venture 2012 – die Schweizer Gründer von morgen

venture 2012 ist eine Initiative von McKinsey & Company, Switzerland, der ETH Zürich, der Förderagentur für Innovation KTI und Knecht Holding. Im Rahmen eines gesamtschweizerischen Businessplan-Wettbewerbs werden Jungunternehmer aus der Schweiz bei der Gründung eines Unternehmens unterstützt. Damit soll – wie bereits bei »venture» 1998, 2000, 2002, 2004, 2006, 2008 und 2010 – ein Beitrag geleistet werden zur Förderung des Jungunternehmertums und zur Nutzung von brachliegendem Innovationspotenzial. Getragen wird der Wettbewerb von zahlreichen Unternehmen der Schweizer Wirtschaft.

venture 2012
Die Wettbewerbsteilnehmer werden durch Coaching bei der Entwicklung ihrer Businessidee und Erstellung ihres Businessplanes sowie bei der Suche nach geeigneten Partnern und notwendigem Kapital unterstützt. Darüber hinaus erhalten sie qualifiziertes Feedback von einem Jurorenteam. Die Jury (ca. 80 Personen) besteht aus zwei Gruppen: Unternehmer beurteilen den formalen und betriebswirtschaftlichen Inhalt, Investoren bewerten die finanzielle Attraktivität. Das Preisgeld für prämierte Geschäftsideen und Businesspläne beträgt insgesamt über 150’000 Franken.

Zur Unterstützung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden parallel diverse Veranstaltungen organisiert, z.B. die Vortragsreihe “Gründerwissen” sowie Businessplan-Workshops. Ausserdem wird umfangreiches Informationsmaterial angeboten, wie zum Beispiel das Businessplan-Handbuch “Planen, gründen, wachsen”.

Angesprochen sind angehende Jungunternehmer aus der Schweiz mit innovativen Geschäftsideen. Teilnahmeberechtigt sind Teams und Einzelpersonen. Die Zugehörigkeit zu einer schweizerischen Hochschule oder Fachhochschule ist nicht erforderlich.

»venture» ist unabhängig vom 2004 gegründeten venturelab Start-up Training, welches als nationales Programm der Förderagentur für Innovation KTI massgeschneiderte Ausbildungsmodule zur Sensibilisierung von Studierenden und zur individuellen Förderung von Startup-Projekten im Hightech-Umfeld durchführt. Auch ist »venture» unabhängig vom 2007 gegründeten venture kick, der als Initiative privater Geldgeber regelmässig Businessideen prämiert. Beide Veranstaltungen können parallel zum »venture» 2012 besucht werden.

Die Anforderungen: Geschäftsidee und Businessplan

Erarbeiten und Einreichen der Geschäftsideen in Form eines Executive Summary mit Schwerpunkt Kundennutzen und Markt. Die besten 10 Vorschläge werden jeweils mit 2’500 Franken prämiert.

Erarbeiten und Einreichen der Businesspläne. Die Autoren der besten Businesspläne werden zu einer Präsentation eingeladen. Insgesamt steht in dieser Phase ein Preisgeld von mindestens 125’000 Franken zur Verfügung; die beste Präsentation wird mit 60’000 Franken prämiert.

Mehr als nur Preise zu gewinnen

Neben den Preisgeldern (insgesamt 150’000 Franken) für die besonders Erfolgreichen garantiert »venture» 2012

Know-how: »venture» 2012 ermöglicht Ihnen den Zugang zu erfahrenen Coaches, die Sie bei der Erarbeitung Ihrer Geschäftsidee und Ihres Businessplans unterstützen.

Beziehungen: »venture» 2012 bietet Ihnen neue und nachhaltige Kontakte zu anderen Jungunternehmern, Investoren und Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und Forschung. Ein Sprungbrett in die Selbstständigkeit sozusagen.

Anerkennung: »venture» 2012 wird von den Medien umfangreich begleitet. Ein Preisgewinn verschafft Ihrer Geschäftsidee und Ihrem zukünftigen Unternehmen zusätzlichen Rückenwind.

Die Gewinnerinnen und Gewinner von venture leaders 2012

Nach einem neuen Bewerbungsrekord stehen die 20 Gewinner des venture leaders Programms fest: Die Firmengründer mit innovativen Ideen, die das Potential haben auch international erfolgreich zu sein, werden nun im Juni für zehn Tage nach Boston fliegen, um an einem Business-Development-Programm teilzunehmen. Zuvor wird sich das Team per Pitch-Präsentation am 15. Mai bei einem venture ideas Spezial-Event an der EPF Lausanne vorstellen.

Rund 100 Jungunternehmer/innen wollten sich auch dieses Jahr die Chance nicht entgehen lassen, als Teil der Schweizer Nationalmannschaft in die USA zu reisen. Nach zwei Tagen voller Präsentationen, hat die Fachjury nun die 20 neuen venture leaders bestimmt. Das Programm soll die Gewinner auf ihrem Weg zum unternehmerischen und geschäftlichen Wachstum vorbereiten und sie vor allem beim internationalen Markteintritt unterstützen.

venture leaders

Karrierekick für zukünftiges Finanzierungsglück Dass venture leaders – das Programm-Highlight von venturelab, dem nationalen Startup-Training der Kommission für Technik und Innovation KTI – Früchte trägt, beweist u.a. die Tatsache, dass sich bis heute ein grosser Teil der Teilnehmer aus dem letzten Jahr eine Finanzierung sichern konnte. Ausserdem befinden sich 58 frühere venture leaders in dem aktuellen TOP 100 Ranking der besten Schweizer Startups. Viele bekannte Erfolgs-Startups wie Doodle, Poken, Dacuda und HouseTrip profitierten in der Vergangenheit von dem Programm, und auch HouseTrip-Gründer und CEO Arnaud Bertrand kann nur bestätigen: «venture leaders war mit die beste Erfahrungen, die ich bisher in meinem Unternehmerleben machen konnte. Wir konnten in den USA wichtige Kontakte knüpfen und sind so an einen unserer ersten Investoren gekommen.»

Startups mit Top-Niveau auf internationalem Parkett Jordi Montserrat, verantwortlich für die Gesamtleitung von venturelab in der Romandie: «Die Schweiz zählt zu den innovativsten Ländern der Welt. Unsere Startup Nationalmannschaft ist ein Beispiel, wie in der Schweiz ansässige Jungunternehmer diese Innovation in globales Unternehmertum verwandeln. Dabei wollen wir den venture leaders den amerikanischen Unternehmergeist, das starke US-Netzwerk für die Business-Entwicklung und alles Nötige mitgeben, um ihr zukünftiges Wachstum zu meistern.» An der Reise im Gegenwert von 10’000 Franken je Teilnehmer ist auch Swissnex Boston und Ernst & Young im Rahmen des «Entrepreneur of the Year» Programms beteiligt. Am venture ideas Spezialevent an der EPFL, an dem die Teams ihre Projekte präsentieren werden, wird auch Arnaud Bertrand seine Erfahrungen, die er beim Aufbau seines Startups von Weltruf gemacht hat, mit den Besuchern teilen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner von venture leaders 2012:

Tobias Häckermann, Agilentia AG, ICT (www.agilentia.ch)
Agilentia entwickelt Software zur Unterstützung der Unternehmensführung, wie z.B. die neue Aktionärsplattform «onlineGV».

