TOP 100: die besten Startups der Schweiz

Kleines Land, grosses Potential. Das zeigt die Schweiz immer wieder aufs Neue – auch in der Welt der Startups. Doch wer sind die besten Jungunternehmen und Hoffnungsträger, die Schweizer Innovationen in die ganze Welt tragen? Diese Frage wurde 100 Branchen-Experten gestellt. Aus den Ergebnissen ermittelte das IFJ Institut für Jungunternehmen mit dem Journalistenbüro Niedermann GmbH die TOP 100, die zurzeit besten Startups der Schweiz.

Gründungsboom in der Schweiz. Rund 35‘000 Firmen werden jedes Jahr in der Schweiz lanciert. Für dieses Jahr erwartet man sogar einen neuen Gründerrekord. Die Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Auch international rangiert die Schweiz als wettbewerbsfähigstes Land und Innovationsführer auf diversen Listen. Aber wer sind die erfolgsversprechenden Jungfirmen, die bald in der ganzen Welt Furore machen wollen oder dies bereits tun?

TOP 100

100 Experten wählten die besten Schweizer Jungfirmen
Genau das wollte das IFJ Institut für Jungunternehmen mit dem Journalisten und Unternehmer Claus Niedermann wissen. Zum ersten Mal sollte ein repräsentativer Ausschnitt der Schweizer Startup-Szene entstehen. Mitgetragen wurde das Projekt von der Kommission für Technologie und Innovation KTI, der Gebert Rüf Stiftung, der OSEC und Ernst & Young. Zusammen realisierten sie das Projekt TOP 100, bei dem 100 Branchen-Insider, Investoren, Business Angels und Startup-Förderer je ihre zehn favorisierten Startups bestimmten, die maximal fünf Jahre alt sind. Aus den Nennungen wurden dann die besten 100 ermittelt – zusammengefasst in einem eigens produzierten Magazin und für alle auch zugänglich auf der Webseite www.startup.ch. Die Wahl der TOP 100 findet ab sofort jedes Jahr statt.

Die besten 100 aus 200‘000
Beat Schillig, Geschäftsführer des IFJ Institut für Jungunternehmen, zu dem Projekt der TOP 100: «Die Firmen auf dem Radar der Experten sind natürlich nur ein kleiner Ausschnitt der 200‘000 Gründungen, die es in der Schweiz seit 2006 gegeben hat. Aber dieser bunte Querschnitt zeigt – die Schweiz hat exzellente Jungfirmen, die mit innovativen Produkten und einem exzellentem Management viel bewegen können.» Der Fokus der Experten lag zumeist auf Technologie-Firmen, die bereits Finanzierungsrunden abschliessen oder sich auf dem Markt etablieren konnten. Allen gemeinsam ist ein sehr grosses Wachstums- und Erfolgspotential.

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Optotune auf dem ersten Platz
An der Spitze der ersten TOP 100 Wahl liegt das Jungunternehmen Optotune AG aus Dietikon. Mit einer bahnbrechenden Technologie ist es dem 2008 von Manuel Aschwanden und Mark Blum gegründeten Unternehmen gelungen, eine Linse – kleiner als ein Fingernagel – zu entwickeln, die so gut wie das Auge fokussieren kann. Zum Einsatz soll diese u.a. in Handykameras kommen, deren Linsen nicht wie bei Digitalkameras ausfahren können.

Durch die verformbare Linse von Optotune kann damit ein dreifach optischer Zoom erreicht werden, bei dem die Brennweite stufenlos und innerhalb von Millisekunden elektrisch verändert werden kann. Auf dem zweiten Platz liegt das Startup Dacuda, das gerade mit dem Elektronikriesen LG den globalen Launch ihrer Weltneuheit einer Scanner-Maus feiern konnte. Einen Platz dahinter liegt Doodle, die mit ihrer Terminfindungs-Software im Internet bereits zehn Millionen User verzeichnen.

Die TOP 100 auf startup.ch und als Magazin
Auf www.startup.ch werden alle Firmen der TOP 100 näher vorgestellt. Dort steht auch das TOP 100 Magazin in deutscher und englischer Sprache als Download bereit. In Zusammen-arbeit mit SECA, der Swiss Private Equity and Corporate Finance Association, findet am 19. Oktober ein Launch-Event mit Experten und Startups im Hotel Widder in Zürich statt.
Viele Spin-offs aus den Hochschulen erfolgreich

Die TOP 100 sind ein klares Indiz, dass die nationalen Förderprogramme der KTI an den Hochschulen erfreuliche Früchte tragen. So hat ein grosser Teil der ausgezeichneten Startups vom Trainingsprogramm venturelab und auch vom Coaching-Prozess von KTI Start-up profitiert. Das nationale Startup-Training reicht von Semesterkursen für Akademiker mit Business-Ideen über Finanzierungs-Workshops bis hin zu venture leaders, der Schweizer Startup Nationalmannschaft, die jedes Jahr zur Investorensuche nach Boston in die USA reist. Die Idee der Scanner-Maus des zweitplatzierten Dacuda erlebte ihre Geburtsstunde beispielsweise an einem Semesterkurs an der ETH Zürich, wo sich das spätere Gründerteam kennen gelernt und am ersten Businessplan gearbeitet hat.

