Patent anmelden? Was Du über Patente wissen solltest

Das Wichtigste über Patente:

Ein Patent ist ein zeitlich begrenztes Monopol Folgendes muss eine Erfindung erfüllen damit man ein Patent bekommt:

1. Neu

2. Erfinderische Tätigkeit (muss sich also vom Stand der Technik abheben)

3. Gewerblich anwendbar.

4. Man muss die Gebühren bezahlen

5. Man muss keinen Prototyp haben!

Laufzeit maximal 20 Jahre und solange man die Jahresgebühren bezahlt. Die steigen übrigens von 70 Euro bis knapp 2000 Euro im letzen Jahr.

Du hast ein Patent oder möchtest gerne ein Patent anmelden um es dann zu vermarkten? https://www.erfinderberatung.com .

Erfinder im Interwiew: Claus Knupper, Snackholder

Den sympathischen Hamburger Erfinder Claus Knupper begleiten wir schon seit einiger Zeit mit unserem Erfinderladen. Von seinen Anfängen bis hin zur erfolgreichen Lizenzvergabe seiner praktischen Snackholder Idee. Snackholder wurde inzwischen als Lizenz vergeben an Flyeralarm und kann dort selbst gestaltet werden.  Sein Kartenspiel Streichhölzer raten gibt es natürlich im Erfinderladen. Und auch diesen netten kleinen Senf hat sich Klaus ausgedacht.

„Not macht erfinderisch“ – Videokonferenz-Lösung

Die Betreiber von dem Erfinderladen in der Berlin, Lychenerstrasse haben natürlich auch in diesen Krisenzeiten wo die Laden zu sind, andere Erfindungen und Erfinder zu betreuen mit Themen die uns allen in der Coronakrise helfen.

Das Coronavirus und die damit einhergehende Wirtschaftskrise treffen jeden. Was bedeutet die CoV Krise für Erfinder und Startups die ganz am Anfang stehen? In der Krise werden die Menschen vorsichtig. Sie konsumieren bewusster und weniger. Was kann man tun um nach der Krise oder bereits in der Krise erfolgreich zu starten oder sogar richtig durchzustarten? Erfinder machen Probleme zu Lösungen und Erfindungen. Eine Zeit mit vielen Problemen bietet viele Möglichkeiten.

Das Unternehmen ESA GmbH betreibt seit Jahren die, eine KI-basierte Plattform zur Kundenbindung und automatisierten Kundenkommunikation.

In der Corona- Krise und der damit einhergehenden Homeoffice Arbeitskultur haben schwere datenschutzrechtliche Lücken großteils amerikanischer Dienste für Schlagzeilen gesorgt.
Durch eine Kundenanfrage entstand bei ESA Chefentwickler Florian Kirnbauer der Wunsch eine sichere Lösung zu bauen.
„Heute muss alles DSGVO konform sein und ich sehe nicht ein warum unzählige Anwender bei teils höchst privaten, teils geschäftlich vertraulichen Videokonferenzen weniger geschützt sein sollen.“ so Kirnbauer.
In Rekordzeit reagierte er mit seinem Entwicklerteam auf den veränderten Markt. Die Herausforderung war die Tools für eine Kommunikation Maschine zu Mensch abzuändern auf eine Mensch zu Mensch Kommunikation. Chatify wurde damit zu einer Videokonferenz Plattform auf dedizierten Servern mit niedrigen Latenzen mit dem Standort Deutschland und benötigt weder Login noch Installation.

Unter dem folgenden Link: https://meet.chatify.dev kann man reingehen und sofort mit seiner Videokonferenz starten.

Der große Unterschied zu anderen Anbietern ist der, dass Chatify keine unnötigen Informationen speichert. Neben Datensicherheit lag der zweite Fokus auf der einfachen Bedienbarkeit. Viele Nutzer müssen in der Coronakrise erstmals auf Videokonferenzen zurückgreifen um mit Mitarbeitern, Mitschülern oder Familienangehörigen in Kontakt zu bleiben. Reiseverbote werden uns noch länger erhalten bleiben.Auf diese Erstanwender wurde besondere Rücksicht genommen.

