Mit Industriemüll Häuser isolieren

Das ETH-Spinoff FenX verwandelt Industrieabfall in einen porösen Schaum, der sich zur Gebäudeisolation eignet. Im Gegensatz zu anderen nachhaltigen Dämmstoffen ist dieser nicht brennbar und ausserdem günstig herzustellen.

Kaum hat einer die Idee geäussert, schon blasen die vier jungen Männer in ihrem Labor farbige Ballone auf und knüpfen sie an seidene Fäden. Ans andere Ende wickeln sie einen weissen Klotz, der die Form eines Schwammes und die Konsistenz von Kreide hat. «Leicht wie ein Meringue», sagt Etienne Jeoffroy und nimmt zum Beweis seine Hände vom Klotz, so dass die Ballone ihn tragen.

Der Klotz ist in Wahrheit ein Stück Isolationsmaterial, die vier Wissenschaftler sind die Gründer von FenX. Die Jungfirma hat einen Prozess entwickelt, um aus Industriemüll Isolationsmaterial herzustellen. Dieses ist nicht nur leicht, sondern wird auch nachhaltig hergestellt und ist nicht brennbar.

In einer Ecke ihres Labors an der ETH Hönggerberg steht ein grosser Küchenmixer. «Damit stellen wir das Material her», sagt Jeoffroy, der als CEO des Startups amtet. Nicht nur die dafür notwendigen Geräte, auch die Art und Weise der Herstellung ist relativ simpel: Der Industrieabfall wird mit Wasser sowie einigen Zusatzstoffen – der «Magie», wie Jeoffroy die Ergebnisse jahrelanger Forschung nennt – vermischt. Es entsteht ein poröser Schaum, der sich später zum dämmenden «Meringue» verfestigt.

Die vier Jungunternehmer kennen sich aus ihrer Zeit am Departement für Materialwissenschaften der ETH. (Bild: ETH Zürich / Andres Eberhardt)

Nachhaltig und günstig

Wer ein Haus baut, steht bei der Wahl der richtigen Isolation vor einem Dilemma: entweder er entscheidet sich für einen künstlichen Dämmstoff wie zum Beispiel Styropor oder Steinwolle. Diese sind zwar günstig und effizient, dafür aber wenig ökologisch. Oder aber die Wahl fällt auf natürliche Alternativen wie Holzfasern oder Flachs, was zwar nachhaltig, dafür aber teurer und manchmal auch weniger effizient ist. Kommt hinzu, dass manche der heute gängigen Dämmmaterialien leicht brennbar sind.

FenX hat sich daran gemacht, dieses Dilemma zu lösen. So sind die Schaumplatten der Jungfirma nicht brennbar, ihre Herstellung ausserdem äusserst nachhaltig: Einerseits ist diese energiesparend, weil anders als bei künstlichen Alternativen keine grosse Hitze notwendig ist, damit sich der Schaum verfestigt. Andererseits beruht der ganze Prozess auf Recycling – die in Wänden oder Dächern verbauten Isolationsplatten sind wiederverwendbar. Schliesslich verspricht Jeoffroy, dass das Material, wenn es dereinst auf den Markt kommt, nicht nur gut isoliert, sondern auch beim Preis konkurrenzfähig sein wird. «Industrieabfall ist als Rohstoff günstig bis gratis zu haben», erklärt er.

Welche Industrieabfälle wie zum dämmenden Schaum verarbeitet werden können, daran forschen die vier Materialwissenschaftler noch. Für erste Tests haben sie Flugasche verwendet. Doch soll auch anderer Müll, etwa aus der Bau-, Metall- oder Papierindustrie, verarbeitet werden können. «Wir experimentieren derzeit mit rund zehn verschiedenen Arten von Industrieabfall», sagt Jeoffroy. Die Idee ist, dass dereinst jeweils jener Rohstoff verarbeitet werden kann, welcher am Ort der Produktion zur Genüge vorkommt. So entstehen keine ökologisch und ökonomisch sinnlosen Transportkosten, und die Herstellung ist prinzipiell überall auf der Welt möglich.

Auf einen Partner angewiesen

Der neuartige Dämmstoff dürfte also der Bauwirtschaft, die vor dem Hintergrund des Pariser Klimaabkommens grüner werden muss, einige Vorteile bringen. Dennoch steht das ETH-Spin off noch vor einigen Herausforderungen. Vor allem muss es , seine Produktionskapazitäten massiv erhöhen, um auf dem Markt eine Rolle spielen zu können. Denn auch wenn die Produktionsweise des Materials einfach ist, genügt ein Küchenmixer im ETH-Labor nicht, um die riesigen Mengen herzustellen, welche im Bauwesen nachgefragt werden. «Die Produktion muss in einer Fabrik erfolgen, dafür brauchen wir einen Partner», ist sich Jeoffroy bewusst.

Die Chancen, dass sich ein solcher findet, stehen nicht schlecht. Das bisherige Interesse am Schaum aus der ETH sei gross, sagt er. So sei man bereits an diversen Pilotprojekten beteiligt. Das erst wenige Monate alte Startup ist, wenn es wachsen will, ausserdem auf zusätzliches Geld angewiesen. Bislang finanzieren sich die Jungunternehmer über Mittel aus dem ETH Pioneer Fellowship sowie nationale und europäische Zuschüsse. «Ziel ist, bis im April 2020 rund 1,5 Millionen Franken einzusammeln und ab 2021 mit den Schaumplatten auf dem Markt zu sein», gibt Jeoffroy den ehrgeizigen Fahrplan vor. Bis dahin wolle man auch personell wachsen – insbesondere ist Expertise in der Baubranche, in Marketing und Verkauf gefragt.

