Die Höhle der Löwen Schweiz – zweite Staffel

Endlich läuft die beliebte Gründershow «Die Höhle der Löwen» auch in der Schweiz. Ab 21. Mai zeigt TV24 jeweils Dienstags ab 20.15 Uhr die erste Staffel!

Bild: © TV24Die Höhle der Löwen Schweiz

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Die Höhle der Löwen Schweiz

Digitale Transformation in der Bildung

Die Schweizer Bildungsplattform eduwo engagiert sich neu gemeinsam mit Microsoft Schweiz für ein zukunftsgerichtetes und transparentes Bildungssystem in der Schweiz. Ziel ist es, junge Menschen auch für technologische Berufe zu begeistern. Dazu wird Marc Weder, Bildungsverantwortlicher von Microsoft Schweiz, im Advisory Board von eduwo Einsitz nehmen.
Im Zeitalter der digitalen Transformation braucht die Schweiz dringend neue Fachkräfte wie etwa im Bereich Informatik. Seit einigen Jahren herrscht in den Informatikberufen ein akuter Fachkräftemangel: ICT-Berufsbildung Schweiz prognostiziert in ihrer Studie einen Bedarf an über 25’000 zusätzlichen Fachkräften bis 2025. Dem möchte die Schweizer Bildungsplattform eduwo gemeinsam mit Microsoft Schweiz entgegenwirken. Bildungsinteressierten Personen soll neben dem grossen Angebot an verschiedenen Studien- und Lehrgängen in allen Bereichen unter anderem auch die Attraktivität von technologischen Berufen aufgezeigt und dieses Berufsfeld zugänglicher gemacht werden.

Erfahrungsberichte schaffen Transparenz

Mit den knapp 3’500 Erfahrungsberichten von Aus- und Weiterbildungen fördert eduwo bereits heute den direkten Austausch zwischen Bildungsinteressierten und Studierenden der Schweizer Bildungslandschaft in sämtlichen Studienbereichen. Marc Weder, verantwortlich für die Bildungskunden bei Microsoft Schweiz, ist begeistert von dieser Idee: «eduwo schafft zusätzliche Transparenz und bietet somit noch bessere Unterstützung bei der Entscheidung in der Wahl des Studiums und der Weiterbildungen. Damit leistet die Bildungsplattform einen Beitrag zur Reduktion des Fachkräftemangels und unterstützt das erfolgreiche lebenslange Lernen.»

Marc Weder ergänzt kompetentes Advisory Board

Durch die Kooperation mit Microsoft Schweiz gelingt es eduwo, den Zugang für Studierende zu erleichtern und die Beliebtheit der technologischen Berufe inskünftig zu steigern. Marc Weder nimmt Einsitz im Advisory Board von eduwo und unterstützt die Geschäftsleitung mit seinem fachlichen Know-how in dieser bedeutenden Thematik. Co-Founder Benjamin Vidas freut sich über die kompetente Ergänzung: «Wir sind davon überzeugt, das Bildungssystem der Schweiz gemeinsam mit Microsoft Schweiz stärken zu können. Mit der Expertise von Marc Weder haben wir die Chance, innovative Ideen zu entwickeln, um qualifizierten Fachkräften von morgen die Türen zu öffnen.»

Diversität in der IT-Branche fördern

Die Diversität in den technologischen Berufen zu fördern, ist ein weiterer Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen eduwo und Microsoft Schweiz. Der Frauenanteil in den Informatikberufen liegt mit 14 Prozent deutlich unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 46 Prozent. «Das Image, Frauen seien weniger IT-tauglich, haftet bis heute an. Unser Ziel ist es, jungen Menschen zu zeigen, dass dieses Klischee überholt ist», sagt Vidas.

Über eduwo

Seit 2017 stellt die Bildungsplattform eduwo den Studierenden von morgen Erfahrungsberichte von aktuellen oder ehemaligen Studierenden zur Verfügung. Informationen aus erster Hand sind in anderen Branchen bereits etabliert und werden stark genutzt. Mit strengen Kontrollen und null Toleranz gegenüber unangemessenen Beiträgen stellt eduwo die Qualität sicher. Ziel ist eine hohe Transparenz im Bildungsbereich. Das Startup plant weitere Dienstleistungen für Bildungsinteressierte, die sich über Studiengänge und die Schweizer Bildungslandschaft informieren wollen. Unter anderem soll ab Herbst 2019 eine verstärkte Interaktion auf der Plattform möglich sein. So sollen Suchende Fragen direkt an aktuelle und ehemalige Studierende stellen können. www.eduwo.ch

Über Microsoft

Microsoft ist das führende Plattform- und Produktivitätsunternehmen mit der Mission, jede
Person und jede Organisation auf dem Planeten zu befähigen einen Mehrwert zu leisten. Die Microsoft Schweiz GmbH ist die Tochtergesellschaft der Microsoft Corporation (Redmond USA). Seit Gründung der Niederlassung im Jahr 1989 hat sich die Ländergesellschaft zu einem typisch schweizerischen KMU mit 620 Mitarbeitern entwickelt. Microsoft Schweiz ist mit den wirtschaftlichen und politischen Institutionen des Landes eng vernetzt und pflegt den aktiven gesellschaftlichen Dialog rund um die Themen Innovation, Sicherheit und Bildung.
Das Partner-Netzwerk umfasst landesweit 6’000 lokale Geschäftspartner und 14’000
zertifizierten Produkt- und Lösungsspezialisten. Seinen Hauptsitz hat die Microsoft Schweiz GmbH in Wallisellen bei Zürich. Weitere Büros befinden sich in Wollishofen, Bern und Genf. www.microsoft.com/de-ch

Bausinn-Zukunftsatelier

Am ersten Bausinn-Zukunftsatelier haben sich in der Thailodge im Elefantenpark des Zoo Zürich rund 40 Akteure über die Zukunft der Nachwuchsförderung in der Baubranche ausgetauscht. Ausser den VertreterInnen von 14 Bauverbänden nutzten auch Ausbildende, Unternehmer und Nachwuchstalente die Chance für den branchenübergreifenden Dialog. Der gemeinsame Tenor: Wir haben die gleichen Herausforderungen; gemeinsames Handeln könnte unsere Nachwuchswerbung wirksamer machen.

«Im Zoo Zürich bewerben sich rund 200 Jugendliche auf eine einzige Lehrstelle als Tierpfleger», machte Andreas Hohl, Stv. Direktor des Zoo Zürich, die rund 40 Anwesenden aus der Baubranche gleich zu Beginn seiner Begrüssung ein wenig neidisch. Obwohl etwa 70% der Tätigkeit eines Tierpflegers aus Reinigungs­arbeiten besteht und die Arbeit oftmals körperlich sehr anstrengend ist, lassen sich die jungen Leute nicht von einer Bewerbung abhalten.

