaft geöffnet.

Im Gegensatz zu „Crowdfunding“-Firmen ist investiere ein Hybridmodell, welches etablierte Praktiken der traditionellen Venture-Capital-Branche mit Elementen von e-Finance und sozialen Medien kombiniert.
Alle auf der Plattform präsentierten Start-ups durchlaufen vorab einen sorgfältigen und strengen Prüfungsprozess. Investoren können sich so auf die Wahl des Start-ups Ihres Interesses konzentrieren.

Der Schweizer E:Bike Stromer

Am 9. November dem „Tag der Erfinder“ ist der Deal perfekt. International Sport Holding (ISH), Besitzerin des Schweizer Velounternehmens BMC (Team von Cadel Evans, Sieger der Tour de France 2011) übernimmt Stromer, Binggeli hält 30% der Anteile und wird CEO.

Stromer

Das erfolgreiche Schweizer E:Bike Stromer hebt unter neuer Flagge zur Eroberung der internationalen Märkte ab. Die ISH Gruppe (International Sport Holding) von Andy Rihs (BMC, Bergamont) baut den Stromer in ihr weltweites Netz ein. Thomas Binggeli beteiligt sich an der ISH und leitet sie ab sofort als Delegierter des Verwaltungsrates. Er bleibt Mehrheitsaktionär von Thömus und gibt die operative Führung an seinen Bruder Markus Binggeli ab.

In den USA will das Unternehmen weiter wachsen. Die Aussichten sehen gut aus, denn immer mehr Amerikaner setzen beim Pendeln zum Job auf ein Elektrofahrrad. Auch die Babyboomer-Generation entdeckt ihre Liebe zur komfortablen Fortbewegung mit Extraschub.

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Seit 2008 ergänzt der komplett in der Schweiz entwickelte Stromer das Angebot von Thömus. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten, das elegante E:Bike fährt auch auf der internationalen Bühne von Preis zu Preis.

Der internationale Markt wurde weltweit auf den Stromer aufmerksam. Das Beispiel von Schauspieler Leonardo Di Caprio, welcher gleich acht Stromer kaufte, um in New York schneller vor Ort zu sein, ist nur ein Beispiel.

Für die erfolgreiche Fahrt rund um die Welt benötigt der Stromer einen starken Partner. Mit Andy Rihs (69) und Thomas Binggeli (37) haben sich nun zwei «velobesessene» Unternehmer gefunden. Der Stromer soll im Schosse der ISH-Gruppe den nötigen Schub für den internationalen Auftritt erhalten.

Der Schulterschluss von Andy Rihs mit Thomas Binggeli in der ISH-Gruppe, ermöglicht eine schweizerische Velo-Manufaktur, in welcher Innovation, schweizerische Präzision und modernste Bike-Technologie zusammenfinden.

Thömus kann sich unter der operativen Führung von Markus Binggeli voll auf die traditionellen Stärken konzentrieren: ein übersichtliches und starkes Angebot an modernstem Hightech vom Bauernhof, «aus der Region für die Region», aber auch darüber hinaus. Die Thömus Familie, Mitarbeitende, Kunden, Partner, Fans, Freunde, kurz die Thömus Community wird mit Freude, Eifer und Engagement an der Entwicklung ihrer Bikes weiterarbeiten. Der Weg Kunde-Hersteller bleibt kurz und herzlich. Mit der Eröffnung des neuen Thömus Shops an der Effingerstrasse 1 in Bern wird dieser Weg für die Kunden noch einiges kürzer.

Markus Binggeli (32), der seit 15 Jahren bei Thömus im Einsatz ist, freut sich über seine neue Verantwortung: «Back to the roots mit vollem Schub für unsere Thömus Kunden! Mit dem Shop in Bern, dem Bike Park und dem neuen Produktionszentrum in Oberwangen haben wir uns grosse Ziele gesteckt!»

Wer gewinnt den ZKB Pionierpreis TECHNOPARK 2012 ?

