Alfred-Escher-Preis für junge Erfinderinnen und Erfinder

Am 20. Februar hätte Alfred Escher seinen 200. Geburtstag gefeiert. Die ETH Zürich verlieh aus diesem Anlass den Alfred Escher-Preis für junge Erfinderinnen und Erfinder.

«Die Schweiz braucht neugierige, erfinderische, genaue, kreative, mutige Tüftler und gute Kommunikatoren, um heute technologisch Weltspitze zu sein.» Mit diesen Worten begrüsste Detlef Günther, ETH-Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen, rund 140 Gäste im CABinett, dem Veranstaltungsraum des VSETH zur Verleihung des Alfred-Escher-Preises. Am Vorabend des 200. Geburtstages des umtriebigen Zürcher Politikers und Unternehmers, der massgeblich den technischen und wirtschaftlichen Aufbau der Schweiz voranbrachte, verlieh die ETH Zürich gestern erstmals den Alfred-Escher-Preis für junge Erfinderinnen und Erfinder.

Lernende und Gymnasiasten zwischen 17 und 20 Jahren sowie Studierende bis 25 waren aufgerufen, ihre Ideen einzureichen. Insgesamt 55 technische Innovationen wurden in den beiden Alterskategorien eingereicht.

Die Preisträger
Kategorie 1, 17 bis 20 Jahre: Jeremias Baur
edVR ist eine virtuelle Lernumgebung für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Das Ziel der Applikation ist es, den herkömmlichen Unterricht zu erweitern und mit interaktiven, gefahrlosen Experimenten ein besseres, tieferes Verständnis des behandelten Stoffes zu erlangen.

2. Rang: Leonardo Rössler, Lichtreflektierendes Display auf Basis von Thermochrompigmenten
3. Rang: Théophile Ischer, Aquaponie

Kategorie 2, 21 bis 25 Jahre: Silvia Lama
Musa ist ein Game, welches den Musikunterricht verändern soll. Die Software erkennt die Töne eines echten Tasteninstruments und gibt sofort Feedback. Die Kinder bewegen sich musizierend durch das Spiel.

2. Rang: Yvan Monneron, Snowhaze
3: Rang: Gregory Inauen, Eurotube

Die Escher-Preis-Träger Silvia Lama und Jeremias Baur (Alle Bilder: ETH Zürich / Alessandro della Bella)

Die Kriterien
Die Jury hat die Eingaben nach diesen Kriterien bewertet:
Innovativ und mutig: Es überrascht mit neuen Lösungen, wagt sich auf neues Terrain und darf auch etwas frech sein.
Relevant und gesellschaftsorientiert: Es trifft ein gesellschaftliches Bedürfnis. Es hat das Potenzial, als Produkt oder Dienstleistung umgesetzt zu werden. Es zeugt also von Unternehmergeist. Es ist durchdacht, klar strukturiert und überzeugend präsentiert. Es hat einen Bezug zu Naturwissenschaften und Technik.

Die Jury: Detlef Günther (ETH Zürich, Vorsitz), Hans Baumgartner (Credit Suisse), Marjan Kraak (ETH Zürich), Suzanne Thoma (BKW), Roger Wüthrich-Hasenböhler (Swisscom)

Venturelab schickt 10 Startups ins Silicon Valley 2019

Die Schweizer Startup Nationalmannschaft wird im März ins Silicon Valley reisen. Während der Roadshow werden sich die innovativsten Schweizer Technologie Startups vor den führendsten Investoren der Branche präsentieren.

Venturelab organisiert seit 19 Jahren internationale Roadshows für die Schweizer Startup Nationalmannschaft. In Technologiezentren in San Francisco, Boston, New York, China und Barcelona werden die ambitionierten Unternehmer und ihre vielversprechenden Startups wichtigen Investoren und potenziellen Kunden vorgestellt.
Die diesjährige Venture Leaders Technology Roadshow ins Silicon Valley wird von Rothschild & Co Bank, Kellerhals Carrard, DPD, Swisscom, Canton de Vaud, EPF Lausanne und ETH Zürich unterstützt. Die zehn innovativen Startups wurden von einer Jury aus professionellen Investoren und Experten aus mehr als 130 Bewerbern ausgewählt. Die Startups decken Branchen von Agrotech und Bid Data über Quantentechnologien bis hin zum Internet der Dinge ab. Das Programm der Roadshow mit Treffen mit hochkarätigen Investoren und Branchenführern wird die Expansion der Startups in den US-Markt beschleunigen und ihnen helfen, globale Geschäftsnetzwerke aufzubauen.

Aufbauend auf bisherigen Erfolgen
In den letzten Jahren waren die US-Investoren von den Schweizer Hightech-Startups stets nachhaltig beeindruckt. “Letztes Jahr hatten wir unter anderem Präsentationen bei Battery Ventures, Founders Fund und NEA, die alle mehrere Milliarden verwalten und in Startups investieren. Die Liste an Investoren für 2019 ist ebenfalls bereits sehr vielversprechend”, sagt Stefan Steiner, Co-Managing Director von Venturelab.
Dorina Thiess, Geschäftsführerin und Mitgründerin von Piavita, war Teil des Teams von 2017. Sie gewann damals Silicon Valley Investoren durch die Venture Leaders Roadshow. “Dies war eine der intensivsten und wertvollsten Wochen meines bisherigen unternehmerischen Werdegangs. Das Netzwerk und die Sichtbarkeit, die ich innerhalb dieser Woche schaffen konnte, übertrafen alle meine Erwartungen.” Mehrere Alumni von Venture Leaders Technology wurden erfolgreich von namhaften Technologieunternehmen übernommen. Lemoptix und Composyt Light Labs (beide von Intel gekauft), Faceshift (Apple), HouseTrip (TripAdvisor), Kooaba (Qualcomm) und Dacuda (Magic Leap).

Mehr unter www.venture-leaders.ch.

Die Schweizer Startup Nationalmannschaft 2019, das Venture Leaders Technology Team:
9T Labs | Martin Eichenhofer | www.9tlabs.com | Zurich
Die 3D-Kohlefaserdrucktechnologie von 9T Labs verbessert den Leichtbau durch die Vereinfachung der Nutzung von Hochleistungswerkstoffen.

AgroSustain | Olga Dubey | www.agrosustain.ch | Epalinges
AgroSustain entwickelt und vermarktet neuartige, effiziente, pflanzlich inspirierte Behandlungen gegen eine breite Palette von pflanzlichen Pilzerregern für Anwendungen nach der Ernte.

ElectricFeel | Moritz Meenen | www.electricfeel.com | Zurich
ElectricFeel bietet das marktführende White-Label-System zur Einführung und zum Betrieb geteilter Elektromobilitätssysteme.