Simon Summermatter, Ampard AG, Cleantech (www.ampard.com)
Ampard entwickelt mit ihrem Produkt Arling ein Steuerungs- und Asset-Managementsystem für dezentrale Stromspeicher.

Christian Fischer, BComp GmbH, Cleantech (www.bcomp.ch)
Bcomp entwickelt und verkauft hochwertige Halbfabrikate aus Naturfaserverbundwerkstoffen mit höchster Wertigkeit.

Jochen Kinter, Biotechnostics, Biotech (noch keine Webseite verfügbar)
Biotechnostics entwickelt molekulardiagnostische Tests für eine genauere Diagnose und bessere Therapiewahl mit dem Hinblick auf personalisierte Medizin.

Denis Harscoat, DidThis, ICT (www.didth.is)
DidThis ist eine Plattform auf der Aktionen präsentiert oder visualisiert werden können, die andere Menschen auf der Welt inspirieren.

Thibaut Weise, faceshift, ICT (www.faceshift.com)
Mit faceshift können Gesichtsanimationen erstellt werden, die als innovatives Kommunikationsmittel in virtuellen Welten oder sozialen Netzwerken verwendet werden.

Timo Hafner, Gastros AG, Electronics (www.gastros.ch)
Das energiesparende Warmhalte-System InductWarm® von Gastros besteht aus einem Tisch mit induktiven Wärmeelementen aus speziell beschichtetem Porzellan für das Buffet.

Shigs Amemiya, iMusician Digital AG, ICT (www.iMusicianDigital.com)
iMusician Digital ist ein digitaler Vertriebskanal für unabhängige Bands und Musiker (mit oder ohne Label) mit dem Zugang zu rund 200 Online-Musik-Stores.

Szymon Kostrzewski, KB Medical, Medtech (noch keine Webseite verfügbar)
KB Medical kommerzialisiert einen Chirurgie-Roboter für Wirbelsäuleneingriffe, der mit höchster Präzision arbeitet und die Patientenrisiken wie auch die Spitalkosten senkt.

Yann Tissot, L.E.S.S – Light Efficient Systems, ICT (www.less-optics.com)
Die nanostrukturierte Wellenleiter-Technik von L.E.S.S reduziert den Stromverbrauch bei
tragbaren Elektro-Geräten und sorgt zusätzlich für mehr Leistung.

Chad Brokopp, Mabimmune Diagnostics AG, Medtech (www.mabimmune.com)
Mabimmune zielt darauf ab, Herzinfarkte und Schlaganfälle durch eine frühzeitige Diagnose und gezieltere Behandlung, zu verhindern.

Elia Palme, Newscron, ICT (www.newscron.com) Newscron ist ein iPhone/Android App, das als News-Aggregator Nachrichten aus Zeitung Hilfe von praktischer Features zur Verfügung stellt.

Elodie Dahan, OsmoTech, Cleantech (noch keine Webseite verfügbar) OsmoTech bietet der Industrie eine zukunftsfähige und profitable Lösung um Strom aus Niedrigtemperaturwärme zu erzeugen.

Davor Kosanic, SamanTree Technologies, Medtech (noch keine Webseite verfügbar) SamanTree Technologies entwickelt ein endoskopisches Mikroskop, das Ärzten histopathologische Einblicke in lebendes Gewebe ermöglicht.

Christoph Barmet, Skope Magnetic Resonance Technologies LLC GmbH, Medtech (www.skope.ch) Skope stellt Messinstrumente her, die bei der Kernspintomographie zum Einsatz kommen, um die Systeme leistungsfähiger und kosteneffizienter zu machen.

Patrik Elsa, Socential AG, ICT (www.sosense.org)
Die Socential AG unterstützt und fördert durch die Online-Plattform sosense.org soziales Unternehmertum, indem sie Firmen eine Präsentationsfläche und Gönnern die Möglichkeit zum Spenden gibt.

Viktor Calabró, STAFF FINDER GmbH, Business Services (www.staff-finder.jobs)
STAFF FINDER unterhält eine Internet-Plattform, über die kurzfristige und kurzzeitige Arbeitseinsätze besonders effizient abgewickelt werden können.

Emile de Rijk, SWISSto12 Sàrl, Electronics (www.swissto12.ch)
SWISSto12 ist auf dem Weg der international führende Hersteller und Anbieter von Komponenten und Systemen für die Terahertz-Datenübertragung zu werden.

Patrick Nef, TransCure Biosciences Holding SA, Biotech (www.transcurebiosciences.com)
TransCure Biosciences bietet ein HIV-Maus-Modell, um dafür eine Strategie zur Heilung von HIV / AIDS und Krebs zu entwickeln.

Madiha Derouazi, Vector LifeSciences SA, Biotech (www.vectorlifescience.com)
Vector LifeSciences SA beschäftigt sich mit der Entwicklung von zielgerichteten Therapien in der Onkologie.

Über venturelab
venturelab_logo

venturelab ist das kostenlose Startup-Training der Kommission für Technologie und Innovation KTI. Das Angebot trägt verschiedenen Bedürfnissen Rechnung und reicht von Motivationsevents für Startup-Interessierte über Semesterkurse für Hochschulangehörige bis zu intensiven Strategie-Workshops für Hightech-Startups. Einzigartig an allen Ausbildungsmodulen ist die unmittelbare Praxis-Relevanz: Die Startups werden von erfahrenen Unternehmern als Trainer begleitet. Das garantiert, dass das vermittelte Know-how im Startup-Alltag direkt umgesetzt werden kann. Seit der Lancierung im Mai 2004 hat venturelab haben rund 20’000 Hochschulangehörige und innovative Unternehmer/innen in allen Landesteilen der Schweiz durch das venturelab-Training profitiert.

ProjektStarter – die neue Schweizer Crowd-Funding-Plattform

Viele gute Ideen und Projekte erblicken nie das Licht der Umsetzung, bloss weil es an den nötigen Mitteln fehlt. Die neue Crowd-Funding-Plattform ProjektStarter.ch schafft diesen Missstand aus der Welt: Hier können kreative Köpfe ihr Projekt einer breiten Masse vorstellen und sich finanziell unterstützen lassen. Hier treffen kreative Projekte auf begeisterte Zustupfer. Projekte aus der Welt von Film, Theater, Design, Fotografie, Literatur… usw.

projektstarter
Der Name ProjektStarter beschreibt die Funktion der neuen Crowd-Funding-Plattform bereits genügend: Hier haben Filmschaffende, Theaterleute, Künstler, Designer und alle anderen kreativen Köpfe Gelegenheit, ihre Idee einer breiten Masse vorzustellen (the crowd) und sich von dieser finanziell unterstützen zu lassen (the funding).