Wie viele Unternehme die bisher persönliche Beratung durchgeführt haben, war auch die Berliner Erfinderberatung vor eine Herausforderung gestellt. „Unsere Kunden sind nicht alle Profis am Computer und durch das sensible Thema Patente natürlich skeptisch. Deshalb war es für uns interessant über ein einfaches sicheres Tool weiterhin persönliche Erfinderberatung anbieten zu können. Die Termine dazu vereinbaren wir uns formlos am Telefon.“ So jmw innovation Geschäftsführer Jordan. Es ist eine ideale Lösung auch für viele Unternehmen wo die Außendienstmitarbeiter jetzt ihre Kunden online treffen können und die Fachhändler jetzt eine echte Beratung online bieten können.

„Uns wurde damit nicht nur ein praktisches Tool für uns selbst in die Hand gegeben, sondern es hat sich auch gezeigt, dass eine Krise nicht Angst machen muss. Wir werden die ESA dabei unterstützen ihre neue Idee voranzubringen und hoffen auf viele kreative Nachahmer die ihre Geschäftsmodelle und Produkte überdenken und sich mit neuen Erfindungen für die Krise und die Zeit danach positionieren.“ Erläutert Marijan Jordan.

Idee für eine Erfindung? – die ersten Schritte vor dem Patent

Du hast eine Idee für eine Erfindung, würdest gerne damit Dein Geld verdienen, was machst du? Unsere Agentur hilft Dir gerne: https://www.erfinderberatung.com.

Hier im folgenden Video werden dir die ersten Schritte erklärt, was du machen sollst.

Über die Erfinderberater:

Wir beraten seit 1997 hauptberuflich Erfinder. Begonnen hat das Ganze nach dem Studium in Salzburg. Inzwischen wohnen wir in Berlin, wo wir seit 2009 den ersten Erfinderladen betreiben. Das Unternehmen ist etwas gewachsen und wir haben das weltbeste Team gerecht auf zwei Standorte verteilt. Berlin und Salzburg. Du bist herzlich eingeladen uns Deine Idee vorzustellen. Selbstverständlich unterzeichnen wir eine Geheimhaltungserklärung und legen Dir nahe eine solche in der frühen Phase auch bei anderen zu verlangen. https://www.erfinderberatung.com
Tel: +49 (0)30 4467440-0 (Bitte Termin vereinbaren)

Über den Erfinderladen:

Der Erfinderladen ist Testmarkt und Ausstellungsfläche für neue Produkte. Hier findet man immer wieder neue, praktische, verrückte und geniale Dinge. Deshalb lieben uns die Medien und berichten gern über unsere Erfinder und deren Produkte. Danke! Schau vorbei wenn Du in Berlin bist! http://www.erfinderladen.com

Über den Tag der Erfinder: (unser Herzensprojekt)

Der Tag der Erfinder wurde von uns 2005 ins Leben gerufen und soll einmal jährlich, am Geburtstag von Hedy Lamarr, den Fokus auf die Menschen lenken die mit ihrer Kreativität unsere Erde besser machen. http://www.tag-der-erfinder.de

Nützliche Erfinder Links:

Für Patentrecherche kann man folgende verwenden:
http://www.depatisnet.de
http://www.espacenet.com
http://www.uspto.gov
http://www.google.com/patents

Hier die wichtigsten Links zur Patentanmeldung:
CH https://www.ige.ch/de/etwas-schuetzen.html
D https://www.dpma.de/service/formulare/index.html
A https://www.patentamt.at/patente/patente-anmelden/anmeldeformulare/

