Smart Home in der Schweiz: Bekannt, aber kaum genutzt

Ein Zuhause, das den Alltag erleichtert. Dies wäre mit Smart Home möglich. Doch in der Schweiz steckt die digitale Vernetzung von Haushaltsgeräten noch in den Kinderschuhen. Erst 57 Prozent kennen Smart Home und nur zwei von zehn Personen nutzen ein Smart-Home-Gerät in ihrem Haushalt. Am verbreitetsten sind smarte Beleuchtungssysteme und Musikanlagen.
Die Prognose für Alexa & Co. sieht düster aus. Nur 13 Prozent der Schweizer beabsichtigen in den nächsten Monaten ein Smart-Home-Gerät zu kaufen.

Türen, die sich beim Verlassen des Hauses automatisch verriegeln und Heizungen, die sich an die Aussentemperatur anpassen. Smart Home ist in Amerika bereits Bestandteil vieler Haushalte. Gemäss einer Umfrage des amerikanischen Unternehmens Traqline nutzen 69 Prozent der Amerikaner ein Smart-Home-Gerät.
Die Schweiz ist noch weit entfernt von dieser Verbreitung. Die Handwerkerplattform Ofri befragte im Januar und Februar 201 Deutschschweizer zur Integration von Smart Home in ihrem Zuhause.

Erst 57 Prozent kennen Smart Home
Ende der Nullerjahre nahm Smart Home seine Anfänge in der Schweiz. Experten sagten dem intelligenten Wohnen grosses Wachstumspotenzial voraus. Doch den Durchbruch zur breiten Masse hat die digitale Vernetzung der Haushaltsgeräte gemäss der Umfrage von Ofri noch nicht geschafft. Nur 57 Prozent der von Ofri befragten Personen kennen Smart Home.Eigenheim-Besitzer sind affiner für das Thema. 69 Prozent sind mit dem Thema bekannt, bei den Mietern hingegen sind es nur 41 Prozent

Licht an! Smartes Beleuchtungssystem am beliebtesten
Zwei von zehn Schweizern nutzen heute ein Smart-Home-Produkt in ihrem Haushalt. Am
meisten nutzen die Schweizer vernetzte Beleuchtungssysteme, Musikanlagen und Fernseher. Während smarte Rauchmelder, Staubsauger und Waschmaschinen kaum verbreitet sind. Bei den Nutzern steht die Steigerung der Wohn- und Lebensqualität im Vordergrund. Nur je sieben Befragte haben ein Smart-Home-Produkt um die Sicherheit zu erhöhen oder Energie zu sparen.

Apple Home Kit am beliebtesten
Das beliebteste System unter den Befragten ist Apple HomeKit, gefolgt von Alexa von Amazon. Nur fünf befragte Personen nutzen Google Home. Oft kombinieren die Smart-Home-Nutzer die Systeme.

Verbraucher sehen keinen Nutzen
Auch in der nahen Zukunft stehen die Verbraucher Smart Home kritisch gegenüber. Nur 13 Prozent der Befragten planen in den nächsten zwölf Monaten ein Smart-Home-Produkt anzuschaffen. 47 Prozent sehen den Nutzen der Produkte nicht. Ein Befragter meint: «Warum soll alles automatisiert werden? Für mich ist es ein morgendliches Ritual, von Hand den Orangensaft zuzubereiten. Es muss nicht alles per Smartphone geregelt werden!» Dies geht einher mit den 23 Prozent, welche Smart Home technisch zu komplex finden. Der dritthäufigste Grund ist die Angst um die Privatsphäre (22 Prozent)Ü

Über Ofri
Das in Zürich ansässige Unternehmen Ofri betreibt seit 2011 ein unabhängiges
Handwerkerportal. Auftraggeber, wie Privatpersonen oder Verwaltungen, können auf dem
Portal einen Auftrag erfassen und erhalten in der Folge mehrere Kostenvoranschläge von
Handwerkern aus ihrer Region. Für Handwerker ist das Internetportal eine gute Möglichkeit
neue Aufträge und Kunden zu akquirieren. Die Online-Befragung wurde von Ofri im Januar und Februar 2019 durchgeführt. An der Umfrage nahmen 201 Personen aus der Schweiz teil. 44,3 Prozent besitzen ein Eigenheim und 55,7 Prozent wohnen im Mietverhältnis.


Alfred-Escher-Preis für junge Erfinderinnen und Erfinder

Am 20. Februar hätte Alfred Escher seinen 200. Geburtstag gefeiert. Die ETH Zürich verlieh aus diesem Anlass den Alfred Escher-Preis für junge Erfinderinnen und Erfinder.

«Die Schweiz braucht neugierige, erfinderische, genaue, kreative, mutige Tüftler und gute Kommunikatoren, um heute technologisch Weltspitze zu sein.» Mit diesen Worten begrüsste Detlef Günther, ETH-Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen, rund 140 Gäste im CABinett, dem Veranstaltungsraum des VSETH zur Verleihung des Alfred-Escher-Preises. Am Vorabend des 200. Geburtstages des umtriebigen Zürcher Politikers und Unternehmers, der massgeblich den technischen und wirtschaftlichen Aufbau der Schweiz voranbrachte, verlieh die ETH Zürich gestern erstmals den Alfred-Escher-Preis für junge Erfinderinnen und Erfinder.

Lernende und Gymnasiasten zwischen 17 und 20 Jahren sowie Studierende bis 25 waren aufgerufen, ihre Ideen einzureichen. Insgesamt 55 technische Innovationen wurden in den beiden Alterskategorien eingereicht.

Die Preisträger
Kategorie 1, 17 bis 20 Jahre: Jeremias Baur
edVR ist eine virtuelle Lernumgebung für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Das Ziel der Applikation ist es, den herkömmlichen Unterricht zu erweitern und mit interaktiven, gefahrlosen Experimenten ein besseres, tieferes Verständnis des behandelten Stoffes zu erlangen.

2. Rang: Leonardo Rössler, Lichtreflektierendes Display auf Basis von Thermochrompigmenten
3. Rang: Théophile Ischer, Aquaponie

Kategorie 2, 21 bis 25 Jahre: Silvia Lama
Musa ist ein Game, welches den Musikunterricht verändern soll. Die Software erkennt die Töne eines echten Tasteninstruments und gibt sofort Feedback. Die Kinder bewegen sich musizierend durch das Spiel.