Die vier Jungunternehmer – neben dem Franzosen Etienne Jeoffroy sind dies der Tessiner Michele Zanini sowie die beiden Italiener Enrico Scoccimarro und Alessandro Dutto – kennen sich aus ihrer Zeit am Departement für Materialwissenschaften der ETH. Sie alle arbeiteten schon während ihres Studiums beziehungsweise Postdoktorats auf die eine oder andere Weise am Rezept für das neuartige Isolationsmaterial. Unterstützung erhielten sie dabei von ETH-Professor André Studart sowie Elena Tervoort – beide Mitgründer und Berater des Startups. Dass sie schliesslich eine Firma gründeten, sei einer gemeinsamen Überzeugung geschuldet, sagt Mitgründer Zanini: «Nur wenn wir das Produkt auf den Markt bringen, können wir massgeblich dazu beitragen, unseren CO2-Fussabdruck zu verringern.»

Schweiz bewilligt Sprühdrohnen als erstes Land Europas

Die Drohnentechnologie hat in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte erzielt und erschliesst immer neue Anwendungsgebiete. Neben der Verwendung für Flugaufnahmen, der Ausbringung von Trichogramma Schlupfwespen oder der Detektion von Rehkitzen werden in der Schweiz nun die ersten Drohnen für die Applikation von Pflanzenschutzmitteln eingesetzt. Als erstes Land Europas hat die Schweiz einen Prozess für die Bewilligung entwickelt. Basierend auf unterschiedlichsten Untersuchungen haben fünf verschiedene Bundesstellen diesen Prozess innerhalb zweier Jahre gemeinsam definiert. Ziel ist es, die Möglichkeiten der Drohnentechnologien, insbesondere als abdriftarme Alternative zu den Helikoptersprühflügen, der Praxis zugänglich zu machen. Damit positioniert sich die Schweiz in der Anwendung der Drohnentechnologie klar an der europäischen Spitze.

Lässt sich die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln aus der Luft mit Drohnen mit einem sicheren und umweltschonenden Pflanzenschutz vereinbaren? Mit dieser Frage sah sich der Bund konfrontiert, als die Firma Agrofly beim Bundesamt für Umwelt BAFU und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die Zulassung einer Drohne für den Pflanzenschutz beantragte. Da Luftanwendungen mittels Helikopter bekanntlich für viele Diskussionen bezüglich Lärmbelästigungen und Abdrift von Pflanzenschutzmitteln sorgen, ist es das Ziel, diese Mängel mit neuen Technologien auszumerzen. In umfangreichen Feld- und Prüfstandversuchen sowie umfassenden Abklärungen haben fünf Bundesstellen einen Prozess erarbeitet, der der Sicherheit des Luftraums, der Präzision der Pflanzenschutzmittelanwendung sowie dem Schutz von Mensch und Umwelt Rechnung trägt.

Praxisorientiertes Bewilligungsverfahren

Im Vergleich zu herkömmlichen Luftfahrzeugen ermöglicht es die heutige Drohnentechnologie in geringer Höhe, sehr präzise und automatisch gesteuert über einem Pflanzenbestand zu fliegen. Der nach unten gerichtete Luftstrom der eingesetzten Multikopter sorgt für eine geringe Abdrift. Verschiedene Messungen im Weinbau zeigten, dass diese geringer ist als bei üblichen Gebläsespritzen. Diese positiven Resultate legten den Grundstein für die Erarbeitung eines praxisnahen und effizienten Bewilligungsverfahrens, das jede Drohne durchlaufen muss. Um eine präzise Anwendung garantieren zu können, müssen die Drohnen automatisch eine vorgegebene Flugroute mit max. 50 cm Abweichung abfliegen können. Zusätzlich müssen sie die durch das BAZL vorgegebenen umfangreichen Vorschriften der Flugsicherheit erfüllen. Für jeden Drohnentyp darf die Abdrift einen festgelegten Grenzwert nicht überschreiten. Die hochgesteckten Anforderungen sollen sicherstellen, dass der Pflanzenschutz mit Drohnen auf einem hohen technischen Niveau erfolgt und negative Nebenwirkungen minimiert werden können.

Künftig werden zugelassene Drohnen – wie alle anderen Spritzgeräte – alle drei Jahre einen Spritzentest absolvieren, mit dem die Funktionalität langfristig gesichert werden soll. Die Details des Prozesses sind auf der Webpage www.bazl.admin.ch/drohnen zu finden.

Mit dem bestehenden Prozess beschreitet die Schweiz Neuland. Als erstes europäisches Land hat sie ein Bewilligungsverfahren für Sprühdrohnen eingeführt, damit einer weiteren Verbesserung des Pflanzenschutzes nichts mehr im Wege steht.

Bundesstellen und Fachpersonen

  • Agroscope, Tänikon und Changins: Thomas Anken, Pierre-Henri Dubuis
  • Bundesamt für Landwirtschaft, BLW, Bern: Jan Wäspe
  • Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen, BLV, Bern: Christoph Geiser
  • Bundesamt für Umwelt, BAFU, Bern: Magali Lebrun
  • Bundesamt für Zivilluftfahrt, BAZL, Bern: Nathanael Apter, Markus Farner
  • Staatssekretariat für Wirtschaft, Seco, Bern: Olivier Sanvido, Michel Hauser

Mictic und Swiss Startup Factory präsentieren das weltweit erste Körperinstrument

Die Swiss Startup Factory konnte einmal mehr erfolgreich ein Startup ausgründen, das nun bereit für den Markteintritt ist. Mictic präsentiert ein Armband, das auf Körperbewegungen basierende Klänge erzeugt und diese in Echtzeit an Smartphones oder Tablets überträgt. Diese Weltneuheit stellt wahrscheinlich das Ende der Luftgitarre dar. Von jetzt an wird in der Luft getrommelt und die daraus entstehende interaktive Musik bereichert verschiedene Alltagsaktivitäten.

