Der Sudoku Erfinder

Am 15. April jährt sich zum 306. Mal der Geburtstag von Leonhard Euler (1707-1783).
Obwohl der Schweizer Mathematiker aus Basel längst in Vergessenheit geraten ist, gilt er als Erfinder des Denkspiels Sudoku. Google widmet ihm heute daher ein Leonhard Euler Doodle.

Leonhard Euler Doodle

Euler erfand die „Lateinischen Quadrate“, bei denen die Ziffern in jeder Reihe und Spalte eines Gitterblocks nur einmal stehen durften. Ende der 1970er-Jahre entdeckte angeblich ein New Yorker Magazin Eulers Vorlage und veröffentlichte das Spiel als „Number Place“. Die Japaner übernahmen das Spiel und präsentieren es unter dem Namen Sudoku in den 1980er-Jahren – mit Riesenerfolg.

Leonhard Euler

Schon mit 13 Jahren ging er an die Universität und machte – auch dank des Unterrichts bei dem bedeutenden Mathematiker Johann Bernoulli – so große Fortschritte in der Mathematik und Physik, dass er bereits 1727 an die Akademie in St. Petersburg berufen wurde.

Euler war extrem produktiv: Insgesamt gibt es 866 Publikationen von ihm. Ein großer Teil der heutigen mathematischen Symbolik geht auf Euler zurück (z. B. e, π, i, Summenzeichen ∑, f(x) als Bezeichnung eines Funktionstermes).

Euler hat sich auch intensiv mit Schachspiel auseinandergesetzt. Dem Problem, den Springer so über das Brett zu schicken, dass er jedes Feld genau ein Mal besucht, widmete er 1759 eine Schrift.

Von ca. 1976 bis 1995 war Leonhard Euler auf der Schweizer 10-Franken-Note abgebildet. Zum 300. Geburtstag hat die Schweizerische Post 2007 eine Sondermarke herausgegeben.

Euler-10_Swiss_Franc_banknote

Eine kurze Welt- und Kulturgeschichte des Cookie-Cutters

Der Ursprung des Kekses liegt tief im Dunkel der Geschichte verborgen, doch es gibt zahlreiche Legenden: Angeblich hat das Feuer des Urknalls durch die Reaktion erster Molekrümel miteinander den Urkeks erschaffen, aus dem sich alles Leben entwickelt hat… Forscher versuchen seitdem mit Teilchenbeschleunigern (insbesondere von Erdbeerplundern) das Originalrezept zu rekonstruieren. Wie der Wissenschaftler Dan Brownie in seinen Publikationen nachgewiesen hat, ähneln Heiligenscheine nicht ohne Grund einem goldgelben Butterkeks.

Denn als Gott erkannte, dass seine Schöpfung gut war, erhob er den Daumen seiner Faust und sprach „I LIKE“. So war die dritte Tafel der fünfzehn (!) Gebote, die Moses später erhielt, eine mit Schokolade beschriebene Kekstafel, die er leider fallen ließ, sodass sie zerbrach. Daraufhin wurde die Bundeslade geschaffen, um fortan als Mahnmal und Keksdose für die Überreste zu dienen. Jeder, der sich am süßen Inhalt zu schaffen machte, wurde von Gottes Allmacht zerkrümelt. Nach den Ereignissen im Alten Testament ließ Gottvater seinen Sohn beim Abendmahl mit den Jüngern einen Keks in Like-Form brechen und so zum Symbol der Nächstenliebe erheben, weswegen u.a. bis heute Hostien verteilt werden. Während der arme Statthalter Herodes unterdessen leider kein Stück von diesem Kuchen abbekam, vergnügte sich der römische Kaiser im Kolosseum, wo er über Leben oder Tod der Gladiatoren durch erhobenen oder gesenkten Daumen entschied. Auch hier zeigte sich also die Macht des Like-Symbols. Gegen Ende des römischen Reichs lösten sich die äußeren Provinzen vom Kern des Reiches wie ein Keks zerfällt, der in Milch getaucht wird – Großbritannien wurde eigenständig und bald schon rankten sich Legenden um die Ritter der Tafelrunde, welche vor allem für ihre ausgiebigen Keksgelage auf Schloss Cookielot bekannt waren. Insbesondere der Druide Merlin war den Sagen nach ein wahrer Zauberer am Herd, der seinen Zögling Arthus nach Strich und Faden verwöhnte.