Im kommenden Frühjahr wird zum 22. Mal der ZKB Pionierpreis TECHNOPARK® vergeben. Der Preis würdigt technologische Innovationen, die dank unternehmerischer Pionierleistung kurz vor dem Markteintritt stehen. Zwischen Dezember und März hat die Jury die schöne, aber auch schwierige Aufgabe, den Sieger auszuwählen.
Der ZKB Pionierpreis TECHNOPARK®, einer der drei wichtigsten Innovationspreise der Schweiz, prämiert ein technisches Projekt an der Schwelle zum Markteintritt, das sich durch besondere Innovationskraft, Marktnähe und soziale Relevanz auszeichnet.

Der Preis ist mit dem 10’000fachen Wert der Zahl Pi Quadrat, nämlich CHF 98’696.04, dotiert.

zkb pionierpreis technopark

Der Name Pionierpreis bringt so zwei Qualitäten zum Ausdruck: den Pioniergeist werdender Unternehmer sowie das mathematische Zeichen Pi (3,141592), welches als Symbol für Wissenschaft und Technik gilt und als Lösung der „Quadratur des Zirkels“ in der Antike steht. Neben dem Erhalt der Preissumme will die Auszeichnung auch eine Ermutigung für die Preisträger sein, ihnen als Referenz dienen und zu vermehrter Publizität verhelfen.

Folgende „Top 15“ haben sich für das Rennen um den Preis positioniert:

Agile Wind Power AG entwickelt ein vertikal und langsam drehendes Antriebsprinzip für Windkraftanlagen. Dank des hohen Leistungskoeffizienten des Antriebs ist es so möglich, vertikal drehende Windkraftturbinen als Grossanlagen mit entsprechend hohen Leistungen auszulegen.

Biognosys AG hat eine Technologie entwickelt, mit der man die Menge verschiedener Proteine in einer Probe exakt bestimmen kann. Biognosys arbeitet an einer
Weiterentwicklung dieser Technologie, die es ermöglichen wird, für jede Person ein vollständiges elektronisches Abbild aller Proteine zu speichern – mit unbegrenzten Möglichkeiten für die personalisierte Diagnostik.

BioVersys AG entwickelt Moleküle, welche auf genetischer Ebene die bakteriellen Resistenzen gegen Antibiotika ausschalten. Dadurch gelingt es, Antibiotika, welche ihre Wirkung durch die Resistenzen verloren haben, wieder zu reaktivieren. ChromaCon AG hat eine Aufreinigunstechnologie entwickelt, mit der sich einerseits herkömmliche und verbesserte Versionen biotechnologischer Arzneimittel günstiger herstellen und andererseits neue Wirkstoffe isolieren lassen, welche vorher nicht ökonomisch herstellbar waren.

Climeworks AG verfolgt das Ziel, eine Technologie zu kommerzialisieren, mit welcher CO2 aus der Luft gefiltert werden kann. Das eingefangene CO2 wird zunächst an Abnehmer in der Schweiz und in Europa verkauft und später verwendet, um synthetische flüssige Treibstoffe herzustellen. Diese werden aus CO2, Wasser und erneuerbarem Strom produziert und ermöglichen eine ökologische und effiziente Speicherung von erneuerbarer Energie. Sie können zudem ohne weitere Zusätze in den heutigen Autos und Flugzeugen eingesetzt werden.

Das ETH Spin-off Cytosurge GmbH entwickelt und verkauft die patentierte FluidFM Technologie, mit dem Ziel „die kleinste Spritze der Welt“ für jedes Forschungslabor in der Industrie und Akademie verfügbar zu machen.

IBM Zürich hat in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich AQUASAR, den weltweit ersten Prototypen eines heisswassergekühlten energieeffizienten Hochleistungsrechners mit Abwärmenutzung entwickelt, welches den Energieverbrauch von grossen Datenzentren halbieren könnte.

Kandou Technologies S.A. reduziert mit ihrer Technologie den Energieverbrauch melektronischer Geräte bei gleichzeitiger Erhöhung ihrer Leistungsfähigkeit. Ihre Technologie basiert auf einer völlig neuen Art der Kommunikation zwischen internen Komponenten elektronischer Geräte wie etwa RAM und CPU.