Finanzielle Anreize in der Vorgründungsphase wirken
Auch die vor rund vier Jahren ins Leben gerufene private Förderinitiative venture kick, die High-Tech-Projekten aus dem Hochschulumfeld bis zu 130‘000 Franken Startkapital zur Verfügung stellt, hinterlässt in den TOP 100 ihre Spuren. So war das ETH-Spin-Off Optotune AG und TOP 100 Sieger auch unter den ersten Gewinnern bei venture kick vor drei Jahren. Aber auch viele andere Geförderte entdeckt man auf der Liste. Die von namhaften Stiftungen finanzierte Initiative hat bisher über sieben Millionen Franken Startkapital an 194 Projekte ausbezahlt. Daraus sind bis jetzt rund 140 Firmengründungen hervorgegangen.

Die Schweiz hat ihr Potential noch nicht ausgeschöpft
Die TOP 100 sind ein schönes Beispiel für das hohe Innovationspotential im Lande und zeigen, dass die Schweiz laufend auch im internationalen Massstab hervorragende und wettbewerbsfähige Startups hervorbringt – eine wichtige Voraussetzung, um auch in Zukunft Arbeitsplätze zu sichern und langfristig neue Konzerne und Technologien entstehen zu lassen. Doch laut Beat Schillig ist noch genügend Luft nach oben: «Es gibt keinen Grund, sich auf dem bisher Erreichten auszuruhen. Wenn die Schweiz ihr Potential voll ausschöpfen will, dann muss sie die guten Rahmenbedingungen, welche sie in den letzten zehn Jahren geschaffen hat, noch weiter stärken.» Nur so könne der Unternehmervirus – besonders auch an den Hochschulen – noch weiter gefördert und innovative Startups mit Training und Know-how unterstützt werden. «Es muss das Ziel sein, die Anzahl der Spin-offs in den nächsten Jahren nochmals zu verdoppeln», so Schillig.

Seit 1989 begleitet das IFJ Institut für Jungunternehmen Neugründer/innen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Die um das Institut entstandene Startup-Szene ist inzwischen mehr als 50’000 Jungunternehmen stark. Als führende Anlaufstelle für Startups in der Schweiz bietet das IFJ Online-Firmengründung, Abacus Business-Software, Seminare, Businessplan-Software, News, Networking-Events sowie diverse Online-Plattformen als kostenlose Know-how- und Informationsquellen.

Seit 2004 ist das IFJ ausserdem verantwortlich für venturelab, das nationale Startup-Training der Kommission für Innovation KTI.
Zudem wurde 2007 die private, von namhaften Stiftungen finanzierte Initiative venture kick ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Zahl der Unternehmensgründungen an Universitäten und Hochschulen zu verdoppeln.

cookits: die Koch Innovation für Zuhause

Nach einer mehrmonatigen Beta-Phase geht es für die venture kick Gewinner cookits aus Zürich jetzt richtig los. Im Grossraum Zürich können ab sofort die schmackhaften Koch-Kits für Zuhause bestellt werden, die von fünf Schweizer Gourmetköchen kreierte wurde. Die Business-Idee wurde dagegen während eines venturelab-Kurses weich gekocht, den die Gründer Nicolas Blanchard und Marc Spafford gemeinsam absolvierten.

Koch-Kits für Zuhause – mit dieser Idee konnte das Startup delicioustaste vor einiger Zeit bei der venture kick Jury Punkten. Jetzt haben die Jungunternehmer die Geschmacksnerven aller im Visier.

cookits innovation

cookits sind nach Rezepten von fünf jungen Schweizer Spitzenköchen vorbereitete Gourmetgerichte für ein gehobenes Menü zu Hause. Die saisonalen Kreationen sind schonend vorgegart und in 20 Minuten servierbereit. Dabei bleiben viele Vitamine, Nährstoffe und Proteine erhalten. Die Koch-Kits bestehen aus hochwertigen Zutaten aus fairem Handel sowie von einheimischen Biobauern und kommen ohne künstliche Aromen, Glutamate und Zusätze aus. Die Koch-Kits für zwei Personen kosten zwischen CHF 49 und CHF 59 und können online unter www.cookits.ch bestellt werden. Die Menüs werden im Grossraum Zürich, Zug und Luzern mit dem Kurier direkt nach Hause geliefert; in der Stadt Zürich umweltfreundlich mit dem Velokurier. Die Lieferung in die restliche Schweiz erfolgt auf Anfrage. Also Schnell, lecker und aus fairem Handel.


cookits - meta hiltebrand

Die erste cookits-Kollektion umfasst Kreationen aus Rind- und Kalbfleisch, Ente und Poularde sowie eine vegetarische Variation. Entwickelt wurden die Menüs von den fünf Schweizer Spitzenköchen Ralph Schelling, Thierry Boillat, Sandro Zinggeler, Meta Hiltebrand und Tobias Buser. Die jungen Talente haben sich in der Gastronomieszene in renommierten Restaurants einen Namen gemacht.