Facebook Cokie Cutter

Als Meister der Alchemie hatte er den Stein der Weisen gefunden: Die Umwandlung von Getreide in Hüftgold. Die Nachfahren der Tafelrunde nahmen Jahrhunderte später an den Kreuzzügen teil und suchten das Land, in dem Milch, Honig und Kekse flossen. Dort trafen sie auf Ritter des Templerordens, welche auf der Suche nach dem heiligen Gral waren (der Milchkelch mit dem Jesus den Abendmalkeks herunter spülte)… Die Templer waren aus einer Heiligenerscheinung auf einem Laib Brot hervorgegangen und lebten u.a. nach der geheimen 73. Ordensregel „De Knusprigis“, welche besagt: Der Keks ist heilig und we like it. Als der Orden 1312 durch eine böse Intrige von Papst Clemens V. aufgelöst wurde, nutzte dieser die Gelegenheit, an das geheime Backrezept der Templer zu gelangen, welches seitdem die Papstwahl bestimmt: Die Kardinäle im Konklave backen gemeinsam Plätzchen und erst, wenn diese nicht mehr verbrennen, weil sie die Kekse nicht länger über ihrer hitzigen Debatte im Ofen vergessen, steigt weißer Rauch auf. Der gewählte Vertreter Gottes auf Erden tritt dann auf den Balkon vor die Gläubigen und erhebt seinen Daumen und spricht: habemus panem.

Marienerscheinung

Doch Clemens finstere Intrige konnte die Tempelritter nicht vollends ausrotten: Aus den Ordensbrüdern entwickelte sich lange nach den Kekszügen im Heiligen Land die Geheimgesellschaft der „Freimampfer“, welche bis heute die Geschicke der Menschheit durch schmackhafte Backwaren beeinflusst und zahlreiche Größen der Weltgeschichte zu ihren Mitgliedern zählen kann:

like cookie cutter

Einer von ihnen, Kapitän Jam(es) Cookie, kreuzte auf seinen drei Süßseereisen 1768-1780 mit seinen Schiffen Eatever und Recipe zwischen den Inseln Teigaroa, Knuspa Knuspa und Kap Oreo. Er entdeckte dabei im Namen der englischen Makrone nicht nur auf den Osterinseln die Tradition des Eierschalenstempelns*, sondern u.a. die nach ihm benannte Meerenge der Cookiestraße (bis heute ein Handelsweg für Backwaren) und die Cookieinseln mit der Haupstadt Cookietown, wo die wilden Mampfori ihm schließlich ein erstes Exemplar des damals noch nicht domestizierten Krümelmonsters in Gefangenschaft übergaben. Außerdem ermöglichten der erhobene Daumen als Geste für Zustimmung und die gesenkte Variante als Bezeichnung für ein Tabu die ersten Annäherungen zwischen den Eingeborenen und den Entdeckern. Nachdem sie auf den Sandwichinseln einen Snack eingenommen und danach mit den Völkern der Freundschaftlichen und der Gesellschaftsinseln einen Friedensvertrag geschlossen (und sich sozusagen auf Völkerbook „geaddet“) hatten, weihten die Ureinwohner die Fremdlinge in die Tradition des Keksausstechens ein. Da auf den Cookieinseln nicht nur Kokospalmen und der Brotfruchtbaum, sondern ebenso der Knusperstrauch gedieh (dessen Beeren der einheimische Zwergvogel Keksibri durch seine lange Zunge vom Ast zupft) hatte sich diese Technik als Aufnahmeritual in ihre Gesellschaft entwickelt. Die Mampfori buken die ausgestanzten Kekse dann in ihrem Vulkan Kariesori Aua Aua (zu deutsch: Zuckerberg) und schufen so eine gemeinsame Grundlage. Einige Mampfori gelangten später der Sage nach auf ihren Einbackbooten bis nach Japan, wo findige Schmiede bis heute Keksausstecher höchster Güte produzieren (siehe Cookiemura Cuttercagi).

Aufgrund von Cookies Leistungen haben sich Kekse in ganz Europa verbreitet und das englische Königshaus schließlich die Tea Time eingeführt, um die Biscuits besser essbar zu machen. Insbesondere die rundliche Königin Victoria soll Ende des 19. Jh. Zum Nachmittagstee stets einen erhobenen Daumen geknuspert haben. Auch andere Herrscherhäuser adaptierten diese Tradition, sodass der russiche Zar Alexander später das Russisch Brot einführte und die spanischen Könige Urheber der Prinzen- und damit wohl auch Speckrolle wurden.