Eine Sonate von Bach, die Titelmusik aus dem Krieg der Sterne oder das aktuelle Lieblingslied aus dem Radio sollen den Alltag bereichern? Mit Mictic kein Problem, denn das Armband spielt im wahrsten Sinne des Wortes alle Stücke und macht seine Träger zu Komponisten und Musikern in Personalunion. Dank integrierter Sensoren können verschiedene Instrumente “gespielt” werden – und zwar im Takt zu den Bewegungen des Armband-Trägers. Damit wird es zum perfekten Begleiter für all jene, die sich gerne über Bewegung und Musik ausdrücken.

Das weltweit erste Instrument seiner Art ist so klein wie eine Armbanduhr und kann am Hand- oder Fussgelenk befestigt werden. Dadurch ist es einfach zu tragen und fällt nicht auf.  Es wurde entwickelt, um Musiker und Tänzer sowie andere Performer in ihrer Arbeit zu unterstützen, beispielsweise beim Einstudieren oder Komponieren eines neuen Stücks. Speziell entwickelte Sound-Sets wurden ausführlich getestet und für marktreif befunden. So können ab sofort eine Reihe unterschiedlicher Instrumente per intuitiver Hand- oder Fussbewegungen gespielt werden. Ausserdem stellt Mictic auch weniger traditionelle Klänge, zur Verfügung, die von Robotern oder Lichtschwertern erzeugt werden, um auch den jüngsten Nachwuchskünstlern ein kreatives Werkzeug zu bieten.

Rolf Hellat, Mictic-Gründer und Geschäftsführer: «Ich wollte ein Instrument entwickeln, mit dem jeder intuitiv und durch Körperbewegung seine eigene Musik gestalten kann. Jeder sollte die Möglichkeit haben, Klänge zu hören, die durch die eigene Bewegung entstehen.»

Schnell wachsendes Startup

Mictic AG ist ein Startup mit Sitz in Zürich. Das erfahrene und engagierte Team hat sich mit dem Company Building Team der Swiss Startup Factory zusammengetan, um ihr Produkt auf den Markt zu bringen.

Das Endprodukt wird ab Anfang 2020 erhältlich sein.

«Nach drei Jahren intensiver Produktentwicklung sind wir endlich bereit für den letzten Schritt, nämlich die Entwicklung einer bedienerfreundlichen Smartphone-App. Um die dafür nötigen Mittel zu generieren, nehmen wir in Kürze erste Vorbestellungen an», so Rolf Hellat, Gründer und Geschäftsführer von Mictic.

Max Meister, Co-Founder der Swiss Startup Factory sowie CSO der Swiss Startup Group:   «Wir sind stolz, mit Mictic ein weiteres Startup erfolgreich mit aufgebaut zu haben. Die Swiss Startup Factory wird Mictic auf bei den nun folgenden kommerziellen Schritten eng begleiten.»

Über Mictic: Für all jene, die die nächste musikalische Revolution nicht verpassen wollen, lohnt sich ein Blick auf mictic.com, wo ab sofort Vorbestellungen angenommen werden

Über SSUF

Die SWISS STARTUP FACTORY ist ein privat finanzierter Company Builder, der mehr als 1’000 Startups pro Jahr analysiert. In den letzten Jahren hat die SSUF eine einzigartige Business-Plattform entwickelt, auf der sich Early-Stage-Startups, Investoren, Unternehmen, akademische Institutionen und Mentoren treffen und austauschen können, um Startups anzutreiben und in diese und damit zugleich in die Zukunft unserer Wirtschaft zu investieren. SSUF ist auf einem stetigen Wachstumskurs, um Schweizer Startups eine globale Plattform und ein weltweites Netzwerk bieten zu können.

Druckbeton für Gebäude und Verbesserung von krebsbekämpfenden Medikamenten gewinnen CHF 130’000.

Die Venture Kick-Jury vergibt an MOBBOT und Araris Biotech je 130’000 Franken, um die Markteinführung des Materialwissenschaften- und Biotechnologie-Spin-offs zu beschleunigen. Die Innovationen der Schweizer Startups in den Bereichen Ingenieurwesen und Medikamentenentwicklung kommen der Bau- und Pharmaindustrie zugute.

MOBBOT: Massgeschneiderter Betondruck Die mobilen Roboter von MOBBOT drucken massgeschneiderte Betonkomponenten auf Baustellen direkt vor Ort, Die schnelle 3D-Drucktechnologie des Freiburger Startups spart Bauunternehmen Zeit und Ressourcen, indem sie vor Ort arbeiten. Das mit den berühmten orangefarbenen KUKA-Roboterarmen entwickelte System stellt massenindividuelle Betonprodukte direkt auf der Baustelle her. Durch die Verwendung herkömmlicher Materialien und ohne teure Schalungen oder individuelle Formen reduziert die Technologie von MOBBOT die Kosten der Bauherren um 40 Prozent und beschleunigt die Lieferung auf einen Tag statt auf einen Monat, sagt Gründerin und CEO Agnès Petit. MOBBOT war im März ein Gewinner der Venture Leaders Technology, als Petit nach Silicon Valley reiste, um ihre Technologie bei US-Investoren zu präsentieren. Das Startup wird die Prototypenentwicklung abschließen und erste Verkäufe an Testkunden in diesem Jahr anstreben. “Venture Kick hat uns geholfen, unser Geschäftsmodell auf wiederkehrende Umsätze zu fokussieren und uns Visibilität bei Investoren zu verschaffen. Mit der finanziellen Unterstützung werden wir MOBBOT auf Konferenzen und Messen der Bauindustrie präsentieren, Kunden besuchen und unsere Marketingaktivitäten verstärken”, sagte Petit. www.venturekick.ch/MOBBOT .