Direkte Einblicke in das «Innenleben des Zoos» erhielten die Bausinn-Gäste auch von ihren Plätzen in der Thailodge aus. Die wie eine exotische Veranda gestaltete Lokalität im ersten Stock des  Hauses im Kaeng Krachan Elefantenpark erwies sich als ein ausgezeichneter Beobachtungsposten. Sozusagen elefantenhautnah erlebten die Bausinn-Gäste den Nachmittag des tierischen Nachwuchses. Der Ausblick auf das exotische Ambiente inspirierte auch Christoph Andenmatten, Präsident von bausinn.ch und Direktor von AM Suisse, in seiner Begrüssung: «Lassen wir uns gemeinsam von der Grösse der Elefanten zu grossem Denken anregen. Bei der Gründung im Jahr 2015 war bausinn.ch ein eher exotisches Gebilde in der heterogenen Bauwirtschaft. Inzwischen haben wir bereits einiges erreicht, aber es gibt noch viel zu tun.»



Jede Nachwuchswerbung für sich gut
Im ersten Teil des Bausinn-Zukunftsateliers stellten Akteure aus 8 Bauverbänden ihre Nachwuchsförderung vor. An innovativen Ideen und Projekten fehlt es nicht. So engagieren sich der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband und JardinSuisse beim Label Top-Ausbildungs­betrieb, das 2017 im Beisein von Bundesrat Schneider-Ammann als Innovation in der Berufsbildung mit dem «Enterprize» ausgezeichnet wurde. Metaltec Suisse hat speziell die Eltern, als stärkste Beinflusser bei der Berufswahl, im Visier und fokussiert bei der Nachwuchswerbung auf Internet, Social Media und Schnupperlehrboxen. 

suissetec, VSEI, Gebäudehülle Schweiz und der Schweizerische Gerüstbau-Unternemer-Verband SGUV setzen an Berufsmessen Virtual Reality bzw. Augmented Reality ein. Augmented Reality nutzt auch der Verein für Schweisstechnik SVS in seinem neuesten Projekt im E-Learning, das viel Material, Zeit und Kosten spart. Der Verband Schweizer Elektroinstallations-Firmen VSEI ist mit 4 Berufen digital wie real nah bei den Jugendlichen. Internet, Social Media, Videos – das alles ist in grossen Verbänden wie suissetec und VSEI, aber auch beim Plattenverband und bei Feusuisse selbstverständlich. Beim letzteren wurde das Feuer für die Nachwuchswerbung für den Kleinstberuf Ofenbauer erst vor kurzem frisch entfacht. suissetec führt dagegen bereits seit einigen Jahren eine umfassende Image- wie auch eine Rekrutierungs­kampagne. Alle Massnahmen führen zu den Berufen der Gebäudetechniker auf toplehrstellen.ch. Neben einem ganzen Strauss an Massnahmen werden auch TV-Spots zur Imagewerbung und witzige Videos mit einem Influencer als «Schauspieler» für die Rekrutierung geschaltet. Ausstellungen auf Rädern nutzen der VSEI wie JardinSuisse und machen damit gute Erfahrungen. Whatsapp-Gruppen helfen dem VSEI, die Zahl der rund 3‘000 Lehrverhältnisse in 4 Berufen stabil zu halten. Und doch – trotz aller technischen Innovationen und zeitgemässen Vorgehensweisen, so richtig zufrieden ist keine Baubranche mit den Resultaten in der Nachwuchswerbung. Und die alljährliche Nachricht «3‘000 offene Lehrstellen im Bau» sät Zweifel, ob die gegenwärtigen Massnahmen genügen.

Baunachwuchs besser erreichen
Das war auch das Thema des 2. Teils des Bausinn-Zukunftsateliers, der als World Café durchgeführt wurde. Die Gäste erforschten in 3 Fragerunden und in wechselnder Gruppenzusammensetzung, wie der Baunachwuchs gemeinsam noch besser erreicht und vor allem in der Branche behalten werden könnte. An 7 Tischen kamen die Teilnehmenden zu ähnlichen Ergebnissen: Alle Bauverbände wälzen ähnliche Problemstellungen beim Nachwuchs und unternehmen vergleichbare Aktivitäten auf hohem Niveau. Abhilfe versprechen die gemeinsame Sicht aufs Ganze und branchenübergreifende Projekte, die das Image der Baubranche stärken und Jugendlichen wie Eltern einen noch besseren Einblick in die Bauberufe verschaffen. In den Diskussionsrunden wurden zahlreiche mögliche Aktivitäten erörtert, die es wert sind, in den kommenden Monaten in der einen oder anderen Form weiterverfolgt zu werden. Dabei sollte sich nach Auffassung der Teilnehmenden die Baubranche nicht nur gegenüber der breiten Öffentlichkeit, sondern auch gegenüber den eigenen Fachkräften noch besser präsentieren. Immer wieder genannt wurden zum Beispiel gemeinsame Einstiegswochen in die Baubranche mit Austausch­programmen in mehreren Bauberufen, vermehrte Teilzeitangebote für Berufsleute und ein wachsender Anteil an Frauen in den rund 50 Bauberufen.
 

Originalton am Bausinn-Zukunftsatelier

Mario Freda, Präsident des SMGV, ein Gründungsmitglied von bausinn.ch, zeigte sich hocherfreut über das Ergebnis der Veranstaltung: «Das Bausinn-Zukunftsatelier hat mir gezeigt, dass alle Baubranchen die gleichen Herausforderungen haben. Das machten auch die verschiedenen Referate deutlich: Wir alle versuchen mehr oder weniger auf dem gleichen Weg Einfluss zu nehmen, damit wir junge Leute für unsere Berufe interessieren können. Und da stellt sich für mich im Zusammenhang mit bausinn.ch die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, die Kräfte noch vermehrt miteinander zu bündeln und gemeinsam die Problematik und die Herausforderungen anzunehmen und anzugehen.»

Christian Brogli, Leiter Kommunikation bei suissetec, dem Verband der Gebäudetechniker, hat in seinem Referat aufgezeigt, welche Chancen Virtual Reality, Videos, sowie Online-Kanäle und soziale Medien für die Rekrutierung des Nachwuchses bieten. Sein Fazit nach den 8 Referaten und 3 Fragerunden am World Café: «Ein wichtiger Punkt ist sicher, dass Lehrmeister zuerst in die Jugendlichen investieren müssen, sie fordern und fördern sollten. Man muss zuerst säen, bevor man ernten kann. Da sind die einzelnen Lehrbetriebe gefordert. Die vorbildlichen Unternehmen haben es einfacher, neue Lernende zu rekrutieren. In der Zukunft der Baubranche erkenne ich ein riesiges Potenzial, denn sie bietet zukunftsträchtige Jobs – gerade auch im Hinblick auf die Umsetzung der Energiestrategie 2050 und die Herausforderungen im Bereich Klimaschutz.»