Als Spin-off der ETH Lausanne verfügt KB Medical über Know-how in der Entwicklung von neuartigen Operationsmethoden in der Neurochirurgie. Mit der Entwicklung des Neuroglide, einem hochpräzisen Operationsroboter für Wirbelsäuleneingriffe, werden zukünftig die verbunden Risiken und Erholungszeiten der Patienten massiv gekürzt.

Das Unternehmen L.E.S.S. entwickelt, produziert und vermarktet die nächste Generation verteilter Beleuchtungssysteme. Die neue Beleuchtungsnanofaser ermöglicht einen niedrigeren Energieverbrauch für die Hintergrundbeleuchtung von Displays. Zudem bieten sich neue Designmöglichkeiten für Anwendungen, die Kompaktheit und eine hohe Beleuchtungshomogenität erfordern, zum Beispiel in der Medizinbranche.

nanotion ag entwickelt und vertreibt innovative analytische Sensoren zur Kontrolle nanotechnologisch hergestellter Konsumgüter, um die Sicherheit und Qualität der Produkte für den Benutzer sicherzustellen und gleichzeitig den industriellen Produktionsprozess in Echtzeit optimieren zu können.

Qvanteq AG entwickelt eine neuartige Stent-Technologie, um die nachteiligen Effekte zum reduzieren, welche mit den heute verwendeten Koronarstents in Verbindung gebracht
werden. Koronarstents sind kleine Gittergerüste in Röhrenform, welche in Herzkranzgefässen gegen Herzinfarkte eingesetzt werden.

Spinelab AG hat sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Elaspine™ spezialisiert. Elaspine™ ist ein Implantat System zur bewegungserhaltenden Stabilisierung der degenerativ erkrankten Lendenwirbelsäule.

Swisscleandrive AG macht sich zur Aufgabe, zukunftsfähige Antriebe zu entwickeln. Mit der Lösung der Firma kann fast jedes Auto zu einem Plug-in Hybrid mit elektrischem Antrieb umgebaut werden. Im Alltag fährt es dann rein elektrisch mit Ökostrom und es bleibt trotzdem nie mit leeren Batterien stehen. Die Technologie nutzt die Vorteile des elektrischen Antriebs im Auto und umgeht dessen Schwachpunkte durch konzeptionelle Lösungen.

Winterthur Instruments GmbH produziert Messsysteme für die Prozess- und Qualitätskontrolle von industriellen Beschichtungen. Die Kunden von Winterthur Instruments sparen durch den Einsatz der Messsysteme sowohl Produktionszeit als auch Beschichtungsmaterialien und steigern somit die Qualität ihrer Produkte. Anwender für die Messsysteme finden sich in der Automobil-, Luftfahrt-, Med-Tech-, Architektur- und Energie-Industrie.

Ich werde veruschen in den nächsten Wochen diese Unternehmen und Ihre Innovationen hier einzeln vorzustellen.

Über den TECHNOPARK® ZÜRICH
Der privat finanzierte TECHNOPARK® Zürich ist das führende Technologietransfer- und Jungunter¬nehmerzentrum der Schweiz. Sein Ziel ist die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze. Unter einem Dach finden hier Hoch- und Fachhochschulen, Start-ups sowie etablierte Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Disziplinen zusammen und vernetzen ihre Kompetenzen. Im Haus ansässige Forschungseinrichtungen und Technologiegeber wie die ETH Zürich, das CSEM Zürich und die Hochschule für Technik Zürich unterstützen die praxisnahe Überführung neuer Technologien in den Markt. Die TECHNOPARK® Immobilien AG ist Eigentümerin, Vermieterin und Betreiberin der Liegenschaft. Die Stiftung TECHNOPARK® Zürich selektioniert, unterstützt und fördert Jungunternehmen im Aufbauprozess und verfolgt vielfältige Projekte zur Umsetzung der Grundidee. Detailinformationen sind unter www.technopark.ch zu finden.

Die SmoColi Innovation – Bakterien als Rauchmelder

Studierende der ETH Zürich haben an der diesjährigen «iGEM Competition» für synthetische Biologie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge den ersten Platz in ihrer Kategorie erreicht. Als Wettbewerbsbeitrag entwickelten sie E. Coli Bakterien, welche die Rauchkonzentration in einem Raum messen und ab einem gewissen Wert Alarm schlagen.