Erfindung der Woche: Milkpuzzle

Das Erfinderladen-Team wünscht ein frohes neues und erfindungsreiches Jahr und wendet sich mit der ersten Erfindung der Woche im Jahre 2013 an alle Rätselfreaks unter Euch.

Erfindung der Woche 2013

Das Milkpuzzle aus der hauseigenen Ideenschmiede Jordan Muthenthaler ist DIE Vorbereitung auf die jährlich stattfindenden World Puzzle Championships und eine echte Herausforderung!
Das Milkpuzzle besticht nicht nur durch seine hinreißende Verpackung, auch das puristisch-minimalistische Design sorgt für vollendeten Puzzlespass.

Milkpuzzle

Milkpuzzle

Puzzlen steigert übrigens auch das Glücksgefühl und sorgt für mehr Konzentration und Aufmerksamkeit! Ob alleine oder mit Freunden, die 266 Teile müssen
erstmal in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Also, wer traut sich und stellt sich der Herausforderung?

Das Milkpuzzle gibt´s für 14,95 € im erfinderladen oder im online Shop.

Mit Patenten zum Erfolg

Heute stelle ich euch ein Beitrag von n-tv von gestern dem 17.10.2012 vor aus der Sendung: n-tv Ratgeber Steuern & Recht – Mit Patenten zum Erfolg.

Die Deutschen sind ein erfinderisches Völkchen: Rund 60.000 Tüfteleien melden sie jedes Jahr im Patentamt an, in der Hoffnung, dass die neuen Ideen auch andere überzeugen. Doch worauf sollten Erfinder achten und welche rechtlichen Hürden müssen genommen werden? Wer könnte diese Fragen besser beantworten, als Bastler, die mit ihren Geistesblitzen bereits große Erfolge erzielt haben.

Mit Patenten zum Erfolg - n-tv Ratgeber Steuern und Recht TV Beitrag

Mit Patenten zum Erfolg - n-tv Ratgeber Steuern & Recht TV Beitrag

Hier werden Tipps vom Deutschen Patentamt gegeben und diverse Erfindungen vorgestellt die wir auch in unserem Erfinderladen verkaufen oder eben mit Erfinderhaus Vermarkten wie z.B Bügel-Clou, Sporthocker, Büroschlaf, CAR-Grill und mehr…

Am 09.11.2012 ist „Tag der Erfinder“

Bereits zum 8 mal findet in Europa der Tag der Erfinder am 9. November statt, dem Geburtstag der österreichischen Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr, die das Frequenzsprungverfahren entdeckte.

Die Welt feiert die Erfinder am 09. November dem Geburtstag von Hedy Lamarr

Die Welt feiert die Erfinder am 09. November Geburtstag von Hedy Lamarr - Bild n24.de

Der Tag der Erfinder hat sich folgende Punkte zum Inhalt gemacht:

– den Menschen Mut machen zu eigenen Ideen, auch wenn man sich mit Veränderungen selten beliebt macht.
– erinnern an die vergessenen Erfinder deren Gegenstände wir täglich benutzen.
– erinnern an die großen Erfinder und Gründer, die Wohlstand und soziale Sicherheit gebracht haben.
– dazu verleiten heutige Erfinder, Visionäre und Spinner mit anderen Augen zu sehen.
– zur Diskussion und Mitarbeit aufrufen unsere Zukunft zu gestalten.

Der Tag der Erfinder am 9. November wurde ins Leben gerufen um an die Erfinder der Vergangenheit zu erinnern und den Erfindern unserer Zeit den gebührenden Respekt zu zollen.

TAG DER ERFINDER

Am Tag der Erfinder soll uns bewusst werden, dass alles was uns umgibt, jeder Gegenstand und jedes Produkt ihren Anfang in der Idee hatte. Erfinder haben unserer Welt zu mehr Positivem verholfen als Politiker oder Feldherren. Dabei standen sie zu Beginn meist alleine da. Gute Ideen sind eben nicht immer auf Anhieb zu erkennen und je großartiger die Erfindung war, umso mehr wurde der Erfinder belächelt.

Den lauten stinkenden Automobilen der Anfangszeit zum Beispiel wurden wenig Zukunftschancen gegeben und auch die ersten Computer machten das Leben nicht wirklich einfacher. Aber gute Ideen setzen sich durch obwohl sie von vielen Seiten bekämpft oder belächelt werden.