Micha Lerch, Mitarbeiter von Vanoli AG, ist seit 12 Jahren im Strassenbau tätig. Nach der 3-jährigen Lehre EFZ hat er die Weiterbildung zum Vorarbeiter absolviert. Aktuell besucht er die Weiterbildung zum Polier. «Für die weitere Entwicklung der Baubranche wünsche ich mir, dass wir mehr Hand in Hand branchenübergreifend zusammenarbeiten, dass die Innovation, das Ganze einfach mehr gelebt wird von allen. Ich nehme vom heutigen Anlass für mich mit, dass wir im Punkt Entwicklungsförderung der Lernenden nicht alleine dastehen mit unseren Problemen. Ich würde sehr gerne bausinn.ch etwas mit auf den Weg geben, nämlich: Weiter so! Jemand muss den Anfang machen. Ich glaube, das ist ein guter Teil von etwas, das gross werden wird.»

Mona Neuenschwander, Malerin beim Farbwerk Herren: «Ich empfehle allen, den Beruf noch etwas stärker in der Öffentlichkeit vorzustellen, so dass die Jugendlichen wirklich verstehen, welche Aufgaben sie in der Lehre haben. Als Malerin zum Beispiel hat man neben den reinen Malerarbeiten Kundenkontakt und kann Empfehlungen aussprechen; man wird wahrgenommen als kompetente Person. Am Abend hat man ein superschönes Ergebnis, und die Kunden freuen sich.»

Patrik Ettlin, Leiter Marketing und Kommunikation beim Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten VSSM: «Die Teilnahme am Bausinn-Zukunftsatelier war für mich äusserst wertvoll. Ich war in dieser Zusammensetzung zum ersten Mal bei bausinn.ch dabei und habe das Gefühl, dass noch ganz viel bewegt werden kann, wenn man zusammen möglichst stark auftritt. Authentisch bleiben in den Berufen und von den Synergien in der Baubranche profitieren – das ist meine Empfehlung an bausinn.ch. Die Baubranche hat insbesondere deswegen zu wenige Lernende, weil es uns nicht gelungen ist, einerseits die Berufsbilder zu aktualisieren und zu modernisieren und andererseits die Attraktivität der Baustelle, der Werkstatt und des Bauwerks wie dem Haus oder der Strasse darzustellen. Ich denke, die Baubranche hat viele, viele Chancen, die sie nutzen muss. Es ist an der Zeit aufzuwachen. Wir müssen vorwärts machen und miteinander stark sein. Nur dann gelingt es uns, gegenüber der Akademisierung unsere Chancen zu wahren und uns darzustellen.»

bausinn.ch hat es sich zum Ziel gesetzt, das Image der Baubranche und die Wertschätzung für die Berufsleute zu verbessern. Seit 2015 führt bausinn.ch Veranstaltungen zur Zukunft der Baubranche durch und vernetzt branchenübergreifend, veranstaltet Mediengespräche mit Lernenden und Nachwuchskräften, lädt in Bahnhöfen Jugendliche und Familien zum Spielen mit überdimensionalen Bauklötzen ein und zeichnet vorbildliche Bauunternehmen mit dem Bausinn-Award aus; alles wird auf Social Media in Videos dokumentiert und einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Trägerorganisationen von bausinn.ch sind AM Suisse (Metaltec Suisse), Gebäudehülle Schweiz, der Schweizerische Gerüstbau-Unternehmer-Verband SGUV, der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV und der Schweizerische Verein für Schweisstechnik SVS.

 

50 Jahre Mondlandung: Bern im All

Die Weltraumforschung an der Universität Bern begann am 27. Oktober 1967 mit einem Testflug der Zenit-Rakete der Firma Contraves. Mit wissenschaftlichen Instrumenten an Bord sollte die obere Atmosphäre (80-500 Kilometer über der Erdoberfläche) erforscht werden. Die Mess-Instrumente mussten möglichst klein und sehr robust sein, um den Raketenstart zu überstehen und trotz widrigen Umständen im Weltraum verlässlich zu funktionieren. Ihre Messleistung musste dennoch so exakt sein wie die von grossen, schweren Laborinstrumenten. Diese nahezu unmögliche Aufgabe meisterten die Berner Weltraumforschenden bereits beim ersten Einsatz. Diese Fachkompetenz wurde über die Jahre zu einem Markenzeichen der Berner Weltraumforschung.

Juli 1969: Apollo 11 auf dem Mond mit dem Sonnenwind-Segel (SWC) des Physikalischen Instituts der Universität Bern. Es fing die Gase von der Sonne ein. Diese wurden in Bern mit speziell dafür entwickelten Massenspektrometern gemessen. Astronaut Edwin «Buzz» Aldrin steht neben dem Berner Experiment. © NASA, Apollo Image Archive.

Berner Sonnensegel auf dem Mond

Der erste Höhepunkt folgte schon bald mit der Mondlandung 1969. Das Berner Sonnensegel, das Solar Wind Collector-Experiment (SWC), war das erste nicht US-amerikanische Experiment im Apollo-Programm der NASA. Auf dem Mond von den Astronauten noch vor der US-Flagge ausgerollt, fing es Teilchen von der Sonne ein, die dann in Berner Labors mit speziell dafür entwickelten Massenspektrometern untersucht wurden. Dieser erste grosse Erfolg begründete die Sonnenwindforschung an der Universität Bern, die sich mit den Teilchen beschäftigt, die kontinuierlich von der Sonne in den Weltraum ausgesandt werden. In der Folge wurden über mehr als drei Jahrzente hinweg Experimente für Raumsonden gebaut, die den Sonnenwind auf Missionen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der NASA direkt massen (ISEE-3, Ulysses, WIND, SOHO, ACE, Genesis, und Solar Orbiter).

Mit der Verfügbarkeit von leistungsstärkeren Raketen und komplexeren Raumsonden verlagerte sich das Forschungsinteresse vom erdnahen Raum immer weiter ins Weltall hinaus. So haben die Berner Physikerinnen und Physiker an der Erforschung der Magnetosphäre mit massgeschneiderten Massenspektrometern auf Raumsonden beigetragen (GEOS, CLUSTER, POLAR, IMAGE).