#Erfinder #Erfindung #Patent

Patent und Markenrecherche

Unter einer Patentrecherche verstehe ich die Suche in der Patentliteratur die in Form von Patentschriften, Offenlegungsschriften, Gebrauchsmusterschriften vorliegen kann. Das ist notwendig, um festzustellen, ob eine bestimmte Innovation patentiert ist oder nicht. So eine Patentrecherche, welche den Stand der Technik kennzeichnet ist auch hilfreich bei der Beurteilung der Erfolgsaussichten einer Patentanmeldung.

marijan jordan patentrechercheOft ist aber eine Marktrecherche, mit den tatsächlichen Produkten auf dem Markt sogar hilfreicher wenn es um die Aktualität einer Idee geht, da wie wir wissen manchmal die Produkte schneller sind als die Offenlegung einer Patentschrift. Ziel einer Patentrecherche ist auch die Recherche nach alternativen oder vorteilhaften technischen Lösungen, da das Problem im Vordergrund steht und es werden dazu Lösungen gesucht.

Ich verwende diverse Tools und Patentdatenbanken. Heute möchte ich hier kurz ein paar vorstellen, welche wirklich sehr nützlich sind.
Ich finde solche Patentrecherchen enthalten eine Fülle an Informationen zu Firmen und Technologien und den Patentanwälten welche mit den Unternehmen die Schutzrechte angemeldet haben. Diese Informationen nutze ich zum Beispiel sehr oft wenn ich einen Lizenzpartner für meine Erfindungen suche, so dass ich im Voraus erkennen kann, welche Unternehmen basieren Ihre Unternehmenspolitik auf Technologievorsprung, Aufbau eigener Patentfamilien und Ihren Unternehmenswert auf Schutzrechtsäulen aufbauen.

Swissreg – ist das offizielle Publikationsorgan des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum.
Espacenet – ist die Patentdatenbank vom Europäische Patentamt
DEPATISnet – ist vom Deutschen Patent- und Markenamt
Server des USPTO – ist die Patentdatenbank der United States Patent and Trademark Office
PAJ – ist die Patent Abstracts of Japan
CIPO – Canadian Patent Database
WIPO – PCT – World Intellectual Property Organization, (WIPO) PCT Database
Die STN von FIZ bietet die Möglichkeit, alle Zeitschriftenartikel, Konferenzberichte, Patentdokumente und andere Volltexte über einen einzigen Anbieter in elektronischer oder gedruckter Form zu bestellen.

Wenn ich Marken, Logos & Slogans suche verwende ich tmdb. Ich finde Sie sehr einfach und bequem. Für Marken gibt es noch ZB Compumark, ohim/oami (The Office of Harmonization for the Internal Market) für Marken und Geschmacksmuster die in den Mitgliedsstaaten der EU geschützt wurden. Zur Einsicht von Verfahrensstand (nur deutschsprachige Patente und Gebrauchsmuster sowie Geschmacksmuster und Marken).

Hier noch ein paar Patentdatenbanken die man kennen sollte: Boliven, MicroPatent von Thomson Reuters, Delphion, Questel, oder Genios oder WTI, Derwent World Patent Index (DWPI).
Unter IP Newsflash kann zu einer Veröffentlichungsnummer kostenlos Stand der Technik recherchiert werden.

Hier finden Sie die notwenigen Infos und Hilfe über die Patentklassifikationen, Markenklassifikation, Geschmacksmusterklassifikation für Ihre suche.

Für eine erste kostenlose  Erfinderberatung können Sie sich gerne bei mir melden.

Viel Erfolg mit Ihrer Idee!

Regel- und Steuertechnik

In welchen Bereichen wird die Regel- und Steuertechnik angewendet?