Von links nach rechts: Sandro Zinggeler, Meta Hiltebrand, Ralph Schelling, Tobias Buser und Thierry Boillat.

Von links nach rechts: Sandro Zinggeler, Meta Hiltebrand, Ralph Schelling, Tobias Buser und Thierry Boillat.

Die Idee zur Lancierung von cookits stammt von den Zürcher Jungunternehmern Marc Stafford und Nicolas Blanchard. «Da wir im Alltag nicht allzu viel Zeit fürs Kochen aufwenden konnten, haben wir für uns die cookits kreiert – und uns dabei gedacht, dass die cookits auch ideal für andere viel Beschäftigte sind. Unser Angebot richtet sich an Geniesser, die Wert auf eine ausgewogene Ernährung und erstklassige Lebensmittel legen.»

Die Gründer von delicioustaste AG, Nicolas Blanchard und Marc Spafford, nutzten auf ihrem Weg zum eigenen Startup das Angebot von venturelab als Business- und Kontaktbörse. Dort lernen sie sich kennen, gemeinsam wurde an der Business-Idee gebastelt und kurz darauf die delicioustaste AG gegründet. Bei der Förderinitiative venture kick konnten sie sich mit ihrer Idee über drei Runden durchsetzen und insgesamt 130’000 Franken Startkapital sichern.

Wer das junge Unternehmerteam und ihre Produkte kennen lernen wollte, könnte Sie an der Gourmesse vom 7.-10. Oktober 2011 im Kongresshaus (Stand Nr.40) besuchen.

cookits soll Konsumenten dazu inspirieren, sich gut zu ernähren und die Menschen, Tieren und Pflanzen, mit welchen wir den Planeten teilen, zu respektieren. cookits glaubt fest an eine nachhaltige Zukunft mit Bio, Regional und Fair Trade und an die Möglichkeit, einen komfortablen Lebensstil mit entsprechenden Essgewohnheiten zu kombinieren. Darum setzen cookits auf Qualität und Innovation und ermöglichen die Zubereitung von Gourmet-Gerichten für Zuhause auf höchstem Niveau.

Ihre Vision ist, ganz Europa mit cookits zu inspirieren. Dabei ist jeder herzlich eingeladen, ein Teil davon zu sein. cookits ist von und für Menschen, deshalb integrieren Sie Ihre Community in Ihrem Tun.

Eine andere Idee, die mir auch sehr gut gefällt, die aus Berlin kommt, ein Nachbar von dem Erfinderladen am Prenzlauerberg ist „Kochhhaus“.

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Kochhaus ist das erste Lebensmittelgeschäft, das sich konsequent dem Thema Selber-Kochen widmet und nicht mehr nach Warengruppen, sondern nach Rezepten sortiert ist. An frei stehenden Tischen voller frischer Zutaten finden die Kunden alles, was sie zu einem bestimmten Gericht brauchen. Gegliedert nach Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen, für jeweils zwei, vier oder mehr Personen.

Das in dieser Form weltweit einzigartige begehbare Rezeptbuch bietet ein ständig wechselndes Angebot der Zutaten für ca. 20 Rezepte. Jederzeit gibt es eine Auswahl von Vorspeisen, Salaten und Suppen. Dazu verschiedene Pasta-, Fisch- und Fleischgerichte. Und natürlich einige raffinierte Nachspeisen.

Kochhaus spricht alle an, die Spaß am Kochen und Ausprobieren neuer Rezepte haben. Vom blutigen Anfänger bis zum ambitionierten Hobbykoch. An den Rezepttischen hängen große farbige Tafeln, die auf einen Blick zeigen, was für ein Gericht alles benötigt wird. Und jeder bekommt eine Schritt-für-Schritt-Kochanleitung in Bildern mit nach Hause, damit das perfekte Dinner garantiert gelingt.

Die Tv-Innovation „le cube“

Der Schweizer Designer Yves Béhar entwickelte die Neue Fernseher Innovation Le Cube gemeinsam und für das französische Unternehmen Canal +. Le Cube war eine sehr gute Gelegenheit, um den Status quo von Set-Top-Boxen, mit Ihren neuen Herausforderungen in der Fusion gut integrierter Technologien, Dienste und Designs für ein neues TV-Erlebnis zu gestalten.

canalplus swiss innovation

Es handelt sich um eine TV-Empfänger-Box, welche die gleichen Funktionen wie beim Handys, Computern und dem Internet in sich vereinigt. Le Cube besitzt einen fortgeschrittenen elektronischen Programmführer. Man kann sich sein Programm selbst gestalten und planen und dazu bietet die Innovation unzählige andere Funktionen. Das integrierte System bringt Informationen, persönliche Vorlieben und die Kommunikation mit in das Wohnzimmer, bevor man auch den Fernseher eingeschaltet hat.