Durch dieses Konzept der Community-Starthilfe ist es möglich, dass viele Ideen, deren Urheber sie mitunter seit vielen Jahren in Kopf und Herz herumtragen, endlich das Licht der Welt erblicken können.
projektsstarter platform

«Als Kreative wissen wir selbst, wie sehr man an seinen Ideen hängt – und wie sehr es einen betrübt, wenn sie sich aus Zeit- oder Geldgründen nicht umsetzen lassen», erklärt Lukas Wullimann den Gedanken hinter seiner Crowdfunding-Plattform. «Weil es aber wirklich viele tolle Geistesblitze gibt, möchten wir diesen Geburtshilfe leisten.»

Jedermann kann sein kreatives Projekt auf dem ProjektStarter einstellen, mit Videos, Bildern sowie einer ausführlichen Beschreibung – und zugleich die Kosten angeben, die er für die Realisierung prognostiziert.

Mit der Live-Schaltung heute sind nun die bereits eingestellten Projekte sichtbar, und die Nutzer-Community kann diese unterstützen, auch mit ganz kleinen Beträgen; «Zustupf» genannt. Jeder Unterstützer erhält eine Gegenleistung für seinen Zustupf; beispielsweise eine Eintrittskarte für ein unterstütztes Filmprojekt.

Der Clou dabei ist: Erst wenn der nötige Betrag zusammengekommen ist, wird er auch von den Unterstützern eingezogen. Erzielt ein Projekt nicht 100 Prozent (oder mehr) der angestrebten Kosten, wird es nicht unterstützt.

«Wir sind zuversichtlich, dass mit dem ProjektStarter.ch viele wirklich gute Ideen aus der Schweiz, die sonst für immer in der Schublade liegen bleiben würden, umgesetzt werden können», sagt Lukas Wullimann.

Das UNternehmen hat seinen Sitz in dem Schweizer Oberdorf,

connex.io und der Schweizer Internet Startup Cluster

Mit der Finanzierung des ambitionierten Adressbuch-Optimierers connex.io dokumentieren bekannte Schweizer Internet-Gründer, wie sie Europas Top3 Web Startup Cluster massgeblich selbst aufbauen.

connexio
Am 1. connex.io Medien & CEO Roundtable diskutierten drei Dutzend führende Internet-Start-ups, Mehrfach-Gründer, Supporter und Medien im Showroom eines Schokoladekonzerns die Fortschritte des Internet Startup Clusters Schweiz. Zur Einstimmung präsentierte connex.io CEO Marcus Kuhn (27) seine exemplarische Gründungsstory: Schweizer Ökonom trifft 2009 in Singapur auf turkmenischen Entwickler. Die Zwei entwickeln Idee und Prototyp für ein wirklich intelligentes Adressbuch-Tool connex.io mit dem Versprechen „duplikatfrei, vollständig, aktuell“, nutzen intensiv die vom Institut für Jungunternehmer IFJ blendend vernetzte Schweizer Support-Szene, beziehen Bürogemeinschaft mit Taxi-App-Startup Cabtus im Technopark Zürich, gewinnen zum Launch Ende 2011 führende Schweizer Mehrfach-Gründer als Investoren und verstärken nun ihr Team für den Marktaufbau Schritt für Schritt in Ost und West von Odessa bis zum Valley.

Erfolgsgründer von heute finanzieren Startups von morgen
Die am connex.io Roundtable versammelten Teilnehmer der Szene dokumentierten einen Web Startup Cluster Schweiz als lebendige Realität. Alle sind per Du und tauschten sich angeregt aus: IFJ- und Venturekick-Gründer Beat Schillig, Technopark-CEO Henning Grossmann, ICT-Redakteure führender Medien, Gründer junger Startups sowie Mehrfach-Gründer bzw. Investoren von erfolgreichen Schweizer iStartups wie Wuala, Jobs.ch, Borsalino.ch, DeinDeal, Procedural, Supertext oder XING. Aus diesem Kreis gewann connex.io Gründer Kuhn Ende 2011 Aktionäre für die erste Finanzierungsrunde.

Topvernetzte Schweizer Venture-Szene
Zuvor hatte connex.io die öffentlichen Startup-Supportangebote rege genutzt, insbesondere das Trainingsprogramm Venturelab, organisiert vom IFJ und finanziert von der staatlichen Innovationsförderung CTI, sowie Venturekick, die von privaten Stiftungen getragene Seedfinanzierung. Nicolas Berg, Mehrfachgründer und Partner beim Frühphasen-Venturefonds Redalpine, erklärt dazu: „Die relevanten Gründer und Seed-Investoren treffen heute dank IFJ und CTI als Trainer, Coaches und Jurymitglieder sehr früh auf künftige Gründer und ihre Ideen.“ Deshalb funktioniere laut Berg die Businessplan-Entwicklung, Teambildung und Startup-Finanzierung im Web Startup Cluster Schweiz heute so gut, wie dies noch vor sieben Jahren erst in den früher gewachsenen Clustern wie Silicon Valley oder London möglich gewesen wäre.

Neun Erfolgsfaktoren für Startup Cluster
Ein echter Startup-Cluster erfordert folgende Erfolgsfaktoren vor Ort auf engem Raum:
1. Ein Dutzend international erfolgreiche Startup-Unternehmer als Rollenmodell
2. Mehrere Dutzend erfolgreiche Investoren von Frühphasen-Risikokapital
3. Internationale-Top-10-Universität für entsprechenden Sektor
4. Flexibler Arbeitsmarkt für Unternehmer, Manager und Spezialisten (z.B. hoher Anteil hoch qualifizierter Immigranten an Unis und im Markt)
5. Lebendiges Ökosystem für Ausbildung und Coaching (z.B. venturelab, CTI, usw.)
6. Unbürokratische und hinreichende Forschungsförderung (z.B. CTI, Nationalfonds)
7. Lokale ältere Sektor-Unternehmen für Kooperationen und Exits
8. Rahmenbedingungen, Infrastruktur und Image
9. Attraktiver Heimmarkt als Startpunkt für globale Expansion

In Europas Venture-Szene sieht man nach obigen Erfolgskriterien die Schweiz nach London und Berlin bereits auf Rang 3 der europäischen Internet Startup Cluster.

Über connex.io
Das Startup connex.io wurde im Januar 2010 von den beiden Co-Founder, dem Schweizer Marcus Kuhn (CEO, 27) und dem Turkmenen Ata Hezretkuliyev (CTO, 22), gegründet. Ende 2011 stiess die Österreicherin Nina Vutk (CMO, 33) zum connex.io Team hinzu.

