Die graphische Darstellung von Yin und Yang in Form des chinesischen Taiji-Symbols veranschaulicht das duale Prinzip der asiatischen Philosophie, wonach nur in der Harmonie der Gegensätze Ausgewogenheit erreicht werden kann. Das Design der Chaiselongue Yin Yang, entworfen von dem Schweizer Designer Nicolas Thomkins, greift auf diese Philosophie zurück und wurde dafür ausgezeichnet. mit dem red dot design award 2007.
Die Idee kam Designer Nicolas Thomkins am Strand von Olango, auf der Insel Cebu. Mit einem Stock zeichnete er den ersten Entwurf in den Sand: Ein Möbel aus zwei Elementen, als seien sie von der Natur geformt – wie von Wasser geschliffene Steine oder von Wind modellierte Dünen.
Die eingearbeiteten Sitzmulden sind hinreißend komfortabel und bieten jeweils Platz für eine Person. 4.000 Meter Faser umhüllen das unkonventionelle Möbel. Eine Herausforderung, die auch die besten Flechtkünstler in der Dedon-Manufaktur auf der Phlippineninsel Cebu erst einmal lösen mussten: In enger Zusammenarbeit zwischen Designer und Entwicklungsteam wurde ein Kunstwerk geschaffen, das zwei Elemente in fließender Form vereint.
YIN YANG vereint die dynamischen Gegensätze der ältesten chinesischen Philosophie in einem harmonischen Zusammenspiel von Farbe und Form – die bronzen- und platinfarbene Faser spiegelt diese Harmonie im Wechsel konvexer und konkaver Flächen wider. Umspielt von vier Kilometern
Reduzierte Formsprache, atmosphärische Beleuchtung, hoher Anspruch an grenzenlose Funktionalität und innovative Technik „made in Switzerland“ – senses setzt mit der neuen Leuchtenserie EYES Licht in Szene.
Der Gegensatz als Konzept. Nach dieser Philosophie kreierte der bekannte Schweizer Designer Oliver Haefeli mit dem Unternehmen senses eine Leuchtenserie, die einfacher und reduzierter nicht sein kann. Senses beeindruckt durch hochentwickelte Sensortechnik: Im Inneren des Lichtkörpers aus reinstem Opalglas erkennen Sensoren Gesten und Zeichen des Benutzers und reagieren so auf die Bewegung der Hand.
Der „red dot design award“-Gewinner 2010 vereint zeitloses Design und neueste Technik. Die Temperatur der 24 Hochleistungs-LEDs wird ständig kontrolliert, sodass nie eine für die LEDs kritische Temperatur erreicht wird.
EYES VERSIONEN senses EYES sind unaufdringlich und erstklassig. Sie erschaffen neue Lichtdimensionen ohne spielerische Effekte. Schweizer Understatement eben. EYES ist als Tischleuchte, Standleuchte in zwei Höhen und als Wandleuchte erhältlich.
Eine unsichtbare, innovative Sensortechnik im Inneren des Glaskörpers erkennt durch Sensoren Gesten und Zeichen des Benutzers und reagiert berührungslos. Die 6 Seiten des Lichtwürfels lassen sich unabhängig voneinander schalten und aktivieren, rein intuitiv, nur durch die Bewegung der Hand. Dies eröffnet einen großen Freiraum für individuelle Gestaltung. Licht und Schatten lassen sich immer neu komponieren. Direkt, indirekt, uplight, downlight oder jede andere Kombination. Der Mensch wird hierbei zum Dirigenten für diverse Lichtkompositionen.
Deck 4 ist ein Unternehmen geführt von Lukas und Sandra Imfeld. Beides diplomierte Industrie Designer FH mit beruflicher Vorbildung aus dem Bereich Handwerk und Planung.
Seit 2004 gestaltet, konzipiert und entwickelt Deck 4 Produkte für unterschiedliche Bereiche. Eine weitere Kompetenz von Deck 4 ist die umfassende Gestaltung des Produktumfeldes, wie Printmedien, Auftritte an Messen oder Auftritt im Web.