Beim iGEM-Wettbewerb gehe es darum, interessante Konzepte in einer innovativen Verpackung zu präsentieren, sagt Michael Eichenberger, Student der Biotechnologie an der ETH Zürich. Er ist Mitglied im Team SmoColi, das am diesjährigen Wettbewerb für synthetische Biologie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge teilgenommen hat. Für seine Arbeit wurde das Team der ETH Zürich bereits in der Vorrunde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und erhielt von der Fachjury durchwegs positives Feedback für seine bahnbrechende Idee. Auch das Ziel, bei der Endrunde den Sieg in ihrer Kategorie nach Hause zu tragen, erreichten die Studierenden vom Departement für Biosysteme. Das Team aus Basel wird von Sven Panke und Jörg Stelling, beide Professoren am Departement für Biosysteme (D-BSSE), unterstützt, welche die Teilnahme der ETH Zürich am Wettbewerb seit sechs Jahren organisieren.

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Der Wettbewerbsbeitrag von SmoColi waren genetisch veränderte E. Coli Bakterien, die in der Lage sind, bestimmte chemische Bestandteile von Zigarettenrauch wahrzunehmen, und ab einer bestimmten Konzentration mittels fluoreszierenden Proteinen Alarm zu schlagen. Die Bakterien befinden sich in einem Kanal mit Flüssigkeit und leuchten grün, falls Rauch detektiert wird. Diese leuchtende Bandbreite verschiebt sich im Kanal abhängig von der Rauchkonzentration. Wenn die Konzentration eine bestimmte Grenze überschreitet, werden die Bakterien rot: Der Rauchalarm ist ausgelöst. Die Idee sei der Gruppe beim Brainstorming für die europäische Vorrunde in Amsterdam gekommen. Als wir an Amsterdam dachten, dachten wir automatisch an Coffeeshops und an Rauch, erklären die Studierenden.

ETH Team SmoColi Team: Sabine Österle, Lukas Widmer, Sebastian Murmann, Laura Buzdugan, Michael Eichenberger und Irena Kuzmanovska

ETH Team SmoColi Team: Sabine Österle, Lukas Widmer, Sebastian Murmann, Laura Buzdugan, Michael Eichenberger und Irena Kuzmanovska


SmoColi setzt sich aus drei Studierenden des Studiengangs Computational Biology and Bioinformatics, zwei Studierenden der Biotechnologie und einer Studentin der interdisziplinären Naturwissenschaften zusammen. Die Studierenden der Bioinformatik kümmerten sich vor allem um die Modellierung des bakteriellen «Rauchdetektors» am Computer, während die Biotechnologen und die interdisziplinäre Naturwissenschaftlerin im Labor arbeiteten. Die zeitliche Belastung durch den Wettbewerb sei gross, sagen die Studierenden. Denn neben den vielen Nächten im Labor mussten die Mitglieder von SmoColi auch das normale Pensum ihres Studiums bewältigen.
Präsentieren und sensibilisieren

Die synthetische Biologie, bei der mittels genetischer Veränderungen Organismen mit neuen Funktionen geschaffen werden, ist eine relativ junge Disziplin der Biologie. Die grundsätzliche Idee der synthetischen Biologie ist, die Ingenieurwissenschaften mit der Biologie zu verbinden. Der iGEM-Wettbewerb will die Forschung in diesem Bereich bekannter machen, erklären die Studierenden. Deshalb präsentierten sie ihr Projekt im Rahmen des iGEM-Wettbewerbs dem Publikum.

Ob sie nach dem Wettbewerb in Boston weiter an ihrer Idee forschen werden, lassen die Studierenden im Moment noch offen. Das hängt davon ab, was wir nach dem Master machen werden, sagt Sebastian Murmann, Student der Biotechnologie. Der iGEM-Wettbewerb habe aber die Neugier in ihnen geweckt, sich weiterhin in der wissenschaftlichen Forschung zu betätigen.