MapTiler | Petr Pridal | www.maptiler.com | Zug
MapTiler bietet Strassen- und Satellitenkarten für Unternehmen, die eine integrierte Kartographie benötigen. Die Software kann Luft- und Satellitenbilder oder Geodaten verarbeiten und kundenseitige Daten in die Karten integrieren.

Microcaps | Alessandro Ofner | www.microcaps.ch | Zurich
Microcaps bietet eine neuartige Technologie zur Herstellung von Mikropartikeln und Mikrokapseln zum Schutz von Wirkstoffen, wie z.B. Medikamenten in der Medizin und Duftstoffen in Cremes.

Mirrakoi | Daniel Schmitter | www.mirrakoi.com | Lausanne
Mirrakoi bietet eine brandneue CAD-Lösung, um die 3D-Konstruktion zugänglich, intuitiv und schneller zu machen. Die Software simuliert den realen Körperkontakt während des digitalen 3DModellierungsprozesses damit jeder zum Designer werden kann.

MOBBOT | Agnès Petit | www.mobbot.ch | Fribourg
Mit MOBBOT können Bauunternehmen die Fertigungs- und Montagekosten um 75 Prozent senken. MOBBOT bietet einen vollständig digitalisierten Prozess vom 3D-Scan des offenen Grabens bis hin zu massgeschneiderten Betonprodukten mit additiver Fertigung.

Qnami | Mathieu Munsch | www.qnami.ch | Basel
Qnami bietet Quantensensoren für Anwendungen, bei denen klassische Lösungen nicht ausreichen. Sie entwickeln für ihre Kunden Lösungen für ein breites Anwendungsspektrum, von der Fehleranalyse ultrakompakter elektronischer Systeme bis hin zur medizinischen Frühdiagnose.

Seervision | Nikos Kariotoglou | www.seervision.com | Zurich
Seervision bietet Videoanalysealgorithmen zur Echtzeit-Objekterkennung und Szenensegmentierung. Mit dieser Technologie können Multi-Kamera-Roboter-Setups alle traditionellen Aufgaben der Kameraarbeit autonom ausführen.

WECHEER | Karim Choueiri | www.wecheer.io | Lausanne
WECHEER verbindet das Internet der Dinge, Big Data und soziale Medien, um das Marketing in der Getränkeindustrie neu zu erfinden und damit Marken so nahe wie möglich an den gerade konsumierenden Verbraucher zu bringen.

Folgen Sie der Venture Leaders Technology Roadshow vom 24. bis 29. März mit dem Hashtag
#VleadersTech. Treffen Sie das Venture Leaders Technology 2019 Team in Zürich am StartupChampions Event an der ETH Zürich am 5. März.

Über Venture Leaders
Die «Venture Leaders – die Mitglieder der Schweizer Startup Nationalmannschaften – haben ein klares Ziel. Sie verstehen sich als globale Player und wollen den ersten Schritt zu ihrer globalen Expansion machen. Venturelab verfügt über 19 Jahre Erfahrung, die besten Schweizer Unternehmer ins Zentrum der Technologie-Hotspots zu bringen: Silicon Valley, New York, Boston, Peking, Shanghai, Shenzhen und Hongkong. Die Unternehmen der 360 Venture Leaders Alumni haben mehr als 3’500 Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 1,4 Milliarden Franken Kapital eingesammelt.

Ehemalige Venture Leaders Teilnehmer: www.venture-leaders.ch/venturel-leaders-alumni

Gründungsboom in der Schweiz 2018

In der Schweiz geht auch das Jahr 2018 mit einem Gründungsboom in die Geschichte ein. Die Gesamtgründungszahl 2018 beläuft sich auf 43’174, was einem knappen Minus von
0.64% bzw. 279 weniger Neueintragungen als im allzeitrekordhohen Jahr 2017 entspricht. In den letzten vier Jahren wurden jedoch 2’345 bzw. 5.74% mehr neue Firmen gegründet. Die Schweizer Gründer- Szene entwickelt sich enorm.

Starke Unterschiede in den Schweizer Grossregionen
In den letzten vier Jahren haben sich die Schweizer Grossregionen sehr unterschiedlich entwickelt.
Allen voran ist die Südwestschweiz von 2015 bis 2018 mit den gründungsstarken Kantonen Waadt und Genf zu der Gründungsregion avanciert. Von 2015 bis 2018 wurden in dieser Region 1’073 bzw. 12% mehr neue Firmen ins Handelsregister eingetragen. Auch die Zentralschweiz (+14.1%), das Espace Mittelland (+6.8%), Zürich (+4.9%) und die Nordwestschweiz (+4.9%) entwickelten sich positiv. Die Ostschweiz (-1.7%) büsst 88 Neugründungen ein und das Tessin (-15.9% bzw. -443) ist die Region mit dem stärksten Rückgang in den letzten vier Jahren.
Die drei Kantone Zug (+38.9%), Glarus (+20%) und Waadt (+17.7%) verzeichnen von 2015 bis 2018 das prozentual stärkste Wachstum. In absoluten Zahlen werden in den Kantonen Zürich (7’664), Waadt (4’370) und Genf (3’745) am meisten neue Firmen gegründet.

Das Schweizer Startup-Ecosystem entwickelt sich sehr positiv und die Stimmung in der Schweizer Gründer-Szene ist hervorragend.

Etablierte Rechtsformen
Mit einem Anteil von 38.5% ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) die beliebteste Rechtsform für den Start einer eigenen Firma. Die GmbH hat im Jahr 2018 sogar 2% mehr
Firmengründungen verzeichnet als im rekordhohen Vorjahr. Darauf folgen die Einzelfirma mit 32.1%, die Aktiengesellschaft (AG) mit 20.6% und die Kollektivgesellschaft (KlG) mit 3%. Zusammen machen diese vier Rechtsformen über 94% der neueingetragenen Rechtsformen in der Schweiz aus.

Über das IFJ Institut für Jungunternehmen
Seit 1989 begleitete das IFJ mehr als 110‘000 Firmengründer/innen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Als führende Anlaufstelle für Startups in der Schweiz bietet das IFJ die schweizweit begleitete Firmengründung, Tools zur Erarbeitung eines Businessplans sowie für Buchhaltung und Administration, kostenlose Intensivkurse und Referat-Events mit aktivem Networking sowie diverse Informationsunterlagen. Namhafte Partner und die Öffentliche Hand setzen auf Zusammenarbeiten mit dem IFJ. Dies erlaubt, einen umfassenden Startup Support kostenlos für Gründer/innen in der Schweiz zu bieten. Heute führt das IFJ jährlich 16‘000 telefonische Kontakte, begrüsst 10‘000 Besucher/innen an Kursen und Events, registriert Zehntausende Web- und Social Media-User und wickelt rund 2‘000 Firmengründungen ab.