Wer kreative Arbeiten sowie Nachhaltigkeit schätzt und Ihre Sichtweise des Designs kennen lernen will, ist bei Deck 4 herzlich willkommen.
Ihre Schwerpunkte sind Industrie, Möbel, Ausstellungs, Grafik und web Design.
Möbel sind wie Mode und Schmuck alte Begleiter des Menschen. Einrichtungsgegenstände geben unverkennbar Auskunft über Stil und Lebensart. Oft sind sie auch Ausdruck von grundlegenden Überzeugungen. Nachhaltigkeit und Funktionalität bilden für die Entwürfe von Deck 4 wesentliche Grundpfeiler. So ist es uns möglich, Projektziele bis in die Produktion und Fertigung zu übertragen.
Im Rahmen des Vorarlberger Wettbewerbes handwerk + form entstand ein Möbel das Sitz und Tritt zugleich ist.
Wichtig für die Marktfähigkeit von Möbeln ist, neben dem Design eine gute Grundüberlegung von der einfachen Fertigung bis zum Vertrieb und Montage. Für Deck 4 bedeutet dies, die Herausforderung anzunehmen, formschön und doch kostenbewusst zu gestalten.
Anderen Referenz ist Z.B Produktdesign sowie Marketingkonzept für das leichteste Picknick Messer der Welt.
Die Schweizer Firma Daylight aus Matzingen entwickelt eine zukunftsweisende, ökologische LED-Glühbirne, die zu 95 % aus wieder verwertbaren Materialien hergestellt wird.
Das innovative Design ist auch international aufgefallen und wurde von einem Fachgremium aus Architekten, Designern, Technikern und Verbrauchern mit dem renommierten Reddot-Design-Award 2010 ausgezeichnet.
Durch die Innovation der Schweizer LED Spezialisten sind nun gerade in Bezug auf die Verwendung von LED’s in Bürohäusern, öffentlichen Gebäuden oder privaten Haushalten keine Grenzen mehr gesetzt.
Betrachtet man nur die Wärmeentwicklung in großen Säalen, Sitzungs- oder Tagungsräumen von herkömmlichen Glühbirnen und Leuchtmittel und die notwendige Energie die aufgebracht werden muss um diese Wärme wieder abzuleiten um wieder eine angenehme Raumtemperatur zu erzeugen, sind die neu entwickelten LED’s unumgänglich, gerade was das Einsparpotential an Energie und Folgekosten betrifft.
Ab Januar 2011 wird es von der Firma Daylight und dem Vertriebspartner Otto Zern eine neue zukunftsweisende dimmbare LED Röhre geben, die ohne Umbau und Veränderungen der bestehenden Lampe, ausgetauscht werden kann. Gerade durch das austauschen der mit Blei und Quecksilber belasteten Neonröhren wird neben den Energieeinsparungen auch noch ein gesundheitsverträglicheres Raumklima erreicht.
Die LED Glühbirne UNO war der strahlende Sieger beim Goldenen Pin Design Award und beim Good Design Produkt Award.
Rinspeed ist ein kleines Schweizer Unternehmen, das regelmässig auf dem Genfer Automobilsalon mit ihren teils spektakulären Konzeptfahrzeugen und Ideen für Aufsehen sorgt.
Auf klare Formensprache und als „spartanisch“ zu bezeichnendes Design setzt der Schweizer Autodesign-Individualist und Erfinder Frank M. Rinderknecht bei seiner jüngsten Kreation für den Genfer Automobilsalon 2011. Deren Name „BamBoo“ ist zugleich Programm: Das viersitzige Auto ähnelt einem erwachsen gewordenen Golfcar oder Strandbuggy, diverse Teile des Innenraums sind tatsächlich aus dem Naturmaterial Bambus gefertigt. Besonderer Clou: An Bord des Buggys der Neuzeit befindet sich auch ein faltbares Zweirad für die letzte Meile.