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Das Schwarz-Weiß-Monolith Quadrat hat einen interaktiven Bereich mit LCD-Display, welches diverse Animationen ermöglicht und automatische umweltfreundlich Helligkeitsanpassung bietet.
Das schlanke Design des Schweizer Designers Behar gibt eine neue Bedeutung der alten TV-Empfänger-Box. Le Cube bietet außerdem einen neuen, offenen Dialog zwischen den Kanal Betreibern und seinen Rezipienten welche seinen Content selbst mitgestalten kann.
Le Cube bittet den ersten Schritt einer Medien-Plattform, die Fernsehen, Internet, Informationen und Persönliche Wünsche vereint zu einem neuen Erlebnis.

Yves Béhar ist ein Erfinder, und er erfindet gern voraus. Sein aktuelles Lieblingsprojekt ist der „XO„, ein Minicomputer, der die Welt erobern möchte – über diesen werde ich hier in kürze noch berichten. Béhar, der in Lausanne geboren wurde, interkulturell mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater aufwuchs, lebt heute in San Francisco und leitet dort die Designagentur Fuseproject. Die preisgekrönten Produkte des Industriedesigners sind jung, frisch, innovativ und immer zukunftsweisend. Am liebsten erfindet er deshalb Designs und Produkte für Labels wie Toshiba, Nike, Mini und Swarovski, die wie er in neue Zeiten aufbrechen wollen.

Ecowizz – die Innovation für Eindämmung Ihres Stromverbrauchs

Sie werden überrascht sein, wie viel Strom unnötig von Ihren Elektrogeräten verbraucht wird! Der günstigste Strom ist der, den Sie nicht verbrauchen. Freilich muss man herausfinden, an welchen Stellen sich dieser unnötige Verbrauch verbirgt.
Für diese Lösung sorgt das Schweizer Startup Geroco S.A. aus Martigny mit seinem Produkt Ecowizz.
Mit der Erfindung von Geroco für die Reduktion des Energieverbrauchs im eigenen Haushalt bis zu 15 Prozent Energie zu sparen, leisten die Erfinder einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zu einem schonenderen Umgang mit der Umwelt.

Mit Ecowizz ist das ganz einfach! Der Verbrauch der an den Steckdosen angeschlossenen Geräte wird in Echtzeit anhand einer benutzerfreundlichen und innovativen Website auf Ihrem Smartphone, Ihrem Computer oder Ihrem Tablet-PC dargestellt. Über Ihren Web-Account können Sie ebenso Ihren gesamten Verbrauchsverlauf abrufen.

ecowizz

Schließen Sie einfach Ihre Ecowizz-Steckdosen an Ihre stromfressenden Geräte an, den Rest übernehmen die Steckdosen! Die Ecowizz-Steckdosen messen den Verbrauch Ihrer Elektrogeräte und zeichnen ihn automatisch auf. Die Daten werden dann auf Ihren Computer übertragen (über einen USB-Stick, der im Lieferumfang enthalten ist); hierfür kommt eine Drahtlostechnologie mit sehr geringem Stromverbrauch zum Einsatz: ZigBee.
Mit Hilfe der Funktionen „Standby-Abschaltung“ und „Programmierung“ von Ecowizz können Sie ohne Komforteinbußen Ihre Stromrechnung um 10 bis 15 % verringern:

– Die Funktion „Standby-Abschaltung“ erkennt und unterbindet automatisch den Standby-Verbrauch Ihrer Elektrogeräte.
– Die Funktion „Programmierung“ schaltet Ihre Geräte aus bzw. unterbindet den Standby-Betrieb zu den von Ihnen gewünschten Zeiten (Nacht, Urlaub, Wochenende usw.).

Sparen Sie zusätzlich zu den technischen Hilfsmitteln durch die Tipps der Community. Gemeinsam kommt man immer leichter voran als allein. Das Ecowizz-Portal bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen mit anderen Mitgliedern der Community zu teilen oder Fachleute im Energiebereich um Rat zu fragen. Werden Sie auch ein Facebook Fan.

Wie bereits im letzten Jahr berichtet im Land der Erfinder – mit dieser Erfindung können Sie selbst was gutes für Natur und Umwelt tun.

Die Schweizer Hochgeschwindigkeits-Transistoren sorgen für grüne Zukunft

Forschern an der ETH Zürich ist es in Zusammenarbeit mit französischen Kollegen von der EPF Lausanne gelungen, Galliumnitrid-Transistoren (HEMTs) herzustellen, die auf einem speziellen Silizium-Wafer gewachsen sind. Dieser erlaubt es die Technologie mit herkömmlichen Elektronikbausteinen zu kombinieren. „In den Chips der Zukunft können herkömmliche Transistoren als Gehirn fungieren, während unsere Technologie die Rolle der Muskeln übernimmt“, sagt Colombo Bolognesi von der ETH Zürich über welchen wir bereits im Land der Erfinder berichtet haben, gegenüber pressetext.