Den Erfindern unserer Zeit geht es nicht anders. Vermutlich soll und kann es auch gar nicht anders sein. Solange man auf neuen Wegen schreitet und damit auch gegen den Strom schwimmt exponiert man sich selbst.
Vielleicht kann ein Tag im Jahr einen kleinen Beitrag leisten. Ein Tag an dem wir an Gutenberg, Benz und Co erinnert werden und uns fragen ob der eine oder andere “Spinner” unserer Zeit nicht doch weit mehr zu unserer Welt beiträgt als wir im Vorbeigehen sehen.

Der Tag der Erfinder ist eine privat finanzierte Initiative und erhält keine Förderungen.
Wer Ideen hat, darf diese einbringen und auch selbst umsetzen.
Gerne listen wir hier Ihre Veranstaltung und helfen Ihnen mit Pressearbeit und Kontakten Ihre Veranstaltung zum Tag der Erfinder bekannt zu machen. Am besten schicken Sie einfach eine Email an: office@tag-der-erfinder.de .

Happy Birthday, Smiley :-)

Strich, Doppelpunkt, Klammer – und fertig war das Lachgesicht.
Genau heute vor 30 Jahren, am 19. September 1982 war die Geburtsstunde von Smiley in der damaligen kleinen Online Welt.
Es folgte eine steile Karriere. Heute ist Smiley längst Teil der gängigen Schreibkultur in E-Mails, Chats oder SMS.
Es gibt ihn lachend :- ) es gibt ihn traurig :- (und auch zwinkernd ;- ) und selbst die Zunge rausstrecken :- P oder küssen :-* kann er.

Smiley

Smiley

Seine ursprüngliche Nachricht fand sich erst 2002 auf einem alten Backup-Band wieder:

erster smiley

erster smiley

Der Erfinder des klassichen Smiley (Emoticon) ist der heute 64-jährige Professor Scott E. Fahlman. Der US-amerikanische Forscher grübelte in einem internen Onlineforum der Carnegie Mellon University aus Pittsburgh am 19. September 1982, wie man Humor im Netz markieren könnte – dort, wo beim rein Schriftlichen nun einmal Mimik, Gestik, Betonung und Stimmlage fehlen. Denn immer wieder kam es dazu, dass die Verfasser von Beiträgen in einem Online-Forum Humor, Ironie oder Sarkasmus einfach nicht erkannten, was die Diskussionen häufig erschwerte.

Heute ist Scott Elliot Fahlman Professor für Informatik an der Carnegie Mellon University, USA.

Scott E. Fahlman - Der Erfinder von Smiley :-)

Scott E. Fahlman - Der Erfinder von Smiley 🙂

Luftpolsterfolie – eine Erfindung mit großer Fangemeinde

In unserem Alltag begegnen uns immer wieder Gegenstände, die eine scheinbar magische Anziehungskraft auf uns ausüben. Einer von ihnen ist die Luftpolsterfolie, welche auch unter den Namen Noppen- oder Knallfolie bekannt ist. Denn mal ehrlich: Wer zerdrückt nicht gern die kleinen Luftpolster und freut sich über den leisen Knall?

Beliebtes Verpackungsmaterial
Die Luftpolsterfolie ist eine Erfindung, die wahrscheinlich jeder von uns kennt. Die in der Regel durchsichtige Folie gehört noch immer zu den beliebtesten Verpackungsmaterialien, da sie zerbrechliche und empfindliche Gegenstände äußerst wirkungsvoll schützt. Vor allem im Versandhandel ist die beliebte Folie unverzichtbar – hier schützt sie alles vom Weinglas bis zum LCD-Fernseher vor jeglichen Schäden beim Transport. Als reines Füllmaterial wird sie hingegen heute nur noch selten benutzt, hier haben ihr die größeren Luftkissen den Rang abgelaufen. Es gibt nämlich sowohl klein- als auch großnoppige Folien, um die verpackten Gegenstände noch besser schützen zu können. Auch kann man die Folie in Form von Meterware von der Rolle oder aber als fertige Versandtasche (z.B. für CDs) kaufen. Nach dem Auspacken der Ware wandert die Luftpolsterfolie anders als andere Verpackungsmaterialien in den seltensten Fällen direkt in den Müll.