Linkes Bild: MOBBOT Gründer und CEO Agnès Petit, und CTO Thomas Ribeaud. Rechtes Bild: Araris Biotech Mitbegründer Isabella Attinger-Toller (VP Translational Research) Und Philipp Spycher, CEO. Araris

Araris Biotech: Verbesserte antikörpervermittelte Wirkstoffabgabe Araris hat eine Technologie zur Verbesserung der aktuellen Antikörper-Medikamenten-Konjugate (ADCs) entwickelt und konzentriert sich auf Anwendungen zur Krebsbekämpfung. Durch die Anlagerung von Medikamenten an Antikörper wird eine präzise Verabreichung von toxischen Chemotherapeutika an Krebsgewebe sichergestellt, während gesunde Teile des menschlichen Körpers verschont bleiben. Mit ihrer patentierten ADC Linker-Technologie ist die Medikamentenbefestigung einfach, streng kontrolliert und hat das Potenzial, verschiedene Medikamentenkombinationen aufzunehmen. Dies hat nicht nur erhebliche positive Auswirkungen auf die Leistung des ADC in Bezug auf Sicherheit und Wirksamkeit, sondern wird auch die Produktion vereinfachen. ”Wir glauben, dass Araris das Potenzial hat, eine leistungsstarke Medikamentenentwicklungsplattform in grosse kommerzielle Märkte einzuführen und die hohen, unerfüllten medizinischen Bedürfnisse mit proprietären ADCs zu erfüllen. Wir werden helfen Einschränkungen der konventionellen ADCs, die sich derzeit in der klinischen Prüfung befinden, zu überwinden”, sagt CEO und Mitbegründer Philipp Spycher. www.venturekick.ch/araris.

Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick stellt bis zu 150’000 Franken für die Lancierung von Start-ups zur Verfügung. Darüber hinaus bietet es einen gut strukturierten unternehmerischen Weg zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Start-ups erscheinen in drei verschiedenen Phasen vor einer Jury, um eine Finanzierung sowie direktes Feedback und Zugang zu einem internationalen Netzwerk erfolgreicher Unternehmer und Investoren zu erhalten.
Seit 2007 haben 600 Schweizer Unternehmensgründungsprojekte von Venture Kick CHF 24.9 Mio. erhalten. Mehr als 454 Kapitalgesellschaften schufen 6.033 Arbeitsplätze. Von Venture Kick unterstützte Start-ups haben bisher CHF 2,5 Mia. an Investoren angezogen und 55 Start-ups von Venture Kick haben sich im Ranking der TOP 100 schweizer startups im 2018.
Im Jahr 2019 wird Venture Kick CHF 4,35 Mio. in Start-up-Projekte einbringen, die der Schweizer Wissenschaft den Zugang zu den Weltmärkten ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie im Venture Kick-Geschäftsbericht .
Die Venture Kick Foundation wird unterstützt von der Gebert Rüf Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung, der Hauser-Stiftung, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner, Igor Fisch, Fondation Pro Techno, Rising Tide Foundation, ESA BIC Schweiz, Migros Commitment und Swisscom. www.venturekick.ch

Alle von Venture Kick unterstützten Start-up-Projekte .

SmartLife Care gewinnt den German Innovation Award 2019

Die Weltneuheit Allegra wurde mit dem German Innovation Award 2019 in der Kategorie Excellence in Business to Consumer – Medical & Health ausgezeichnet. Das weltweit erste sprachgesteuerte Notrufgerät «Allegra», kann via Sprachsteuerung aktiviert werden und dient gleichzeitig als DAB+ Radio und besticht durch ein stylisches, nicht stigmatisierendes Design. Das Notrufgerät überzeugte die Jury, weil es funktional und nachhaltig ist und für die Nutzerinnen und Nutzer einen echten Mehrwert bietet.

Allegra ist nicht nur ein Notrufgerät, das ein selbständiges Leben zu Hause ermöglicht, sondern sorgt durch das integrierte DAB+ Radio auch jederzeit für Unterhaltung. Das Aussehen wurde bewusst an einem modernen Radio und nicht am typischen Notrufgerät ausgerichtet. In der Entwicklung wurde auf möglichst viele verschiedene Bedürfnisse Rücksicht genommen. Die Tasten sind optimiert für Menschen mit Sehbehinderung. Das Orientierungslicht bietet Menschen mit Hörproblemen Unterstützung. Die Sprachauslösung der Alarme dient als zusätzliche Sicherheit und ermöglicht Menschen mit Bewegungseinschränkungen, einen Hilferuf zu aktivieren. Für die Sprachsteuerung wurden über 300 Schweizer Seniorenstimmmuster aufgenommen.

Das Allegra ist nur eines von 4 Notrufgeräten welche von SmartLife Care in den letzten Jahren zusammen mit 10 verschiedenen Notrufknöpfen und verschiedenen Abos speziell für den Schweizer Markt entwickelt wurde.

SmartLife Care durfte am 28.05.2019 im Deutschen Technikmuseum in Berlin an der Award Ceremony den renommierten Preis entgegen nehmen.