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Bisher konnten Transistoren aus Galliumnitrid nur auf Silizium-Wafern produziert werden, die nicht mit den bei herkömmlichen Silizium-Schaltkreisen verwendeten Exemplaren kompatibel waren. Mit dem jetzigen Durchbruch steht der Kombination beider Technologien auf einem Chip nichts mehr im Weg. „Mit Galliumnitrid kann zwar keine so hohe Transistorendichte – und damit Rechenleistung – wie mit Silizium-Schaltkreisen erreicht werden, dafür halten unsere Transistoren aber höhere Frequenzen und wesentlich stärkere Ströme aus. Auch die Effizienz ist höher“, erklärt Bolognesi die Vorteile von Galliumnitrid.

CMOS-Chips werden nur auf Silizium mit der so genannten (100)- oder (110)-Ausrichtung seiner Kristalle fabriziert. GaN dagegen konnte bis anhin nur auf (111)-Silizium verwendet werden. Damit wird der Bau von Elektronikkomponenten möglich, welche die Rechenleistung des CMOS-Chips und das Energiemanagement von GaN vereinen. Dies ermöglicht eine weitere Miniaturisierung in der Leistungselektronik.

Die Einsatzmöglichkeiten für die neuen Transistoren liegen vor allem in der Transformations-Elektronik, bei Hochspannungsschaltungen und bei der Verstärkung von Radiofrequenz-Signalen. Dadurch, dass Galliumnitrid Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius aushält, könnte es auch in Sensoren für Automotoren zum Zug kommen. Die Technologie für diese Anwendungen steht schon bereit. Jetzt sind nur noch Partner aus der Industrie nötig, die die Technologie implementieren. „Das Potenzial ist groß, aber für die Firmen ist es eben auch eine Kostenfrage. Warum sollen die Leute Geräte austauschen, die nicht kaputt sind?“, so Bolognesi .

Durch die speziellen Eigenschaften von Galliumnitrid könnte weltweit eine enorme Menge an elektrischer Energie gespart werden. Durch die hohe Effizienz erzeugt eine Fünf-Watt-LED auf Galliumnitrid-Basis dieselbe Helligkeit wie eine herkömmliche 60-Watt-Glühbirne. Noch größer ist das Potential bei der Umwandlung von Energie. „In einem Laptop-Trafo zum Beispiel geht bei der Umwandlung sehr viel Energie in Form von Wärme verloren. Mit unserer Technologie ließen sich diese Verluste minimieren“, sagt Professor für Millimeterwellen Elektronik an der ETH Zürich Bologesi .

Bei konsequenter Verwendung in der Transformationstechnik könnte der weltweite Energieverbrauch um ein Viertel gesenkt werden, so der Experte. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müsste die Politik aber ein Anreizsystem für Industrie und Verbraucher schaffen mit Hilfe eines griffigen CO2-Gesetzes beispielsweise, welches die Firmen zwingt, ihre Energiekosten zu senken.

Schweizer Innovation gegen die Attacken der Stechmücken

Die Webseite nobilabswiss.ch informiert über eine bahnbrechende Erfindung zu Bekämpfung von seuchenartigen Vektor-Krankheiten wie: Malaria, Gelbfieber, Denguefieber und vielen anderen Krankheiten, die durch weibliche Stechmücken übertragen werden.

Die Mücke gehört zu den gefährlichsten Tieren der Erde, sie ist Überträger von seuchenartigen Krankheiten, die noch heute Millionen von Menschen jährlich das Leben kosten oder zu lebenslangen Folgeschäden führen. Malaria tritt in allen subtropischen und tropischen Regionen der Erde auf. Die Krankheit kommt in 106 Staaten der Erde vor und bedroht die Hälfte der Weltbevölkerung.

Mit Malaria infizieren sich bis zu 500 Millionen Menschen pro Jahr, über eine Million sterben, überwiegend afrikanische Frauen und Kinder (Laut der WHO stirbt alle 30 Sekunden ein Kind an Malaria). Malaria breitet sich viel schneller aus als bis dahin prognostiziert wurde, die Klimaveränderung begünstigt ihre Rückkehr in gemässigte Breiten von unserem Planeten. Alle Mühen, die Überträger-Krankheiten mit Medikamenten einzudämmen, sind an der Resistenz der Mücke gescheitert. Medikamente und Pestizide werden für Mücken nach einer Übergangszeit wirkungslos.

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Mit dem flexiblen moskito defence bracelet öffnet NOBILAB SWISS zukunftsweisende Perspektiven in der Anwendung von modernen Technologien und Design. Hervorragende physikalische Eigenschaften, die sich durch das automatische Anpassen und Befestigen am Handgelenk sowie Schlag- und Vibrationsfestigkeit auszeichnen, machen das moskito defence bracelet mit dem implantierten defenceChip zu einem ständigen und zuverlässigen Schutz-Begleiter unter allen klimatischen Bedingungen. Das moskito defence bracelet schützt nicht nur vor Malariainfektionen, sondern bietet gleichzeitig Schutz vor der Infektion mit zahlreichen weiteren durch Stechmücken übertragenen Erregern, wie dem Gelb- und Denguefieber und weiteren Viruserkrankungen.