Erneuter Anstieg an Firmengründungen im ersten Halbjahr 2018

Der Trend aus dem Rekordjahr 2017 setzt sich fort. Im ersten Halbjahr 2018 verzeichnet die Schweiz bei Firmengründungen ein Plus von 1.8% bzw. 393. Ein neues Allzeithoch.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gründungen im ersten Halbjahr 2018 mit 22’247 Neueintragungen ins Handelsregister um 1.8%. Dies ist ein neuer Rekord. Die Monate März (-7.5%) und Juni (-3.5%) lagen unter dem Vorjahresniveau, Januar (7%) und April (13%) waren hingegen besonders gründungsintensiv.

Etablierte Rechtsformen
Mit einem Anteil von 38.5% ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nach wie vor die beliebteste Rechtsform für den Start mit einer eigenen Firma. Die GmbH hat sogar 4% mehr Firmengründung zu verzeichnen als im gründungsstarken Vorjahr. Darauf folgen wie gehabt die Einzelfirma mit 32.8%, die Aktiengesellschaft (AG) mit 20% und die Kollektivgesellschaft (KlG) mit 3%. Zusammen machen diese vier Rechtsformen über 94% der neueingetragenen Rechtsformen in der Schweiz aus.

Kantonale Unterschiede
Im Vergleich zum Vorjahr zeigen sich beispielsweise die Regionen Espace Mitelland (-3% bzw. -95), Zürich (-0.4% bzw. -17) oder die Ostschweiz (-1% bzw. -17) mit weniger Einträgen. Auf der anderen Seite konnten vor allem die Kantone Zug (25% bzw. 251), Genf (7% bzw. 124) oder das Tessin (5% bzw. 64) mehr Gründungen verzeichnen. Äusserst positiv schnitten die relativ gesehen gründungsschwachen Appenzell Ausserrhoden mit 18%, Uri mit 16% und Glarus mit 13% mehr Gründungen ab.
Die Stimmung in der Schweizer Gründer/innen- und Startup-Szene ist ausgezeichnet.

Über das IFJ Institut für Jungunternehmen
Seit 1989 begleitete das IFJ mehr als 105‘000 Firmengründer/innen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Als führende Anlaufstelle für Startups in der Schweiz bietet das IFJ die schweizweit begleitete Firmengründung, Tools zur Erarbeitung eines Businessplans sowie für Buchhaltung und Administration, kostenlose Intensivkurse und Referat-Events mit aktivem Networking sowie diverse Informationsunterlagen.

Namhafte Partner und die Öffentliche Hand setzen auf Zusammenarbeiten mit dem IFJ. Dies erlaubt, einen umfassenden Startup Support kostenlos für Gründer/innen in der Schweiz zu bieten.
Heute führt das IFJ jährlich 16‘000 telefonische Kontakte, begrüsst 10‘000 Besucher/innen an Kursen und Events, registriert Zehntausende Web- und Social Media-User und wickelt rund 2‘000 Firmengründungen ab.

Links:
www.ifj.ch
www.startwerk.ch
www.businessplan.ch
www.startup-space.ch

Die Iris-Eye Innovation

Intelligente Sensorik reduziert Lichtverschmutzung und Energieverbrauch der Strassenbeleuchtung

Auf wenig befahrenen Strassen kann die Beleuchtung ohne Sicherheitsrisiko gedimmt und
nur bei Bedarf heraufgefahren werden. So lassen sich Energieverbrauch und Lichtverschmutzung reduzieren. Dafür muss das Beleuchtungssystem mit Sensoren versehen sein, die auch bei schwachem Licht zwischen Mensch, Fahrzeug und Tier unterscheiden können. Forscher der Hochschule Luzern haben dafür in intensiver Zusammenarbeit mit der Zürcher Firma ELEKTRON AG «Iris-Eye» entwickelt.

Immer mehr Gemeinden stellen ihre Strassenbeleuchtung auf LED um und sparen
dadurch Strom und Kosten. Darüber hinaus lässt sich mit LED und modernen
Lichtmanagementsystemen die Beleuchtungsstärke bedarfsgerecht anpassen – ist die
Strasse leer, so reicht ein minimales Dimmlevel. Kommt ein Fussgänger oder Auto, so
steigt zur Sicherheit die Beleuchtungsleistung an.


Prototyp von Iris-Eye, Riedhofstr. 11, Au (ZH)

Bis zu 80 Prozent der Energie einsparen
Gesteuert wird die Beleuchtung durch die Sensorknoten an den Beleuchtungsmasten
und durch deren Kommunikation untereinander. Sobald der Sensor eines Knotens eine
Person erkennt, signalisiert er den beiden Nachbarknoten deren Präsenz. So können die
nächsten Leuchten ihre Beleuchtungsstärke ebenfalls erhöhen. Registrieren die
Sensorknoten ein Auto, wird die Information gleich mehreren benachbarten Knoten
übermittelt. Auf diese Weise wird die Beleuchtung auch bei schnellem Verkehr
gewährleistet.

«Insbesondere in Regionen mit wenig Aktivität können Energieverbrauch und
Lichtverschmutzung dadurch um bis zu 80 Prozent reduziert werden, ohne dass die
Sicherheit gefährdet ist», sagt Klaus Zahn vom Kompetenzzentrum Intelligent Sensors
and Networks der Hochschule Luzern. Er hat im Auftrag der Zürcher Firma
ELEKTRON, dem Spezialisten für bedarfsgerechte Strassenbeleuchtung und Smart
City Systemintegrator, das von innosuisse geförderte Sensor-Projekt «Iris-Eye»
geleitet.


Mehr Präzision gefragt
Herkömmliche Sensoren erfassen zwar Bewegung und Geschwindigkeit, können jedoch
nicht differenzieren und verursachen so viele Fehlalarme. «Für diese flexible
Beleuchtung braucht es Sensoren, die trotz der schwachen Beleuchtung zuverlässig
zwischen einem Fuchs und einer Fussgängerin, zwischen Blättern im Wind und einem
Auto unterscheiden können», beschreibt Klaus Zahn die Herausforderung. Für eine
zuverlässige Erkennung setzten er und sein Team stromsparende Minikameras und
Mikroprozessoren ein. Es gelang ihnen durch eine Kombination von modernster
Vision-Sensorik mit intelligenter Bildverarbeitung, einen Sensorknoten zu entwickeln,
der nicht nur auf Bewegung reagiert, sondern unabhängig von den Lichtverhältnissen
zuverlässig und präzise Menschen und Fahrzeuge erfasst. Die verbesserte
Sensortechnologie hilft Fehlalarme zu vermieden, da sie Tiere oder bewegte Bäume
erkennt und die Beleuchtungsstärke deshalb nicht erhöht.
Enrico Baumann, Geschäftsführer der ELEKTRON, erkennt in den Sensoren von «Iris-
Eye» Potenzial für weitere Entwicklungen: «Wir sind auf innovative, energieeffiziente
Lichtkonzepte spezialisiert und haben schnell erkannt, dass sich die Sensoren von «Iris-
Eye» auch für weitere Anwendungen einsetzen lassen. So könnte beispielsweise die
Beleuchtung von Perronkanten am Bahnhof oder von Fussgängerstreifen zur Erhöhung
der Sicherheit hochgedimmt werden, sobald Personen anwesend sind. Deshalb wurde
«Iris- Eye» modular und ausbaufähig konzipiert.»