2. Rang: Yvan Monneron, Snowhaze
3: Rang: Gregory Inauen, Eurotube

Die Escher-Preis-Träger Silvia Lama und Jeremias Baur (Alle Bilder: ETH Zürich / Alessandro della Bella)

Die Kriterien
Die Jury hat die Eingaben nach diesen Kriterien bewertet:
Innovativ und mutig: Es überrascht mit neuen Lösungen, wagt sich auf neues Terrain und darf auch etwas frech sein.
Relevant und gesellschaftsorientiert: Es trifft ein gesellschaftliches Bedürfnis. Es hat das Potenzial, als Produkt oder Dienstleistung umgesetzt zu werden. Es zeugt also von Unternehmergeist. Es ist durchdacht, klar strukturiert und überzeugend präsentiert. Es hat einen Bezug zu Naturwissenschaften und Technik.

Die Jury: Detlef Günther (ETH Zürich, Vorsitz), Hans Baumgartner (Credit Suisse), Marjan Kraak (ETH Zürich), Suzanne Thoma (BKW), Roger Wüthrich-Hasenböhler (Swisscom)

Venturelab schickt 10 Startups ins Silicon Valley 2019

Die Schweizer Startup Nationalmannschaft wird im März ins Silicon Valley reisen. Während der Roadshow werden sich die innovativsten Schweizer Technologie Startups vor den führendsten Investoren der Branche präsentieren.

Venturelab organisiert seit 19 Jahren internationale Roadshows für die Schweizer Startup Nationalmannschaft. In Technologiezentren in San Francisco, Boston, New York, China und Barcelona werden die ambitionierten Unternehmer und ihre vielversprechenden Startups wichtigen Investoren und potenziellen Kunden vorgestellt.
Die diesjährige Venture Leaders Technology Roadshow ins Silicon Valley wird von Rothschild & Co Bank, Kellerhals Carrard, DPD, Swisscom, Canton de Vaud, EPF Lausanne und ETH Zürich unterstützt. Die zehn innovativen Startups wurden von einer Jury aus professionellen Investoren und Experten aus mehr als 130 Bewerbern ausgewählt. Die Startups decken Branchen von Agrotech und Bid Data über Quantentechnologien bis hin zum Internet der Dinge ab. Das Programm der Roadshow mit Treffen mit hochkarätigen Investoren und Branchenführern wird die Expansion der Startups in den US-Markt beschleunigen und ihnen helfen, globale Geschäftsnetzwerke aufzubauen.

Aufbauend auf bisherigen Erfolgen
In den letzten Jahren waren die US-Investoren von den Schweizer Hightech-Startups stets nachhaltig beeindruckt. “Letztes Jahr hatten wir unter anderem Präsentationen bei Battery Ventures, Founders Fund und NEA, die alle mehrere Milliarden verwalten und in Startups investieren. Die Liste an Investoren für 2019 ist ebenfalls bereits sehr vielversprechend”, sagt Stefan Steiner, Co-Managing Director von Venturelab.
Dorina Thiess, Geschäftsführerin und Mitgründerin von Piavita, war Teil des Teams von 2017. Sie gewann damals Silicon Valley Investoren durch die Venture Leaders Roadshow. “Dies war eine der intensivsten und wertvollsten Wochen meines bisherigen unternehmerischen Werdegangs. Das Netzwerk und die Sichtbarkeit, die ich innerhalb dieser Woche schaffen konnte, übertrafen alle meine Erwartungen.” Mehrere Alumni von Venture Leaders Technology wurden erfolgreich von namhaften Technologieunternehmen übernommen. Lemoptix und Composyt Light Labs (beide von Intel gekauft), Faceshift (Apple), HouseTrip (TripAdvisor), Kooaba (Qualcomm) und Dacuda (Magic Leap).

Mehr unter www.venture-leaders.ch.

Die Schweizer Startup Nationalmannschaft 2019, das Venture Leaders Technology Team:
9T Labs | Martin Eichenhofer | www.9tlabs.com | Zurich
Die 3D-Kohlefaserdrucktechnologie von 9T Labs verbessert den Leichtbau durch die Vereinfachung der Nutzung von Hochleistungswerkstoffen.

AgroSustain | Olga Dubey | www.agrosustain.ch | Epalinges
AgroSustain entwickelt und vermarktet neuartige, effiziente, pflanzlich inspirierte Behandlungen gegen eine breite Palette von pflanzlichen Pilzerregern für Anwendungen nach der Ernte.

ElectricFeel | Moritz Meenen | www.electricfeel.com | Zurich
ElectricFeel bietet das marktführende White-Label-System zur Einführung und zum Betrieb geteilter Elektromobilitätssysteme.

MapTiler | Petr Pridal | www.maptiler.com | Zug
MapTiler bietet Strassen- und Satellitenkarten für Unternehmen, die eine integrierte Kartographie benötigen. Die Software kann Luft- und Satellitenbilder oder Geodaten verarbeiten und kundenseitige Daten in die Karten integrieren.

Microcaps | Alessandro Ofner | www.microcaps.ch | Zurich
Microcaps bietet eine neuartige Technologie zur Herstellung von Mikropartikeln und Mikrokapseln zum Schutz von Wirkstoffen, wie z.B. Medikamenten in der Medizin und Duftstoffen in Cremes.

Mirrakoi | Daniel Schmitter | www.mirrakoi.com | Lausanne
Mirrakoi bietet eine brandneue CAD-Lösung, um die 3D-Konstruktion zugänglich, intuitiv und schneller zu machen. Die Software simuliert den realen Körperkontakt während des digitalen 3DModellierungsprozesses damit jeder zum Designer werden kann.

MOBBOT | Agnès Petit | www.mobbot.ch | Fribourg
Mit MOBBOT können Bauunternehmen die Fertigungs- und Montagekosten um 75 Prozent senken. MOBBOT bietet einen vollständig digitalisierten Prozess vom 3D-Scan des offenen Grabens bis hin zu massgeschneiderten Betonprodukten mit additiver Fertigung.

Qnami | Mathieu Munsch | www.qnami.ch | Basel
Qnami bietet Quantensensoren für Anwendungen, bei denen klassische Lösungen nicht ausreichen. Sie entwickeln für ihre Kunden Lösungen für ein breites Anwendungsspektrum, von der Fehleranalyse ultrakompakter elektronischer Systeme bis hin zur medizinischen Frühdiagnose.

Seervision | Nikos Kariotoglou | www.seervision.com | Zurich
Seervision bietet Videoanalysealgorithmen zur Echtzeit-Objekterkennung und Szenensegmentierung. Mit dieser Technologie können Multi-Kamera-Roboter-Setups alle traditionellen Aufgaben der Kameraarbeit autonom ausführen.