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Nobilab Swiss ist ein kleines privates Forschungsteam in Zürich/Glattbrugg und suchen Investoren für einen wissenschaftlichen Massentest in Afrika und später für die Serienfertigung.
Der Gründer von NOBILAB Laboratories, Kurt Stoll forscht seit 30 Jahren an einem innovativen Lösungsansatz zur Bekämpfung infektiöser Vektorenkrankheiten, die von Stechmücken übertragen werden. In den letzten Jahren konzentrierten sich die Forschungsarbeite auf die Verhaltensweise der weiblichen Stechmücken. Basierend auf diesen Forschungsarbeiten konnte eine Methode entwickelt werden, mit der es dem Team um Kurt Stoll gelang am 21. Dezember 2010 den wissenschaftlichen Nachweis seiner Methode zu erbringen, durch eine ökologische High Tech Lösung, Mücken am Stechen zu hindern.

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Um das Labormuster zu miniaturisieren, mussten neue Lösungsansätze gefunden werden. Durch die Entwicklung vom defenceChip konnte die Integration von relevanten Systeme auf einem Chip verwirklicht werden. Mit dem defenceChip steht ein komplexer intelligenter Baustein zur Verfügung, der implantiert in einem flexiblen Armband, weltweit erstmalig den Menschen effizient und ständig vor Mückenstichen schützt und folglich den Ausbruch durch Vektoren übertragene Krankheiten endlich zu unterbinden.

Die Weltneuheit, das schwimmende Sitzkissen chillisy Waterproof

Das aus dem Schweizer Kreuzlingen stammende schwimmende Sitzkissen chillisy® WATERPROOF feierte diese Tage seinen ersten Geburtstag. Seine 3-monatige Testphase 2010 auf Mallorca hat er erfolgreich mit der Wassertaufe bestanden, und sogar seinen Weg bis in das Luxusresort Marbella gefunden!

waterproof chillisy

Am weißen Sandstrand im Norden Mallorcas zwischen Port Pollenca und Alcúdia wagen die Erfinder Isa Schuetze und Daniel Herfert die ersten Schritte in Richtung Meer, samt chillisy® im Schlepptau, um zu testen, ob der WATERPROOF seinem Namen gerecht wird, oder nicht.

Mit dem chillisy® im kniehohen erfrischendem Meerwasser, legen die beiden den chillisy® auf’s Wasser, und schauen gespannt, was passiert…

Natürlich… gefüllt ist er mit EPS-Perlen, also Styropor. Haben Sie schon einmal gesehen, dass Styropor im Wasser untergeht? Nein? Wir auch nicht! Aber, was das Auge zuvor noch nie gesehen hat, dem traut man eben umso weniger – wie sagt man so schön: “Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.”

Erleichtert stellen sie fest: “Hurra, er schwimmt!” Aber ob er das auch noch macht,
wenn Isa sich gleich darauf setzen wird?
Vorsichtig und jeden einzelnen Muskel angespannt verharrt sie ein paar Sekunden in der Po-Position, um dann ganz vorsichtig und sanft rückwärts auf ihm Platz zu nehmen… Die innerliche und körperliche Anspannung verfliegt sekundenschnell wie im Flug, und wandelt sich in eine völlige Entspanntheit um, die ihr wiederum ein erleichtertes und fröhliches Lächeln ins Gesicht zaubert.

Ein unbeschreibliches Feeling, mit nichts vergleichbar! Die Tat ist vollbracht, der chillisy® WATERPROOF hat seine Wassertaufe bestanden, und wird seinem Namen gerecht.

Das zu 100% wasserdichte Innenkissen ist gefüllt mit 100% Polysterol, das das Schwimmen ermöglicht. Der wasserabweisende Überzug besteht aus hautfreundlichem Textil, 100% Acryl, das mit dem Öko-Tex Standard 100 ausgezeichnet worden ist, der mit einem wasserdichten Reißverschluss versehen ist.

Produziert wird jeder chillisy® in der Schweiz, also ein echter Schweizer.

Ein ganzes Jahr ist es nun her, dass der chillisy® WATERPROOF seine Wassertaufe nach einer drei-monatigen Testphase 2010 auf Mallorca bestanden hat und die Erfinder ihn stolz als Weltneuheit bezeichnen dürfen. Ein echter Schweizer eben mit einem Hauch von internationalem Flair: von der Innovation bis hin zur Produktion – SWISS MADE, der sogar jetzt seinen Weg zum chillisy® Exklusivhändler nach Marbella gefunden hat.