„Wessen Blick nicht vernebelt ist durch PS-Orgien, Chromlametta und Höchstgeschwindigkeitsrausch“, der bekomme „den Kopf frei für neues und luftiges Denken. Kein Schnick. Kein Schnack“, informiert der den ersten Bildern beiliegende Waschzettel. Ein Anspruch, der mit dem unkonventionellen Mobil auf den ersten Blick zweifellos erfüllt wird. Ob das „Bambusmobil“ in Sachen Alltagstauglichkeit allerdings mit den modernen Serienautos unserer Zeit mithalten könnte, wäre noch zu beweisen. Wie bereits gesagt auch im übertragenen Sinne: Nomen est omen. Bambus eben.
Allerdings geht es dem Schweizer, der sein Geld in den 80er Jahren zunächst mit Sonnensegeln verdiente, mit seiner Firma Rinspeed um etwas ganz anderes. Seit 1991 hat es sich der eigensinnige Eidgenosse zur Aufgabe gemacht, auf jedem Genfer Salon eine Studie vorzustellen, die mit gängigen Konventionen des Automobildesign bricht und inspiriert. Was Rinderknecht auch mit seinem jüngsten Baby namens „BamBoo“ augenscheinlich wieder einmal gelungen ist.
Die BamBoo Design Innovation ist auf dem Genfer Automobilsalon vom 3. bis 13. März 2011 zu besichtigen und wird für reichliche Bewunderung sorgen.
Mit dem Wettbewerb will der Büromöbelhersteller Lista Office AG aus Degersheim angehende Designer unterstützen. Ziel ist es, den jungen Talenten eine Plattform zu bieten, um ihre Kreativität und Kompetenz einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und ihnen damit den Weg in die Praxis zu erleichtern.
Die Jungdesigner waren aufgefordert kleine Helfer aus Blech für den Alltag in Büro, Wohnung und Freizeit zu entwerfen. Aus Blech in einer Stärke von 0,1 bis 2 Millimeter in einer maximalen Gröse von 1Kubikmeter.
Der Gewinner erhält 10 000 Franken, der zweite Platz wird mit 5000 Franken und der dritte mit 3000 Franken ausgezeichnet. Weitere sieben Projekte sind mit je 1000 Franken dotiert.
ECAL-Student Jan Pesta von Arx ist der Gold Gewinner des Lista Office Design Award 2010 und CHF 10’000.
Die kleine Blechteil Erfindung macht erst am Laptop klar, wozu es dient: die Lesehilfe erleichtert das mobile Arbeiten. «Lexi» besticht durch eine einfachstmögliche Form. Zwei bogenförmige Häkchen werden aus der Abwicklung abgekantet, sie halten «Lexi» am Computer fest. Der gekrümmte Schlitz für das Papier und zwei Öffnungen für die Abkantung werden ausgelasert, das Werkstück wird gebogen und lackiert. Nichts wird hinzugefügt, keine Halterung, kein Scharnier.
Den zweiten Rang und 5000 CHF eroberte Gian Andri Bezzola, ZHdK, mit seiner Tischablage «Ordo». Sie ordnet das A4-Papier im Quer-, statt Hochformat, bietet den Blick also nicht nur auf die Fusszeile, sondern auf das ganze abgelegte Blatt. Clever ist die konstruktive Umsetzung des Fächers, der sich durch die konische Form der aufeinander gestapelten Ablagen ergibt: Durch die Flansche der Seitenwände kann ein Fach einfach hinzugefügt werden. Dank der Laschen, die als Halbscharniere dienen, lassen sich auch die einzelnen Fächer nach oben klappen. Der Knick in der Seitenwand unterstützt das Bild des Fächers zusätzlich.
Reto Togni und Pablo Lunin, ZHdK, holten sich den dritten Preis und 3000 CHF.
Das kräftige Orange machte ihren Couchtisch zum unbestrittenen Blickfänger. Doch die Farbe allein war es nicht, die dem «Trayble» auf den dritten Rang verhalf. Was der Tisch sonst noch leisten kann, zeigt sich erst, wenn das obere Teil abgehoben und als mobiles Zusatztischchen genutzt wird: Es lässt sich, auf dem Sofa sitzend, über dem Schoss platzieren und bietet so eine Arbeitsfläche. «Trayble» soll als vollwertiger Tisch wirken – mit und ohne Aufsatz, und bietet doch zweierlei Dienste an.