Venture Kick Gewinn für IDUN Technologies und KOMP-ACT

Herzlichen Glückwunsch an IDUN Technologies und KOMP-ACT zu ihrem Gewinn von je CHF 130’000 in der dritten Runde von Venture Kick. IDUN Technologies konzipiert einfache, hautfreundliche, dehnbare und hoch-leitfähige Elektroden für tragbare Geräte. KOMP-ACT entwickelt kleine und kostengünstige elektrische Stellantriebe für die Automatisierungsindustrie. Beide Startups nutzen die Mittel, um den Produktionsprozess ihrer Geräte zu steigern.

IDUN Technologies, ETH Spin-off – revolutionäre Biosensoren für tragbare Geräte
300 Millionen tragbare Geräte wurden im Jahr 2017 weltweit verkauft, was die hohe Nachfrage nach Daten in verschiedenen Bereichen wie Lifestyle und medizinisches Monitoring belegt. IDUN Technologies möchte tragbare Geräte mit verbesserten Biosensoren auf die nächste Stufe bringen um herkömmliche Elektroden zu ersetzen. Gegenwärtige Elektroden haben immer noch bestimmte Nachteile: menschliches Unbehagen und begrenzte Genauigkeit bei der Datensammlung. Längerer Gebrauch von nassen Elektroden, mit Gelapplikation, führt zu Hautirritationen, da das Gel im Laufe der Zeit austrocknet. Sogenannte trockene Elektroden, die aus relativ harten Materialien bestehen, hinterlassen Hautflecken, können Schmerzen verursachen und haben eine signifikant geringere Signalqualität. IDUN Technologies hat eine innovative Lösung entwickelt, um die Vorteile beider Welten zu kombinieren. Die neuen Elektroden, die aus siliziumbasierten Materialien mit leitfähigen Partikeln (Silber und Silikon-Elastomer) bestehe, sind weich, dehnbar und angenehm auf der Haut und bietet klinische Signalqualität ohne die Verwendung von leitfähigem Gel. Inspiriert von der Natur ahmt die Oberfläche der Biosensoren die Struktur der Heuschrecke nach, um eine klebstofffreie Haftung zu ermöglichen und Bewegungsartefakte zu verringern. Das Ergebnis: genauere Datenanalyse und Komfort für den Benutzer. Vielseitig einsetzbar, von der Sportüberwachung unter Wasser bis zur Langzeitüberwachung des Herzens.

IDUN Technologies wurde im Jahr 2017 gegründet und entstand aus der Forschung, indem es die Problemlösungsfähigkeiten der Natur beobachtete. Nach erfolgreichen Testergebnissen initiierte das Startup Partnerschaften mit Kliniken, Grosskonzernen und kleineren innovativen Unternehmen. Mit ersten nicht-medizinischen tragbaren Geräten für Gehirn- / Schlafüberwachung und Gehirn-Computer-Schnittstellen will das Team sein erstes Produkt in diesem Jahr auf den Markt bringen. Dank der Venture Kick-Fonds kann das Startup bis 2019 seinen Produktionsprozess industrialisieren, Fertigungspartner finden und sein Team erweitern. Nach dem Venture-Kick-Ergebnis teilte Simon Bachmann, CEO von IDUN Technologies, seine Begeisterung: “Venture Kick glaubte an die Projekt früh. Die Kicker-Camps und die Jurysitzungen hatten grossen Einfluss darauf, unsere Vision zu schärfen und für potenzielle Investoren bereit zu sein. Der “Kick” war unglaublich effizient, um uns vorwärts zu bringen “.

KOMP-ACT, kompakte elektrische Stellantriebe für die Automatisierungsindustrie
KOMP-ACT will die Energiekosten der Automatisierungsindustrie senken und seinen CO2-Fussabdruck um bis zu 49 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren. Die Gründer, Luft- und Raumfahrttechniker und EPFL Prof. Jufer, beobachteten, dass die heutigen Maschinenbauer aufgrund der hohen Kosten für elektrische Stellantriebe keine vollständigen elektrischen Lösungen anbieten können, was ihre Überwachung über den gesamten Verpackungsprozess einschränkt. Aktoren, die Teile, die ein Maschinensystem bewegen und steuern, sind entweder pneumatisch oder elektrisch. Heutige elektrische Stellantriebe sind zwei- bis sechsmal teurer als pneumatische Stellantriebe, ausserdem sind sie 2-3 mal grösser und 5-6 mal schwerer als pneumatische Stellantriebe. Daher hat sich die Industrie nicht vollständig auf ein vollelektronisches Automatisierungssystem verlagert. Die KOMP-ACT-Lösung wird die Industrie verändern. Der elektrische Antrieb und leichtem Design kann ähnliche Leistungen erbringen wie Konkurrenzprodukte mit einem Gewicht von nur einigen hundert Gramm im Vergleich zu 3 bis 4 kg für Mitbewerber und bei halbem Durchmesser (nur 30 mm). KOMP-ACT hat Ambitionen, voll integrierte Aktuatoren in der gleichen Preisklasse wie pneumatische zu produzieren. Diese Lösung wird der Montage-, Setup- und Einstellzeit der Maschinen zugutekommen. Vollständig computerisierte Bewegung ermöglicht eine bessere Qualitätskontrolle, verbesserte Sicherheitsmassnahmen sowie eine Produktivitätssteigerung.