Problem
Kontaktdaten werden heute auf unterschiedlichen Endgeräten, Online-Plattformen und Applikationen erfasst. Dabei kommt es zu Duplikaten, unvollständigen oder nicht mehr aktuellen Daten in den unterschiedlichen Adressbüchern – kurz: es entsteht ein Chaos.

Problemlösung, Produkt und Preis
Das Online-Adressbuchtool connex.io hilft Usern dabei, ihre Kontakte einfach und intuitiv zu verwalten, indem die Kontakte unterschiedlicher Plattformen, sozialer Netzwerke und Applikationen in ein

* komplettes
* duplikatfreies und
* stets aktuelles

persönliches Adressbuch zusammengeführt werden. Das bedeutet: Der User muss sich nicht mehr um die Verwaltung seiner Kontaktdaten kümmern – diese Arbeit übernimmt nun connex.io automatisch.

Das Preismodell von connex.io beruht auf Free-trial. Das heisst, die User können connex.io 60 Tage kostenlos testen, um sich vom Service zu überzeugen und ihre Kontaktdaten zu optimieren, bevor sie sich für ein Abo zu $5 pro Monat oder $50 pro Jahr entscheiden.

Technologie

Die von connex.io entwickelte Technologie löst zwei Schlüsselherausforderungen erfolgreich:

1. Das plattformunabhängige connex.io Contact Syncing Protocol (CCSP) ersetzt den alten Standard SyncML, der wegen grundsätzlicher Schwächen keine fehlerfreie Synchronisation erlaubt.

2. connex.io nutzt einen intelligenten, selbst lernenden Merge-Algorithmus, der die Kontakte, welche dieselbe Person beschreiben, mit hoher Präzision automatisch zusammenführt.

Details zur Technologie von connex.io sind in folgendem connex.io Blog Post beschrieben:

Risikokapital für Schweizer Unternehmen Biognosys

Biognosys AG eine Proteomik-Pionierin, erhält Risikokapital von erfahrenen Investoren, darunter Syngenta Ventures. Biognosys AG kann als erstes Unternehmen jedes Protein in biologischen Proben exakt und schnell messen. Dies eröffnet völlig neue Chancen für präzisere Diagnosen, personalisierte Medizin und intelligenten Pflanzenschutz.

BIOgnoSYS_startup

Biognosys AG, die 2008 aus der ETH Zürich ausgegründete Pionierin für für personalisierte Protein-Analyste mittels Massenspektrometrie, meldete heute den Abschluss einer Series A Finanzierungsrunde von 2.7 Millionen Schweizerfranken mit erfahrenen Risikokapitalgebern. An der Runde beteiligten sich Hellmut Kirchner, 1983 Mitgründer des ersten deutschen Venturefonds TVM, Redalpine Capital I, welche 2009 die Seedrunde anführte, ZKB start-up finance, der Venturearm der Zürcher Kantonalbank, einige Privatinvestoren und Syngenta Ventures, die Corporate Venture Einheit des Agro-Chemie-Konzerns Syngenta. Ignacio Martinez wird Syngenta Ventures in Biognosys‘ Aufsichtsrat vertreten. Ebenfalls dort Einsitz nehmen Hellmut Kirchner und Harry Welten, der bereits in mehreren Börsen notierten Biotech- und Pharmaunternehmen als Finanzchef gedient hat.

„Der Abschluss dieser Finanzierungsrunde widerspiegelt das Vetrauen ins Biognosys Team und unsere Targeted-Proteomics-Technologie,“ sagt Biognosys CEO Oliver Rinner. „Syngenta Ventures und die weiteren neuen Investoren sind eine grossartige Bereicherung für unser Unternehmen. Mit dem Abschluss der Series A Runde sind wir für die nächste Wachstumsphase finanziell bestens gerüstet.“

biognosysy swiss
Personalisierte Medizin bis intelligenter Pflanzenschutz
Biognosys bietet eine Technologieplattform für Diagnostik-, Pharma-, Biotech- und Medizinaltechnik-Firmen. 2010 hat das ETH Spin-off für seine Targeted-Proteomics-Plattform zur Identifizierung und Messung von Proteinen bereits renommierte Kunden gewonnen wie Novartis, Pfizer, Integrated Diagnostics und Philips. Seit kurzem erforscht Biognosys auch mögliche Anwendungen im Bereich intelligenter Pflanzenschutz.

Biognosys AG wurde 2008 aus der ETH Zürich ausgegründet von den ETH Forschern Johan Malmström, Oliver Rinner, Philipp Antoni und Prof Ruedi Aebersold, der den wissenschaftlichen Beirat des Spin-offs präsidiert. 2010 hat das Team zur sensationellen Entschlüsselung des kompletten humanen Proteoms beigetragen und sich die Kommerzialisierungsrechte gesichert. Biognosys ist führend in der massenspektrometrischen Proteinmessung. Ihre Plattform der 2. Generation für personalisierte Proteomik, so genanntes scheduled multiple reaction monitoring (MRM), kann Proteine jedes Organismus bei unterschiedlichen Bedingungen auf einer Multiplex Skala quantifizieren und hat das Potenzial, alle Life Science Bereiche zu revolutionieren. Biognosys bietet Technologietransfer, Forschungszusammenarbeit und Tools für Forscher, die tiefere Kosten und bessere Produkte anstreben.

investiere.ch finanziert Nanotech-Start-up nanotion

Die Start-up-Investitionsplattform investiere.ch und das Start-up Nanotion AG melden den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde über CHF 1,2 Millionen.

Das ETH-Zürich Spin-off Nanotion AG ist das erste Unternehmen weltweit, das eine innovative Technologie entwickelt hat, welche Nano-Partikel in flüssigen Medien vollständig charakterisieren kann. Mit Hilfe dieser Technologie ist es erstmals möglich, die Qualität und Sicherheit von Konsumgütern mit Nanopartikeln sicherzustellen und gleichzeitig den Produktionsprozess zu optimieren. nanotion bietet bereits Analyse-Dienstleistungen an und plant nun portable Analysegeräte herzustellen und zu vertreiben.

nanotion hat seine Finanzierungsrunde über die Plattform investiere.ch durchgeführt. investiere bringt private Anleger und Start-up-Unternehmer zusammen und moderiert den Investitionsprozess. nanotion konnte auf die grosse Venture-Capital-Erfahrung des investiere-Teams zurückgreifen. Dies ermöglichte nanotion, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren – die Weiterentwicklung ihrer Technologie und die Durchführung von Analyse-Dienstleistungen für mehrere Schweizer Industriekunden.

nanotion startup
«Die starke Kombination von technischem Fachwissen und Geschäftsinn des nanotion-Teams hat uns von Anfang an überzeugt. Das Team konnte ausserdem einen Industrie-erfahrenen Lead-Investor an Bord holen,» sagt Laura Regazzoni, geschäftsführende Partnerin von investiere. «Nanotechnologie entwickelt sich zur Zeit zu einer der bedeutendsten Fortschritts-Faktoren in vielen Industriezweigen und ist aus dem heutigen Alltag kaum noch wegzudenken. nanotion ist an der Spitze dieser Entwicklung und erlaubt als erstes Unternehmen die Messung von Nanopartikeln direkt im industriellen Herstellungsprozess.»