Rund 17’000 Personen besuchten die Ausstellung. Das Publikum war aufgefordert seinen Favoriten zu wählen. Publikumssieger, mit
CHF 1’000 dotiert, wurde Punk Poet – die zerknüllte Blechpinwand von Dimitri Gerber von der ZHdK.
Mehr nachzulesen im Sonderheft «Lista Office Design Award 2010: Alles Blech», zu beziehen bei Hochparterre.
Vitra, 1950 gegründet mit dem Sitz im Birsfelden bei Basel ist ein Möbelhersteller, der sich der Entwicklung gesunder, intelligenter, inspirierender und langlebiger Lösungen für das Büro, das Zuhause und für öffentliche Räume verschrieben hat.
Die Produkte und Konzepte von Vitra werden in der Schweiz in einem sorgfältigen Designprozess entwickelt, der das Ingenieurswissen des Unternehmens mit dem kreativen Geist führender internationaler Designer zusammenbringt. Dabei ist Vitra Ziel, Produkte mit grosser funktionaler und ästhetischer Lebenserwartung zu entwerfen.
Die Architektur des Vitra Campus, das Vitra Design Museum, die Design-Workshops, Publikationen, Sammlungen und Archive sind integrale Bestandteile des Projekts Vitra. Sie eröffnen dem Unternehmen neue Sichtweisen und schaffen die notwendige Tiefe für all seine kreativen Aktivitäten.
Heutzutage werden Unternehmen zunehmend nach ihrer Bereitschaft beurteilt, ökologisch sozial und ökonomisch Verantwortung zu übernehmen. Vitra versteht hierunter jedoch keine Pflicht, die von aussen an das Unternehmen herangetragen werden muss, sondern eine Design-Frage, die schon immer Teil der eigenen Industriekultur war: Es gehört für Vitra ganz natürlich zum Nutzwert eines Möbels, dass seine Produktion, seine Verwendung und seine Entsorgung keinen Schaden verursachen.
Anknüpfend an die Denktradition von Charles & Ray Eames, die die Haltung von Vitra in vielerlei Hinsicht geprägt haben, steht die Langlebigkeit der Produkte im Zentrum des Beitrags von Vitra zu einer nachhaltigen Entwicklung, kurzlebiges Styling wird vermieden. Am deutlichsten wird das an den Klassikern, die über Jahrzehnte aktuell und in Gebrauch bleiben, mehrmals den Besitzer wechseln und sogar in einer Sammlung landen können.
Langlebige Produkte zu produzieren bedeutet für Vitra, der Produktion eine aufwendige Entwicklung voranzustellen, in der Materialien von möglichst hoher Qualität ausgewählt werden und in der die Produkte Tests zu bestehen haben, die 15 Jahre Benutzung simulieren. Bestandteile sollen einfach austauschbar sein und schlussendlich in einen Recycling-Kreislauf überführt werden.
Um eine nachhaltige Entwicklung umfassend in allen Aktivitäten des Unternehmens durchsetzen und kontrollieren zu können, wurde schon 1986 die Arbeitsgruppe „Vitra und die Umwelt“ eingerichtet. Darum kann Vitra über Nachhaltigkeitsbemühungen von fast einem Vierteljahrhundert Rechenschaft ablegen. Interne und externe Audits geben zusätzliche Gewissheit über die Weiterentwicklung aller Massnahmen.
Dazu kommen die Einhaltung strenger Beschaffungsrichtlinien zur Absicherung der Standards in Bereichen wie Arbeitsbedingungen, Sicherheit, Schutz der Gesundheit etc.
„Mit der Nachhaltigkeit ist es wie mit der Moral: Man soll sie leben, aber wenig darüber reden. Unsere Wurzeln im Design der Moderne machen den ersten Schritt einfach: Produkte, die alles Überflüssige weglassen und lange leben.“
Rolf Fehlbaum, Chairman Vitra
Was der Schlitten der nächsten Generation mit dem Namen «ScorpionRacer» zu bieten hat, ist einfach Spass, Action und Hightech Innovation pur.
Ich berichtete bereits Ende 2010 über diese Erfindung. Verantwortlich zeigt sich dafür das Startup RaceGear aus Eglisau, das in diesem Winter mit seinem Sportgerät richtig durchstarten will. Besonders auch im Online-Voting für den ispo BrandNew Award.