Seit der ersten Idee hat KOMP-ACT für seine Aktuatoren ein europäisches Patent angemeldet und Tests mit einem funktionierenden Prototyp durchgeführt. Das Startup diskutiert derzeit Partnerschaften mit Anbietern und Lieferanten von Elektromotoren. Der Gewinn von CHF 130.000 durch Venture Kick wird den Herstellungsprozess der Aktuatoren starten und den ersten Verkauf bis Ende 2019 ermöglichen. Salvatore De Benedictis, CEO von KOMP-ACT, erklärte, was der Kick für sein Unternehmen bedeutete: “Venture Kick hat ein Team von Ingenieuren in die nächsten Generationen von Unternehmern verwandelt. Dies hilft uns, uns auf Geschäftsplan- und Marketingaspekte zu konzentrieren. Wir hatten auch die Gelegenheit, wichtige Branchenexperten und Führungskräfte zu treffen. ”

Über Venture Kick

Seit der Gründung im September 2007 bietet Venture Kick Startup-Projekten in der Ideenphase mit Pre-Seed Kapital, Coaching und Zugang zu professionellen Investoren. Mitglieder aus einem Jury-Pool (mehr als 100 führende Startup-Experten aus der ganzen Schweiz) evaluieren und unterstützen monatlich 16 Spin-off-Projekte in drei Sessions. Bis heute wurden mehr als 530 Startup-Projekte mit Hands-on-Coaching und CHF 21,66 Millionen Pre-Seed Kapital unterstützt. Dies führte zu mehr als 414 aktiven Unternehmen und 4’748 aktiven Arbeitsplätzen. Die Startups haben bisher Investitionen in Höhe von 1,808 Milliarden Franken getätigt. 2018 wird Venture Kick 3,2 Millionen Franken für Startup-Projekte in der Ideenphase auszahlen und die Schweizer Wissenschaft auf den Weltmarkt bringen. Mehr dazu im Jahresbericht von Venture Kick.


Venture Kick wurde als Programmlinie des Startup-Enablement-Programms von digitalswitzerland ausgewählt. digitalswitzerland ist als Verein und Stiftung strukturiert. Die Stiftung digitalswitzerland wird zusammen mit ihrem unabhängigen Stiftungsfonds Venture Kick von der Fondation des Fondateurs (FdF) ausgerichtet. Als Dachstiftung wird FdF von der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht überwacht.

Die Venture Kick Stiftung hat der Venturelab Ltd. das Mandat für die Durchführung der Initiative erteilt. Venture Kick verfügt mit seinem Mandat über ein erfahrenes Management-Team mit Beat Schillig und Jordi Montserrat von der Venturelab Ltd. Sie berichten an den Strategieausschuss.
Der Strategieausschuss legt die mittel- und langfristigen Ziele und die Ausrichtung von Venture Kick fest. Der Strategieausschuss besteht aus Igor Fisch (Selexis SA), Suzanne Schenk (ERNST GÖHNER STIFTUNG) und Pascale Vonmont (Gebert Rüf Stiftung).

Die Venture Kick Stiftung wird unterstützt von der Gebert Rüf Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung, der Fondation Lombard Odier, der Debiopharm Group, der Fondation Pro Techno, der Rising Tide Foundation, der European Space Agency, Engagement Migros, Swisscom, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner und Igor Fisch.

Innovative Skijacke, die Schweiss aktiv entsorgt

Damit der Körper beim Wintersport angenehm warm und trocken bleibt, ist leistungsfähige Kleidung gefragt. Die Ansprüche an derartige Textilien sind dabei hoch, schwitzt doch ein Mensch beim Skifahren allein am Oberkörper bis zu einen Liter pro Stunde. Eine neue Technologie, an deren Entwicklung die Empa massgeblich beteiligt ist, hilft dem Sportler beim Schwitzen, indem sie Feuchtigkeit aktiv nach aussen transportiert. Möglich ist dies, weil hauchdünne Schichten aus Gold im Gewebe unter Strom stehen.

Der Mensch ist ein gleichwarmes Tier. Wird es ihm zu heiss, reguliert er die Körpertemperatur herunter. Möglich ist das durch eine evolutionär gereifte «Klimaanlage» in unserer Haut: die Schweissdrüsen. Doch die Evolution wusste noch nichts vom Wintersport, und so kommt unser Wärmehaushalt ins Schleudern, wenn wir uns beim Skifahren gegen eisige Kälte schützen wollen und gleichzeitig ungehindert schwitzen sollten. Eine Technologie, die an der Empa in St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Thalwiler Firma Osmotex und weiteren Industriepartnern entwickelt wurde, soll nun Sportler warm und trocken halten – dank Textilien unter Strom.

Wichtiger Bestandteil der «HYDRO_BOT»-Technologie ist ein Prinzip, das es beispielsweise Pflanzen ermöglicht, Wasser aus dem Boden über ihre Wurzeln einzusaugen: die Osmose. Bei der neuartigen Sportkleidung wird dieses Prinzip durch das Anlegen einer Spannung von rund 1.5 Volt noch beschleunigt. Damit mittels Elektroosmose Flüssigkeit vom Inneren der Kleidung aktiv nach aussen transportiert wird, kommt eine lediglich 20 Mikrometer dünne Kunststoffmembran zum Einsatz, die mittels Plasmabeschichtung beidseitig von Edelmetall überzogen ist. Dazu wird knapp 0.2 Gramm Gold pro Skijacke eingesetzt, was Einfluss auf den Preis der Membran hat. Gold hat sich jedoch im Vergleich zu silberbeschichteten Elektroden als deutlich haltbarer erwiesen.


Prototyp der elektroosmotischen Skijacke an der internationalen Sportmesse ISPO in München. Bild: Osmotex

Die Funktion der Jacke
Wird eine elektrische Spannung an die Membran angelegt, wandern Salz-Ionen – und mit ihnen die sie umgebende Flüssigkeit – durch winzige Poren in der Membran auf die Aussenseite, von der sie sozusagen elektrisch angezogen werden. Dazu ist die Membran mit einer herkömmlichen Knopfzellbatterie ausgerüstet, die je nach Wetterlage und Körperaktivität eingeschaltet werden kann. «Auch ohne Strom gelangt Flüssigkeit durch die Membran. Sobald eine elektrische Spannung angelegt ist, steigert sich der Pumpeffekt jedoch deutlich», sagt Empa-Forscher Dirk Hegemann von der Abteilung «Advanced Fibers». Rund 10 Liter Flüssigkeit kann die Membran per Elektroosmose so pro Quadratmeter und Stunde abpumpen.

Für das fertige Produkt wurde die elektroosmotische Membran innerhalb verschiedener funktionaler Schichten in eine Skijacke integriert. «Dank unserer neuen physikalischen und numerischen Modelle konnten wir den textilen Aufbau der HYDRO_BOT-Technologie optimieren», erklärt Simon Annaheim von der Abteilung «Biomimetic Membranes and Textiles».

Dass dieses Wirkprinzip nicht nur physikalisch funktioniert, sondern auch den physiologischen Ansprüchen des menschlichen Körpers entspricht, zeigten Experimente in der Empa-Klimakammer. Hier simuliert die anatomisch geformte Schwitzpuppe SAM, wie sich der menschliche Körper bei sportlicher Betätigung verhält. SAM bewegt sich, heizt sich auf und stösst durch 125 Düsen genau definierte Mengen an Flüssigkeit aus. «SAM und die Daten, die er uns lieferte, ermöglichten es, den Tragekomfort und die Funktionalität von HYDRO_BOT-Kleidung objektiv zu analysieren», so Annaheim.