Über den German Innovation Award

Der German Innovation Award wurde im Juni 2018 erstmalig von der Stiftung Rat für Formgebung vergeben. Ziel ist es, Innovationen für ein breites Publikum sichtbar zu machen und für eine erfolgreiche Positionierung am Markt zu sorgen. Über die Vergabe des »German Innovation Award 2019« entscheidet eine unabhängige und sachverständige Jury. Die Jurymitglieder setzen sich zusammen aus Innovationsexperten aus Industrie, Wissenschaft und Venture Banking.  Der Rat für Formgebung wurde vom Deutschen Bundestag ins Leben gerufen und wird von der deutschen Industrie gestiftet. Seit 1953 zeichnen die Wettbewerbe des Rat für Formgebung Design-, Marken- und Innovationsleistungen von internationalem Rang aus.

Firmenportrait:

SmartLife Care wurde im Jahr 2010 von der Swisscom gegründet und wird seit 2017 als eigenständiges Gemeinschaftsunternehmen von Swisscom und Helvetia geführt. Das Unternehmen entwickel und vertreibt Notrufgeräte. Das Angebot von SmartLife Care richtet sich primär an Seniorinnen und Senioren, es wird jedoch auch von Spitex-Diensten und Personen mit fragiler Gesundheit gerne genutzt, etwa von chronisch Kranken oder nach Spitalentlassungen. Seit 2019 ist SmartLife Care offizieller Partner der Spitex Schweiz.

Die Schweizer QWSTION Tasche

Die Marke QWSTION  wurde 2008 in der Schweiz von 5 Freunden gegründet: Sebastian Kruit, die beiden Industriedesigner Christian Kaegi und Fabrice Aeberhard sowie Grafikdesigner Matthias Graf und Hannes Schoenegger.

Die Idee war es, die QWSTION Tasche sowohl ins Büro als auch auf dem Fahrrad mitnehmen zu können, ohne das diese designtechnisch aus dem Kontext fällt. Die gängige Norm stellen Sie dabei immer wieder aufs Neue in Frage, besonders wenn es um Design, Funktion und Herstellung geht.

Sie fingen an Taschen herzustellen, weil Sie nicht fanden, wonach Sie suchten: eine vielseitige Alltagstasche, welche zu verschiedenartigen Situationen passt sowie mehr Funktion als eine klassische Ledertasche sowie unterschiedliche Trageoptionen bietet.

Die Schweizer Erfinder entwerfen, entwickeln und fertigen die Prototypen selbst im hauseigenen Designstudio in Zürich. Dadurch ist es möglich, neue Ideen in Sachen Design und Funktion in einem sehr frühen Stadium zu testen und zu verbessern. So entsteht die letztlich beste QWSTION Tasche für den Endkunden. Sie sind davon überzeugt, dass dadurch letztlich bessere Produkte entstehen.

Ihre Herangehensweise ist durch die Tradition des Schweizer-Designs beeinflusst, welche zeitlose Entwürfe mit praktischen Details verbindet. QWSTION steht für nachhaltige und flexible Lösungen für die persönliche Mobilität.

Der QWSTION-Store in Zürich ist auch der Ort an dem die Taschen entstehen.

Das Unternehmen macht eine Transparente Herstellung. Design in Zürich, Produktion in China. Um die Herstellung kümmert sich seit 2009 eine sorgfältig ausgewählte und unabhängige Manufaktur in der Nähe von Hong Kong. Die Inhaber Mrs. Wan und Mr. Lai bringen ein kompetentes Team sowie über 30 Jahre Erfahrung und Leidenschaft mit, was sich in jeder QWSTION Tasche widerspiegelt. Außerdem ist ihre Manufaktur durch BSCI (Business and Social Compliance Initiative) auditiert. Diese EU-Initiative arbeitet daran, dass europäische Standards in Bezug auf Arbeitsbedingungen und ökologische Aspekte auch in Nicht-EU Staaten Einzug finden. Mit einer QWSTION Tasche setzt jeder von uns ein klares Statement und unterstützt eine faire Textilproduktion.            

Die Öffnung wurde so designt, dass Du Deine QWSTION Tasche schnell und einfach be- und entladen kannst, egal ob im Zug, Flugzeug, unterwegs mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Deine QWSTION Tasche ist dank ihrer wasserabweisenden Beschichtung wasserresistent und somit auch für einen Segel-Trip oder einen Besuch im Schwimmbad ideal.

In Deiner geräumigen QWSTION Tasche hast Du viel Platz für alles was im Alltag unverzichtbar ist; Smartphone, Geldbeutel, Schreibzeug, Regenschirm. Deine Wertsachen kannst Du dabei in einem versteckten Fach sicher unterbringen. Zudem verfügt jede QWSTION Tasche sogar über ein separates, gepolstertes Fach für Deinen Laptop.

Als Rucksack oder Schultertasche: eine Antwort für beides .

Die QWSTION Produkte findest du auf Fair Couture, da das Unternehmen die Ideen und Ziele der Marke teilen, unterstützen und damit dem Plastikwahnsinn sowie den giftstoffreichen Billigtaschen entgegenwirken wollen.

Verbessertes IVF-Screening und ultraschnelle aerodynamische Simulationssoftware-Startups gewinnen CHF 130’000

Das jüngste Venture Kick-Finale gewährte Unternehmern 130.000 Franken, die ein Gerät entwickeln, mit dem Millionen von Menchen Kinder bekommen können und Software, mit der die Aerodynamik von Auto- und Flugzeugkonstruktionen 1000-mal schneller als der derzeitige Stand der Technik analysiert werden kann.