Luftpolsterfolie

Manche Personen sind regelrecht süchtig danach, die winzigen Luftkammern mit ihren Fingern zu zerplatzen, wobei mit bestimmten Techniken ein besonders „lauter“ Knall erzeugt werden kann. Im diversen Netzwerken gibt es daher sogar Fangruppen zu Ehren der Knallfolie.

Die Erfindung der Luftpolsterfolie
Überraschend ist, dass das heute so populäre und weltweit eingesetzte Verpackungsmaterial einst durch einen Zufall entstanden ist. Die zwei Erfinder, welche aus den USA stammen, verfolgten nämlich im Jahr 1957 eigentlich das Ziel, eine neuartige Tapete aus Kunststoff zu erschaffen. Diese sollte abwaschbar sein und zudem bei der Anbringung einfacher zu handhaben sein als herkömmliche Tapeten aus Papier. Als das Ganze fertig war, stellten die beiden Erfinder jedoch fest, dass die Folie auch ein hervorragendes Verpackungsmaterial abgeben würde. Daraufhin ergänzten sie die Folie um die heute so charakteristischen Luftpolster und meldeten die Luftpolsterfolie schließlich im November des Jahres 1959 beim US-Patentamt an. Nur ein Jahr später gründeten sie im Bundesstaat New Jersey eine Firma, die fortan die Luftpolsterfolie produzierte. Jene Firma existiert heute immer noch, wobei sie mittlerweile neben der Noppenfolie verschiedenste Verpackungen aus Kunststoff herstellt. Seit dem Jahr 2000 gibt es am Standort Alsfeld auch hierzulande eine Produktionsstätte.

Die THOMY Senf Erfindung

THOMY Senf ist ein Senfprodukt der Marke Thomy, die seit 1971 zu Nestlé gehört. Es war der erste Senf, der in der Aluminiumtube verkauft wurde.

thomy senf 2012

Ab 1907 produzierte die Schweizer Senffabrik Helvetia der Familien Thomi und Meister Tafelsenf unter dem Namen Langenthaler Senf, der noch offen aus grossen Steinguttöpfen verkauft wurde. Hans Thomi gründete 1930 nach einem weiteren Zusammenschluss die Firma Franck und Thomi SA in Basel und erfand den neuen Markennamen Thomy’s für seinen Senf in der Aluminiumtube. Der Ersatz des „i“ durch ein „y“ machte die Marke für den internationalen Gebrauch geeigneter und visuell attraktiver.

thomy erfindung 2012

Der grosse Erfolg des Produkts lag in seiner Haltbarkeit von mehreren Monaten. Als Werbefigur wurde 1931 nach einem Wettbewerb und einer Umfrage der „Senf-Thomy“ gewählt, der später die Form einer Tube bekam.

Der ursprüngliche THOMY Senf war mild und wird noch heute in kaum veränderter Zusammensetzung hergestellt. Er besitzt eine enge Beziehung zur Schweizer Cervelat-Wurst und den sogenannten Wienerli. Mittlerweile sind weitere Senfsorten hinzugekommen. 2008 wurden etwa 1500 Tonnen Senf der Marke THOMY verkauft. Mit einer Markenbekanntheit von über 90 Prozent zählt THOMY zu den bekanntesten Marken im Lebensmittelbereich. Die Palette umfasst inzwischen 60 Produkte.

Thomys Senf, 1936 - vongestern

Thomy's Senf, 1936 - vongestern

Erfindung der Woche: Bügel-Clou!

Alle erfinderladen Produkte haben eine Geschichte zu erzählen, doch die sieht man nicht auf den ersten Blick. Also werde ich hier jede Woche einen Erfinder, und die Geschichte zu seinem Produkt erzählen. Heute ist die Woche 33. Die Erfindung der Woche ist Bügel-Clou!

Buegel Clou

Diese Woche stellen wir euch den Erfinder des Bügel-Clou vor: Christian Peitzner-Lloret. Die Hausfrau, die Spezialistin auf allen Gebieten der Hausarbeit ist, ist eine Rarität geworden. Doch ohne dieses Spezialwissen ist insbesondere das Bügeln von Hemdsärmeln äußerst frustrierend.


Erfinder 2012 - Bügel Clou

Diesem Problem hat sich der Erfinder des Bügel-Clou Christian Peitzner-Lloret gestellt:

Entstanden ist die Idee aus der Unzufriedenheit beim Bügeln meiner Hemden. Das Aufsatzbügelbrett war mir einfach zu umständlich und auch zeitintensiv. Also experimentierte ich solange bis ich die einfachste und optimale Lösung gefunden hatte: eine flexible und für alle Größen von Ärmeln geeignete Federstahlgabel. Das Bügeln geht seither perfekt und meist in nur einem Zug ohne zu wenden!