Auf Kometenjagd

Die Universität Bern war zudem an den ESA-Missionen zu den Kometen Halley (Giotto-Mission) und Churyumov-Gerasimenko (Rosetta-Mission) jeweils mit ihren Massenspektrometern beteiligt. Diese Kometenbesuche haben massgeblich zu einem besseren Verständnis von Kometen und des Ursprungs unseres Sonnensystems beigetragen. Die Rosetta-Mission wurde 2016 unter weltweit grossem medialen Interesse erfolgreich abgeschlossen. Ihre gesammelten Daten werden noch über viele Jahre ausgewertet werden und versprechen weitere spannende Erkenntnisse.

In den vergangenen 50 Jahren war die Universität Bern bei zahlreichen internationalen Missionen beteiligt.

50 Jahre Mondlandung: Nicola von Greyerz von der Uni Bern zeigt das Jubiläumssignet der Hochschule, Christoph Tanner von Swissmint die Sondermünze und Bernhard Kallen von der Post die Sondermarke. | zvg / Universität Bern, Bild: Ramon Lehmann

Die Schweizerische Post und Swissmint haben am 1.Mai.2019 die Feierlichkeiten rund um 50 Jahre Mondlandung eingeläutet. In Bern präsentierten sie eine Sondermarke und eine Sondermünze.

Die Universität Bern wird ihre Beteiligung an dem Spektakel anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Mondlandung  vom 27. bis 30. Juni 2019 mit einem grossen Wissenschaftsfest feiern.

Die 1-Franken-Sondermarke zeigt einen Astronauten bei einem Mondspaziergang – etwa so, wie es auf dem Fernsehbild der damaligen Übertragung zu sehen war. Die Sondermünze ehrt das historische Ereignis und die Rolle der Uni Bern mit der Ausgabe einer 20-Franken-Gedenkmünze aus Silber.

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22,6 Milliarden Franken für die Forschung in der Schweiz 2017

2017 wurden in der Schweiz 22,6 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung (F+E) aufgewendet, 2% mehr als im letzten Erhebungsjahr 2015. Mit mehr als zwei Dritteln der Aufwendungen leisteten die Privatunternehmen nach wie vor den grössten Beitrag. Ihre Aufwendungen gingen jedoch etwas zurück, im Gegensatz zu jenen der Hochschulen. Soweit die wichtigsten Ergebnisse der Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zur Forschung und Entwicklung.

2017 wurden in der Schweiz 22,6 Milliarden Franken für F+E-Aktivitäten aufgewendet. Die Privatunternehmen steuerten mit 15,6 Milliarden Franken mehr als zwei Drittel, die Hochschulen mit 6,2 Milliarden gut einen Viertel der Gesamtaufwendungen bei.

In den vergangenen neun Jahren hat sich das Wachstum der F+E-Aufwendungen verlangsamt. Zwischen 2008 und 2012 belief es sich pro Jahr durchschnittlich auf 5%, zwischen 2012 und 2015 auf 3% und zwischen 2015 und 2017 noch auf 1%. Dennoch stieg der Gesamtbetrag der Aufwendungen im Lauf der Jahre stetig an und erreichte bei jeder Erhebung einen neuen Rekordwert.

Aufwendungen der Privatunternehmen stagnieren,   jene der Hochschulen nehmen zu

Zum ersten Mal in 20 Jahren gingen die F+E-Aufwendungen der Unternehmen im Vergleich zur letzten Erhebung (2015) leicht zurück (–11 Mio. Franken, knapp –0,1%). Dieses Minus ist den Grossunternehmen (100 Beschäftigte oder mehr) zuzuschreiben, deren Aufwendungen um 2% sanken, während die Kleinstunternehmen je nach Grösse ein Wachstum von +13% bis +16% verzeichneten. Ein Drittel der F+E-Aufwendungen der Privatunternehmen ging allein auf das Konto der Pharmaindustrie. Sie bleibt einer der wichtigsten Akteure im Forschungsbereich in der Schweiz.

Die Gesamtaufwendungen für F+E in der Schweiz nahmen insbesondere dank der Hochschulen zu, bei denen seit einigen Jahren ein kontinuierliches starkes Wachstum verzeichnet wird (+332 Mio. Franken, +6% gegenüber 2015).

F+E-Intensität in der Schweiz bleibt hoch

Die F+E-Aufwendungen beliefen sich auf 3,4% des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Schweiz. Dieser Anteil, der die Forschungsintensität innerhalb der Volkswirtschaft misst, war im internationalen Vergleich sehr hoch. Gemäss den OECD-Zahlen positionierte sich die Schweiz hinter Südkorea und Israel auf dem dritten Platz.

Grundlagenforschung im Aufschwung

Seit 2012 gewinnt die Grundlagenforschung zunehmend an Bedeutung. Traditionellerweise sind in erster Linie die Hochschulen in diesem Bereich tätig. Seit rund fünf Jahren wird die Grundlagenforschung jedoch nicht nur durch die steigenden Aufwendungen der Hochschulen, sondern insbesondere auch der Privatunternehmen vorangetrieben. Diese wendeten 2017 mehr als 40% der F+E-Aufwendungen für die Grundlagenforschung auf. In den Vorjahren hatte diese Forschungsart lediglich einen Viertel der F+E-Aufwendungen ausgemacht.

Staat spielt als Finanzierungsträger eine wichtige Rolle

Der Sektor Staat, der sich aus Bund und Kantonen zusammensetzt, führt selbst kaum F+E-Aktivitäten durch. Seine Aufwendungen beliefen sich auf weniger als 1% des Totals. Als Finanzierungsträger spielte er hingegen eine umso grössere Rolle, insbesondere für die Hochschulen. Diese erhielten 2017 für ihre F+E-Aktivitäten nahezu 5 Milliarden Franken von Bund und Kantonen.

Grenzüberschreitende Geldflüsse

Wie in der Wirtschaft allgemein findet auch bei der Finanzierung der F+E-Aktivitäten ein reger Austausch mit dem Ausland statt. 2017 flossen 1,2 Milliarden Franken aus dem Ausland in F+E-Aktivitäten in der Schweiz (2015: 2,3 Mrd. Franken).

Vier Fünftel dieses Betrags kamen Privatunternehmen und 20% dem Sektor Hochschulen zugute. Gleichzeitig finanzierten Schweizer Unternehmen F+E-Aktivitäten im Ausland (oft in Form von Aufträgen) mit nahezu 7,9 Milliarden Franken, was gegenüber der letzten Erhebung einem Plus von 40% entspricht.