WECHEER | Karim Choueiri | www.wecheer.io | Lausanne
WECHEER verbindet das Internet der Dinge, Big Data und soziale Medien, um das Marketing in der Getränkeindustrie neu zu erfinden und damit Marken so nahe wie möglich an den gerade konsumierenden Verbraucher zu bringen.

Folgen Sie der Venture Leaders Technology Roadshow vom 24. bis 29. März mit dem Hashtag
#VleadersTech. Treffen Sie das Venture Leaders Technology 2019 Team in Zürich am StartupChampions Event an der ETH Zürich am 5. März.

Über Venture Leaders
Die «Venture Leaders – die Mitglieder der Schweizer Startup Nationalmannschaften – haben ein klares Ziel. Sie verstehen sich als globale Player und wollen den ersten Schritt zu ihrer globalen Expansion machen. Venturelab verfügt über 19 Jahre Erfahrung, die besten Schweizer Unternehmer ins Zentrum der Technologie-Hotspots zu bringen: Silicon Valley, New York, Boston, Peking, Shanghai, Shenzhen und Hongkong. Die Unternehmen der 360 Venture Leaders Alumni haben mehr als 3’500 Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 1,4 Milliarden Franken Kapital eingesammelt.

Ehemalige Venture Leaders Teilnehmer: www.venture-leaders.ch/venturel-leaders-alumni

Schweizer Startup digitalisiert die Studienberatung

Das Angebot an Schweizer Studiengängen ist unüberschaubar und wächst jährlich. Um jungen, bildungsinteressierten Menschen bei der Suche nach Studium oder Weiterbildung unter die Arme zu greifen, lanciert die Bildungsplattform Eduwo eine innovative Interaktionsmöglichkeit. Suchende sollen neu mit aktuellen und ehemaligen Studierenden direkt in Kontakt treten können, um die passende Aus- oder Weiterbildung zu finden. Ziel ist es, die Schweizer Studienberatung in Zusammenarbeit mit Studien-, Laufbahn- und BerufsberaterInnen zu digitalisieren. Ein interdisziplinäres Advisory Board, unter anderem mit Heinz Karrer und Lukas Weder, soll dabei unterstützen.

Eduwo, die grösste unabhängige Erfahrungsplattform für Studiengänge in der Schweiz, setzt auf eine transparente und übersichtliche Bildungslandschaft. Seit der Lancierung hat Eduwo über 3’000 Erfahrungsberichte von aktuellen und ehemaligen Studierenden gesammelt und stellt diese online zur Verfügung. «In Gesprächen und Umfragen mit Studierenden, Schulen und Studienberatern hat sich aber gezeigt, dass mehr Interaktion gewünscht wird», erklärt Co-Gründer Raphael Tobler. «Suchende haben auch Fragen und möchten diese online stellen können.» Auf dieses Bedürfnis geht Eduwo nun ein und startet ein einzigartiges Projekt, um alle Beteiligten bei der Suche nach der Aus- oder Weiterbildung an einen gemeinsamen Ort zu bringen. Neu soll der Austausch zwischen Suchenden und erfahrenen Experten komplett auf Eduwo stattfinden. Dazu soll auch eng mit Studien-, Laufbahn- und BerufsberaterInnen zusammengearbeitet werden.


Die vier Gründer: Benjamin Vidas, Lukas Huber, Simon Schwizer und Raphael Tobler

Kompetentes Advisory Board unterstützt bei der Lancierung
Für den Erfolg des Projekts soll neu neben dem operativen Team auch ein kompetentes Advisory Board sorgen, welches Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen enthält. Unter anderem sind Heinz Karrer (Präsident economiesuisse), Lukas Weder (Co-Founder eat.ch), David Klett (Managing Director Klett Lernen und Information) und Patrick Degen (Partner Swiss Founders Fund) als Beiräte involviert. Auch werden Martin Ziltener (Leiter Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Kanton Aargau) sowie Alex Forrer (Leiter HR-Kompetenz Center Kanton Thurgau) sowie Vertreter der Union der Schweizerischen Schülerorganisationen (USO) und des Verbands der Schweizer Studierendenschaften (VSS) die strategische Zukunft von Eduwo mitprägen.

Vielzahl an Erfahrungen gesammelt
Neben den tausenden Erfahrungsberichten haben die vier Gründer und Master-Absolventen in den letzten Monaten in einer engen Zusammenarbeit mit Schulen, Studierenden- und Alumniorganisationen auch weitere Erfahrungen gesammelt. «Wir haben gesehen, dass wir mit unserer Plattform jungen Menschen wirklich helfen und so die Abbruchrate bei Studium und Weiterbildung senken können», erklärt Benjamin Vidas, Co-Founder. «Dies motiviert uns, das Angebot weiter auszubauen.» Spannend sei auch, dass Erfahrungen aus dem persönlichen Umfeld einen hohen Einfluss auf die Hochschulwahl haben. Diese finde zudem zum Grossteil über das Internet statt. Eduwo bringt beides zusammen.

Finanzierung gestartet
Für das Projekt hat Eduwo vor kurzem eine Finanzierungsrunde gestartet und erste Zusagen erhalten. Das Fundingziel liegt bei einem mittleren sechsstelligen Beitrag. «Bei der Suche nach Investoren möchten wir möglichst auch weitere Kompetenzen einbringen», sagt Raphael Tobler.

Abschluss Förderprogramm
Das Jungunternehmen hat zudem kürzlich das Förderprogramm im «RUNWAY» Startup Inkubator der ZHAW erfolgreich abgeschlossen und steht gemäss Jacques Hefti, Leiter STARTUP CAMPUS, nun auf eigenen Beinen. Neu wird das Startup von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse (ehemals KTI) sowie auch genisuisse mit Coaching von zusätzlichen Experten gefördert.

Über Eduwo
Seit 2017 stellt die Plattform Eduwo den Studierenden von morgen Erfahrungsberichte von aktuellen oder ehemaligen Studierenden zur Verfügung. Informationen aus erster Hand sind in anderen Branchen bereits etabliert und werden stark genutzt. Mit strengen Kontrollen und null Toleranz gegenüber unangemessenen Beiträgen stellt Eduwo die Qualität sicher. Ziel ist eine hohe Transparenz im Bildungsbereich. Das Startup plant weitere Dienstleistungen für Jugendliche, die sich über Studiengänge und die Schweizer Bildungslandschaft informieren wollen. Unter anderem soll ab Mitte 2019 eine verstärkte Interaktion auf der Plattform möglich sein. So sollen bildungsinteressierte Personen Fragen direkt an aktuelle und ehemalige Studierende stellen können. Hinter dem Winterthurer Startup stehen die vier FHSG- und ZHAW-Absolventen Raphael Tobler, Simon Schwizer, Benjamin Vidas und Lukas Huber.