Marco Grisi und Gaurasundar Conley von Annaida Technologies und Pierre Baqué, Timur Bagautdinov, Francois Fleuret und Pascal Fua von Neural Concept haben 130.000 Franken Startkapital aus dem nationalen Unterstützungsprogramm von Venture Kick gewonnen.

“Venture Kick hat uns bereits geholfen, uns den nötigen Kick zu geben, um unseren unternehmerischen Geist zu wecken. Jetzt wird es uns einen noch größeren Kick geben, der uns die Mittel gibt, um unsere Pläne umzusetzen.”, Sagte Gaurasundar Marc Conley, CEO Co- Gründer von Annaida Technologies.
“Das Feedback des Trainers ist sehr kritisch, aber immer positiv.”, Sagte Pierre Baqué, Mitbegründer von Neural Concept.

Annaida Technologies Sàrl: Verbessertes IVF-Screening (Lausanne, EPF-Ausgliederung):
Etwa 1 von 10 Paaren in den Industrieländern nutzt die In-vitro-Fertilisation, um zu begreifen, und die europäischen Kliniken führen jährlich 660.000 IVF-Zyklen durch.
Weltweit wird IVF bis 2020 eine 20-Milliarden-Dollar-Industrie sein. Patienten geben über 1 Milliarde US-Dollar für das Screening von Embryonen aus, um herauszufinden, welche davon am lebensfähigsten sind. Gegenwärtige Methoden, durch Untersuchung unter dem Mikroskop oder durch Biopsie von bis zu 15 Prozent der Embryozellen, sind langsam und führen im Durchschnitt zu 35 Prozent der Schwangerschaft zu erfolgreichen Schwangerschaften.
 
Gaurasundar Conley, CEO & Marco Grisi CTO von Annaida Technologies

Marco Grisi, Technologe von Annaida, studierte Mikrotechnik und Magnetresonanz am Institut für Mikrotechnik EPFL in Lausanne, entwickelte eine schnellere, genauere Technologie, die empfindlich genug ist, um sie an einem menschlichen Embryo einzusetzen. Das Startup-Gerät – wie ein MRI-Scanner, der auf etwa einen Fünftel Millimeter Größe geschrumpft ist – ermöglicht es den IVF-Kliniken, ihre Analyse innerhalb einer Stunde vor Ort durchzuführen.

Grisi und Mitbegründer und CEO nutzten die Unterstützung von Venture Kick, um mit Branchenakteuren und Meinungsführern auf Konferenzen und Instituten weltweit in Kontakt zu treten und ihr Know-how in der Embryologie zu entwickeln.
“Dank dieser Möglichkeiten arbeiten wir jetzt mit unserem Partner für die nächsten medizinischen Studien zusammen. Daher war Venture Kick für die Entwicklung unseres Spin-Offs von entscheidender Bedeutung”, sagt Grisi.
2019 sollte das Startup (benannt nach den Großmüttern der Gründer) eine Saatgutrunde abschließen und eine Studie mit menschlichen Embryonen bei einer IVF-Klinik im Kanton Waadt beginnen. “Kickers Camp ist wichtig, damit Sie Ihre Prioritäten auf die wichtigsten Geschäftselemente konzentrieren können. Sie legen Technologie beiseite und stellen Kundenbedürfnisse und Zahlungsbereitschaft in den Mittelpunkt”, so Conley.

Neural Concept Sàrl (Lausanne, EPF-Ausgliederung):
Die Autohersteller geben jährlich etwa 10 Millionen US-Dollar für Software aus, um die aerodynamische Leistung ihrer Konstruktionen digital zu simulieren. Insgesamt werden rund drei Milliarden US-Dollar für digitale Simulationen von allen industriellen FuE-Unternehmen, insbesondere von Auto- und Flugzeugherstellern weltweit, ausgegeben. Die derzeitige Technologie ist langsam und benötigt zwischen 6 und 24 Stunden, um ein Design zu analysieren, wodurch die Anzahl der Konstrukteure begrenzt wird.
 
Pierre Baqué, CEO von Neural Concept

Die Mitgründer von Neural Concept, Pierre Baqué, Timur Bagautdinov, Francois Fleuret und Pascal Fua, setzen Deep-Learning-Technologien ein, die für 3D-Modelle im Computer Vision Lab von EPF Lausanne entwickelt wurden. Ihre Simulationen können in 100 Millisekunden durchgeführt werden, sodass Ingenieure ihre Forschungs- und Entwicklungszyklen beschleunigen und bessere Produkte kostengünstiger herstellen können. Die Technologie der Ausgründung wird auch die Arbeit der Flugzeugdesigner beschleunigen.

Seit dem Bestehen der vorherigen Venture Kick-Jury und Ausbildung hat das Startup Bridge- und Innogrant-Stipendien erhalten. “Das Kickers Camp war für uns wirklich ein Schlüsselelement in Bezug auf die Art und Weise, wie wir unsere Botschaft strukturieren und über unser Unternehmen sprechen. Jetzt wollen wir uns stärker auf die Vorteile konzentrieren, die wir bringen, und nicht auf die Technologie und wie wir sie bringen”, sagte Pierre Baqué .
Das Startup hat bereits eine laufende Produktvalidierung mit sechs Kunden in Europa und den USA durchgeführt und schließt derzeit eine Finanzierungsrunde ab.
 
Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick stellt bis zu 150’000 Franken für die Lancierung von Start-ups zur Verfügung. Darüber hinaus bietet es einen gut strukturierten unternehmerischen Weg zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Start-ups erscheinen in drei verschiedenen Phasen vor einer Jury, um eine Finanzierung sowie direktes Feedback und Zugang zu einem internationalen Netzwerk erfolgreicher Unternehmer und Investoren zu erhalten.

Seit 2007 haben 600 Schweizer Unternehmensgründungsprojekte von Venture Kick CHF 24.9 Mio. erhalten. Mehr als 454 Kapitalgesellschaften schufen 6.033 Arbeitsplätze. Von Venture Kick unterstützte Start-ups haben bisher CHF 2,5 Mia. an Investoren angezogen und 55 Start-ups von Venture Kick haben sich im Ranking der TOP 100 schweizer startups im 2018. Im Jahr 2019 wird Venture Kick CHF 4,35 Mio. in Start-up-Projekte einbringen, die der Schweizer Wissenschaft den Zugang zu den Weltmärkten ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie im Venture Kick-Geschäftsbericht .
Die Venture Kick Foundation wird unterstützt von der Gebert Rüf Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung, der Hauser-Stiftung, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner, Igor Fisch, Fondation Pro Techno, Rising Tide Foundation, ESA BIC Schweiz, Migros Commitment und Swisscom.

Tarasa Erfindung – ein Pflaster entfernt Tattoos

Tarasa ist ein Schweizer Start-up, das bei nolax, einem Schweizer Inkubator mit nachgewiesener Erfolgsgeschichte im Bereich Medizinprodukte, entwickelt wird. Robertino Engel leitet das Start-up Tarasa. Die Tarasa Erfindung ist ein neuartiges Pflaster, das Tattoo-Pigmente aus der Haut extrahiert. Mit diesem komplett neuen Ansatz wird ein Tattoo einfacher und günstiger entfernt als mit bisherigen Methoden – und erst noch ohne Schmerzen.

Ein Verfahrenspatent wurde erteilt und die Machbarkeit des Verfahrens in zwei Vorstudien nachgewiesen. Nolax prüft derzeit einen möglichen Verkauf des Patents und des Know-hows an einen strategischen Käufer.Das Tätowieren ging in der Vergangenheit von einer Subkultur zu einem Massenphänomen über Jahrzehnte. Nach jüngsten Studien sind 3 von 10 Erwachsenen in den USA und 1 von 10 Deutschen tätowiert. Mit der steigenden Anzahl von Tätowierungen nimmt auch die Zahl derer, die ihre Tätowierungen bereuen, ebenfalls zu.

In den USA geben 23% der tätowierten Personen an, Tätowierungs bedauern zu haben
In Deutschland liegt dieser Anteil bei 11% (GfK, 2014; Harris Interactive, 2016).
Die heute verwendeten Entfernungsmethoden sind vom Kunden nicht zufriedenstellend.
Die Laserentfernung, die heute als Standard gilt, ist ineffizient, teuer, schmerzhaft und mit gesundheitlichen Problemen verbunden (Fritzemeier, 2007; Technavio, 2017; Serup, Hutton Carlsen & Sepehri, 2013). Während des Laserprozesses werden Tintenpigmente in Partikel zerlegt, und diese bleiben dauerhaft im Körper (Bäumler, 2013; Sepehri et al., 2017). Eine Chemische Entfernung, ist eine weniger etablierte Alternative, verursacht eine Wunde, die mit der Gefahr verbunden ist von Infektionen und Narben (Fritzemeier, 2007; Hoffmann, 2015; Kluger 2015). Die Tarasa-Methode ermöglicht die Extraktion von Tätowierpigmenten aus der Haut in einem sicheren, effizienten, schmerzlosen und kostengünstigen Prozess.

 

Die Entfernung von Tätowierungen ist ein großer und schnell wachsender Markt.
Der Umsatz des weltweiten Marktes für Tattooentfernungen betrug 1,37 Milliarden Dollar
im Jahr 2016 und wird voraussichtlich bis 2021 auf 2,84 Milliarden Dollar anwachsen
CAGR von 15,85% (Technavio, 2017).

Ein Verfahrenspatent wurde im August 2016 eingereicht, im Februar 2018 veröffentlicht
und im März 2019 erteilt (Engel & Lang, EP3284505B1).

Dieses garantiert die Ausschließlichkeit von Tarasas Ansatz bis 2036.
Darüber hinaus wurde im Juli 2017 ein PCT-Patent angemeldet, für den
weltweiten Schutz.

 

 

Das Werkzeug und seine Erfinder

Die Geschichte der Werkzeugnutzung und Werkzeugherstellung durch Menschen beginnt vor ca. 2,4 Millionen Jahren. Im Verlauf der Steinzeit wurden sehr viele der heute noch üblichen Werkzeuge entwickelt und erfunden.

Der schwedische Erfinder Johan Petter Johansson gründete 1886  die Mechanische Werkstatt von Enköping, in der er sich auch als Erfinder betätigte. Der am 11. Mai 1892 patentierte “Engländer” war jedoch nicht das einzige verstellbare Werkzeug, das Johansson entwickelt hat. Auch die Rohrzange stammt aus seiner Erfinderwerkstatt in Enköping. Er meldete insgesamt über 100 Patente an. 

Eine Rohrzange oder Schwedenzange ist eine Zange, bei der die Größe des Mauls über ein Gewinde an einem der Schenkel eingestellt wird. Die Rohrzange ist eine Zange für das Arbeiten an Rohren sowie den bei der Rohrinstallation verwendeten Befestigungselementen wie Muffen. Sie ist das klassische Werkzeug für die Sanitärinstallation und den Heizungs- und Lüftungsbau.

Sie ist Gesenkgeschmiedet. Selbstklemmend durch die Verzahnung entgegen der Drehrichtung. Stufenlos verstellbar.

Der patentierte “Engländer” ist die umgangssprachliche Bezeichnung für alle Arten von verstellbaren Schraubenschlüsseln, insbesondere für solche mit nur einseitig vorhandenem Maul (im Gegensatz zum Franzosen mit Doppelmaul). Im engeren Sinne ist der Engländer ein verstellbarer Schraubenschlüssel, bei dem die Verstellung der Schlüsselweite über eine Gewindespindel im Werkzeugschaft erfolgt. Bezüglich der Haltbarkeit und Qualität über Jahre sind Maulschlüssel und Ringschlüssel dem Engländer überlegen, weil es keine beweglichen Teile gibt. Allerdings lassen sich verstellbare Schraubenschlüssel auch für (Sechskant-)Schrauben verwenden, für die kein passender Schlüssel greifbar ist. 

Durch den Ringschlüsselkopf mit Ratschensystem und Gabelschlüssel in einem Werkzeug wird das Anziehen und Lösen von Verschraubungen 10x schneller möglich als mit herkömmlichen Schlüsseln.

Diese zwei Helferlein sind nur zwei geschichtliche Beispiele der Erfindungen welche unsere tägliche Arbeit erleichtern und uns ermöglichen etwas Neuen zu erschaffen oder zu reparieren!

Ob wir Schrauben, Hämmern, Schleifen, Bohren, Trennen oder Sägen – die neuen Werkzeuge aller Art von engelbert strauss stehen uns für jeden Einsatzzweck bereit. Zusätzlich zur Ihrer Berufskleidung, im vergangenen Jahr brachte das kreative Unternehmen aus der Handwerksbranche seine erste eigene Werkzeug-Kollektion auf den Markt. Es war sehr wichtig dass die Erfolgsfaktoren Robustheit, Nutzerkomfort und Funktionalität vom geschmeidigen Outfit auf die Werkzeug-Highlights zu übertragen, was Ihnen auch sehr gelungen ist.

Es ist gut zu Wissen wo der Hammer hängt!

 

Geräte für frische Luft

Klimawandel, durch Verkehr und Industrie verdreckte Luft: Der Mensch atmet täglich eine enorme Menge an Schmutz wie etwa Feinstaub ein. In der Schweiz ist die Luftqualität zwar recht gut, doch weltweit herrschen alarmierende Zustände. Es ist also nicht verwunderlich, dass es immer mehr Erfindungen zur Verbesserung der Luftqualität gibt. Einige davon kommen aus der Schweiz.

Luftreiniger und Luftwäscher

Geräte, die die Luft in Innenräumen verbessern, kennen die meisten. Firmen wie IQAir oder Venta, die seit Jahren auch in der Schweiz angesiedelt sind, produzieren praktische Luftreiniger und Luftwäscher. Die Technik ist so simpel wie genial. Luftreiniger sind mit verschiedenen Filtern ausgestattet und funktionieren folgendermassen:

  • Sie saugen Schmutzpartikel an,
  • reinigen diese oder fangen sie auf
  • und entlassen frische, saubere Luft.

Zu den häufigsten Filterarten zählen die sogenannten HEPA-Filter. Deren Filterspektrum umfasst kleinste Partikel, Viren und Bakterien. Die Technologie hinter den Filtern kommt aus der Weltraumforschung. Zusätzlich zu den effektiven HEPA-Filtern verfügen die meisten Reiniger über

  • einen Aktivkohlefilter zur Absorption von Partikeln und Gasen,
  • einen UV-Filter zur Neutralisation von Viren und Bakterien
  • sowie über einen Ionengenerator, der eine Vielzahl an Schadstoffen sammeln kann.

Neben den Reinigern gibt es auch sogenannte Luftwäscher. Sie filtern nicht nur Schmutz aus der Luft, sondern sorgen gleichzeitig für eine angemessene Luftfeuchtigkeit im Raum. Die Geräte verfügen meist über eine Wasserwanne, in der einige Schmutzpartikel durch den Wasserfilm gebunden und anschliessend in der Wanne gereinigt werden. Im Inneren der Luftwäscher befinden sich Rotorblätter, die einen dünnen Wasserfilm an sich binden und durch die Rotation an die Luft abgeben.

Mobile Messgeräte

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr eine halbe Million Menschen vorzeitig an den Auswirkungen der Luftverschmutzung. Vor allem in Ländern wie China ist die Verschmutzung sehr hoch. Viele moderne Luftreinigungssysteme werden deshalb speziell für den chinesischen Markt entwickelt. So auch die sogenannte Oxybox und das Laser-Ei, beides Erfindungen des Waadtländers Liam Bates. Der Schweizer wohnt in China und war dort zunächst als TV-Persönlichkeit für Reisereportagen bekannt. Die schlechte Luft im Land und die Asthma-Erfahrung seiner Ehefrau veranlassten ihn zur Erfindung kleiner Luftreinigungs- und Messgeräte.

Das von ihm entwickelte Laser-Egg ist ein kleines, mobiles Gerät, das den Feinstaubwert in der Umgebung anzeigt. Die PM2,5-Werte (Mikrogramm Feinstaub) werden durch die offiziellen Messstationen in der Region abgerufen. Da Feinstaub für das menschliche Auge unsichtbar, jedoch schädlich ist, helfen die kleinen Geräte, die aktuelle Gefahrensituation besser einschätzen zu können. So wird zum Beispiel klar, wann es notwendig ist zu lüften, wenn man mit viel Fett kocht. Was die wenigsten nämlich wissen: Schon kleinste Öltröpchen in der Luft entsprechen der höchsten Smogbelastung.

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