Anteil der Forschenden und der Frauen am F+E-Personal steigt

2017 blieb das F+E-Personal in der Schweiz mit rund 125 000 Beschäftigten stabil (knapp 82 000 in Vollzeitäquivalenten, VZÄ). Den Hauptanteil davon machten die Forschenden aus (46 000 VZÄ). Der Frauenanteil steigt kontinuierlich an: 2017 waren 36% des F+E Personals Frauen (2008: 32%).

Link Tipps:

Weiterführende Informationen und Publikationen: www.bfs.admin.ch/news/de/2018-0468
Statistik zählt für Sie: www.statistik-zaehlt.ch
Abonnieren des NewsMails des BFS: www.news-stat.admin.ch
BFS-Internetportal: www.statistik.ch

Solarenergie und Baukultur

Die vom Bundesamt für Kultur (BAK) heute publizierte Broschüre «Solarkultur» zeigt mögliche Wege auf, wie Gemeinden die Nutzung der Solarenergie mit hoher Baukultur verbinden können. Die Broschüre veranschaulicht, dass Planungen über grössere Gebietseinheiten gute Lösungen vereinfachen.

Das Bundesamt für Kultur (BAK) beauftragte 2016 ein interdisziplinäres Team unter der Leitung der Fachhochschule Genf (hepia), mögliche Wege aufzuzeigen, wie die Produktion von Solarenergie mit städtebaulich überzeugenden Lösungen einhergehen kann. In Zusammenarbeit mit den Ämtern für Energie, Denkmalpflege und Städtebau des Kantons Genf sowie der Stadt Carouge (GE) wurde eine Methode entwickelt, die es erlaubt, ein Maximum an Solarenergie zu produzieren und gleichzeitig eine hohe Baukultur zu ermöglichen. Die Erkenntnisse dieses Projekts bilden die Grundlage für die jetzt veröffentlichte Broschüre, die sich namentlich an die Schweizer Gemeinden richtet.

Bild: unsplash.com

Mit einer kommunalen Solarstrategie werden für die verschiedenen Gemeindegebiete unterschiedliche Prioritäten festgelegt. Solarenergie soll in erster Linie dort produziert werden, wo das Potenzial am grössten und am einfachsten zu nutzen ist. So kann ein bedeutender Teil des Bedarfs an Warmwasser und Strom durch Solarenergie gedeckt werden. Die höchste Priorität kommt meist Arealen mit starker Neubautätigkeit, Industrie- sowie Gewerbegebieten zu. Solaranlagen können hier grossflächig auf Flachdächern installiert, aber auch in Fassaden integriert werden. Die Mehrproduktion in diesen Gebieten kompensiert eine allfällige Minderproduktion in anderen, städtebaulich sensibleren Gebieten.

Die Publikation zeigt zudem auf, wie Gemeinden ihre Vorbildfunktion durch spezifische Massnahmen wahrnehmen können. Dazu gehören etwa die Förderung partizipativer Geschäftsmodelle wie Solargenossenschaften, der Schweizer Innovationen in diesem Bereich oder auch Kooperationen mit Privaten und den lokalen Energiewerken.

Verbessertes IVF-Screening und ultraschnelle aerodynamische Simulationssoftware-Startups gewinnen CHF 130’000

Das jüngste Venture Kick-Finale gewährte Unternehmern 130.000 Franken, die ein Gerät entwickeln, mit dem Millionen von Menchen Kinder bekommen können und Software, mit der die Aerodynamik von Auto- und Flugzeugkonstruktionen 1000-mal schneller als der derzeitige Stand der Technik analysiert werden kann.

Marco Grisi und Gaurasundar Conley von Annaida Technologies und Pierre Baqué, Timur Bagautdinov, Francois Fleuret und Pascal Fua von Neural Concept haben 130.000 Franken Startkapital aus dem nationalen Unterstützungsprogramm von Venture Kick gewonnen.

“Venture Kick hat uns bereits geholfen, uns den nötigen Kick zu geben, um unseren unternehmerischen Geist zu wecken. Jetzt wird es uns einen noch größeren Kick geben, der uns die Mittel gibt, um unsere Pläne umzusetzen.”, Sagte Gaurasundar Marc Conley, CEO Co- Gründer von Annaida Technologies.
“Das Feedback des Trainers ist sehr kritisch, aber immer positiv.”, Sagte Pierre Baqué, Mitbegründer von Neural Concept.

Annaida Technologies Sàrl: Verbessertes IVF-Screening (Lausanne, EPF-Ausgliederung):
Etwa 1 von 10 Paaren in den Industrieländern nutzt die In-vitro-Fertilisation, um zu begreifen, und die europäischen Kliniken führen jährlich 660.000 IVF-Zyklen durch.
Weltweit wird IVF bis 2020 eine 20-Milliarden-Dollar-Industrie sein. Patienten geben über 1 Milliarde US-Dollar für das Screening von Embryonen aus, um herauszufinden, welche davon am lebensfähigsten sind. Gegenwärtige Methoden, durch Untersuchung unter dem Mikroskop oder durch Biopsie von bis zu 15 Prozent der Embryozellen, sind langsam und führen im Durchschnitt zu 35 Prozent der Schwangerschaft zu erfolgreichen Schwangerschaften.
 
Gaurasundar Conley, CEO & Marco Grisi CTO von Annaida Technologies

Marco Grisi, Technologe von Annaida, studierte Mikrotechnik und Magnetresonanz am Institut für Mikrotechnik EPFL in Lausanne, entwickelte eine schnellere, genauere Technologie, die empfindlich genug ist, um sie an einem menschlichen Embryo einzusetzen. Das Startup-Gerät – wie ein MRI-Scanner, der auf etwa einen Fünftel Millimeter Größe geschrumpft ist – ermöglicht es den IVF-Kliniken, ihre Analyse innerhalb einer Stunde vor Ort durchzuführen.

Grisi und Mitbegründer und CEO nutzten die Unterstützung von Venture Kick, um mit Branchenakteuren und Meinungsführern auf Konferenzen und Instituten weltweit in Kontakt zu treten und ihr Know-how in der Embryologie zu entwickeln.
“Dank dieser Möglichkeiten arbeiten wir jetzt mit unserem Partner für die nächsten medizinischen Studien zusammen. Daher war Venture Kick für die Entwicklung unseres Spin-Offs von entscheidender Bedeutung”, sagt Grisi.
2019 sollte das Startup (benannt nach den Großmüttern der Gründer) eine Saatgutrunde abschließen und eine Studie mit menschlichen Embryonen bei einer IVF-Klinik im Kanton Waadt beginnen. “Kickers Camp ist wichtig, damit Sie Ihre Prioritäten auf die wichtigsten Geschäftselemente konzentrieren können. Sie legen Technologie beiseite und stellen Kundenbedürfnisse und Zahlungsbereitschaft in den Mittelpunkt”, so Conley.