Die Iris-Eye Innovation

Intelligente Sensorik reduziert Lichtverschmutzung und Energieverbrauch der Strassenbeleuchtung

Auf wenig befahrenen Strassen kann die Beleuchtung ohne Sicherheitsrisiko gedimmt und
nur bei Bedarf heraufgefahren werden. So lassen sich Energieverbrauch und Lichtverschmutzung reduzieren. Dafür muss das Beleuchtungssystem mit Sensoren versehen sein, die auch bei schwachem Licht zwischen Mensch, Fahrzeug und Tier unterscheiden können. Forscher der Hochschule Luzern haben dafür in intensiver Zusammenarbeit mit der Zürcher Firma ELEKTRON AG «Iris-Eye» entwickelt.

Immer mehr Gemeinden stellen ihre Strassenbeleuchtung auf LED um und sparen
dadurch Strom und Kosten. Darüber hinaus lässt sich mit LED und modernen
Lichtmanagementsystemen die Beleuchtungsstärke bedarfsgerecht anpassen – ist die
Strasse leer, so reicht ein minimales Dimmlevel. Kommt ein Fussgänger oder Auto, so
steigt zur Sicherheit die Beleuchtungsleistung an.


Prototyp von Iris-Eye, Riedhofstr. 11, Au (ZH)

Bis zu 80 Prozent der Energie einsparen
Gesteuert wird die Beleuchtung durch die Sensorknoten an den Beleuchtungsmasten
und durch deren Kommunikation untereinander. Sobald der Sensor eines Knotens eine
Person erkennt, signalisiert er den beiden Nachbarknoten deren Präsenz. So können die
nächsten Leuchten ihre Beleuchtungsstärke ebenfalls erhöhen. Registrieren die
Sensorknoten ein Auto, wird die Information gleich mehreren benachbarten Knoten
übermittelt. Auf diese Weise wird die Beleuchtung auch bei schnellem Verkehr
gewährleistet.

«Insbesondere in Regionen mit wenig Aktivität können Energieverbrauch und
Lichtverschmutzung dadurch um bis zu 80 Prozent reduziert werden, ohne dass die
Sicherheit gefährdet ist», sagt Klaus Zahn vom Kompetenzzentrum Intelligent Sensors
and Networks der Hochschule Luzern. Er hat im Auftrag der Zürcher Firma
ELEKTRON, dem Spezialisten für bedarfsgerechte Strassenbeleuchtung und Smart
City Systemintegrator, das von innosuisse geförderte Sensor-Projekt «Iris-Eye»
geleitet.


Mehr Präzision gefragt
Herkömmliche Sensoren erfassen zwar Bewegung und Geschwindigkeit, können jedoch
nicht differenzieren und verursachen so viele Fehlalarme. «Für diese flexible
Beleuchtung braucht es Sensoren, die trotz der schwachen Beleuchtung zuverlässig
zwischen einem Fuchs und einer Fussgängerin, zwischen Blättern im Wind und einem
Auto unterscheiden können», beschreibt Klaus Zahn die Herausforderung. Für eine
zuverlässige Erkennung setzten er und sein Team stromsparende Minikameras und
Mikroprozessoren ein. Es gelang ihnen durch eine Kombination von modernster
Vision-Sensorik mit intelligenter Bildverarbeitung, einen Sensorknoten zu entwickeln,
der nicht nur auf Bewegung reagiert, sondern unabhängig von den Lichtverhältnissen
zuverlässig und präzise Menschen und Fahrzeuge erfasst. Die verbesserte
Sensortechnologie hilft Fehlalarme zu vermieden, da sie Tiere oder bewegte Bäume
erkennt und die Beleuchtungsstärke deshalb nicht erhöht.
Enrico Baumann, Geschäftsführer der ELEKTRON, erkennt in den Sensoren von «Iris-
Eye» Potenzial für weitere Entwicklungen: «Wir sind auf innovative, energieeffiziente
Lichtkonzepte spezialisiert und haben schnell erkannt, dass sich die Sensoren von «Iris-
Eye» auch für weitere Anwendungen einsetzen lassen. So könnte beispielsweise die
Beleuchtung von Perronkanten am Bahnhof oder von Fussgängerstreifen zur Erhöhung
der Sicherheit hochgedimmt werden, sobald Personen anwesend sind. Deshalb wurde
«Iris- Eye» modular und ausbaufähig konzipiert.»

Venture Kick Gewinn für IDUN Technologies und KOMP-ACT

Herzlichen Glückwunsch an IDUN Technologies und KOMP-ACT zu ihrem Gewinn von je CHF 130’000 in der dritten Runde von Venture Kick. IDUN Technologies konzipiert einfache, hautfreundliche, dehnbare und hoch-leitfähige Elektroden für tragbare Geräte. KOMP-ACT entwickelt kleine und kostengünstige elektrische Stellantriebe für die Automatisierungsindustrie. Beide Startups nutzen die Mittel, um den Produktionsprozess ihrer Geräte zu steigern.

IDUN Technologies, ETH Spin-off – revolutionäre Biosensoren für tragbare Geräte
300 Millionen tragbare Geräte wurden im Jahr 2017 weltweit verkauft, was die hohe Nachfrage nach Daten in verschiedenen Bereichen wie Lifestyle und medizinisches Monitoring belegt. IDUN Technologies möchte tragbare Geräte mit verbesserten Biosensoren auf die nächste Stufe bringen um herkömmliche Elektroden zu ersetzen. Gegenwärtige Elektroden haben immer noch bestimmte Nachteile: menschliches Unbehagen und begrenzte Genauigkeit bei der Datensammlung. Längerer Gebrauch von nassen Elektroden, mit Gelapplikation, führt zu Hautirritationen, da das Gel im Laufe der Zeit austrocknet. Sogenannte trockene Elektroden, die aus relativ harten Materialien bestehen, hinterlassen Hautflecken, können Schmerzen verursachen und haben eine signifikant geringere Signalqualität. IDUN Technologies hat eine innovative Lösung entwickelt, um die Vorteile beider Welten zu kombinieren. Die neuen Elektroden, die aus siliziumbasierten Materialien mit leitfähigen Partikeln (Silber und Silikon-Elastomer) bestehe, sind weich, dehnbar und angenehm auf der Haut und bietet klinische Signalqualität ohne die Verwendung von leitfähigem Gel. Inspiriert von der Natur ahmt die Oberfläche der Biosensoren die Struktur der Heuschrecke nach, um eine klebstofffreie Haftung zu ermöglichen und Bewegungsartefakte zu verringern. Das Ergebnis: genauere Datenanalyse und Komfort für den Benutzer. Vielseitig einsetzbar, von der Sportüberwachung unter Wasser bis zur Langzeitüberwachung des Herzens.