Den Bügel-Clou gibt es im erfinderladen und auf erfinderladen.com für 25,95€.

PROMINENTE PATENTE 1 – Plattfuß im Patentamt

Wir alle haben den gefräßigen, etwas tumben Haudrauf als Kinder geliebt und zu ihm aufgeschaut. Doch hinter dem grimmigen, schwarzbärtigen Gesicht mit den zusammengekniffenen Augen verbirgt sich ein überaus heller Kopf – denn die Kunstfigur „Bud Spencer“ steht nur für eine der vielen Seiten im Leben von Carlo Pedersoli:
Das Naturtalent wird bereits als junger Erwachsener aufgrund seiner athletischen Statur, nahezu ohne Training und trotz eines Lebensstils aus Kettenrauchen, Frauen und Alkohol, sieben Jahre in Folge italienischer Meister in mehreren Schwimmdisziplinen. Quasi zur Entspannung nimmt er zwei Mal an den olympischen Spielen teil und knackt als erster Italiener überhaupt die 1-Min-Marke auf 100 m.
bud spencer - inventor
Nebenbei absolviert er ein Jurastudium in der Bestzeit von nur 6 Semestern mit einem Notendurchschnitt nahe summa cum laude und darf sich fortan „dottore“ nennen (entgegen häufiger Falschinformation ist das KEIN Doktortitel!). Danach geht er für einige Jahre nach Südamerika und arbeitet zur Selbstfindung als Vorarbeiter im Straßenbau. Was auch immer er auf der Panamericana gelernt hat – es führt dazu, dass er unter dem Künstlernamen Bud Spencer insgesamt über 60 Filme dreht und gemeinsam mit seinem Leinwandpartner Terrence Hill das eigene Genre des „Prügel-Klamauks“ kreiert. Für viele seiner Werke schreibt er selbst das Drehbuch und die Filmmusik. Hier kann er auf seine Erfahrungen als Komponist von neapolitanischen Liedern und italienischem Schlager zurückgreifen und zuletzt sogar ein eigenes Album mit Liedern im neapolitanischen Stil komplett selbst einsingen und –spielen.

Das verdiente Geld aus diesen Projekten investiert der italienische Tausendsassa als Unternehmer in mehrere Firmengründungen wie z.B. eine eigene Fluggesellschaft, für die er selbst als Helikopter- und Flugzeugpilot in der Schweiz, in Italien und den USA fliegt. Er gönnt sich eine Produktionsfirma für Dokumentationen und andere mediale Projekte, sowie den Kauf einer Fabrik für Kindermode, für die der dreifache Familienvater natürlich selbst zum Modeschöpfer wird.
Die bloße Beschreibung dieses erfüllten Lebens in seiner zweibändigen Autobiographie wird zum europäischen Bestseller und setzt damit dieser unglaublichen Erfolgsgeschichte die Krone auf. Wie jemand, dessen Lebensmotto „Scheiß Drauf“ („Futteténne!“) ist, neben all diesen Aktivitäten noch Zeit findet, als Erfinder kreativ zu werden, ist schlichtweg ein Rätsel: Eigentlich müssten ja Buddies Doppelbackpfeife und der senkrechte Dampfhammer-Faustschlag als eigenständige Kampfsportart gelehrt werden, doch patentierbar waren nur seine Ideen für ein dreiläufiges Jagdgewehr, ein spezielles Türschloss, sowie das Gebrauchsmuster für eine Reisezahnbürste, in deren Griff die Zahnpasta bereits integriert ist.

Als Musiker, Regisseur, Designer, Sportler und Schauspieler, der zugleich als Erfinder tätig ist, stellt Carlo Pedersoli die perfekte Verkörperung der Kategorien unserer Reihe „Prominente Patente“ dar, in denen das Erfinderhaus berühmten Personen und ihren innovativen Projekten nachspürt – Seien Sie gespannt!

bud spencer Invention

bud spencer Inventor
Nächste Woche geht es weiter mit Prominenten Patenten von Schauspielern, Regisseuren, Musikern und Politikern.
Wie ich es auch immer sage: „in jedem von uns steckt ein Erfinder!“. Wir alle tragen Ideen in uns, die die Welt verändern können – Wir müssen nur was draus machen!