Neural Concept Sàrl (Lausanne, EPF-Ausgliederung):
Die Autohersteller geben jährlich etwa 10 Millionen US-Dollar für Software aus, um die aerodynamische Leistung ihrer Konstruktionen digital zu simulieren. Insgesamt werden rund drei Milliarden US-Dollar für digitale Simulationen von allen industriellen FuE-Unternehmen, insbesondere von Auto- und Flugzeugherstellern weltweit, ausgegeben. Die derzeitige Technologie ist langsam und benötigt zwischen 6 und 24 Stunden, um ein Design zu analysieren, wodurch die Anzahl der Konstrukteure begrenzt wird.
 
Pierre Baqué, CEO von Neural Concept

Die Mitgründer von Neural Concept, Pierre Baqué, Timur Bagautdinov, Francois Fleuret und Pascal Fua, setzen Deep-Learning-Technologien ein, die für 3D-Modelle im Computer Vision Lab von EPF Lausanne entwickelt wurden. Ihre Simulationen können in 100 Millisekunden durchgeführt werden, sodass Ingenieure ihre Forschungs- und Entwicklungszyklen beschleunigen und bessere Produkte kostengünstiger herstellen können. Die Technologie der Ausgründung wird auch die Arbeit der Flugzeugdesigner beschleunigen.

Seit dem Bestehen der vorherigen Venture Kick-Jury und Ausbildung hat das Startup Bridge- und Innogrant-Stipendien erhalten. “Das Kickers Camp war für uns wirklich ein Schlüsselelement in Bezug auf die Art und Weise, wie wir unsere Botschaft strukturieren und über unser Unternehmen sprechen. Jetzt wollen wir uns stärker auf die Vorteile konzentrieren, die wir bringen, und nicht auf die Technologie und wie wir sie bringen”, sagte Pierre Baqué .
Das Startup hat bereits eine laufende Produktvalidierung mit sechs Kunden in Europa und den USA durchgeführt und schließt derzeit eine Finanzierungsrunde ab.
 
Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick stellt bis zu 150’000 Franken für die Lancierung von Start-ups zur Verfügung. Darüber hinaus bietet es einen gut strukturierten unternehmerischen Weg zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Start-ups erscheinen in drei verschiedenen Phasen vor einer Jury, um eine Finanzierung sowie direktes Feedback und Zugang zu einem internationalen Netzwerk erfolgreicher Unternehmer und Investoren zu erhalten.

Seit 2007 haben 600 Schweizer Unternehmensgründungsprojekte von Venture Kick CHF 24.9 Mio. erhalten. Mehr als 454 Kapitalgesellschaften schufen 6.033 Arbeitsplätze. Von Venture Kick unterstützte Start-ups haben bisher CHF 2,5 Mia. an Investoren angezogen und 55 Start-ups von Venture Kick haben sich im Ranking der TOP 100 schweizer startups im 2018. Im Jahr 2019 wird Venture Kick CHF 4,35 Mio. in Start-up-Projekte einbringen, die der Schweizer Wissenschaft den Zugang zu den Weltmärkten ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie im Venture Kick-Geschäftsbericht .
Die Venture Kick Foundation wird unterstützt von der Gebert Rüf Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung, der Hauser-Stiftung, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner, Igor Fisch, Fondation Pro Techno, Rising Tide Foundation, ESA BIC Schweiz, Migros Commitment und Swisscom.

Mit der Erfindung im Ausland expandieren – was zu beachten ist

Eine großartige Erfindung allein reicht nicht aus, um sich als Unternehmen erfolgreich auf dem ausländischen Markt zu behaupten. Auch wenn die Erfindung schon auf dem Schweizer Markt erfolgreich ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sich die Erfolgsgeschichte im Ausland fortsetzen wird. Wir verraten Ihnen, auf was Sie bei der Expansion mit Ihrem Produkt achten müssen: Kennen Sie auch im Ausland Ihren Markt und Ihre Zielgruppe? Sprechen Sie diese erfolgreich durch eine auf die Kultur abgestimmte Marketingstrategie und Produktwerbung an.

Verstehen Sie den Zielmarkt

Die Vielzahl an potenziellen Wettbewerbern erfordert eine gut durchdachte Markteintrittsstrategie, mit der sich Ihre Idee im Ausland etablieren kann. Hierfür ist es wichtig, zuallererst den Zielmarkt und die Zielgruppe zu kennen, die Sie mit Ihrer Erfindung erreichen möchten. Besteht auf dem ausländischen Markt eine Nachfrage nach Ihrem Produkt oder ist der Markt bereits gesättigt? Ist die Zielgruppe dieselbe wie in Ihrem Heimatland? Berücksichtigen Sie dabei etwaige Barrieren, die den Markteintritt für Ihr Unternehmen erschweren könnten. Nur weil es in Ihrem Heimatland keinen Mitbewerber gibt, muss das nicht auch im Ausland so sein. Wer ist Ihre Konkurrenz auf dem Zielmarkt und was unterscheidet Sie von den Mitbewerbern? Welche wirtschaftlichen, bürokratischen und politischen Bedingungen müssen Sie erfüllen, um Ihr Produkt auf dem ausländischen Markt anbieten zu können? Aus diesen Überlegungen heraus ergibt sich dann schließlich das individuelle Marktpotenzial für Ihre Erfindung.

Nehmen Sie kulturelle Unterschiede ernst

Lernen Sie nicht nur den Zielmarkt kennen, sondern auch die Kultur: denn andere Länder, andere Sitten. Vom Verhalten unter Geschäftspartnern und gegenüber Kunden bis hin zu elementaren Dingen wie Pünktlichkeit, der Wahl der Gesprächsthemen oder der korrekten Anrede: Interkulturelle Kompetenzen sind insbesondere bei Geschäftsbeziehungen enorm wichtig. Herrscht Unkenntnis über kulturelle Unterschiede, kann es schnell zu Missverständnissen und Problemen kommen, wodurch die geschäftliche Beziehung im schlimmsten Fall scheitert. Auch bei Geschäftsdokumenten, die mittels Google Translator in die jeweilige Landessprache übertragen wurden und dabei den Sinn nicht vollständig treffen oder schlichtweg falsch übersetzt wurden, büßt Ihre Erfindung und damit auch Ihr Unternehmen schnell an Professionalität ein. Damit Ihnen ein solcher Fauxpas nicht passiert und Ihre Erfindung auf dem ausländischen Markt stets einen seriösen Eindruck hinterlässt, lohnt es sich, für die erfolgreiche Expansion und der Etablierung Ihrer Erfindung im Ausland in eine professionelle Übersetzung zu investieren.

