The Invention of “sleep on swiss moon wood”

Holzwolle hat eine lange erfolgreiche Geschichte. Doch aus vielen Bereichen wurde das Naturprodukt inzwischen verdrängt. Dass man mit innovativen Ideen immer wieder neue Nischen zum Überleben findet, beweist das Schweizer Unternehmen Lindner GmbH aus Wattwil. 170 Artikel umfasst das Sortiment heute. Mit einem neuen Produkt will man nun auch auf dem lukrativen Wellness- und Ökoproduktemarkt bestehen – einem Kissen mit Mondphasen-Holzwolle-Füllung.

lindner erfinder

Mit dem Kopf auf Fichte oder Silberweide zu ruhen, tut wohl? «Ich kann den Nutzen nicht beweisen», sagt Wildberger. «Ich gebe keine Heilungsversprechen ab.» Doch Holz würden gewisse Eigenschaften nachgesagt. Die Fichte stehe für allgemeine Gesundung, die Silberweide für Entkrampfung und Schmerzlinderung. Beide Holzarten hat er eingelagert – geschlagen im Dezember im Wald bei Lichtensteig. «Nach allen Regeln des Mondphasen-Holzes. » So muss der Baum hangabwärts fallen, damit das Wasser in die Krone fliessen und an die Äste abgegeben werden kann. Dafür bürgt Wildberger – hundertprozentig: Für die erstklassige Qualität des Holzes und die korrekte Verarbeitung – vom Fällen bis zum Abfüllen der Holzwolle ins Kissen.
Holzart, Zeitpunkt des Schlages und Koordinaten des Baumes sind auf jedem Kissen vermerkt. «Der Besitzer kann im Wald den Strunk aufsuchen», sagt Wildberger.

Lindner

Heute exportiert Lindner – das Unternehmen ist 101 Jahre alt – in zwölf Länder. Den Aufschwung brachte die Holzwolle für die Euter-Reinigung. «Die Kühe sprechen darauf an. Ihre Milchleistung sei höher, sagen die Bauern.» «Unsere Holzwolle ist spiessenfrei. Die nächste Stufe ist Staub.» Lindner-Holzwolle findet sich in Steiff-Tieren, unter Erdbeeren, in Oster-Nestern, als Anzünder. Das Holz kauft Wildberger in der Gegend – «per Handschlag bei über 30 Förstern». 1500 bis 2500 Kubik sind es jährlich. Die Stämme werden entrindet, in Meter- Stücke aufgesägt, mindestens 15 Monate gelagert, sortiert, zu Holzwolle gehobelt – «eigentlich geschnitten». Wer morgen auf Fichte träumen will, muss sich gedulden. Das Holz muss erst trocknen; die ersten Kissen sind im Frühling parat.
«Die Natur gibt den Takt vor», sagt Wildberger. Und das Holz muss auch Federn lassen. Die Kissen haben zwei Kammern, die zweite ist gefüllt mit Federn. «Damit die Investition nicht zu einem kapitalen Verlust wird, falls der Wohltu-Effekt ausbleibt.»

Neumond, Vollmond, abnehmender Mond … hier ein paar Erklärungen zu den Mondphasen.

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