Das hohe Interesse der Investoren ist ein starkes Anzeichen für die Aktualität der Technologie von nanotion und macht nanotions Finanzierungsrunde zu einer der bislang beliebtesten auf investiere. In der Vergangenheit konnte investiere bereits mit vergleichbar grossem Interesse Attolight, ein weiteres Nanotech-Startup mitfinanzieren.

«Wir sind mit diesem starken Vertrauensbeweis von unserer grossen Anzahl an Investoren sehr zufrieden,» unterstreicht nanotion-Geschäftsführer Christopher Latkoczy. «Der Abschluss dieser Finanzierungsrunde ist ein wichtiger Meilenstein für unser Unternehmen. Dank der kompetenten und engagierten Unterstützung von investiere konnten wir uns weitgehend auf die Entwicklung unseres Vorserien-Produktes konzentrieren. Nun erweitern wir das Team, um nanotion im wachsenden Nano-Markt zu positionieren. Nanotechnologie ist für die Zukunft von entscheidender Bedeutung und wir sind Stolz, ein Teil dieser Entwicklung zu sein.»

investieres Qualitätsanspruch in der Selektion zahlt sich offenbar aus: Neben dem Medtech Startup Qvanteq ist nanotion bereits das zweite investiere-Start-up welches nun für den ZKB Pionierpreis 2012 nominiert ist.

Über Verve Capital Partners AG und investiere.ch

investiere ch logo

Die Verve Capital Partners AG, mit Domizil in Zug (Schweiz) wurde 2007 gegründet. Mit dem Ziel innovative Finanzierungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen lancierte Verve Capital Partners im Februar 2010 investiere.ch über welche wir bereits hier im Land der Erfinder – Das Schweizer Magazin für Innovationen berichtet haben. Mit dieser Plattform wurde der bis dato isolierte und intransparente Markt für innovative Schweizer Start-up-Unternehmen für eine breite Investorenschaft geöffnet.

Im Gegensatz zu „Crowdfunding“-Firmen ist investiere ein Hybridmodell, welches etablierte Praktiken der traditionellen Venture-Capital-Branche mit Elementen von e-Finance und sozialen Medien kombiniert.
Alle auf der Plattform präsentierten Start-ups durchlaufen vorab einen sorgfältigen und strengen Prüfungsprozess. Investoren können sich so auf die Wahl des Start-ups Ihres Interesses konzentrieren.

Schweizer Proteomik-Leader Biognosys

Biognosys, ETH Ausgründung und Proteomik-Pionierin, erhält Risikokapital von erfahrenen Investoren, darunter Syngenta Ventures. Biognosys kann als erstes Unternehmen jedes Protein in biologischen Proben exakt und schnell messen. Dies eröffnet völlig neue Chancen für präzisere Diagnosen, personalisierte Medizin und intelligenten Pflanzenschutz.

Biognosys AG, die 2008 aus der ETH Zürich ausgegründete Pionierin für für personalisierte Protein-Analyste mittels Massenspektrometrie, meldete heute den Abschluss einer Series A Finanzierungsrunde von 2.7 Millionen Schweizerfranken mit erfahrenen Risikokapitalgebern. An der Runde beteiligten sich Hellmut Kirchner, 1983 Mitgründer des ersten deutschen Venturefonds TVM, Redalpine Capital I, welche 2009 die Seedrunde anführte, ZKB start-up finance, der Venturearm der Zürcher Kantonalbank, einige Privatinvestoren und Syngenta Ventures, die Corporate Venture Einheit des Agro-Chemie-Konzerns Syngenta. Ignacio Martinez wird Syngenta Ventures in Biognosys‘ Aufsichtsrat vertreten. Ebenfalls dort Einsitz nehmen Hellmut Kirchner und Harry Welten, der bereits in mehreren Börsen notierten Biotech- und Pharmaunternehmen als Finanzchef gedient hat.

BIOgnoSYS_startup

„Der Abschluss dieser Finanzierungsrunde widerspiegelt das Vetrauen ins Biognosys Team und unsere Targeted-Proteomics-Technologie,“ sagt Biognosys CEO Oliver Rinner. „Syngenta Ventures und die weiteren neuen Investoren sind eine grossartige Bereicherung für unser Unternehmen. Mit dem Abschluss der Series A Runde sind wir für die nächste Wachstumsphase finanziell bestens gerüstet.“

Personalisierte Medizin bis intelligenter Pflanzenschutz
Biognosys bietet eine Technologieplattform für Diagnostik-, Pharma-, Biotech- und Medizinaltechnik-Firmen. 2010 hat das ETH Spin-off für seine Targeted-Proteomics-Plattform zur Identifizierung und Messung von Proteinen bereits renommierte Kunden gewonnen wie Novartis, Pfizer, Integrated Diagnostics und Philips. Seit kurzem erforscht Biognosys auch mögliche Anwendungen im Bereich intelligenter Pflanzenschutz.

BIOgnoSYS

Biognosys AG wurde 2008 aus der ETH Zürich ausgegründet von den ETH Forschern Johan Malmström, Oliver Rinner, Philipp Antoni und Prof Ruedi Aebersold, der den wissenschaftlichen Beirat des Spin-offs präsidiert. 2010 hat das Team zur sensationellen Entschlüsselung des kompletten humanen Proteoms beigetragen und sich die Kommerzialisierungsrechte gesichert. Biognosys ist führend in der massenspektrometrischen Proteinmessung. Ihre Plattform der 2. Generation für personalisierte Proteomik, so genanntes scheduled multiple reaction monitoring (MRM), kann Proteine jedes Organismus bei unterschiedlichen Bedingungen auf einer Multiplex Skala quantifizieren und hat das Potenzial, alle Life Science Bereiche zu revolutionieren. Biognosys bietet Technologietransfer, Forschungszusammenarbeit und Tools für Forscher, die tiefere Kosten und bessere Produkte anstreben.