Die Regel- und Steuertechnik wird im Bereich der Automatisierungstechnik genutzt. Dies sind vor allem Teile der Elektrotechnik. Bei der Regelungstechnik geht es vor allem um Regelungsvorgänge und es handelt sich dabei um eine Ingenieurswissenschaft. Ein Teil davon arbeitet im Bereich der Automatisierungstechnik, dadurch laufen Vorgänge wie Messen, Steuern und Regeln, kurz auch MSR-Technik genannt, auch selbstständig ab. Im Haushalt wird diese Technik bei Heizungsregelanlangen oder auch als einfache Zweipunktregler im Kühlschrank oder im Bügeleisen genutzt.

Es gibt jedoch auch Regelungsanlagen, die weitaus komplexer sind, wie beispielsweise der Autopilot in der Luftfahrt, Schifffahrt und auch Raumfahrt. Doch nicht nur dort wird diese Technik genutzt. Auch für das Antiblockiersystem und Tempomat in der Kraftfahrzeugtechnik kommt sie zum Einsatz.

Sowohl mit dem Entwurf, als auch mit der Realisierung von Steuerungen beschäftigt sich die Steuerungstechnik. Der Steuerung fehlt die Rückkopplung der Ausgangsgröße, anders als es bei der Regeltechnik der Fall ist.

Gibt es die Regel- und Steuertechnik auch im Ingenieurwesen?

Im Ingenieurwesen ist nicht nur die Regel- und Steuertechnik, sondern auch die Automatisierungstechnik vorhanden. Mit ihrer Hilfe werden Maschinen oder auch Anlagen automatisiert. Diese können dann ohne das Mitwirken von Menschen betrieben werden und arbeiten völlig selbstständig.

Regel- und Steuertechnik, Gebäudeautomatik – Treppenautomat

Wofür wird die die Regel- und Steuertechnik gebraucht?

Genutzt wird diese Technik für Prozessleitsysteme, Mess-, Regel- und Steuerungstechnik. Fast alle Geräte, Einrichtungen und auch Anlagen im industriellen, wie auch im privaten Umfeld nutzen solche MSR-Technik. Dabei werden Größen erfasst, diese dann weiterverarbeitet und dadurch die Systeme und deren Verhalten beeinflusst.

Wird diese Technik in Deutschland an Maschinen angewandt, dann muss diese auch bestimmte Rahmenbedingungen der Maschinenrichtlinien erfüllen.

Das SPS-System bildet heutzutage jedoch auch die Basis für eine zeitgemäße Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik für die Automation der Volkswirtschaft. Die SPS hat sich somit zu einem universellen Massenprodukt entwickelt. Weltweit werden davon Millionenstückzahlen hergestellt.

Welche Begriffe fallen noch unter die Regel- und Steuertechnik

Diese Technik hat viele Gerätschaften, die unter diesen Begriff fallen, wie Zeitrelais, Regler, Motorensteuerungen, Überwachungsrelais, Aufzeichnungsgeräte, programmierbare Relais, Zähler, Notausschalter, Industriesignalgeber, Endschalter, Industrienetzwerke, HMI-Panels, SPS-Steuergeräte, Gebäudeautomatik und auch Druckschalter.

Die ersten Regel- und Steuertechniken hat der griechische Erfinder Heron von Alexandria (ca. 20–62 n. Chr.) beschrieben in seinem Werk „Automata“. Es geht hier um eine Türsteuerung, bei der sich durch Entzünden eines Feuers die Tempeltür öffnet (stetige Steuerung), auch automatische Theater, die gesteuert durch sich abwickelnde Seile verschiedene Bewegungen ausführen konnten. Er entwarf auch einen Weihwasserautomaten, der nach Einwurf einer Münze eine kleine Menge geweihtes Wasser ausgab. Diese Ideen sind aber im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten und nicht weiterentwickelt worden.