Also am besten gleich abstimmen und weitererzählen über diese neue Schweizer Erfindung.
Doch auch im Sommer kann man hervorragend darauf abfahren. Dafür sorgen Rollen, die anstelle der Kufen angebracht werden können. Und auch sonst scheint das Jungunternehmen an alles gedacht zu haben. So lassen sich z.B. mehrere Schlitten mit dem Andockmechanismus für eine «Schlangenfahrt» problemlos hintereinander ketten. Die absolut einfache, wie auch präzise Steuerung und extreme Wendigkeit sorgen zudem für ein völlig neues Fahrerlebnis. Auch die Umwelt wurde nicht vergessen – der Schlitten schont Pisten und ist fast komplett recycelbar.
Ideen brauchen Zeit. Zwei Jahre Entwicklung hat das Gründungsteam hinter sich, damit aus der Idee des Shrimp-Schlittens, der in punkto Beweglichkeit und Modularität an das Tier erinnern soll, ein einzigartiges Sportgerät mit bionischem Design werden konnte. Intensive Unterstützung holte sich das Startup-Team während dieser Zeit beim Trainingsprogramm venturelab. Module wie venture plan oder venture training bereiteten die Firmengründer dabei optimal auf die Zukunft vor. Und das erfolgreich: Betreiber von Bergbahnen wie z.B. in Davos sind begeistert und stellen den ScorpionRacer als Mietobjekt zur Verfügung. In diesem Jahr konnte man sich bereits im Designband «Swiss Design» des Braun-Verlags verewigen. Nun laufen die ersten Gespräche mit Lizenzteilnehmern wie in der wirtschaft.ch berichtet.
In Gedanken blickt der Produktdesigner Reto Girsberger, der mit Christina Seeholzer RaceGear gegründet hat, bereits in die Zukunft. Dann will er sich auf die Weiter- und Neuentwicklung von innovativen Freizeit- und Sportgeräten spezialisieren. Doch jetzt steht erst einmal der Winter vor der Tür. Und da soll sein ScorpionRacer beim ispo BrandNew Award für Aufsehen sorgen. Dafür braucht es Unterstützung für das Online-Voting, um auch die Juroren von der innovativen Idee zu überzeugen. Also am besten gleich abstimmen und weitererzählen. Hier geht es zu der Facebook Gruppe.
Ich wünsche allen viel Freude und Spaß mit der neuartigen Erfindung.
Aus insgesamt 39 eingereichten Bewerbungsdossiers hat der Fachausschuss der Bernischen Stiftung sieben Projektideen von professionellen bernischen Gestalterinnen und Gestaltern mit den Projektbeiträgen 2010 des Kantons Bern für Design und Gestaltung im Gesamtbetrag von CHF 50’000.- ausgezeichnet. Die prämierten Projekte stammen aus den Bereichen Grafik-, Möbel-, Produkt- und Keramikdesign.
Die Bernische Stiftung für angewandte Kunst und Gestaltung hat ihre Jury-Preise für 2010 vergeben und zeichnet in der Reihe der Projektbeiträge 2010 des Kantons Bern für Design und Gestaltung die beiden Produktdesigner Markus Bangerter und Roger Wyler aus, und zwar für ihr Stuhlprojekt „Polyfine“.
Der Stuhl zeigt neue Konstruktionsprinzipien für thermoplastische Chemiefasern auf und besteht aus einem mit Bändern umspannten Hohlkörper.
Der an der Empa durchgeführte Teil der schweizweiten Veranstaltung «Tage der Technik» stiess auf reges Interesse. Dabei ging es um die Zukunft des Automobils, im Zentrum standen Themen wie E-Mobilität und Gashybrid-Fahrzeuge. Einige Elektroautos konnten die Gäste sogar Probe fahren.