Venture Incubator – der Turbomotor der Schweizer Startups

Vor zehn Jahren gründeten zehn namhafte Unternehmen mit jeweils zehn Mio. Franken Einlage den Venture Incubator, unter der Gesellschaft VI Partners AG um junge Unternehmen finanziell zu unterstützen. Denn allein eine gute Idee zu haben garantiert noch lange keinen Erfolg.

venture incubator startup

In den 90er-Jahren hatten die Consultingfirma McKinsey, deren Direktor Knecht zu diesem Zeitpunkt war, und die ETH Zürich einen Businessplan-Wettbewerb für Ideen aus dem Hochschulbereich ausgeschrieben. «Venture» war ein Erfolg. Doch bei einem Vergleich von erfolgreichen Start-up-Unternehmen in der Schweiz und in den USA fiel Knecht auf, dass Schweizer Firmen trotz guter Ideen in der Umsetzungsphase schlechter abschnitten. Bei eingehenden Analysen zeigte sich, dass die Start-ups in der Schweiz fünf Mal langsamer wuchsen, weniger neue Leute einstellten und dass es zu lange dauerte, bis sie ein Produkt auf dem Markt hatten. Die Ursachen waren schnell gefunden: Die Unternehmen hatten für die Startphase ihrer jungen Unternehmen zu wenig Kapital und zu wenig Zugriff auf praktisches Know-how aus der Wirtschaft. Thomas Knecht entwickelte die Idee einer Investmentgesellschaft, die «Geld und Geist» für junge Unternehmen zur Verfügung stellen sollte. Der Name war Programm: «Venture Incubator», in Anlehnung an den Brutkasten, der auch Menschen in einer ersten schwierigen Lebensphase hilft.

venture incubator

Zusammen mit der ETH Zürich als Gründungsmitglied überzeugte er zehn namhafte Schweizer Firmen, jeweils zehn Mio. Franken für zehn Jahre in einen Fonds einzubringen. Neben ABB, Hilti, Schindler, Sulzer waren dies Nestlé, Novartis, Suva und die Banken CS, Pictet und ZKB. «Doch dies war kein gewöhnlicher Fonds, da sich die zehn Gesellschafter aktiv mit ihrem Fach-Know-how daran beteiligen», betont Thomas Knecht. Der Gründer hatte zunächst mit vielen Hürden zu kämpfen, da es anfänglich hiess, der Fonds sei zu risikoreich. Weil in die Bereiche Technologie, Material Science, Life Science und Informations- und Kommunikationstechnologie investiert wurde, war der Fonds so breit abgestützt, dass sich das Risiko minimierte.

Heute, zehn Jahre später, hat sich die Idee als erfolgreiches Investment herausgestellt: Seit dem Jahr 2000 hat Venture Incubator 117 Mio. Schweizer Franken in ein Portfolio von 35 Jungunternehmen investiert und so rund 750 Arbeitsplätze geschaffen. Durch den Weiterverkauf einiger der unterstützten Unternehmen wurden 59 Mio. Franken erwirtschaftet. Zurzeit werden 24 Unternehmen unterstützt. «Durch den Venture Incubator haben wir den Investitionsplatz Schweiz weitergebracht», sagt Knecht, «doch wir sind noch nicht am Ziel. Erst wenn es im Silicon Valley heisst: Geh doch in die Schweiz, dort gibt es ausreichend Risikokapital, dann haben wir unser Ziel erreicht.»

Als Vertreter einer der am Fonds beteiligten Firmen skizzierte Hubertus von Grünberg, Verwaltungsratspräsident ABB Schweiz, laut p-p-plus die Bedeutung von Innovationen für die Schweizer Wirtschaft. Eine Voraussetzung, um neue Ideen umsetzen zu können, sind gute Mitarbeitende, die Innovationen wagen. «Ein guter Ingenieur brennt für die Idee.» Doch genauso wichtig ist es seiner Ansicht nach, dass die Führung den Entwicklern Vertrauen schenkt und keine Einschränkungen macht. «Innovationen brauchen Freiheit», so sein Credo. Doch eine neue Idee sei an sich noch kein Garant für wirtschaftlichen Erfolg. Es brauche in jedem Unternehmen auch Filter, die dem Management klar sagen, wenn ein Produkt noch nicht marktreif sei. Erst wenn diese beiden Voraussetzungen gegeben seien – Freiheit bei der Ideenfindung und Filter, die eine Idee kritisch hinterfragen – sei ein Erfolg möglich. Die Schweiz biete ein ausgezeichnetes Umfeld für Innovationen und habe auch «exzellente Filter», um Innovationen einzuschätzen. «Ich kenne kein Land, wo der Staat so privat ist. Hier wird von jung auf gelernt, für sich selbst zu sorgen.»

Für Pius Baschera, Verwaltungsratspräsident von Venture Incubator und ETH-Professor für Unternehmensführung, macht der Zusammenschluss von Industrieunternehmen, Banken, einer weltweit renommierten technisch-naturwissenschaftlichen Hochschule und einer international tätigen Beratungsgesellschaft den Fonds zu einem einzigartigen Modell in der Venture-Capital-Szene. Seiner Ansicht nach warten in den Hochschulen «noch viele Ideen darauf, mit Startkapital gefördert zu werden». Doch nicht nur die Förderung durch Venture Incubator selbst habe den Firmen geholfen. Durch diese Partnerschaft seien auch andere Investoren auf die Firmen aufmerksam geworden. Für jede 100 Franken, die Venture Incubator eingesetzt hat, wurden weitere 500 Franken von anderen Venture-Kapitalgebern generiert. Dank diesem Erfolg konnte Pius Baschera verkünden, dass die beteiligten Investoren und Institutionen beschlossen haben, den auf zehn Jahre beschränkten Fonds in ein unbeschränktes Engagement zu überführen. Somit ist sichergestellt, dass auch weiterhin Jungunternehmer mit Risikokapital ausgestattet werden.

ETH-Präsident Ralph Eichler bedankte sich bei den zehn beteiligten Unternehmen für die finanzielle und ideelle Unterstützung. «Ihr zehnjähriges Engagement hat sich ausgezahlt. Untersuchungen zeigen, dass Firmen mit Venture-Kapital erfolgreicher sind als andere.» Auch seien die jungen Firmen ein Katalysator für den Wissens- und Technologietransfer von der Hochschule in die Wirtschaft.

Schweizer Gründerpreis 2011

Die Solothurner W.A. de Vigier Stiftung hat die Jungunternehmen Abionic, GetYourGuide, Malcisbo , Skybotix und ViSSee mit dem Gründerpreis 2011 ausgezeichnet, der mit je 100 000 Franken dotiert ist. Alle Gewinner, wie auch alle Nominierten, konnten in der Vergangenheit von dem Startup-Programm Venturelab profitieren.

Mit Spannung verfolgten über 200 Unternehmerinnen und Unternehmer, Investoren und Förderer von Jungfirmen die diesjährige Preisverleihung der W.A. de Vigier Stiftung. Der 1989 erstmals verliehene Gründerpreis ist die höchstdotierte und bedeutendste Auszeichnung für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer in der Schweiz. Die Firmengründer erhalten nicht nur jeweils 100 000 Franken à fonds perdu, sondern profitieren auch von der langfristigen Begleitung durch den Stiftungsrat, dessen Präsident der Basler Unternehmer Moritz Suter ist.