Schweiz bewilligt Sprühdrohnen als erstes Land Europas

Die Drohnentechnologie hat in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte erzielt und erschliesst immer neue Anwendungsgebiete. Neben der Verwendung für Flugaufnahmen, der Ausbringung von Trichogramma Schlupfwespen oder der Detektion von Rehkitzen werden in der Schweiz nun die ersten Drohnen für die Applikation von Pflanzenschutzmitteln eingesetzt. Als erstes Land Europas hat die Schweiz einen Prozess für die Bewilligung entwickelt. Basierend auf unterschiedlichsten Untersuchungen haben fünf verschiedene Bundesstellen diesen Prozess innerhalb zweier Jahre gemeinsam definiert. Ziel ist es, die Möglichkeiten der Drohnentechnologien, insbesondere als abdriftarme Alternative zu den Helikoptersprühflügen, der Praxis zugänglich zu machen. Damit positioniert sich die Schweiz in der Anwendung der Drohnentechnologie klar an der europäischen Spitze.

Lässt sich die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln aus der Luft mit Drohnen mit einem sicheren und umweltschonenden Pflanzenschutz vereinbaren? Mit dieser Frage sah sich der Bund konfrontiert, als die Firma Agrofly beim Bundesamt für Umwelt BAFU und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die Zulassung einer Drohne für den Pflanzenschutz beantragte. Da Luftanwendungen mittels Helikopter bekanntlich für viele Diskussionen bezüglich Lärmbelästigungen und Abdrift von Pflanzenschutzmitteln sorgen, ist es das Ziel, diese Mängel mit neuen Technologien auszumerzen. In umfangreichen Feld- und Prüfstandversuchen sowie umfassenden Abklärungen haben fünf Bundesstellen einen Prozess erarbeitet, der der Sicherheit des Luftraums, der Präzision der Pflanzenschutzmittelanwendung sowie dem Schutz von Mensch und Umwelt Rechnung trägt.

Praxisorientiertes Bewilligungsverfahren

Im Vergleich zu herkömmlichen Luftfahrzeugen ermöglicht es die heutige Drohnentechnologie in geringer Höhe, sehr präzise und automatisch gesteuert über einem Pflanzenbestand zu fliegen. Der nach unten gerichtete Luftstrom der eingesetzten Multikopter sorgt für eine geringe Abdrift. Verschiedene Messungen im Weinbau zeigten, dass diese geringer ist als bei üblichen Gebläsespritzen. Diese positiven Resultate legten den Grundstein für die Erarbeitung eines praxisnahen und effizienten Bewilligungsverfahrens, das jede Drohne durchlaufen muss. Um eine präzise Anwendung garantieren zu können, müssen die Drohnen automatisch eine vorgegebene Flugroute mit max. 50 cm Abweichung abfliegen können. Zusätzlich müssen sie die durch das BAZL vorgegebenen umfangreichen Vorschriften der Flugsicherheit erfüllen. Für jeden Drohnentyp darf die Abdrift einen festgelegten Grenzwert nicht überschreiten. Die hochgesteckten Anforderungen sollen sicherstellen, dass der Pflanzenschutz mit Drohnen auf einem hohen technischen Niveau erfolgt und negative Nebenwirkungen minimiert werden können.

Künftig werden zugelassene Drohnen – wie alle anderen Spritzgeräte – alle drei Jahre einen Spritzentest absolvieren, mit dem die Funktionalität langfristig gesichert werden soll. Die Details des Prozesses sind auf der Webpage www.bazl.admin.ch/drohnen zu finden.

Mit dem bestehenden Prozess beschreitet die Schweiz Neuland. Als erstes europäisches Land hat sie ein Bewilligungsverfahren für Sprühdrohnen eingeführt, damit einer weiteren Verbesserung des Pflanzenschutzes nichts mehr im Wege steht.