Joinbox der Briefkasten des digitalen Zeitalters

Das Schweizer Start-up Joinbox entwickelt aktuell einen Online-Dienst, der als Inbox für alle Nachrichten und Informationen aus sozialen Netzwerken, für E-Mails und für rss-News fungiert.

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Die fünf junge Unternehmer ( Fabian Jordi, Felix Steiner, Konrad Mazanowski, Michael van der Weg und Tobias Kneubühler ) aus der Region Bern und Solothurn wollen mit ihrer Online-Plattform Innovation Joinbox schon bald das Managen mehrerer E-Mail-Konten, Social-Media-Accounts wie bei Facebook, Xing oder LinkedIn und RSS-Feeds revolutionieren. Sie wollen Ordnung und Organisation in allen unseren Postfächern ermöglichen und was am wichtigsten ist einen Überblick. Da ich selbst sehr Aktiv mit meinen Social-Media-Accounts bin, weiss ich wie wichtig dieser Überblick ist.

joinbox startup

Aktuell arbeiten die fünf Jungunternehmer, an der Alpha-Version von Joinbox Plattform, die mit etwa 20 Usern erfolgreich getestet wird und welche auf Node.JS, einer Javascript-Engine aufgesetzt ist.
In den kommenden Monaten soll die Beta-Phase starten, die bis zirka Ende 2011 in einer offenen Beta münden wird. Danach soll ein fliessender Übergang zu Version 1.0 erfolgen. Ich bin mir sicher dass bald ein Business Angel, sein Vertrauen und ein Investment in das junge Sympathische Startup mit der guten Idee setzen wird.

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Die Optive Innovation für Archivierung und Dokumentenmanagement

Die Firma Optive GmbH ist ein Schweizer Unternehmen mit Sitz in Wängi.
Als Business Partner und Distributor setzt die Optive GmbH auf die innovativen Lösungen von ELO Digital Office. Die Optive GmbH beschäftigt sich ausschliesslich mit dem Thema Dokumentenmanagement (DMS), Archivierung und Workflow. Das Unternehmen verfügt über 30 eigene Schnittstellen zu verschiedenen ERP und CRM Systemen und kann dabei auf eine 11-jährige Erfahrung zurückgreifen. Die Optive GmbH bietet kompetente Beratung, Projektmanagement und Betreuung von A-Z. Flexible und kundenorientierte Lösungen werden individuell nach Kundenwunsch umgesetzt.

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Die Optive GmbH gewinnt mit der intracosmed ag wenige Wochen nach der Vorstellung ihres neuen Produkts, der ELO Schnittstelle für blue office®, den ersten Kunden. Die Intracosmed AG wird mit der Software der Optive GmbH ihre gesamte Archivierung und das Dokumentenmanagement realisieren.
Die intracosmed ag ist der führende Entwicklungs- und Produktionsdienstleister für hochwertige Kosmetikprodukte aus der Schweiz. Zu den Kunden zählen Schweizer Kosmetikbrands, die ihre Produkte weltweit vermarkten.

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Andreas Forrer, Geschäftsführer der Optive GmbH ist begeistert: „Ein toller Erfolg für unser Unternehmen. So kurz nach der Einführung können wir einen bedeutenden Kunden für unser Produkt die ELO Schnittstelle für blue office® hinzugewinnen. Jetzt zeigt sich, dass sich die Anstrengungen für die Produktentwicklung gelohnt haben.“
Mit der ELO Schnittstelle verbindet die Optive GmbH das von vielen Mittelständlern eingesetzte blue office® ERP Softwarepaket mit der Archivierungs- und Dokumentenmanagementlösung von ELO. ELO bedeutet Elektronischer Leitz Ordner und ist eine Ausgründung der Firma Louis Leitz, dem Erfinder der Ordner und zugehörigen Locher aus Stuttgart.

Die intracosmed ag ist ein Schweizer Familienunternehmen mit Sitz in Urnäsch. Das 1963 als Intrapharm GmbH und dann ab 1997 als intracosmed ag geführte Unternehmen entwickelt und produziert qualitativ hochstehende Private Label Produkte im Premium Segment der pflegenden Kosmetik für Brands, Retail und Direct Market. Als Full-Service-Dienstleister (von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt inkl. Dokumentation) hat sich die Firma in den letzten Jahren einen Namen gemacht und brilliert in erster Linie mit einem einzigartigen Service-Portfolio und extrem hoher Individualisierung. Alle Aktivitäten folgen einem Ziel: Höchste Qualität und Authenzität.

VirtaMed AG – die Innovative Simulation für Knieoperationen

Knieoperationen gehören zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Mit dem vom ETH Spin-off VirtaMed AG entwickelten Simulator können Ärzte jetzt die komplexen Operationen üben.

Rund vier Millionen Arthroskopien werden weltweit jährlich durchgeführt, schätzt die amerikanische Orthopaedic Society. Bei Männern zwischen 15 und 64 sowie bei Frauen zwischen 45 und 64 gehören die Eingriffe zu den häufigsten Operationen überhaupt. Entsprechend häufig wird operiert, meist per Arthroskopie. Bei der minimalinvasiven Methode führt der Chirurg durch einen kleinen Kanal das benötigte Werkzeug ein. Er beobachtet seine Aktionen mit Hilfe einer winzigen Kamera, die durch einen zweiten Kanal in das Innere des Knies gelangt.