Die Tage der Technik 2010 stehen im Zeichen der nachhaltigen Mobilität. An der Zentralveranstaltung am 27. Oktober stellen die Initianten Swiss Engineering STV, SATW und Empa die Frage: “Quo vadis, Automobil?“ Zusätzlich bieten zahlreiche Partner aus Hochschule und Industrie ein vielfältiges Programm mit Veranstaltungen wie „Ein Blick unter die Motorhaube der Zukunft“ bei Tesla oder „Innovation für die nachhaltige Mobilität“ an der ZHAW.
Mobilität ist einer der zentralen Wirtschaftsfaktoren, gleichzeitig aber ein kritischer Faktor einer nachhaltigen Entwicklung. Wie lässt sich Mobilität sichern, ohne dass der Verkehr langfristig Mensch und Umwelt übermässig belastet und auf eine nachhaltige Energieversorgung umgestellt werden kann? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer nachhaltigen Mobilität. Die Bemühungen müssen sich einerseits auf die Nachfrageseite und andererseits auf eine Steigerung der Effizienz bei gleichzeitiger Reduktion der Schadstoffe insbesondere im Bereich des motorisierten Individualverkehrs konzentrieren.
Lautlos saust die neuste Version des Elektrosportwagens Tesla Roadster die Strasse hinunter. Mit 205 PS beschleunigt er in 3,9 Sekunden auf 100 Stundenkilometer, erreicht 210 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit und hat eine durchschnittliche Reichweite von 350 Kilometern. Neben diesem Elektroauto der Superlative wurden an der Zentralveranstaltung der diesjährigen «Tage der Technik» unter dem Motto «Quo vadis, Automobil?» ausserdem Kleinwagen wie ein Elektrosmart oder ein Hybrid-Fiat 500 vorgestellt, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Probe fahren konnten. Doch nicht nur das «Rahmenprogramm», auch die zahlreichen ExpertInnen, die in ihren Vorträgen Antworten zum Thema lieferten, trugen zum Erfolg der Veranstaltung bei. «Das Interesse war enorm, wir hatten fast 250 Gäste und mussten aus Platzgründen sogar Leuten absagen», zeigt sich Gabriele Dobenecker, Leiterin der Empa-Abteilung «Marketing, Wissens- und Technologietransfer» und Co-Organisatorin der Konferenz, zufrieden.
Mauro Pellegrini, Zentralpräsident des Schweizer Berufsverbandes der Ingenieure und Architekten, der die Tage der Technik seit 2005 ausrichtet, betrachtete nachhaltige Mobilität aus dem Blickwinkel eines Ingenieurs und wies dabei auch auf die Verantwortung seines Berufsstandes hin: «Wir Ingenieure und Wissenschaftler sind gefordert, Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft richtig zu informieren. Wir müssen die heutige Situation ungeschminkt darstellen und die Gesellschaft für eine nachhaltige Mobilität sensibilisieren.»
Die Zürcher Stadträtin Ruth Genner präsentierte Lösungsansätze für eine nachhaltige städtische Mobilität, zum Beispiel flächendeckende Tempo-30-Zonen sowie die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel, insbesondere Fuss-und Veloverkehr. Zum Thema Elektromobilität und Ladeinfrastruktur in der Stadt Zürich erläuterte der Leiter des ewz-Verteilnetzes Lukas Küng, dass vor allem die Herkunft der Elektrizität eine Rolle spielt, da Strom, der mit fossilen Brennstoffen produziert wurde, die Umwelt stärker belastet als Solarstrom oder Strom aus Wasserkraft.
Und schliesslich stellte Christian Bach, Leiter der Empa-Abteilung «Verbrennungsmotoren», verschiedene Ansätze zur effizienten CO2-Reduktion vor. Bach vertrat den Standpunkt, dass im Mobilitätsmarkt der Zukunft verschiedene Antriebstechnologien nebeneinander existieren werden – je nach Bedürfnis beziehungsweise «Mobilitätstyp»: Elektroautos für den Stadtverkehr, Gashybride für den privaten Langstreckenverkehr und Dieselfahrzeuge für den Schwerverkehr. Zudem zeigte er, dass umweltfreundlichere Lösungen, wie zum Beispiel Gas-Hybrid-Fahrzeuge, in einer «Total-Cost-Of-Ownership»-Betrachtung, nicht teurer als konventionelle Benziner sind.