Bundesstellen und Fachpersonen

  • Agroscope, Tänikon und Changins: Thomas Anken, Pierre-Henri Dubuis
  • Bundesamt für Landwirtschaft, BLW, Bern: Jan Wäspe
  • Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen, BLV, Bern: Christoph Geiser
  • Bundesamt für Umwelt, BAFU, Bern: Magali Lebrun
  • Bundesamt für Zivilluftfahrt, BAZL, Bern: Nathanael Apter, Markus Farner
  • Staatssekretariat für Wirtschaft, Seco, Bern: Olivier Sanvido, Michel Hauser

500 Jahre – Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci wurde am 15. April 1452 in Anchiano bei Vinc geboren und starb vor 500 Jahren am 2. Mai 1519 auf Schloss Clos Lucé im Amboise.

Leonardo da Vinci lebte in einer Zeit des Umbruchs, in der Renaissance. Er war so begabt und vielseitig, dass er diese Epoche wie kaum ein anderer verkörpert.

Leonardo schuf nicht nur zahlreiche Kunstwerke, sondern außerdem eine große Anzahl von Entwürfen für Gebäude, Maschinen, Kunstgegenstände, Gemälde und Skulpturen, die zu verwirklichen er nie die Zeit fand. Von sich selber sagte er, dass er die Idee mehr liebe als deren Ausführung, und dass er am Anfang einer Tätigkeit bereits ans Ende dächte. Tun und Erkennen waren für ihn gleichermaßen wichtig. Teilweise wurde seine Tatkraft von seinem großen Forschungsdrang gelähmt. Zunächst wollte er lernen, Meisterwerke der Kunst zu schaffen. Mehr und mehr interessierte er sich dann aber für das Wissen über die Natur und war fasziniert von deren Vielfalt und Schönheit und schrieb:

„Für die Ehrgeizigen, die sich weder mit dem Geschenk des Lebens noch mit der Schönheit der Welt zufriedengeben, liegt eine Strafe darin, dass sie sich selbst dieses Leben verbittern und die Vorteile und die Schönheit der Welt nicht besitzen.“

Leonardo verband die Vergilsche Sehnsucht rerum cognoscere causas (die Ursachen der Dinge zu erkennen) mit dem Willen zum sichtbaren Schaffen. Seine Notizbücher, Zeichnungen und Skizzen bestehen aus ca. 6000 Blättern. Zu seinen Lebzeiten wurde insbesondere von seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten nichts veröffentlicht. Erst im 19. und 20. Jahrhundert fanden sich die Manuskripte in Bibliotheken und privaten Sammlungen und wurden somit erst spät gewürdigt.

Er schuf im Laufe seines Lebens eine große Zahl von künstlerisch wertvollen Illustrationen zu verschiedenen Themen wie Biologie, Anatomie, Technik, Waffentechnik, Wasserwirtschaft und Architektur und hinterließ Bauwerke, technische Anlagen und Beobachtungen des Kosmos. Besonders bedeutsam sind seine sehr genauen anatomischen und naturwissenschaftlichen Zeichnungen. Bereits gegen Ende seiner Lebenszeit wurde er als Uomo Universale verehrt und wird auch von heutigen Historikern als eines der außergewöhnlichsten Genies aller Zeiten bezeichnet.

Als Forscher zerteilte er die Natur und Phänomene in immer kleinere Segmente, praktisch mit Messern und Messgeräten, gedanklich mit Formeln und Ziffern, um der Schöpfung ihre Geheimnisse zu entreißen. Je kleiner die Teile, so der Gedanke, desto näher komme man den Lösungen der Rätsel.

Der Künstler, Erfinder, Musiker und Philosoph wird gebührend mit einer Reihe von Initiativen gefeiert.

Neben der Kunst trugen diverse Erfindungen zu da Vincis Ruhm bei – darunter ein Fallschirm, ein Taucheranzug und ein Panzer. Mit vielen dieser Tüfteleien war er seiner Zeit weit voraus.