Hightech, Biotechnologie und Internet
Preisgekrönt wurden fünf Firmen. Mit dabei der ETH-Spin-off Malcisbo, der einen praxistauglichen Impfstoff gegen ein für Menschen schädliches Bakterium entwickelt, welches Masthühner befällt. Mit einem intelligenten Flugroboter überzeugte die Jungfirma Skybotix, eine weitere Spin-off-Firma der ETH Zürich. Ein Preis ging ins Tessin an die Jungfirma ViSSee, die mit ihrem Temposensor auf weltweites Interesse stösst. Auf Allergieschnelltests in Arztpraxen hat sich die Lausanner Jungfirma Abionic spezialisiert. Die fünfte preisgekrönte Firma ist GetYourGuide mit Sitz im Technopark Zürich. Über das Internetportal lassen sich Ausflüge aller Art buchen. Die Firma agiert bereits erfolgreich im Markt und beschäftigt schon 30 Mitarbeitende. Auffallend: alle ausgezeichneten Startups haben das Startup-Programm der KTI durchlaufen, in die sie ihre Geschäftsideen weiterentwickeln konnten und viel Know-how aus der Praxis sammeln konnten.

Gründerpreis ab sofort auch für Nicht-Schweizer offen
An der Preisverleihung wartete Stiftungsratspräsident Moritz Suter mit einigen Neuerungen auf. So ist der Gründerpreis künftig nicht mehr nur Schweizer Bürgern vorbehalten. Auch Kandidatinnen und Kandidaten mit einem ausländischen Pass, aber einem Wohnsitz in der Schweiz und einer schweizerischen Firma, können sich bewerben. Zudem wird die Altersgrenze von 45 Jahren in Zukunft weniger strikte gehandhabt. Bei der Preisverleihung vergab die Stiftung zudem das zweite Mal den Titel «Jungunternehmerförderer des Jahres». Preisträger 2011 ist der Zürcher Thomas von Waldkirch. Der Präsident der Stiftung Technopark Zürich hat die Idee der Brutstätten für Jungfirmen in der Schweiz portiert und die Gründung des ersten hiesigen Technoparks in Zürich initiiert. Von Waldkirch engagiert sich nun bereits seit mehr als 20 Jahren für die Schweizer Startup-Szene.

Im Folgenden gibt es eine kurze Vorstellung der fünf Gründerpreis-Gewinner.

Abionic AG aus Lausanne: Biosensoren für einen Multimilliardenmarkt
abionic
Mit kleinen Biosensoren Krankheiten schnell und günstig entdecken – davon wird schon lange gesprochen. Nun hat die Lausanner Abionic einen funktionierenden Prototyp entwickelt. Er ermöglicht die Diagnose von Allergien noch in der Arztpraxis. 2013 soll das Gerät auf den Markt kommen. Dies soll aber erst der Anfang sein. Prinzipiell eignet sich die Technologie auch zur Diagnose sehr vieler weiterer Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs und Herzerkrankungen. Trotz seiner erst 28 Jahre besitzt der Preisträger Nicolas Durand und CEO von Abionic grosse Erfahrung. So gründete er mit vierzehn bereits seine erste Firma. Ausserdem weiss der promovierte Nanotechnologe, wie man einen Preis entgegennimmt: Acht Gründerpreise hat er mit der Abionic schon abgeräumt, u.a. auch venture kick im letzten Jahr. Durand hat die ganze Klaviatur des venturelab-Programms besucht, vom Semesterprogramm venture challenge bis hin zu den Intensiv-Workshops venture plan und venture training und hat im letzten Jahr als venture leader am 10-tätigen Business-Development-Programm in Boston teilgenommen.

GetYourGuide aus Zürich: Weltweit erfolgreiche Internetfirma aus Zürich
getyourguide
Mehrere Tausend Ausflüge, Führungen und Events buchen Reisende jeden Monat über das Internetportal GetYourGuide.com. Grund für den Erfolg: Das Portal bietet den Nutzern ein umfassendes Angebot und den Veranstaltern attraktiven Service bis hin zur Abrechnung der Buchungen. Die Wachstumsrate des erst Anfang 2010 operativ gestarteten Portals ist dementsprechend hoch. Partnerschaften mit Portalen wie TripAdvisor sorgen dabei für zusätzlichen Schub. Für den eigentlichen Startschuss war der Semesterkurs venture challenge verantwortlich, in dem sich die späteren Gründer getroffen und gemeinsam die Businessidee entwickelt haben. Noch heute ist der Stamm des Gründerteams an Bord, wie der heutige Finanzchef Pascal Mathis und CEO Johannes Reck. Letzterer war 2010 als Gewinner von venture leader auch Teil der Schweizer Startup-Nationalmannschaft.

Malcisbo aus Zürich: Impfstoff für das Grillfest ohne Reue
malcisbo
Für Poulets ist das Bakterium namens Campylobacter ungefährlich. Doch beim Menschen löst es eine Magen-Darm-Infektion aus. Jedes Jahr infizieren sich allein in der Schweiz rund 8000 Menschen mit Campylobacter-Bakterien. Die Schäden sind immens, allein schon weil die Patienten viele Tage nicht arbeiten können und teilweise hospitalisiert werden müssen. Malcisbo will mit einem günstigen Impfstoff für Masthühner das Problem an der Wurzel bekämpfen. Die Preisträgerin Irene Schiller verfügt wie die anderen Mitgründer von Malcisbo über reichlich Erfahrung und über ein ausgedehntes internationales Netzwerk. Die 45-jährige Veterinärmedizinerin hat schon mehrere Jahre bei der Veterinärdiagnostik-Firma Prionics gearbeitet und ist nun seit einigen Jahren hauptsächlich für das Bundesamt für Veterinärwesen tätig. Die venturelab-Alumni hat bei venture plan und venture training teilgenommen und wurde dieses Jahr als venture leader ausgezeichnet. Neben dem hat Malcisbo schon „Winner-Erfahrung“ und war z.B. schon bei venture kick und dem Swiss Technology Award erfolgreich.

Skybotix aus Zürich: Nützliche Helfer in der dritten Dimension
skybotix
Die ETH Zürich zählt zu den weltführenden Hochschulen auf dem Gebiet der Flugrobotik. Skybotix, ein Spin-off-Unternehmen der ETH um CEO Samir Bouabdallah, macht sich dieses Wissen zunutze und entwickelt einen Kleinsthelikopter, der selbständig und zentimetergenau navigieren kann. Die «FlyboX» soll künftig mit Sensoren bestückt werden und gefährliche Erkundungsmissionen durchführen. Als Kunden peilen die Gründer Gebäudeinspektoren, Polizei und Feuerwehr an. Der 25-jährige Preisträger Sammy Omari hat in Münchenstein bei Basel das Gymnasium besucht und an der ETH Maschinenbau studiert und ist nun bei Skybotix als Chief Technical Officer (CTO) für die Entwicklung der Software zuständig. CEO Samir Bouabdallah hat das professionelle Unternehmerhandwerk während eines Semesters mit venture challenge gelernt.