Die Weltpremiere auf der ISPO München 2018
Der Industriepartner Osmotex erwartet, dass Jacken mit HYDRO_BOT-Technologie zur Saison 2018/19 auf den Markt kommen. Beteiligt an der Weiterentwicklung der Technologie sind neben der Empa der norwegische Sportbekleidungshersteller KJUS und das Schweizer Textilunternehmen Schoeller. Bestaunen lässt sich ein Prototyp einer elektroosmotischen Jacke aber bereits auf der internationalen Sportmesse ISPO in München vom 28. bis 31. Januar 2018, wo ihn Osmotex erstmals öffentlich präsentiert.

Roivant Sciences verstärkt BaseLaunch Accelerator als Healthcare-Partner

BaseLaunch gab bekannt, dass das Biopharmaunternehmen Roivant Sciences als fünfter Healthcare-Partner das Accelerator-Programm unterstützt. BaseLaunch bietet vielversprechenden Healthcare-Startups Zugang zu Finanzierung, Branchenkontakten, Expertise und Infrastruktur in einem der dynamischsten Biotech- und Healthcare-Ökosysteme Europas.

Das von BaselArea.swiss initiierte und durchgeführte Programm wird neben Roivant ebenfalls von Johnson & Johnson Innovation, Novartis Venture Fund, Pfizer und Roche unterstützt sowie von weiteren Partnern aus dem öffentlichen und privaten Bereich. Sascha Bucher, VP und Head of Global Transaction bei Roivant mit mehr als 20 Jahren Fachkompetenz in den Bereichen Geschäftsentwicklung sowie Mergers & Acquisitions, wird zum Auswahlgremium von BaseLaunch stossen.

Für Vivek Ramaswamy, Gründer und CEO von Roivant, unterstreicht die Partnerschaft mit BaseLaunch das Bekenntnis des Unternehmens zu Basel als europäischem Innovationszentrum der Pharmabranche. «Indem wir uns am Accelerator beteiligen, können wir junge, talentierte Firmengründer bei der Entwicklung ihrer vielversprechenden Ideen unterstützen. Gleichzeitig bekräftigen wir damit unser Bestreben, ein fester Bestandteil des Life-Science-Ökosystems in der Region Basel zu werden.»

Alethia de León, Managing Director von BaseLaunch, begrüsst Roivant als Healthcare-Partner von BaseLaunch: «Wir sind sehr glücklich, Roivant als kompetenten Partner an Bord zu haben, der uns bei der Auswahl vielversprechender Startups aus dem Gesundheitsbereich unterstützt. Mit seinem Engagement für unseren Basler Accelerator verstärkt das Unternehmen den bedeutenden Einsatz der führenden, hoch innovativen Healthcare-Partner für diese Initiative.»

«Die Beteiligung der weltweit führenden Healthcare-Unternehmen unterstreicht den einzigartigen Status der Region Basel als Life-Sciences-Zentrum», sagt Christof Klöpper, CEO von BaselArea.swiss.

2017 wurden über 100 Projekte bei BaseLaunch eingereicht und elf Teams wurden in die erste Phase aufgenommen. In den ersten drei Monaten des Programms arbeiteten die Firmengründer eng mit dem Team von BaseLaunch sowie einem Netzwerk erfahrener Experten zusammen, um ihre Strategie, ihre F&E-Pläne und ihren operativen Betrieb auf eine solide Basis zu stellen. Die für die nächste Phase ausgewählten Unternehmen werden in Kürze bekannt gegeben.

Die Bewerbungsphase für 2018 beginnt Ende Januar. Weitere Information erhalten Sie auf www.baselaunch.ch.

BaseLaunch
BaseLaunch hat sich zum Ziel gesetzt, Healthcare-Startups zu unterstützen und ihnen Schnittstellen zu einem der dynamischsten Biotech- und Pharma-Ökosysteme Europas zu verschaffen. Das auf Unternehmer ausgerichtete Accelerator-Programm bietet Zugang zu Finanzierung und vermittelt Branchenkontakte, Expertise und Infrastruktur. Während 15 Monaten arbeiten die teilnehmenden Startups mit dem Team von BaseLaunch sowie einem Netzwerk erfahrener Spezialisten zusammen, um ihre Strategie, ihre F&E-Pläne und ihren operativen Betrieb zu festigen. BaseLaunch wird unterstützt von den führenden Healthcare-Partnern Johnson & Johnson Innovation, Novartis Venture Fund, Pfizer, Roche und Roivant Sciences sowie von weiteren öffentlichen und privaten Partnern wie KPMG und Vossius & Partner. Projekte werden von einem Auswahlgremium mit umfangreicher Erfahrung und Kompetenz in den Bereichen Healthcare und Unternehmertum begutachtet, dem folgende Personen angehören: Sascha Bucher, VP und Head of Global Transactions, Roivant Sciences; Dr. Fabian Buller, Director of New Ventures, Johnson & Johnson Innovation; Dr. Jakob Busch-Petersen, Intrapreneur, External Innovation, Therapeutic Modalities, Roche; Dr. Phillipe Dro, CEO NeMoDevices und Multiunternehmer; Trudi Hämmerli, CEO und Director, PerioC Ltd, Managing Director, TruStep Consulting GmbH; Dr. Anja König, Global Head Novartis Venture Fund; Dr. Alex Mayweg, Venture
Partner, Versant Ventures; und Dr. Nathalie ter Wengel MD, European Head of External Science and Innovation, Pfizer. BaseLaunch wurde von BaselArea.swiss initiiert und wird von dieser
Organisation betrieben.

BaselArea.swiss
BaselArea.swiss ist die Innovationsförderung und Standortpromotion der Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura. BaselArea.swiss beschäftigt heute 18 Mitarbeitende und verfügt über ein Budget von 3,6 Millionen Franken pro Jahr, das von den drei Kantonen sowie vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO getragen wird. Kernaufgabe von BaselArea.swiss ist es, die Stärken des Wirtschaftsstandorts Nordwestschweiz nach aussen zu tragen sowie Firmengründer und Unternehmen aus dem In- und Ausland bei der Umsetzung ihrer Innovations- und Geschäftsvorhaben in der Region zu unterstützen. Über ihre umfangreiche Informationsplattform und regelmässigen Innovation Reports trägt BaselArea.swiss zur nachhaltigen Positionierung der Region Basel als führendes Innovations- und Wirtschaftszentrum bei.