Professioneller Außenauftritt durch einwandfreie Übersetzungen

Wenn Sie mit Ihrer Erfindung erfolgreich im Ausland expandieren möchten, ist eine fehlerfreie Übersetzung von Dokumenten, Verträgen, Geschäftsbriefen, Handbüchern oder Bedienungsanleitungen durch eine Übersetzungsagentur unverzichtbar. Denn nur wenn der Originaltext in jede Sprache inhaltlich korrekt und sinngemäß übertragen wird, kann Ihre Erfindung auf der internationalen Bühne überzeugen. Mit einwandfreien Übersetzungen in der jeweiligen Landessprache bauen Sie sich nachhaltig ein vertrauenswürdiges und positives Image auf.

Entgegen der vorherrschenden Meinung, dass es ausreicht, jedes Wort einzeln und nacheinander zu übersetzen, ist eine sinnhaft falsche und oftmals völlig aus dem Zusammenhang gerissene Übersetzung das ernüchternde Ergebnis, wenn man an den falschen Enden spart. Dies kann nicht nur negativ auf Ihr Image abfärben, sondern sogar Schadensersatzansprüche zur Folge haben, wenn Kunden wegen eines Übersetzungsfehlers in der Betriebsanleitung Ihr Produkt falsch anwenden. Für eine bestmögliche Übersetzung solcher wichtiger Dokumente sollten unbedingt Muttersprachler oder zertifizierte Fachübersetzer herangezogen werden, die auf einen extrem umfassenden Wortschatz zurückgreifen können, Ihre Texte genau auf den Zielmarkt zuschneiden und so stets die richtige landestypische Formulierung wählen.

Was ist das Markenverständnis Ihres Produktes im Ausland

Jede Erfindung zeichnet sich durch ein Alleinstellungsmerkmal aus, das in einem einzigartigen Produktnutzen resultiert. Wird der Name Ihres Produkts oder Ihrer Brand auf dem Heimatmarkt bereits mit seinen Alleinstellungsmerkmalen gleichgesetzt, so muss das Markenverständnis auf einem ausländischen Markt erst kommuniziert werden. Um dieses wesentliche Markenverständnis auch auf dem ausländischen Markt schlüssig und überzeugend zu kommunizieren, ist wiederum eine hervorragende Übersetzung der Dokumente rund um Ihre Erfindung elementar sowie eine auf die Zielgruppe und Kultur zugeschnittene Marketingstrategie. Gehen Sie jedoch als Erfinder nicht zwangsläufig davon aus, dass die ausländische Zielgruppe den gleichen Nutzen in Ihrem Produkt sieht, wie Ihre einheimischen Kunden. In asiatischen Ländern werden eventuell andere USPs (Unique Selling Points) höher gewichtet, als in den USA oder Europa. Analysieren Sie genau, welche Produkteigenschaft die ausländische Zielgruppe anspricht.

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Gaia Membranes und Viventis Microscopy gewinnen die letzte Phase von Venture Kick

Innovative Batteriemembranen für eine effiziente Energiespeicherlösung und eine Mikroskopietechnologie für Langzeit-Live-Imaging gewinnen je CHF 130’000.

“Mit dieser erneuten Unterstützung können wir die Ausweitung unserer Produktion beschleunigen und bis Ende 2019 unser erstes Produkt auf den Markt bringen”, sagte Elian Pusceddu, Mitbegründer und CEO von Gaia Membranes. Das Start-up wird Ionenaustauschermembranen nach einem zum Patent angemeldeten Verfahren entwickeln und herstellen, dass die Produktionskosten im Vergleich zu konkurrierenden Materialien deutlich reduziert und so die Entwicklung effizienter Energiespeicherlösungen ermöglicht.

Viventis Microscopy vermarktet ein neues Lichtbild-Mikroskopsystem, um die mit bestehenden Mikroskopen verbundenen Einschränkungen zu beseitigen. Das Startup bietet eine einzigartige Lösung für die langfristige Live-Bildgebung von lichtempfindlichen Proben wie Embryonen und Organoiden. “Venture Kick wird es uns ermöglichen, unser Demonstrationsmikroskop zu finanzieren und es potenziellen Kunden und internationalen Messen zur Verfügung zu stellen. Dies ist von grundlegender Bedeutung für die Steigerung unserer Sichtbarkeit und Marktdurchdringung”, sagt Andrea Boni, Mitbegründerin und COO von Viventis Microscopy.

Gaia Membranes, ein Spin-off des Paul Scherrer Instituts, gegründet von Eli Pusceddu und Fabio Oldenburg (Aargau).

Fabio Oldenburg, COO von Gaia Membranes

Lithium-Ionen-Batterien, die Energiespeichertechnologie der Wahl für Unterhaltungselektronik und Elektrofahrzeuge, stehen vor kritischen Problemen wie schneller Ladeverschleiss und kurzer Lebensdauer, leicht entflammbarer und explosiver Chemie und kostspieligem End-of-Life Management. Bisher hatten Vanadium-Redox-Batterien (VRFBs) – eine neuartige Technologie, die sich leichter anpasst als Lithium-Ionen-Batterien – aufgrund ihrer relativ niedrigen Lade-Entlade-Effizienz von 75 % im Vergleich zu fast 90 % bei Lithium-Ionen-Batterien Schwierigkeiten im Wettbewerb.
Gaia Membranes hat das Ziel, den Status quo zu ändern und die VRFBs zur kostengünstigsten Technologie zur Energiespeicherung zu machen. Wie? Ihr erstes Ionenaustauschmembranprodukt erhöht die Effizienz von VRFBs um bis zu 15% und schließt die Lücke zu Lithium-Ionen-Batterien. Darüber hinaus ermöglicht die vielseitige Membrantechnologie die Entwicklung von Produkten, die die Effizienz von Brennstoffzellen, Wasserelektrolysegeräten und anderen verwandten Anwendungen verbessern. Diese Marktsegmente für Ionenaustauscher-Membranen weisen das höchste Wachstum in einem Markt von 1,4 Milliarden US-Dollar auf.
Das Team bereitet sich nun auf die Produktionssteigerung vor und startet Pilotprojekte.
www.gaiamembranes.com

Viventis Microscopy, ein Spin-off der EPF Lausannes, gegründet von Andrea boni und Petr Strnad (Lausanne).
Hochauflösende Online-Imaging-Lösungen sind eine echte Notwendigkeit, um unser Verständnis von zellulären Prozessen in der pharmazeutischen Forschung zu verbessern. Die gängigsten Technologien verwenden die Fluoreszenzmikroskopie, die aufgrund ihrer relativ hohen Phototoxizität nicht für die Langzeitabbildung von lebenden lichtempfindlichen Proben geeignet ist. Alternative Lösungen sind begrenzt, wenn es um die Beobachtung größerer Proben geht, eine Notwendigkeit, 3D-Zellkulturen richtig zu beobachten.