ViSSee aus Lugano: Revolutionärer Tacho auf dem Mikrochip
vissee
Firmen aus der Automobilindustrie, der Medizinaltechnik oder der Unterhaltungsbranche stehen Schlange beim Tessiner Jungunternehmen ViSSee. Der Grund: Die Preisgewinner Nicola Rohrseitz und Valeria Mozzetti entwickeln einen neuartigen Temposensor. Der Tacho liest das Tempo nicht an der Drehung einer Achse ab, sondern wertet die Raum–Zeit-Veränderungen in seinem Sichtfeld aus. Möglich macht es eine patentierte Kombination von Fischlinse und Datenverarbeitung. Valeria Mozzetti, 31 Jahre, ist gebürtige Tessinerin und hat an der ETH Zürich Lebensmittelwissenschaft studiert und in Biotechnologie doktoriert. Ihr Partner Nicola Rohrseitz, 32, studierte an der ETH Lausanne Robotik und doktorierte anschliessend an der ETH Zürich in Physik. Das professionelle Unternehmer-Know-How mit Hang zur erfolgsorientierten Marktreife bekam er von venture plan eingeimpft.

Nicht ganz nach oben geschafft, aber mit der Möglichkeit zum ersten Mal beim Gründerpreis auch ihre Geschäftsidee dem Publikum vorzustellen, hatten es die Nominierten des Gründerpreises, auch allesamt aus dem Venturelab-Kreis.

Das Lausanner ETH-Spin-off Attolight hat eine Filmkamera für die Nanowelt erfunden, mit der es möglich ist exakt zu dokumentieren, was in winzigen Nanostrukturen abläuft. Damit kann zum Beispiel gezeigt werden, wie sich Elektronen innerhalb von Laserdioden oder LEDs bewegen oder was für Prozesse in Solarzellen ablaufen.

Das Jungunternehmen CAScination AG aus Bern mit CEO Matthias Peterhans entwickelt zusammen mit den Professoren Stefan Weber (Universität Bern) und Daniel Candidas (Inselspital Bern) mit CAS-One ein Navigationssystem für die Leberchirurgie. Das erleichtert den Chirurgen die Arbeit und erhöht bei Krebspatienten mit Metastasen in der Leber die Heilungschancen.

Compliant concept AG aus Dübendorf, einem Spin-off-Unternehmen der Empa und der ETH, hat ein «intelligentes» Bett für bettlägerige Patienten entwickelt, das die Bewegungen eines gesunden Menschen während des Schlafs imitiert und damit die Entstehung von schmerzhaften Druckgeschwüren (Dekubitus) verhindert.

Der Materialwissenschaftler Andreas Keller hat mit dem Trompetenbauer Werner Spiri und ihrem Startup daCarbo aus Lachen den kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff für die Herstellung von Blasinstrumenten entdeckt. Die im High-End-Segment angesiedelten Carbon-Trompeten sind leichter zu spielen und haben einen warmen, vollen Klang.

PainHawk aus Zürichstellt ein Online-Tagebuch für Schmerzpatienten zur Verfügung, denn mittlerweile leidet bald jeder fünfte Erwachsene in Europa an chronischen Schmerzen leidet. Die Patienten können Ärzten einen Zugang zu ihrem Tagebuch verschaffen oder sich auch mit anderen Betroffenen austauschen.

Der Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft steigert Innovationskraft sowie Produktivität und führt zu Wirtschaftswachstum. Das erkannte schon früh Thomas von Waldkirch, der Pionier des Schweizer Technologietransfers. Als Leiter der Stabsstelle für Forschung an der ETH Zürich initiierte er schon 1985 die Idee eines Technologieparks als sichtbares Zentrum des Technologietransfers. 1993 konnte von Waldkirch als Direktor der Stiftung Technopark Zürich im ehemaligen Industriegebiet in Zürich-West die erste Brutstätte für Hightech-Startups in der Schweiz eröffnen. Heute gibt es Technoparks im Aargau, in Lugano, Luzern, Winterthur, Schlieren und Zürich, die in der von Thomas von Waldkirch geleiteten Technopark-Allianz zusammengeschlossen sind. Über eine Technologietransferstelle verfügen heute praktisch jede Hochschule und auch jede Fachhochschule.

Seit 1987 fördert die W.A. de Vigier Stiftung „>W.A. de Vigier Stiftung Jahr für Jahr innovative und zukunftweisende Geschäftsideen mit einem Förderpreis von je Fr. 100’000.-. Nebst diesem Startkapital erhalten die Preisträger auch immaterielle Unterstützung; etwa in Form von wertvollen Kontakten, Medientrainings sowie Präsenz in Presse, TV und Radio. Die W.A. de Vigier Stiftung versteht ihr Engagement als Beitrag zu einer wettbewerbsstarken und gesunden Schweizer Wirtschaft.

Die Schweizer Business Angels

Ein Business Angel ist jemand, der sich an Unternehmen beteiligt und die Existenzgründer mit Kapital, Know-how und Kontakten in einer typischerweise sehr frühen Phase unterstützt. Meist handelt es sich dabei um erfahrene Unternehmer oder leitende Angestellte, die aufgrund ihrer langen Berufstätigkeit über mehr Management-Erfahrung und Kontakte verfügen als die Gründer der betreuten Unternehmen selbst.

Die typischen Eigenschaften einer BA-Beteiligung sind die Kapitalinvestitionen (2008 von durchschnittlich 100.000 Euro) und deren Smart-Capital-Charakter sowie die Unterstützung. Neben der rein finanziellen Investition agiert der Business Angel nämlich auch als eine Art Coach. Hochgerechnet lag das Volumen der Beteiligungen der Business-Angel im Jahre 2007 in Deutschland bei etwa 400 Millionen Euro, im Vergleich dazu liegt das Volumen in den USA bei 25 bis 50 Milliarden US-Dollar pro Jahr. In den USA gibt es etwa drei Millionen Business Angels.

Business Angels werden mit ihren Beteiligungen meistens kurz nach oder sogar schon während der Gründung aktiv, also in einer Phase, die im jungen Unternehmen mit einer hohen Dynamik verbunden ist. Genau hier zeigt sich der wesentliche Unterschied zu einer Venture-Capital-Beteiligung, die oft erst in einer späteren Phase erfolgt und dann nur noch aus einer rein finanziellen, dafür aber monetär oftmals größeren Investition besteht.

Hier ist eine Liste der Schweizer Business Angels und ihren Netzwerken aufgelistet durch startwerk.ch.

Schweizer Business Angels

A3 Angels Investor Group

BioValley Business Angels Club

BrainsToVentures

Business Angels Schweiz
Hier ist ein Gastbeitrag auf Land der Erfinder, von Jan Fülscher dem Geschäftsführer von Business Angels Schweiz.

Capital Proximité

Club Valaisan des Business Angels

CTI Invest

European Business Angels Network

Go Beyond
Hier auch ein Artikel über Go Beyond aus dem Land der Erfinder.

investiere.ch
Hier ein Artikel über investiere.ch, aus dem Land der Erfinder.

Mountain Super Angel

MSM Group

Startangel Network

Startfinance.ch