Über Roivant Sciences
Roivant widmet sich transformativen Innovationen für die Healthcare-Branche. Dabei konzentriert sich das Unternehmen darauf, das Potenzial vielversprechender biomedizinischer Forschungsergebnisse voll auszuschöpfen, indem es sie zu neuartigen Behandlungsoptionen für unterschiedliche Therapiebereiche entwickelt und vermarktet. Roivant geht Partnerschaften mit innovativen Biopharmaunternehmen und akademischen Institutionen ein, um sicherzustellen, dass wichtige Arzneimittel rasch entwickelt und den Patienten zur Verfügung gestellt werden. Roivant bringt seine Arzneimittelpipelines durch ganz oder mehrheitlich in seinem Besitz befindliche Tochtergesellschaften voran, darunter Axovant (Neurologie), Myovant (Frauengesundheit und endokrine Erkrankungen), Dermavant (Dermatologie), Enzyvant (seltene Krankheiten) und Urovant (Urologie). Roivant plant zudem, neue Tochtergesellschaften zu gründen, die ausserhalb seines Kerngeschäfts der biopharmazeutischen Entwicklung tätig sind. Die langfristige Mission von Roivant besteht darin, den Zeit- und Kostenaufwand für die Entwicklung von neuen Medikamenten und deren Bereitstellung an die Patienten zu senken.

bausinn.ch nominiert 41 vorbildliche Innovative Arbeitgeber

bausinn.ch hat 41 Unternehmen aus der Baubranche als vorbildlich nominiert. Sie sind in den Bereichen Bauhauptgewerbe, Gebäudehülle, Gerüstbau, Maler/Gipser, Metallbau und Schweisstechnik tätig. Die meisten Nominierten kommen aus den Regionen Zürich, Bern und Aargau, gefolgt von der Ostschweiz und der Romandie. In der Romandie und im Tessin sind insgesamt sieben nominierte Unternehmen tätig. Am 28. Februar 2018 werden die GewinnerInnen offiziell im Landesmuseum in Zürich ausgezeichnet.

Rund 70´000 Unternehmen zählt die Baubranche und 327´000 Mitarbeitende – sie ist damit einer der wichtigsten Treiber für eine florierende Schweizer Wirtschaft. Zwar bildet sie rund 25’000 Lernende aus, doch könnten es noch weitaus mehr sein; die Nachfrage der Baufirmen nach Lernenden kann seit Jahren nicht gedeckt werden. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Branchen sind sowohl die Produkte wie auch wenigstens ein Teil der Akteure der Baubranche in der Öffentlichkeit sichtbar. Und doch – das Bild, mit dem Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen die Baubranche assoziieren, hat selten mit der Wohlfühlatmosphäre in den eigenen vier Wänden, dem schicken Ambiente im Lieblingscafé, dem sicheren Tunnel, der funktionierenden Wasserversorgung oder dem frisch renovierten Museum zu tun. Diese «blinden Flecken» in der Wahrnehmung könnten auch daran liegen, dass zur Baubranche rund 50 Berufe zählen und somit ein sehr breites Spektrum an Berufen, Produkten und Leistungen abgedeckt wird. Wie unterschiedlich die Tätigkeiten sind, zeigen bereits die Beispiele aus sechs Baubranchen: Der Gipser, der Fassade des historischen Hotels renoviert, die Malerin, die modernen Restaurants italienisches Flair gibt, der Maurer, der die neue nachhaltige Wohnsiedlung baut, die Metallbaukonstrukteurin, der den schusssicheren Lift plant und in der Umsetzung überwacht, der Schweissfachingenieur, der für eine sichere Stahlbrücke über dem Fluss sorgt, der Dachdecker, der Photovoltaik-Anlagen auf Dächern installiert und hilft, die Energiestrategie umzusetzen und der Gerüstbauer, der die Freiluftbühne aufbaut und für die Sicherheit von 3’000 Eventgästen sorgt.

Damit immer mehr Menschen in der Schweiz die sich stark verändernde Baubranche mit grossen persönlichen und beruflichen Entwicklungschancen in Verbindung bringen, hat vor rund zwei Jahren der Dachverband AM Suisse die Informationskampagne bausinn.ch initiiert. Sie wird von fünf weiteren Trägerorganisationen unterstützt. Bereits zum zweiten Mal seit 2015 hat bausinn.ch in diesem Jahr den Wettbewerb Vorbildliche Unternehmen durchgeführt.

bausinn.ch hat nun 41 Vorbildliche Unternehmen nominiert. Sie sind in den Bereichen Gebäudehülle, Gerüstbau, Maler/Gipser, Metallbau, Baumeister und Schweisstechnik tätig. Am 28. Februar 2018 werden im Landesmuseum in Zürich die GewinnerInnen bekannt gegeben. Gastrednerin wird Christine Davatz, für Bildungspolitik verantwortliche Vizedirektorin des Schweizerischen Gewerbeverbandes sein. Christoph Andenmatten, Präsident von bausinn.ch und Direktor von AM Suisse erklärt, aufgrund welcher Kriterien die Unternehmen nominiert sind: «Die Nominierten stehen für spezielle Projekte und herausragende Leistungen in ihrem Tätigkeitsfeld. Sie leisten Überdurchschnittliches als Arbeitgeber und in der Ausbildung oder weisen überdurchschnittliches Engagement in den Bereichen Neue Märkte, Innovation, Energie und Digitalisierung auf.»

Die Nominierten (nach Region und PLZ)