Zusammenspiel von physischem Modell und Software-Simulation.

Zusammenspiel von physischem Modell und Software-Simulation.

Eingriffe an Gelenken sind nicht risikolos. Eine Studie der deutschen Krankenversicherung KKH Allianz kommt zum Schluss, dass in einem Viertel der untersuchten Spitäler die Komplikationsrate bei Hüft- und Knieoperationen bei über fünf Prozent liegt. Eine wichtige Ursache, so die Studie, ist mangelnde Erfahrung des behandelnden Chirurgen. Spitäler mit höheren Fallzahlen erreichen deutlich bessere Ergebnisse als der Durchschnitt.

Gerade für Nachwuchschirurgen ist es allerdings schwierig, die nötige Erfahrung zu sammeln. Bisher liessen sich Knieoperationen realitätsnah nur an Leichen üben. Diese stehen aber nicht im erforderlichen Mass zur Verfügung. Deswegen bleibt oft nichts anderes übrig, als bei vermeintlich einfachen Fällen am realen Patienten zu üben. Dies setzt junge Ärzte unnötig unter Druck und erhöht das Risiko für den Patienten.

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Stefan Tuchschmid, CEO des mit dem KTI-Start-up-Label ausgezeichneten ETH-Spin-offs VirtaMed AG, hat sich vorgenommen, die unbefriedigende Situation zu lösen. «Wir haben schon bei der Firmengründung 2007 einen Simulator für Arthroskopien geplant», sagt der Jungunternehmer. 2009, nach der Entwicklung von zwei leichter zu konstruierenden Simulatoren für Gebärmutterspiegelungen und Prostata-Operationen, ging er das Thema an (siehe ETH Life). Mit dem Institut für Bildverarbeitung der ETH Zürich, dem Universitätsspital Balgrist und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur fand er die idealen Partner für ein KTI-Projekt.

In nur zwei Jahren entwickelte das sechsköpfige Projektteam einen funktionsfähigen Prototypen. Er verblüfft nicht nur Laien. Als die VirtaMed den Prototypen des Simulators im Juni am Kongress der Schweizer Gesellschaft für Orthopädie in St. Gallen vorstellte, waren einige Kongressteilnehmer kaum mehr vom Simulator wegzubringen.

Der Prototyp besteht neben der Virtual Reality Software aus einem handelsüblichen PC und der Nachbildung eines menschlichen Knies aus Kunststoff. In das Knie können Chirurgen wie bei realen Arthroskopien eine kleine Videokamera und verschiedene Instrumente einführen. Auf dem Bildschirm sieht der Arzt vermeintlich das Bild, welches die Kamera aufnimmt. Doch zu sehen ist nicht das Innere des Kunststoffknies, sondern ein durch die Software simuliertes Bild eines Knies.

«Die Simulation ist wesentlich realitätsnaher, als es die Aufnahme des Modells wäre», erklärt Stefan Tuchschmid. Alle Elemente des Gelenks, von Knochen und Knorpeln über die Bänder bis zum Meniskus, tauchen auf dem Bildschirm auf und verhalten sich wie in der Realität. Der dünne Meniskus etwa zittert leicht, wenn der Chirurg ihn mit einem Instrument berührt.

Zudem wird der Nutzen durch strukturierte Trainingsprogramme gesteigert, bei denen der Chirurg spezifische Aufgaben erledigen muss. Dabei können wie bei realen Operationen jederzeit Komplikationen auftreten. Die Software überwacht die Aktionen des Arztes und erstellt eine Auswertung seiner Fähigkeiten.

«Die grösste Herausforderung bei der Entwicklung war, den notwendigen Rechenaufwand für die Simulation in Echtzeit zu begrenzen», erklärt ETH-Dozent Matthias Harders vom Institut für Bildbearbeitung, der das Projekt von der wissenschaftlichen Seite geleitet hat. Deformationen von weichen Materialien sind immer schwierig zu simulieren, deswegen finden sie auch zum Beispiel in Computerspielen kaum statt. Hinzu kommt die Komplexität des menschlichen Knies.

Der grundsätzliche Trick, mit dem die ETH-Wissenschaftler die Herausforderung meisterten, besteht in der Konzentration aufs Wesentliche: «Unser Programm rechnet nur dort, wo es auf dem Bildschirm zu Veränderungen kommt», erläutert Harders. Nach Abschluss des Projekts steht nun noch die Industrialisierung an. 2012 wird VirtaMed den Kniesimulator auf den Markt bringen. Dieser ist entsprechend der Häufigkeit von Knieoperationen gross. Stefan Tuchschmid schätzt ihn auf mehr als 80 Millionen Franken.

Hier geht es zu weiterern ETH Spin-offs.