IDUN Technologies wurde im Jahr 2017 gegründet und entstand aus der Forschung, indem es die Problemlösungsfähigkeiten der Natur beobachtete. Nach erfolgreichen Testergebnissen initiierte das Startup Partnerschaften mit Kliniken, Grosskonzernen und kleineren innovativen Unternehmen. Mit ersten nicht-medizinischen tragbaren Geräten für Gehirn- / Schlafüberwachung und Gehirn-Computer-Schnittstellen will das Team sein erstes Produkt in diesem Jahr auf den Markt bringen. Dank der Venture Kick-Fonds kann das Startup bis 2019 seinen Produktionsprozess industrialisieren, Fertigungspartner finden und sein Team erweitern. Nach dem Venture-Kick-Ergebnis teilte Simon Bachmann, CEO von IDUN Technologies, seine Begeisterung: “Venture Kick glaubte an die Projekt früh. Die Kicker-Camps und die Jurysitzungen hatten grossen Einfluss darauf, unsere Vision zu schärfen und für potenzielle Investoren bereit zu sein. Der “Kick” war unglaublich effizient, um uns vorwärts zu bringen “.

KOMP-ACT, kompakte elektrische Stellantriebe für die Automatisierungsindustrie
KOMP-ACT will die Energiekosten der Automatisierungsindustrie senken und seinen CO2-Fussabdruck um bis zu 49 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren. Die Gründer, Luft- und Raumfahrttechniker und EPFL Prof. Jufer, beobachteten, dass die heutigen Maschinenbauer aufgrund der hohen Kosten für elektrische Stellantriebe keine vollständigen elektrischen Lösungen anbieten können, was ihre Überwachung über den gesamten Verpackungsprozess einschränkt. Aktoren, die Teile, die ein Maschinensystem bewegen und steuern, sind entweder pneumatisch oder elektrisch. Heutige elektrische Stellantriebe sind zwei- bis sechsmal teurer als pneumatische Stellantriebe, ausserdem sind sie 2-3 mal grösser und 5-6 mal schwerer als pneumatische Stellantriebe. Daher hat sich die Industrie nicht vollständig auf ein vollelektronisches Automatisierungssystem verlagert. Die KOMP-ACT-Lösung wird die Industrie verändern. Der elektrische Antrieb und leichtem Design kann ähnliche Leistungen erbringen wie Konkurrenzprodukte mit einem Gewicht von nur einigen hundert Gramm im Vergleich zu 3 bis 4 kg für Mitbewerber und bei halbem Durchmesser (nur 30 mm). KOMP-ACT hat Ambitionen, voll integrierte Aktuatoren in der gleichen Preisklasse wie pneumatische zu produzieren. Diese Lösung wird der Montage-, Setup- und Einstellzeit der Maschinen zugutekommen. Vollständig computerisierte Bewegung ermöglicht eine bessere Qualitätskontrolle, verbesserte Sicherheitsmassnahmen sowie eine Produktivitätssteigerung.


Seit der ersten Idee hat KOMP-ACT für seine Aktuatoren ein europäisches Patent angemeldet und Tests mit einem funktionierenden Prototyp durchgeführt. Das Startup diskutiert derzeit Partnerschaften mit Anbietern und Lieferanten von Elektromotoren. Der Gewinn von CHF 130.000 durch Venture Kick wird den Herstellungsprozess der Aktuatoren starten und den ersten Verkauf bis Ende 2019 ermöglichen. Salvatore De Benedictis, CEO von KOMP-ACT, erklärte, was der Kick für sein Unternehmen bedeutete: “Venture Kick hat ein Team von Ingenieuren in die nächsten Generationen von Unternehmern verwandelt. Dies hilft uns, uns auf Geschäftsplan- und Marketingaspekte zu konzentrieren. Wir hatten auch die Gelegenheit, wichtige Branchenexperten und Führungskräfte zu treffen. ”

Über Venture Kick

Seit der Gründung im September 2007 bietet Venture Kick Startup-Projekten in der Ideenphase mit Pre-Seed Kapital, Coaching und Zugang zu professionellen Investoren. Mitglieder aus einem Jury-Pool (mehr als 100 führende Startup-Experten aus der ganzen Schweiz) evaluieren und unterstützen monatlich 16 Spin-off-Projekte in drei Sessions. Bis heute wurden mehr als 530 Startup-Projekte mit Hands-on-Coaching und CHF 21,66 Millionen Pre-Seed Kapital unterstützt. Dies führte zu mehr als 414 aktiven Unternehmen und 4’748 aktiven Arbeitsplätzen. Die Startups haben bisher Investitionen in Höhe von 1,808 Milliarden Franken getätigt. 2018 wird Venture Kick 3,2 Millionen Franken für Startup-Projekte in der Ideenphase auszahlen und die Schweizer Wissenschaft auf den Weltmarkt bringen. Mehr dazu im Jahresbericht von Venture Kick.


Venture Kick wurde als Programmlinie des Startup-Enablement-Programms von digitalswitzerland ausgewählt. digitalswitzerland ist als Verein und Stiftung strukturiert. Die Stiftung digitalswitzerland wird zusammen mit ihrem unabhängigen Stiftungsfonds Venture Kick von der Fondation des Fondateurs (FdF) ausgerichtet. Als Dachstiftung wird FdF von der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht überwacht.

Die Venture Kick Stiftung hat der Venturelab Ltd. das Mandat für die Durchführung der Initiative erteilt. Venture Kick verfügt mit seinem Mandat über ein erfahrenes Management-Team mit Beat Schillig und Jordi Montserrat von der Venturelab Ltd. Sie berichten an den Strategieausschuss.
Der Strategieausschuss legt die mittel- und langfristigen Ziele und die Ausrichtung von Venture Kick fest. Der Strategieausschuss besteht aus Igor Fisch (Selexis SA), Suzanne Schenk (ERNST GÖHNER STIFTUNG) und Pascale Vonmont (Gebert Rüf Stiftung).

Die Venture Kick Stiftung wird unterstützt von der Gebert Rüf Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung, der Fondation Lombard Odier, der Debiopharm Group, der Fondation Pro Techno, der Rising Tide Foundation, der European Space Agency, Engagement Migros, Swisscom, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner und Igor Fisch.

Die Erfolgsgeschichte der Reiseplattform Holidayguru.ch

Seit 2013 versorgt die Plattform Holidayguru.ch seine Nutzer mit Angeboten für Reisen zu verschiedensten Destinationen. Die Auswahl umfasst unterschiedliche Reisearten. Von Städtetrips über Fernreisen bis hin zu Ferien im eigenen Land ist alles im Sortiment vertreten. Der Reiseexperte und Holidayguru-Geschäftsführer Daniel Frick verrät, wie es zur Gründung kam und wie das Team der Plattform täglich attraktive Angebote findet.

Die Anfänge der Schweizer Reiseplattform und deren Durchbruch
Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann 2012 in Deutschland mit dem Reiseblog Urlaubsguru. Nach kurzer Zeit entwickelte sich der Blog zu einer Reiseplattform weiter und expandierte auf den internationalen Markt. “Nachdem die Marke Urlaubsguru in Deutschland und Österreich große Erfolge verbuchen konnte, war es die logische Konsequenz, die Plattform auch für Schweizer Reisefans zur Verfügung zu stellen”, so Frick. Durch das umfassende Know-How in der Reisebranche verlief die Expansion in die Schweiz erfolgreich. Vor allem der Kanal Facebook bescherte Holidayguru ein schnelles Wachstum der Besucherzahlen und des Umsatzes. Spätestens mit der eigenen Buchungsstrecke auf Holidayguru.ch war der Durchbruch im Schweizer Markt dann geschafft. “Das Projekt traf von Anfang an auf großen Zuspruch, denn die Schweizerinnen und Schweizer schätzen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sehr. Stimmt die Qualität, so geben unsere User auch gerne etwas mehr Geld für ihre Reise aus”, erklärt Frick.

Holidayguru – für wenig Geld rund um die Welt
Um das Motto der Reiseplattform – für wenig Geld rund um die Welt – umzusetzen, durchsucht das Holidayguru Team täglich hunderte relevante Seiten. Dabei halten die Mitarbeiter Ausschau nach den besten Deals. Auch Partner machen das Reise-Portal auf günstige Deals aufmerksam. Passende Angebote werden dann redaktionell aufgearbeitet und auf dem Portal veröffentlicht. “Durch unsere manuelle Recherche können sich die User sicher sein, dass sie den besten Preis für ihre Reise bekommen”, so Frick.

Um den Ansprüchen der breit gefächerten Zielgruppe gerecht zu werden, bietet Holidayguru verschiedenste Reisen an. “Wir suchen alles, was unsere User interessiert und was aus unserer Sicht einen Mehrwert bietet”, erklärt Frick. Zur Auswahl stehen unter anderem Städtereisen, Wellnessferien, Kreuzfahrten, Tagesausflüge und Musicalreisen. Besonders beliebt sind Fernreisen und klassische Pauschalferien. Als Destinationen für Pauschalreisen stehen Mallorca und die Kanaren hoch im Kurs. “Zusätzlich sprechen die Holidayguru User sehr positiv auf Last Minute Angebote an”, erzählt Frick.


Sollten die Nutzer nicht wissen, wo sie ihre Ferien verbringen wollen, können sie sich individuell und kostenlos vom Holidayguru Reiseanfragen-Team beraten lassen. Für Inspiration sorgt das Online-Reisemagazin des Portals. Dort versorgt die Redaktion Reisefans mit Artikeln über verschiedene Destinationen, Ausflugsziele und Unterkünfte. Außerdem finden die Nutzer nützliche Tipps und Tricks rund ums Reisen. “Die Kombination aus günstigen Angeboten, individueller Beratung und inspirierenden Artikeln machen Holidayguru so einzigartig”, erklärt Frick.

Prämierung: Unternehmen mit vorbildlichem Bausinn 2017/2018

Am 28. Februar 2018 wird bausinn.ch 30 Unternehmen aus der Baubranche für ihren vorbildlichen Bausinn auszeichnen. Sie kommen aus der ganzen Schweiz und sind in den Bereichen Bauhauptgewerbe, Gebäudehülle, Gerüstbau, Maler/Gipser, Metallbau und Schweisstechnik tätig. Sie leisten Überdurchschnittliches als Arbeitgeber und in der Ausbildung oder weisen überdurchschnittliches Engagement in den Bereichen Neue Märkte, Innovation, Energie und Digitalisierung auf.

bausinn.ch wurde vor rund zwei Jahren von AM Suisse initiiert und wird von fünf weiteren Trägerorganisationen unterstützt. bausinn.ch setzt sich für mehr Wertschätzung für die Schweizer Baubranche und für den Berufsstolz der Baufachkräfte ein. Bereits zum zweiten Mal seit 2015 hat bausinn.ch 2017 den Wettbewerb «Unternehmen mit vorbildlichem Bausinn» durchgeführt.


bausinn.ch setzt sich für mehr Wertschätzung für die Schweizer Baubranche und für den Berufsstolz der Baufachkräfte ein. Die Baubranche trägt mit 6 % zum BIP der Schweiz bei. 327’000 Mitarbeitende und 25’000 Lernende in über 50 Berufen leisten ihren Beitrag zur gebauten Schweiz. Mit den Gebäuden, Strassen, Tunneln und der Infrastruktur für Wasser- und Stromversorgung sichert die Baubranche jenen hohen Lebensstandard, für den unser Land weltweit bekannt ist. bausinn.ch befasst sich proaktiv mit der Zukunft der gebauten Schweiz – damit auch in 50 Jahren der Bau zur Lebensfreude, Produktivität und zum Wohlstand dieses Landes beiträgt.

Die Trägerorganisationen von bausinn.ch unterstützen die Imagekampagne im Bau finanziell und ideell. Sie definieren gemeinsam den Inhalt und die Massnahmen. Pioniere der ersten Stunde sind AM Suisse, die Gebäudehülle Schweiz, der Schweizerische Baumeisterverband und der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband. Neu sind der Schweizerische Gerüstbau-Unternehmer-Verband SGUV und der Schweizerische Verein für Schweisstechnik SVS jetzt auch dabei. bausinn.ch steht allen Organisationen der Baubranche offen – von der Planung bis zur Umsetzung und Wartung von Gebäuden und anderen Bauprojekten.

Programm der Prämierung
«Unternehmen mit vorbildlichem Bausinn 2017/2018»

28. Februar 2018, 17 Uhr, Landesmuseum Zürich, Aula Hirzel, Museumstrasse 2, 8021 Zürich

Ab 16.30 Uhr Eintreffen der Gäste
17 Uhr Vorbildlicher Bausinn – Spurensuche nach Indizien
Christoph Andenmatten, Präsident von bausinn.ch

Das Baugewerbe als Speerspitze für Wirtschaft und Berufsbildung
Christine Davatz, Vizedirektorin Schweizerischer Gewerbeverband

Offizielle Prämierung der 30 GewinnerInnen durch
Dr. Marc Harzenmoser, Direktor, Schweizerischer Verein für Schweisstechnik SVS

Mario Freda, Zentralpräsident, Schweizerischer Maler- und Gipserunternehmer-Verband

Dr. Josef Wiederkehr, Präsident, Schweizerischer Gerüstbau-Unternehmer-Verband SGUV

Marc-Aurel Hunziker, Vize-Direktor und Leiter Berufsbildung,
Schweizerischer Baumeisterverband

Walter Bisig, Zentralpräsident, Gebäudehülle Schweiz

Christoph Andenmatten, Direktor AM Suisse

18.15 Uhr Apéro riche

19.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Innovation Trend: BaseLaunch startet Phase II

BaseLaunch hat offiziell mit der Phase II des Accelerator-Programms begonnen, in dessen Rahmen nun vier Startups Zuschüsse in der Höhe von 120’000 bis 250’000 Franken erhalten.
Mit diesen eigenkapitalfreien Mitteln können sie wichtige Etappenziele erreichen, um wissenschaftliche Grundlagen und das Geschäft weiterzuentwickeln, während sie vom Life- Science-Ökosystem in Basel lernen und profitieren. Zwei weitere Startups erhalten zudem kostenlosen Zugang zu komplett ausgestatteten Laboratorien und Büroräumen im Switzerland Innovation Park Basel Area.

BaseLaunch hat seine erste Acceleration-Phase von September bis November 2017 erfolgreich abgeschlossen. In diesen drei Monate arbeiteten elf Unternehmen im Healthcare-Sektor mit erfahrenen Beratern zusammen, um ihre Projekte zu schärfen und voranzutreiben. Dabei wurden die jeweiligen unternehmerischen Möglichkeiten konkretisiert, die Aufmerksamkeit wurde auf die prioritären Aufgaben gelenkt, und die wesentlichen Risiken und entsprechenden Korrekturmassnahmen wurden identifiziert. Zudem erhielten die Startups Zugang zum wertvollen Branchenwissen und Markt-Know-how der Healthcare-Partner von BaseLaunch, die durch erfahrene Spezialisten beim Accelerator vertreten sind: Johnson & Johnson Innovation, Novartis Venture Fund, Pfizer, Roche und Roivant Sciences.

Trudi Haemmerli, die dem Auswahlkomitee von BaseLaunch vorsteht, erklärt, welche Faktoren im Fokus standen: «Wir konzentrierten uns auf Innovation, die Qualität des Teams und die wissenschaftlichen Nachweise, die bisher präsentiert wurden. Ebenfalls berücksichtigt wurde, ob und wie das Projekt vom Basler Life-Science-Cluster profitieren kann.» Die ausgewählten Unternehmen sind fest entschlossen, die Basler Region und deren Ökosystem zu erkunden, indem sie ihr operatives Geschäft in die Region verlagern.

BaseLaunch unterstützt sechs Projekte in Phase II des Programms: Anaveon, Tepthera, TheraNASH und T3 Pharmaceuticals werden mit Zuschüssen von 120’000 bis 250’000 Franken gefördert. Zudem erhalten Polyneuron Pharmaceuticals und Versameb kostenlosen Zugang zu komplett ausgestatteten Laboratorien und Büroräumen im Switzerland Innovation Park Basel Area.
BaseLaunch wurde 2017 ins Leben gerufen, um die Entwicklung vielversprechender und innovativer Startup-Unternehmen im Healthcare-Bereich zu beschleunigen, die vom dynamischen Life-Science-Cluster der Region Basel profitieren. Im ersten Zyklus bewarben sich 100 Projekte aus mehr als 30 Ländern. Dieser grosse Zuspruch zeigt, dass BaseLaunch einen hohen bislang noch ungedeckten Bedarf erfüllt.
Die Healthcare-Partner spielten eine aktive Rolle, indem sie wichtige strategische Rückmeldungen zu den Projekten gaben. «In unserem massgeschneiderten Programm haben die Bedürfnisse der Unternehmer und ihre Vorhaben Vorrang», so Alethia de León, Managing Director BaseLaunch. «Wir freuen uns nun darauf, den ausgewählten Unternehmen im Rahmen des Gründungsprozesses zu helfen und weitere Investoren anzuziehen.»

Das Bewerbungsverfahren für den BaseLaunch-Zyklus 2018 ist ab sofort eröffnet. Mehr Informationen über Unternehmen, die für die Phase II ausgewählt wurden und das Bewerbungsverfahren erhalten Sie unter www.baselaunch.ch.

BaseLaunch
BaseLaunch hat sich zum Ziel gesetzt, Healthcare-Startups zu unterstützen und ihnen Schnittstellen zu einem der dynamischsten Biotech- und Pharma-Ökosysteme Europas zu verschaffen. Das auf Unternehmer ausgerichtete Accelerator-Programm bietet Zugang zu Finanzierung und vermittelt Branchenkontakte, Expertise und Infrastruktur. Während 15 Monaten arbeiten die teilnehmenden Startups mit dem Team von BaseLaunch sowie einem Netzwerk erfahrener Spezialisten zusammen, um ihre Strategie, ihre F&E-Pläne und ihren operativen Betrieb zu festigen. BaseLaunch wird unterstützt von den führenden Healthcare-Partnern Johnson & Johnson Innovation, Novartis Venture Fund, Pfizer, Roche und Roivant Sciences sowie von weiteren öffentlichen und privaten Partnern wie KPMG und Vossius & Partner. Projekte werden von einem Auswahlgremium mit umfangreicher Erfahrung und Kompetenz in den Bereichen Healthcare und Unternehmertum begutachtet, dem folgende Personen angehören: Sascha Bucher, VP und Head of Global Transactions, Roivant Sciences; Dr. Fabian Buller, Director of New Ventures, Johnson & Johnson Innovation; Dr. Jakob Busch-Petersen, Intrapreneur, External Innovation, Therapeutic Modalities, Roche; Dr. Phillipe Dro, CEO NeMoDevices und Multiunternehmer; Trudi Hämmerli, CEO und Director, PerioC Ltd, Managing Director, TruStep Consulting GmbH; Dr. Anja König, Global Head Novartis Venture Fund; Dr. Alex Mayweg, Partner, Versant Ventures; und Dr. Nathalie ter Wengel MD, European Head of External Science and Innovation, Pfizer. BaseLaunch wurde von BaselArea.swiss initiiert und wird von dieser Organisation betrieben.

BaselArea.swiss
BaselArea.swiss ist die Innovationsförderung und Standortpromotion der Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura. BaselArea.swiss beschäftigt heute 18 Mitarbeitende und verfügt über ein Budget von 3,6 Millionen Franken pro Jahr, das von den drei Kantonen sowie vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO getragen wird. Kernaufgabe von BaselArea.swiss ist es, die Stärken des Wirtschaftsstandorts Nordwestschweiz nach aussen zu tragen sowie Firmengründer und Unternehmen aus dem In- und Ausland bei der Umsetzung ihrer Innovations- und Geschäftsvorhaben in der Region zu unterstützen. Über ihre umfangreiche Informationsplattform und regelmässigen Innovation Reports trägt BaselArea.swiss zur nachhaltigen Positionierung der Region Basel als führendes Innovations- und Wirtschaftszentrum bei.

Innovative Skijacke, die Schweiss aktiv entsorgt

Damit der Körper beim Wintersport angenehm warm und trocken bleibt, ist leistungsfähige Kleidung gefragt. Die Ansprüche an derartige Textilien sind dabei hoch, schwitzt doch ein Mensch beim Skifahren allein am Oberkörper bis zu einen Liter pro Stunde. Eine neue Technologie, an deren Entwicklung die Empa massgeblich beteiligt ist, hilft dem Sportler beim Schwitzen, indem sie Feuchtigkeit aktiv nach aussen transportiert. Möglich ist dies, weil hauchdünne Schichten aus Gold im Gewebe unter Strom stehen.

Der Mensch ist ein gleichwarmes Tier. Wird es ihm zu heiss, reguliert er die Körpertemperatur herunter. Möglich ist das durch eine evolutionär gereifte «Klimaanlage» in unserer Haut: die Schweissdrüsen. Doch die Evolution wusste noch nichts vom Wintersport, und so kommt unser Wärmehaushalt ins Schleudern, wenn wir uns beim Skifahren gegen eisige Kälte schützen wollen und gleichzeitig ungehindert schwitzen sollten. Eine Technologie, die an der Empa in St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Thalwiler Firma Osmotex und weiteren Industriepartnern entwickelt wurde, soll nun Sportler warm und trocken halten – dank Textilien unter Strom.

Wichtiger Bestandteil der «HYDRO_BOT»-Technologie ist ein Prinzip, das es beispielsweise Pflanzen ermöglicht, Wasser aus dem Boden über ihre Wurzeln einzusaugen: die Osmose. Bei der neuartigen Sportkleidung wird dieses Prinzip durch das Anlegen einer Spannung von rund 1.5 Volt noch beschleunigt. Damit mittels Elektroosmose Flüssigkeit vom Inneren der Kleidung aktiv nach aussen transportiert wird, kommt eine lediglich 20 Mikrometer dünne Kunststoffmembran zum Einsatz, die mittels Plasmabeschichtung beidseitig von Edelmetall überzogen ist. Dazu wird knapp 0.2 Gramm Gold pro Skijacke eingesetzt, was Einfluss auf den Preis der Membran hat. Gold hat sich jedoch im Vergleich zu silberbeschichteten Elektroden als deutlich haltbarer erwiesen.


Prototyp der elektroosmotischen Skijacke an der internationalen Sportmesse ISPO in München. Bild: Osmotex

Die Funktion der Jacke
Wird eine elektrische Spannung an die Membran angelegt, wandern Salz-Ionen – und mit ihnen die sie umgebende Flüssigkeit – durch winzige Poren in der Membran auf die Aussenseite, von der sie sozusagen elektrisch angezogen werden. Dazu ist die Membran mit einer herkömmlichen Knopfzellbatterie ausgerüstet, die je nach Wetterlage und Körperaktivität eingeschaltet werden kann. «Auch ohne Strom gelangt Flüssigkeit durch die Membran. Sobald eine elektrische Spannung angelegt ist, steigert sich der Pumpeffekt jedoch deutlich», sagt Empa-Forscher Dirk Hegemann von der Abteilung «Advanced Fibers». Rund 10 Liter Flüssigkeit kann die Membran per Elektroosmose so pro Quadratmeter und Stunde abpumpen.

Für das fertige Produkt wurde die elektroosmotische Membran innerhalb verschiedener funktionaler Schichten in eine Skijacke integriert. «Dank unserer neuen physikalischen und numerischen Modelle konnten wir den textilen Aufbau der HYDRO_BOT-Technologie optimieren», erklärt Simon Annaheim von der Abteilung «Biomimetic Membranes and Textiles».

Dass dieses Wirkprinzip nicht nur physikalisch funktioniert, sondern auch den physiologischen Ansprüchen des menschlichen Körpers entspricht, zeigten Experimente in der Empa-Klimakammer. Hier simuliert die anatomisch geformte Schwitzpuppe SAM, wie sich der menschliche Körper bei sportlicher Betätigung verhält. SAM bewegt sich, heizt sich auf und stösst durch 125 Düsen genau definierte Mengen an Flüssigkeit aus. «SAM und die Daten, die er uns lieferte, ermöglichten es, den Tragekomfort und die Funktionalität von HYDRO_BOT-Kleidung objektiv zu analysieren», so Annaheim.

Die Weltpremiere auf der ISPO München 2018
Der Industriepartner Osmotex erwartet, dass Jacken mit HYDRO_BOT-Technologie zur Saison 2018/19 auf den Markt kommen. Beteiligt an der Weiterentwicklung der Technologie sind neben der Empa der norwegische Sportbekleidungshersteller KJUS und das Schweizer Textilunternehmen Schoeller. Bestaunen lässt sich ein Prototyp einer elektroosmotischen Jacke aber bereits auf der internationalen Sportmesse ISPO in München vom 28. bis 31. Januar 2018, wo ihn Osmotex erstmals öffentlich präsentiert.