Petr Strnad, Andréa Boni, Mitbegründer von Viventis Mikroskopie

Viventis Microscopy stellt ein neues Lichtbild-Mikroskopsystem mit beispielloser Abbildungskapazität vor. Die Technologie ermöglicht die Live-Bildgebung von bis zu 6 Tagen für lichtempfindlichen Proben wie Embryonen und Organoiden (künstlich kultiviertes Gewebe, das aussieht wie ein Organ), was die Medikamentenentwicklung beschleunigt.
Viventis beabsichtigt sich als starker und innovativer Player im 750-Millionen-Dollar-Markt für die Bildgebung von lebenden Zellen zu etablieren. Das Unternehmen hat bereits mehrere mikroskopische Systeme an führende, europäische Forschungseinrichtungen geliefert und plant, sich in den Segmenten Biotechnologie und Pharma zu etablieren, die 3D-Kultursysteme wie Organoide in ihrer Forschung einsetzen.
www.viventis-microscopy.com

Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick stellt bis zu 150’000 Franken für die Lancierung von Start-ups zur Verfügung. Darüber hinaus bietet es einen gut strukturierten unternehmerischen Weg zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Start-ups erscheinen in drei verschiedenen Phasen vor einer Jury, um eine Finanzierung sowie direktes Feedback und Zugang zu einem internationalen Netzwerk erfolgreicher Unternehmer und Investoren zu erhalten.

Seit 2007 haben 600 Schweizer Unternehmensgründungsprojekte von Venture Kick CHF 24.9 Mio. erhalten. Mehr als 454 Kapitalgesellschaften schufen 6.033 Arbeitsplätze. Von Venture Kick unterstützte Start-ups haben bisher CHF 2,5 Mia. an Investoren angezogen und 55 Start-ups von Venture Kick haben sich im Ranking der TOP 100 schweizer startups im 2018. Im Jahr 2019 wird Venture Kick CHF 4,35 Mio. in Start-up-Projekte einbringen, die der Schweizer Wissenschaft den Zugang zu den Weltmärkten ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie im Venture Kick-Geschäftsbericht .
Die Venture Kick Foundation wird unterstützt von der Gebert Rüf Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung, der Hauser-Stiftung, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner, Igor Fisch, Fondation Pro Techno, Rising Tide Foundation, ESA BIC Schweiz, Migros Commitment und Swisscom.

Innovationsförderung und Standortpromotion – BaselArea.swiss

33 neu angesiedelte Firmen schaffen hunderte Arbeitsplätze in der Region Basel

 

Die Innovationsförderung und Standortpromotion BaselArea.swiss hat 2018 beachtliche Erfolge feiern können. 33 Firmen konnten davon überzeugt werden, in die Wirtschaftsregion Basel zu expandieren. Das sind sieben mehr als im Vorjahr. Die neu angesiedelten Firmen wollen in den kommenden Jahren mehr als 430 Arbeitsplätze schaffen. Vielversprechend entwickelte sich neben der Standortpromotion auch die Innovationsförderung. So hat BaselArea.swiss im vergangenen Jahr 72 Unternehmensgründungen gefördert sowie die Zahl der Beratungen für Unternehmen mehr als verdreifacht.

 

Die Anstrengungen von BaselArea.swiss in der gemeinsamen Innovationsförderung und Standortpromotion der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura machen sich weiter bezahlt. Im vergangenen Jahr hat BaselArea.swiss dafür gesorgt, dass 33 Firmen Geschäftstätigkeiten neu in die Wirtschaftsregion Basel verlagert haben. Das sind sieben mehr als im Vorjahr. 16 Firmen sind aus Europa zugezogen, neun davon aus Deutschland. Zudem hat BaselArea.swiss sechs Schweizer Unternehmen bei der Suche nach einem geeigneten Standort in der Region Basel unterstützt.

 

Unter den neu angesiedelten Firmen sind 19 in den Life Sciences und in der Chemiebranche tätig. Hervorzuheben sind insbesondere Skyhawk Therapeutics aus den USA und BeiGene aus China. Das globale Pharmaunternehmen aus Peking eröffnete in Basel seinen europäischen Sitz. Insgesamt haben die neu im Wirtschaftsraum Basel ansässigen Firmen bereits 139 Arbeitsplätze geschaffen, 296 weitere haben die Unternehmen für die kommenden Jahre in Aussicht gestellt. Das grosse Interesse an der Region Basel als Firmenstandort zeigte sich ausserdem an den über 400 Beratungen im In- und Ausland sowie den 67 Besuchen von Investoren und Unternehmensdelegationen, die BaselArea.swiss 2018 organisiert hat.

 

Starkes Engagement in der Innovation

 

Neben der Standortpromotion hat sich auch das zweite Standbein von BaselArea.swiss, die Innovationsförderung, überaus erfreulich entwickelt. 72 Start-ups wurden von BaselArea.swiss bei der Gründung unterstützt, womit sich die Zahl der Unternehmensgründungen gegenüber dem Vorjahr um neun erhöhte. Es handelte sich dabei primär um Firmen in den Branchen Life Sciences und ICT.

 

Eine deutliche Zunahme zeigte sich bei der Nachfrage nach Beratung und Mentoring. 556 Mal haben Unternehmen diese Dienstleistung von BaselArea.swiss in Anspruch genommen, was im Vergleich zum Vorjahr mehr als einer Verdreifachung entspricht. Grosser Beliebtheit erfreuten sich auch die Veranstaltungen von BaselArea.swiss, an denen rund 6’000 Teilnehmenden eine Plattform geboten wurde, um sich zu vernetzen und neue Ideen zu generieren.

 

Ausserdem hat BaselArea.swiss seine drei Initiativen weiter ausgebaut: Im Bereich Healthcare Innovation hilft «DayOne» mit, dass sich vielversprechende Start-ups rasch entwickeln und dazu beitragen, Basel als weltweit führenden Standort für Gesundheitsinnovationen zu etablieren, im Bereich Therapeutic Innovation beschleunigt «BaseLaunch» die Entwicklung innovativer Start-ups, indem unter anderem finanzielle Unterstützung offeriert wird, und im Bereich Industrial Transformation bietet die «Industry 4.0 Challenge» Jungunternehmen und KMUs eine Plattform, ihre digitalen Lösungen in der Produktionstechnologie vorantreiben zu können.