Bern
• Guggisberg Dachtechnik AG, 3084 Wabern, Gebäudehülle
• Jakob AG, 3414 Oberburg, gipsundfarbe.ch, Maler/Gipser
• Peter Spring AG, 3645 Gwatt, peterspring.ch, Maler/Gipser
• Burn & Künzi Gerüstbau AG, 3753 Oey, burnag.ch, Gerüstbau
• Pagram Oey AG, 3573 Oey, pagram.ch, Maler/Gipser
• Fritz Born AG, 4900 Langenthal, fritzbornag.ch, Schweisstechnik
Wallis
• AS Gerüste AG, 3920 Zermatt, schallergroup.ch, Gerüstbau
Solothurn
• Metallbau Werren + Lehmann GmbH, 4552 Derendingen, metall-bau.ch, Metallbau
• Kamber Gerüste GmbH, 4617 Gunzgen, kamber-gerueste.ch, Gerüstbau
Aargau
• Vanoli AG Zofingen, 4800 Zofingen, vanoli.ch, Baumeister
• Bau Ing AG, 5312 Döttingen, bauing.ch, Schweisstechnik
• Wetter Stahlbau, 5608 Stetten, wettergruppe.ch, Schweisstechnik
• Maler Pratter AG, 5634 Merenschwand, malerpratter.ch, Maler/Gipser
• PAMO Gerüste AG, 5732 Zetzwil, pamo.ch, Gerüstbau
• Naturfarben-malerei weber Gmbh, 6406 Baden-Rütihof, naturfarben-malerei.ch, Maler/Gipser
Zürich
• Meier + Ritter AG, 8105 Regensdorf, meierritter.ch, Gerüstbau
• Giovanni Russo AG, 8450 Andelfingen, gipser-russo.ch, Maler/Gipser
• Landolt + Co. AG, 8451 Kleinandelfingen landolt-bau.ch, Baumeister
• Frei Metallbau AG, 8704 Herrliberg, frei-metallbau.ch, Metallbau
• R. Bischofberger AG, 8932 Mettmenstetten, ihrgipser.ch, Maler/Gipser
• Bertani Baugerüste AG, 8953 Dietikon, bertani.ch, Gerüstbau
Zentralschweiz
• Lawil Gerüste AG, 6014 Luzern, lawil.ch, Gerüstbau
• Krieger Produktions AG, 6017 Ruswil, krieger-produktionsag.ch, Schweisstechnik
• Franz Kempf AG, 6460 Altdorf, gipser-kempf.ch, Maler/Gipser
• Walker Stahlbau, 6474 Amsteg, walkergroup.swiss, Schweisstechnik
Graubünden
• Belloli SA, 6537 Grono, belloli.ch, Schweisstechnik
Ostschweiz
• Gleisbau Müller AG, 8500 Frauenfeld, mueller-gleisbau.ch, Schweisstechnik
• Tuchschmid AG, 8502 Frauenfeld, tuchschmid.ch, Metallbau
• Stahlbau Schneider, 8645 Jona, stahlbau.ch, Schweisstechnik
• Eigenmann AG, 9300 Wittenbach, eigenmann-ag.ch, Gebäudehülle
• Knopp + Partner AG, 9500 Wil, knopp.ch, Maler/Gipser
Liechtenstein
• Roman Hermann AG, 9494 Schaan, roman-hermann-ag.li, Gerüstbau
Romandie
• Vectur SA, 1030 Bussigny, vectursa.ch, Gerüstbau
• Ouvrages Métalliques, 1260 Nyon, omsa.ch, Schweisstechnik
• Stauffacher Charpentes SA,1580 Donatyre, swissbois.ch, Gebäudehülle
• Sottas SA, 1630 Bulle, sottas.ch, Schweisstechnik
• ADR Toitures-Énergies SA, 2046 Fontaines, adr.ch, Gebäudehülle
Fribourg
• Ackermann AG, 3186 Düdingen, ackermannag.ch, Gebäudehülle
• Baeriswyl AG, 3186 Düdingen, baeriswyl-ag.ch, Gebäudehülle
Tessin
• SITAF Isolazioni SA, 6964 Davesco-Soragno, sitaf.ch, Gebäudehülle
• Stella Ponteggi Sagl, 6721 Ludiano, stella-ponteggi.ch, Gerüstbau

Über bausinn.ch
bausinn.ch setzt sich für mehr Wertschätzung für die Schweizer Baubranche und für den Berufsstolz der Baufachkräfte ein. Die Baubranche trägt mit 6% zum BIP der Schweiz bei. 327’000 Mitarbeitende und 25’000 Lernende in über 50 Berufen leisten ihren Beitrag zur gebauten Schweiz. Trägerorganisationen von bausinn.ch sind: AM Suisse, Gebäudehülle Schweiz, der Schweizerische Baumeisterverband SBV, der Schweizerische Gerüstbau-Unternehmer-Verband SGUV, der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV und der Verein für Schweisstechnik SVS. bausinn.ch

Firmengründungen 2017 Rekordhohe Anzahl neuer Firmen in der Schweiz

Im Jahr 2017 wurden so viele neue Firmen gegründet wie noch nie. Mit 43‘453 Neueintragungen ins Schweizer Handelsregister bedeutet dies eine Zunahme von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies ist eine erfreuliche Nachricht für die gesamte Wirtschaft.

In den Deutschschweizer und Westschweizer Grossregionen stiegen die Firmengründungen signifikant an. In der Ostschweiz nahmen die Neueintragungen um zwei Prozent, in Zürich um fünf Prozent, im Espace Mittelland um sechs Prozent, in der Nordwestschweiz sowie in der Zentralschweiz betrug der Anstieg je acht Prozent. In der Romandie wurden sieben Prozent mehr neue Firmen gegründet. Nur im Tessin gingen die Neugründungen um acht Prozent zurück.
Am meisten Wachstum wurde in den Kantonen Zug (+20%), Schaffhausen (+14%), Baselland (+13%), Uri (+12%), Wallis (+11%) und Freiburg (+10%) registriert. In absoluten Zahlen wurden in den Kantonen Zürich (7‘775), Waadt (4‘393), Genf (3‘717) und Bern (3‘536) am meisten Unternehmen gegründet.

Die Analyse des IFJ Institut für Jungunternehmen zeigt, dass die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) mit einem Anteil von 38% weiterhin die beliebteste Rechtsform ist, gefolgt von der Einzelfirma (32%), der Aktiengesellschaft (AG) mit 21% und der Kollektivgesellschaft (3%). Mit der Revision des GmbH-Rechts im Jahre 2008, im Rahmen einer Gesetzesrevision des Obligationenrechts, erhöhte sich deren Verbreitung schlagartig. Zuvor wurde die seit 1936 existierende Rechtsform als «Gesellschaft mit beschränktem Horizont» etwas verschmäht. Die grundlegendsten Veränderungen waren die Zulassung der GmbH als Einpersonengesellschaft, die Aufhebung der Kapitalbeschränkung von CHF 2 Millionen und die Aufhebung der subsidiären Solidarhaftung der Gesellschafter in Stammkapitalhöhe. Die GmbH weist im Allgemeinen zwei massgebliche Vorteile auf: Gegenüber der Einzelfirma und der Kollektivgesellschaft haftet der Unternehmer bzw. die Unternehmerin lediglich mit dem Geschäftsvermögen. Das Privatvermögen bleibt also verschont. Und mit dem geringeren Kapitaleinsatz von CHF 20’000 im Vergleich zu CHF 100’000, hebt sich die GmbH auch von der AG ab.

Einblick in die Branchen
Am meisten neue Firmen werden in den Branchen Unternehmensberatung, Handwerk, Einzelhandel, Unternehmensdienstleistungen und Gastgewerbe gegründet.

Über IFJ
Was man für eine erfolgreiche Gründung braucht? Jemand, der sich auskennt, mit anpackt und auch nach dem Start immer zur Stelle ist. Mit diesem Credo hat das IFJ Institut für Jungunternehmen seit 1989 über 105’000 Unternehmer/innen in die Selbstständigkeit begleitet. Von intensiven Vorbereitungskursen bis cleveren Unternehmens-Tools für Businessplan, Buchhaltung und mehr – das IFJ unterstützt Startups nicht nur beim Gründen, sondern beim Bestehen. Dank Partnern wie bexio, Mobiliar, PostFinance, Swisscom oder der öffentlichen Hand sind die Angebote schlau, nachhaltig und vor allem: komplett kostenlos.

Link Tipps:
www.startwerk.ch
www.businessplan.ch
www.startup-space.ch