Fliegen – davon träumte Leonardo da Vinci wie viele andere Menschen auch. Der Maler aus Italien beobachtete Vögel und entwickelte Flughilfen, die den Flügeln nachempfunden waren. Ich besuchte die Sonderausstellung auf der Burg Hohenwerfen, hier auch ein paar Bilder. Sie widmete sich jenen Talenten von Leonardo da Vinci, die unseren Alltag viel mehr beeinflussen als seine grandiosen Zeichenkünste: Das Universalgenie da Vinci war Freigeist, Visionär und revolutionärer Denker. Als Baumeister, Architekt und Erfinder hat er das Fundament für die heutige Technik gelegt, er hat den technischen Wandel eingeleitet und so den technischen Fortschritt, wie wir ihn heute kennen, erst möglich gemacht.

Die Sonderausstellung bereichert die Burg Hohenwerfen bis Ende 2019.

Hier auch eine erfinderladen Berlin Jute mit dem Basis Design von Leonardo.

Links:

 

 

Die Sackkarre: Geniale Erfindung mit langer Geschichte

Die meisten Erfindungen, die wir heutzutage verwenden, ohne gross darüber nachzudenken, wirken auf den ersten Blick simpel und naheliegend – sei es die Glühbirne, Teflon oder Papier. Doch so einfach diese Ideen scheinen, so genial sind sie – und vor allem praktisch. So wie auch die Sackkarre. Mit ihr lassen sich selbst schwerste Güter mit deutlich weniger Aufwand und Muskelkraft transportieren. Woher kommt die Sackkarre eigentlich und was macht sie so effizient? Wir erklären es.

Physikalische Kräfte am Werk

Die Sackkarre macht sich zwei physikalische Entdeckungen zunutze: Die Hebelwirkung und das Rad. So ist die Kraft, die zum Heben von Gewichten aufgewendet werden muss, immer abhängig von der Länge des Weges zwischen Ladung und Hebelpunkt. Daher wurde bei der Sackkarre der Hebeldrehpunkt direkt in die Radnabe gelegt. Diese Konstruktion erleichtert es Menschen, schwere Gewichte anzuheben. Gleichzeitig ist es dank der integrierten Räder möglich, die Waren zu transportieren.

Angesichts dieser Praktikabilität verwundert es nicht, dass die Sackkarre in Lager und Logistik, aber auch in Bereichen wie dem Umzugsservice zu einem unverzichtbaren Helfer geworden ist. So lassen sich beim Zügeln mehrere Kartons gleichzeitig und beinahe mühelos transportieren. Dadurch sparen Helfer enorm viel Kraft und schonen ihren Rücken. Nicht verwunderlich also, dass auch professionelle Umzugsunternehmen wie MoveAgain in ihrem täglichen Geschäft auf sie zurückgreifen.

Eine Erfindung aus der Antike

Doch die Sackkarre ist keineswegs eine neue Erfindung. Schon in der Antike nutzten die Menschen die Vorläufer des Transporthelfers, um beispielsweise schwere Mehlsäcke zu bewegen. Zu Beginn waren die Karren mit massiven Holzrädern ausgestattet, später wurden diese aus massivem Gusseisen gefertigt, um noch schwerere Lasten tragen zu können. Neben dem Einsatz auf dem Land wurden Sackkarren bevorzugt in Häfen eingesetzt, um die Arbeit der Hafenarbeiter zu erleichtern. So konnten erstmals Schüttgüter wie Kaffee oder Salz bequem transportiert werden; das machte das Schleppen schwerer Säcke überflüssig. Dabei waren die Sackkarren schon damals enorm belastbar – historische Bildaufnahmen zeigen, dass bis zu zehn Säcke Zement transportiert werden konnten.

Insgesamt gilt: Auch wenn sich die Sackkarre über die Jahrhunderte deutlich weiterentwickelt hat, ist das ihr zugrunde liegende Konstruktionsprinzip doch unverändert geblieben. Und damals wie heute spart sie den Menschen jede Menge Arbeit, Kraft und Zeit und ist ein zuverlässiges Werkzeug.

Bildrechte: Flickr Sackkarre nikotechburg CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten