Verbessertes IVF-Screening und ultraschnelle aerodynamische Simulationssoftware-Startups gewinnen CHF 130’000

Das jüngste Venture Kick-Finale gewährte Unternehmern 130.000 Franken, die ein Gerät entwickeln, mit dem Millionen von Menchen Kinder bekommen können und Software, mit der die Aerodynamik von Auto- und Flugzeugkonstruktionen 1000-mal schneller als der derzeitige Stand der Technik analysiert werden kann.

Marco Grisi und Gaurasundar Conley von Annaida Technologies und Pierre Baqué, Timur Bagautdinov, Francois Fleuret und Pascal Fua von Neural Concept haben 130.000 Franken Startkapital aus dem nationalen Unterstützungsprogramm von Venture Kick gewonnen.

“Venture Kick hat uns bereits geholfen, uns den nötigen Kick zu geben, um unseren unternehmerischen Geist zu wecken. Jetzt wird es uns einen noch größeren Kick geben, der uns die Mittel gibt, um unsere Pläne umzusetzen.”, Sagte Gaurasundar Marc Conley, CEO Co- Gründer von Annaida Technologies.
“Das Feedback des Trainers ist sehr kritisch, aber immer positiv.”, Sagte Pierre Baqué, Mitbegründer von Neural Concept.

Annaida Technologies Sàrl: Verbessertes IVF-Screening (Lausanne, EPF-Ausgliederung):
Etwa 1 von 10 Paaren in den Industrieländern nutzt die In-vitro-Fertilisation, um zu begreifen, und die europäischen Kliniken führen jährlich 660.000 IVF-Zyklen durch.
Weltweit wird IVF bis 2020 eine 20-Milliarden-Dollar-Industrie sein. Patienten geben über 1 Milliarde US-Dollar für das Screening von Embryonen aus, um herauszufinden, welche davon am lebensfähigsten sind. Gegenwärtige Methoden, durch Untersuchung unter dem Mikroskop oder durch Biopsie von bis zu 15 Prozent der Embryozellen, sind langsam und führen im Durchschnitt zu 35 Prozent der Schwangerschaft zu erfolgreichen Schwangerschaften.
 
Gaurasundar Conley, CEO & Marco Grisi CTO von Annaida Technologies

Marco Grisi, Technologe von Annaida, studierte Mikrotechnik und Magnetresonanz am Institut für Mikrotechnik EPFL in Lausanne, entwickelte eine schnellere, genauere Technologie, die empfindlich genug ist, um sie an einem menschlichen Embryo einzusetzen. Das Startup-Gerät – wie ein MRI-Scanner, der auf etwa einen Fünftel Millimeter Größe geschrumpft ist – ermöglicht es den IVF-Kliniken, ihre Analyse innerhalb einer Stunde vor Ort durchzuführen.

Grisi und Mitbegründer und CEO nutzten die Unterstützung von Venture Kick, um mit Branchenakteuren und Meinungsführern auf Konferenzen und Instituten weltweit in Kontakt zu treten und ihr Know-how in der Embryologie zu entwickeln.
“Dank dieser Möglichkeiten arbeiten wir jetzt mit unserem Partner für die nächsten medizinischen Studien zusammen. Daher war Venture Kick für die Entwicklung unseres Spin-Offs von entscheidender Bedeutung”, sagt Grisi.
2019 sollte das Startup (benannt nach den Großmüttern der Gründer) eine Saatgutrunde abschließen und eine Studie mit menschlichen Embryonen bei einer IVF-Klinik im Kanton Waadt beginnen. “Kickers Camp ist wichtig, damit Sie Ihre Prioritäten auf die wichtigsten Geschäftselemente konzentrieren können. Sie legen Technologie beiseite und stellen Kundenbedürfnisse und Zahlungsbereitschaft in den Mittelpunkt”, so Conley.

Neural Concept Sàrl (Lausanne, EPF-Ausgliederung):
Die Autohersteller geben jährlich etwa 10 Millionen US-Dollar für Software aus, um die aerodynamische Leistung ihrer Konstruktionen digital zu simulieren. Insgesamt werden rund drei Milliarden US-Dollar für digitale Simulationen von allen industriellen FuE-Unternehmen, insbesondere von Auto- und Flugzeugherstellern weltweit, ausgegeben. Die derzeitige Technologie ist langsam und benötigt zwischen 6 und 24 Stunden, um ein Design zu analysieren, wodurch die Anzahl der Konstrukteure begrenzt wird.
 
Pierre Baqué, CEO von Neural Concept

Die Mitgründer von Neural Concept, Pierre Baqué, Timur Bagautdinov, Francois Fleuret und Pascal Fua, setzen Deep-Learning-Technologien ein, die für 3D-Modelle im Computer Vision Lab von EPF Lausanne entwickelt wurden. Ihre Simulationen können in 100 Millisekunden durchgeführt werden, sodass Ingenieure ihre Forschungs- und Entwicklungszyklen beschleunigen und bessere Produkte kostengünstiger herstellen können. Die Technologie der Ausgründung wird auch die Arbeit der Flugzeugdesigner beschleunigen.

Seit dem Bestehen der vorherigen Venture Kick-Jury und Ausbildung hat das Startup Bridge- und Innogrant-Stipendien erhalten. “Das Kickers Camp war für uns wirklich ein Schlüsselelement in Bezug auf die Art und Weise, wie wir unsere Botschaft strukturieren und über unser Unternehmen sprechen. Jetzt wollen wir uns stärker auf die Vorteile konzentrieren, die wir bringen, und nicht auf die Technologie und wie wir sie bringen”, sagte Pierre Baqué .
Das Startup hat bereits eine laufende Produktvalidierung mit sechs Kunden in Europa und den USA durchgeführt und schließt derzeit eine Finanzierungsrunde ab.
 
Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick stellt bis zu 150’000 Franken für die Lancierung von Start-ups zur Verfügung. Darüber hinaus bietet es einen gut strukturierten unternehmerischen Weg zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Start-ups erscheinen in drei verschiedenen Phasen vor einer Jury, um eine Finanzierung sowie direktes Feedback und Zugang zu einem internationalen Netzwerk erfolgreicher Unternehmer und Investoren zu erhalten.

Seit 2007 haben 600 Schweizer Unternehmensgründungsprojekte von Venture Kick CHF 24.9 Mio. erhalten. Mehr als 454 Kapitalgesellschaften schufen 6.033 Arbeitsplätze. Von Venture Kick unterstützte Start-ups haben bisher CHF 2,5 Mia. an Investoren angezogen und 55 Start-ups von Venture Kick haben sich im Ranking der TOP 100 schweizer startups im 2018. Im Jahr 2019 wird Venture Kick CHF 4,35 Mio. in Start-up-Projekte einbringen, die der Schweizer Wissenschaft den Zugang zu den Weltmärkten ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie im Venture Kick-Geschäftsbericht .
Die Venture Kick Foundation wird unterstützt von der Gebert Rüf Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung, der Hauser-Stiftung, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner, Igor Fisch, Fondation Pro Techno, Rising Tide Foundation, ESA BIC Schweiz, Migros Commitment und Swisscom.

Tarasa Erfindung – ein Pflaster entfernt Tattoos

Tarasa ist ein Schweizer Start-up, das bei nolax, einem Schweizer Inkubator mit nachgewiesener Erfolgsgeschichte im Bereich Medizinprodukte, entwickelt wird. Robertino Engel leitet das Start-up Tarasa. Die Tarasa Erfindung ist ein neuartiges Pflaster, das Tattoo-Pigmente aus der Haut extrahiert. Mit diesem komplett neuen Ansatz wird ein Tattoo einfacher und günstiger entfernt als mit bisherigen Methoden – und erst noch ohne Schmerzen.

Ein Verfahrenspatent wurde erteilt und die Machbarkeit des Verfahrens in zwei Vorstudien nachgewiesen. Nolax prüft derzeit einen möglichen Verkauf des Patents und des Know-hows an einen strategischen Käufer.Das Tätowieren ging in der Vergangenheit von einer Subkultur zu einem Massenphänomen über Jahrzehnte. Nach jüngsten Studien sind 3 von 10 Erwachsenen in den USA und 1 von 10 Deutschen tätowiert. Mit der steigenden Anzahl von Tätowierungen nimmt auch die Zahl derer, die ihre Tätowierungen bereuen, ebenfalls zu.

In den USA geben 23% der tätowierten Personen an, Tätowierungs bedauern zu haben
In Deutschland liegt dieser Anteil bei 11% (GfK, 2014; Harris Interactive, 2016).
Die heute verwendeten Entfernungsmethoden sind vom Kunden nicht zufriedenstellend.
Die Laserentfernung, die heute als Standard gilt, ist ineffizient, teuer, schmerzhaft und mit gesundheitlichen Problemen verbunden (Fritzemeier, 2007; Technavio, 2017; Serup, Hutton Carlsen & Sepehri, 2013). Während des Laserprozesses werden Tintenpigmente in Partikel zerlegt, und diese bleiben dauerhaft im Körper (Bäumler, 2013; Sepehri et al., 2017). Eine Chemische Entfernung, ist eine weniger etablierte Alternative, verursacht eine Wunde, die mit der Gefahr verbunden ist von Infektionen und Narben (Fritzemeier, 2007; Hoffmann, 2015; Kluger 2015). Die Tarasa-Methode ermöglicht die Extraktion von Tätowierpigmenten aus der Haut in einem sicheren, effizienten, schmerzlosen und kostengünstigen Prozess.

 

Die Entfernung von Tätowierungen ist ein großer und schnell wachsender Markt.
Der Umsatz des weltweiten Marktes für Tattooentfernungen betrug 1,37 Milliarden Dollar
im Jahr 2016 und wird voraussichtlich bis 2021 auf 2,84 Milliarden Dollar anwachsen
CAGR von 15,85% (Technavio, 2017).

Ein Verfahrenspatent wurde im August 2016 eingereicht, im Februar 2018 veröffentlicht
und im März 2019 erteilt (Engel & Lang, EP3284505B1).

Dieses garantiert die Ausschließlichkeit von Tarasas Ansatz bis 2036.
Darüber hinaus wurde im Juli 2017 ein PCT-Patent angemeldet, für den
weltweiten Schutz.

 

 

Das Werkzeug und seine Erfinder

Die Geschichte der Werkzeugnutzung und Werkzeugherstellung durch Menschen beginnt vor ca. 2,4 Millionen Jahren. Im Verlauf der Steinzeit wurden sehr viele der heute noch üblichen Werkzeuge entwickelt und erfunden.

Der schwedische Erfinder Johan Petter Johansson gründete 1886  die Mechanische Werkstatt von Enköping, in der er sich auch als Erfinder betätigte. Der am 11. Mai 1892 patentierte “Engländer” war jedoch nicht das einzige verstellbare Werkzeug, das Johansson entwickelt hat. Auch die Rohrzange stammt aus seiner Erfinderwerkstatt in Enköping. Er meldete insgesamt über 100 Patente an. 

Eine Rohrzange oder Schwedenzange ist eine Zange, bei der die Größe des Mauls über ein Gewinde an einem der Schenkel eingestellt wird. Die Rohrzange ist eine Zange für das Arbeiten an Rohren sowie den bei der Rohrinstallation verwendeten Befestigungselementen wie Muffen. Sie ist das klassische Werkzeug für die Sanitärinstallation und den Heizungs- und Lüftungsbau.

Sie ist Gesenkgeschmiedet. Selbstklemmend durch die Verzahnung entgegen der Drehrichtung. Stufenlos verstellbar.

Der patentierte “Engländer” ist die umgangssprachliche Bezeichnung für alle Arten von verstellbaren Schraubenschlüsseln, insbesondere für solche mit nur einseitig vorhandenem Maul (im Gegensatz zum Franzosen mit Doppelmaul). Im engeren Sinne ist der Engländer ein verstellbarer Schraubenschlüssel, bei dem die Verstellung der Schlüsselweite über eine Gewindespindel im Werkzeugschaft erfolgt. Bezüglich der Haltbarkeit und Qualität über Jahre sind Maulschlüssel und Ringschlüssel dem Engländer überlegen, weil es keine beweglichen Teile gibt. Allerdings lassen sich verstellbare Schraubenschlüssel auch für (Sechskant-)Schrauben verwenden, für die kein passender Schlüssel greifbar ist. 

Durch den Ringschlüsselkopf mit Ratschensystem und Gabelschlüssel in einem Werkzeug wird das Anziehen und Lösen von Verschraubungen 10x schneller möglich als mit herkömmlichen Schlüsseln.

Diese zwei Helferlein sind nur zwei geschichtliche Beispiele der Erfindungen welche unsere tägliche Arbeit erleichtern und uns ermöglichen etwas Neuen zu erschaffen oder zu reparieren!

Ob wir Schrauben, Hämmern, Schleifen, Bohren, Trennen oder Sägen – die neuen Werkzeuge aller Art von engelbert strauss stehen uns für jeden Einsatzzweck bereit. Zusätzlich zur Ihrer Berufskleidung, im vergangenen Jahr brachte das kreative Unternehmen aus der Handwerksbranche seine erste eigene Werkzeug-Kollektion auf den Markt. Es war sehr wichtig dass die Erfolgsfaktoren Robustheit, Nutzerkomfort und Funktionalität vom geschmeidigen Outfit auf die Werkzeug-Highlights zu übertragen, was Ihnen auch sehr gelungen ist.

Es ist gut zu Wissen wo der Hammer hängt!

 

Geräte für frische Luft

Klimawandel, durch Verkehr und Industrie verdreckte Luft: Der Mensch atmet täglich eine enorme Menge an Schmutz wie etwa Feinstaub ein. In der Schweiz ist die Luftqualität zwar recht gut, doch weltweit herrschen alarmierende Zustände. Es ist also nicht verwunderlich, dass es immer mehr Erfindungen zur Verbesserung der Luftqualität gibt. Einige davon kommen aus der Schweiz.

Luftreiniger und Luftwäscher

Geräte, die die Luft in Innenräumen verbessern, kennen die meisten. Firmen wie IQAir oder Venta, die seit Jahren auch in der Schweiz angesiedelt sind, produzieren praktische Luftreiniger und Luftwäscher. Die Technik ist so simpel wie genial. Luftreiniger sind mit verschiedenen Filtern ausgestattet und funktionieren folgendermassen:

  • Sie saugen Schmutzpartikel an,
  • reinigen diese oder fangen sie auf
  • und entlassen frische, saubere Luft.

Zu den häufigsten Filterarten zählen die sogenannten HEPA-Filter. Deren Filterspektrum umfasst kleinste Partikel, Viren und Bakterien. Die Technologie hinter den Filtern kommt aus der Weltraumforschung. Zusätzlich zu den effektiven HEPA-Filtern verfügen die meisten Reiniger über

  • einen Aktivkohlefilter zur Absorption von Partikeln und Gasen,
  • einen UV-Filter zur Neutralisation von Viren und Bakterien
  • sowie über einen Ionengenerator, der eine Vielzahl an Schadstoffen sammeln kann.

Neben den Reinigern gibt es auch sogenannte Luftwäscher. Sie filtern nicht nur Schmutz aus der Luft, sondern sorgen gleichzeitig für eine angemessene Luftfeuchtigkeit im Raum. Die Geräte verfügen meist über eine Wasserwanne, in der einige Schmutzpartikel durch den Wasserfilm gebunden und anschliessend in der Wanne gereinigt werden. Im Inneren der Luftwäscher befinden sich Rotorblätter, die einen dünnen Wasserfilm an sich binden und durch die Rotation an die Luft abgeben.

Mobile Messgeräte

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben pro Jahr eine halbe Million Menschen vorzeitig an den Auswirkungen der Luftverschmutzung. Vor allem in Ländern wie China ist die Verschmutzung sehr hoch. Viele moderne Luftreinigungssysteme werden deshalb speziell für den chinesischen Markt entwickelt. So auch die sogenannte Oxybox und das Laser-Ei, beides Erfindungen des Waadtländers Liam Bates. Der Schweizer wohnt in China und war dort zunächst als TV-Persönlichkeit für Reisereportagen bekannt. Die schlechte Luft im Land und die Asthma-Erfahrung seiner Ehefrau veranlassten ihn zur Erfindung kleiner Luftreinigungs- und Messgeräte.

Das von ihm entwickelte Laser-Egg ist ein kleines, mobiles Gerät, das den Feinstaubwert in der Umgebung anzeigt. Die PM2,5-Werte (Mikrogramm Feinstaub) werden durch die offiziellen Messstationen in der Region abgerufen. Da Feinstaub für das menschliche Auge unsichtbar, jedoch schädlich ist, helfen die kleinen Geräte, die aktuelle Gefahrensituation besser einschätzen zu können. So wird zum Beispiel klar, wann es notwendig ist zu lüften, wenn man mit viel Fett kocht. Was die wenigsten nämlich wissen: Schon kleinste Öltröpchen in der Luft entsprechen der höchsten Smogbelastung.

Bildrechte: Flickr Air Quality Egg Smart Citizens CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Die Sackkarre: Geniale Erfindung mit langer Geschichte

Die meisten Erfindungen, die wir heutzutage verwenden, ohne gross darüber nachzudenken, wirken auf den ersten Blick simpel und naheliegend – sei es die Glühbirne, Teflon oder Papier. Doch so einfach diese Ideen scheinen, so genial sind sie – und vor allem praktisch. So wie auch die Sackkarre. Mit ihr lassen sich selbst schwerste Güter mit deutlich weniger Aufwand und Muskelkraft transportieren. Woher kommt die Sackkarre eigentlich und was macht sie so effizient? Wir erklären es.

Physikalische Kräfte am Werk

Die Sackkarre macht sich zwei physikalische Entdeckungen zunutze: Die Hebelwirkung und das Rad. So ist die Kraft, die zum Heben von Gewichten aufgewendet werden muss, immer abhängig von der Länge des Weges zwischen Ladung und Hebelpunkt. Daher wurde bei der Sackkarre der Hebeldrehpunkt direkt in die Radnabe gelegt. Diese Konstruktion erleichtert es Menschen, schwere Gewichte anzuheben. Gleichzeitig ist es dank der integrierten Räder möglich, die Waren zu transportieren.

Angesichts dieser Praktikabilität verwundert es nicht, dass die Sackkarre in Lager und Logistik, aber auch in Bereichen wie dem Umzugsservice zu einem unverzichtbaren Helfer geworden ist. So lassen sich beim Zügeln mehrere Kartons gleichzeitig und beinahe mühelos transportieren. Dadurch sparen Helfer enorm viel Kraft und schonen ihren Rücken. Nicht verwunderlich also, dass auch professionelle Umzugsunternehmen wie MoveAgain in ihrem täglichen Geschäft auf sie zurückgreifen.

Eine Erfindung aus der Antike

Doch die Sackkarre ist keineswegs eine neue Erfindung. Schon in der Antike nutzten die Menschen die Vorläufer des Transporthelfers, um beispielsweise schwere Mehlsäcke zu bewegen. Zu Beginn waren die Karren mit massiven Holzrädern ausgestattet, später wurden diese aus massivem Gusseisen gefertigt, um noch schwerere Lasten tragen zu können. Neben dem Einsatz auf dem Land wurden Sackkarren bevorzugt in Häfen eingesetzt, um die Arbeit der Hafenarbeiter zu erleichtern. So konnten erstmals Schüttgüter wie Kaffee oder Salz bequem transportiert werden; das machte das Schleppen schwerer Säcke überflüssig. Dabei waren die Sackkarren schon damals enorm belastbar – historische Bildaufnahmen zeigen, dass bis zu zehn Säcke Zement transportiert werden konnten.

Insgesamt gilt: Auch wenn sich die Sackkarre über die Jahrhunderte deutlich weiterentwickelt hat, ist das ihr zugrunde liegende Konstruktionsprinzip doch unverändert geblieben. Und damals wie heute spart sie den Menschen jede Menge Arbeit, Kraft und Zeit und ist ein zuverlässiges Werkzeug.

Bildrechte: Flickr Sackkarre nikotechburg CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

ShoGo der erste Tragegurt, der in die Hosentasche passt

Die Kickstarter- Kampagne zu dem ersten speziellen Tragesystem, das sich an Kindern auf den Schultern ihrer Eltern richtet ist online.

Der „ShoGo“ ist ein spezielles Tragesystem für Kinder im Sitzalter, das es Eltern ermöglicht, Kinder sicher auf den Schultern zu tragen und trotzdem dabei beide Hände frei zu haben. Dabei steht neben dem Komfort, die Sicherheit von Kind und Eltern im Fokus.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?
Eltern tragen ihre Kinder ständig und überall! Es gibt für Babys und Kleinkinder diverse Tragesysteme und Tragetücher. Für etwas ältere Kinder, die auch schon Streckenweise gut zu Fuß sind, gibt es leider keine praktische Lösung, wenn sie auch mal getragen werden wollen. Langes auf den Schultern tragen, hat zum Nachteil, dass man immer – um dem Kind festen Halt zu geben – mindestens Hand am Bein des Kindes hat. Mit dem ShoGo wird die Lücke, ein sicheres Tragesystem für Kinder auf den Schultern geschlossen. Wir wollen den „ShoGo“ in Deutschland produzieren und ein qualitativ hochwertiges Produkt für Eltern auf den Markt bringen.

Das Projekt ShoGo wird aktuell über Kickstarter finanziert.

Die Unterstützung benötigen wir, um das Produkt, welches bisher eine Miniserie von 500 Stück umfasst, in größerem Umfang produzieren zu können. Dafür haben wir einen großen deutschen Gurthersteller gefunden, der uns bei der Entwicklung eines sicheren Produktes unterstützt.

Wir freuen uns um jeden Unterstützer!

Das geringe Packmaß macht den ShoGo zum perfekten Begleiter auf allen Wegen, die Eltern mit ihren Kindern unternehmen. Durch das einfache Schnallensystem mit dem der ShoGo angelegt wird, ist es ein Leichtes die Kleinen abwechselnd ein Stückchen selbst laufen zu lassen oder sie auf den Schultern zu tragen.
Gleichzeitig, kann der ShoGo auch dafür verwendet werden, Kinder samt Laufrad oder Fahrrad, „abzuschleppen“ – dafür einfach den Gurt auf maximale Länge stellen und mit beiden Schnallen an der Lenkstange befestigen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?
Jeder, der sein Kind gerne auf den Schultern trägt, dabei aber mehr Bewegungsspielraum sowie freie Hände haben möchte und den Kinder trotzdem ein hohes Maß an Sicherheit garantieren will. Der „ShoGo“ ist der perfekte Begleiter für jede Gelegenheit, ob in der Stadt oder bei Wanderungen.
Wir wollen Eltern eine komfortable, sichere, kostengünstige und einfach praktische Lösung für das Schultertragen bieten.

Den Shogo Tragegurt (Schultertrage) gibt es dann im erfinderladen im Berlin auch zu kaufen.

Tipps und Links:
Shogo Kickstarter Seite für Unterstützer!
erfinderladen

SARAH2 ab sofort bei BRACK.CH und Alltron erhältlich

Das Schweizer Smart Home System SARAH2 ist ab sofort bei den beiden Online-Fachhändler BRACK.CH und beim Distributor Alltron verfügbar und somit schweizweit nicht nur für Fachpersonal, sondern erstmals auch für Endkunden direkt erhältlich.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Handelsunternehmen und hubware erzeugt viele Synergien. Hubware baut dank der neuen Partnerschaft seine Kundenbasis in der Schweiz weiter aus. Das Smart Home System SARAH2 ist ideal in diesem Umfeld platziert, in dem der Kunde viele der kompatiblen Systeme wie digitalSTROM, Homematic, Philips HUE, etc. direkt kaufen kann.
«Ein Smart Home existiert nie alleine, sondern immer in einem Umfeld mit vielen weiteren intelligenten Sensoren und Aktoren. Die Competec-Gruppe bietet mit BRACK.CH und Alltron Plattformen mit einer riesigen Auswahl an kompatiblen IoT-Geräten, sodass der Kunde seine Smart Home Infrastruktur aus einer Hand beziehen kann», erklärt hubware Gründer Christian Moser.

Ein Smart Home existiert nie alleine, sondern immer in einem Umfeld mit vielen weiteren intelligenten Sensoren und Aktoren. Die Competec-Gruppe bietet mit BRACK.CH und Alltron Plattformen mit einer riesigen Auswahl an kompatiblen IoT-Geräten, sodass der Kunde seine Smart Home Infrastruktur aus einer Hand auswählen kann. ” laut Chris Moser, Gründer/GL hubware.

Für die Competec-Gruppe ergibt sich mit SARAH2 die Chance, im wachsenden Smart Home Markt eine führende Rolle zu spielen und seinen Kunden eine einfache, aber auch den höchsten Sicherheitsstandards entsprechende Plattformlösung anzubieten.
«Es war unser Ziel für SARAH2 die Integration markant zu vereinfachen. Durch die kinderleichte und selbsterklärende Inbetriebnahme ist SARAH2 für den B2C- und den B2B-Markt höchstinteressant,» so hubware Sales Manager Michèle Wildhaber. Von der Einfachheit der Inbetriebnahme und Wartung können nun sowohl die Endkunden, wie auch die Integratoren, welche SARAH2 über BRACK.CH respektive Alltron beziehen können, profitieren.


Das technologieunabhängige Smart Home System
Das Smart Home System SARAH2 bietet – im Gegensatz zu den handelsüblichen Insellösungen – eine erweiterbare, technologieübergreifende Smart Home-Plattform. Das zukunftsweisende, leistungsstarke System verbindet intelligent beliebig viele handelsübliche Haushalts- und IoT-Geräte. SARAH2 ist kompatibel mit den gängigen Hausautomations-Systemen und zeichnet sich durch ihre einzigartige Sicherheit aus – dank lokaler Datenhaltung und Ende-zu-Ende verschlüsselter Kommunikation.

Schweizer Vorreiter im E-Commerce
Die Unternehmen BRACK.CH und Alltron gehören beide zur Competec-Gruppe, die an ihren drei Schweizer Standorten über 630 Mitarbeitern zählt. Zu ihrem Sortiment zählen über 200’000 Produkte, mit denen eine Kundenbasis von rund 500’000 Privat- und Geschäftskunden erreicht werden. Insbesondere mit kurzen Lieferzeiten (next-day-delivery) hat sich die Gruppe am Markt ausgezeichnet.

Die Iris-Eye Innovation

Intelligente Sensorik reduziert Lichtverschmutzung und Energieverbrauch der Strassenbeleuchtung

Auf wenig befahrenen Strassen kann die Beleuchtung ohne Sicherheitsrisiko gedimmt und
nur bei Bedarf heraufgefahren werden. So lassen sich Energieverbrauch und Lichtverschmutzung reduzieren. Dafür muss das Beleuchtungssystem mit Sensoren versehen sein, die auch bei schwachem Licht zwischen Mensch, Fahrzeug und Tier unterscheiden können. Forscher der Hochschule Luzern haben dafür in intensiver Zusammenarbeit mit der Zürcher Firma ELEKTRON AG «Iris-Eye» entwickelt.

Immer mehr Gemeinden stellen ihre Strassenbeleuchtung auf LED um und sparen
dadurch Strom und Kosten. Darüber hinaus lässt sich mit LED und modernen
Lichtmanagementsystemen die Beleuchtungsstärke bedarfsgerecht anpassen – ist die
Strasse leer, so reicht ein minimales Dimmlevel. Kommt ein Fussgänger oder Auto, so
steigt zur Sicherheit die Beleuchtungsleistung an.


Prototyp von Iris-Eye, Riedhofstr. 11, Au (ZH)

Bis zu 80 Prozent der Energie einsparen
Gesteuert wird die Beleuchtung durch die Sensorknoten an den Beleuchtungsmasten
und durch deren Kommunikation untereinander. Sobald der Sensor eines Knotens eine
Person erkennt, signalisiert er den beiden Nachbarknoten deren Präsenz. So können die
nächsten Leuchten ihre Beleuchtungsstärke ebenfalls erhöhen. Registrieren die
Sensorknoten ein Auto, wird die Information gleich mehreren benachbarten Knoten
übermittelt. Auf diese Weise wird die Beleuchtung auch bei schnellem Verkehr
gewährleistet.

«Insbesondere in Regionen mit wenig Aktivität können Energieverbrauch und
Lichtverschmutzung dadurch um bis zu 80 Prozent reduziert werden, ohne dass die
Sicherheit gefährdet ist», sagt Klaus Zahn vom Kompetenzzentrum Intelligent Sensors
and Networks der Hochschule Luzern. Er hat im Auftrag der Zürcher Firma
ELEKTRON, dem Spezialisten für bedarfsgerechte Strassenbeleuchtung und Smart
City Systemintegrator, das von innosuisse geförderte Sensor-Projekt «Iris-Eye»
geleitet.


Mehr Präzision gefragt
Herkömmliche Sensoren erfassen zwar Bewegung und Geschwindigkeit, können jedoch
nicht differenzieren und verursachen so viele Fehlalarme. «Für diese flexible
Beleuchtung braucht es Sensoren, die trotz der schwachen Beleuchtung zuverlässig
zwischen einem Fuchs und einer Fussgängerin, zwischen Blättern im Wind und einem
Auto unterscheiden können», beschreibt Klaus Zahn die Herausforderung. Für eine
zuverlässige Erkennung setzten er und sein Team stromsparende Minikameras und
Mikroprozessoren ein. Es gelang ihnen durch eine Kombination von modernster
Vision-Sensorik mit intelligenter Bildverarbeitung, einen Sensorknoten zu entwickeln,
der nicht nur auf Bewegung reagiert, sondern unabhängig von den Lichtverhältnissen
zuverlässig und präzise Menschen und Fahrzeuge erfasst. Die verbesserte
Sensortechnologie hilft Fehlalarme zu vermieden, da sie Tiere oder bewegte Bäume
erkennt und die Beleuchtungsstärke deshalb nicht erhöht.
Enrico Baumann, Geschäftsführer der ELEKTRON, erkennt in den Sensoren von «Iris-
Eye» Potenzial für weitere Entwicklungen: «Wir sind auf innovative, energieeffiziente
Lichtkonzepte spezialisiert und haben schnell erkannt, dass sich die Sensoren von «Iris-
Eye» auch für weitere Anwendungen einsetzen lassen. So könnte beispielsweise die
Beleuchtung von Perronkanten am Bahnhof oder von Fussgängerstreifen zur Erhöhung
der Sicherheit hochgedimmt werden, sobald Personen anwesend sind. Deshalb wurde
«Iris- Eye» modular und ausbaufähig konzipiert.»

Innovative Skijacke, die Schweiss aktiv entsorgt

Damit der Körper beim Wintersport angenehm warm und trocken bleibt, ist leistungsfähige Kleidung gefragt. Die Ansprüche an derartige Textilien sind dabei hoch, schwitzt doch ein Mensch beim Skifahren allein am Oberkörper bis zu einen Liter pro Stunde. Eine neue Technologie, an deren Entwicklung die Empa massgeblich beteiligt ist, hilft dem Sportler beim Schwitzen, indem sie Feuchtigkeit aktiv nach aussen transportiert. Möglich ist dies, weil hauchdünne Schichten aus Gold im Gewebe unter Strom stehen.

Der Mensch ist ein gleichwarmes Tier. Wird es ihm zu heiss, reguliert er die Körpertemperatur herunter. Möglich ist das durch eine evolutionär gereifte «Klimaanlage» in unserer Haut: die Schweissdrüsen. Doch die Evolution wusste noch nichts vom Wintersport, und so kommt unser Wärmehaushalt ins Schleudern, wenn wir uns beim Skifahren gegen eisige Kälte schützen wollen und gleichzeitig ungehindert schwitzen sollten. Eine Technologie, die an der Empa in St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Thalwiler Firma Osmotex und weiteren Industriepartnern entwickelt wurde, soll nun Sportler warm und trocken halten – dank Textilien unter Strom.

Wichtiger Bestandteil der «HYDRO_BOT»-Technologie ist ein Prinzip, das es beispielsweise Pflanzen ermöglicht, Wasser aus dem Boden über ihre Wurzeln einzusaugen: die Osmose. Bei der neuartigen Sportkleidung wird dieses Prinzip durch das Anlegen einer Spannung von rund 1.5 Volt noch beschleunigt. Damit mittels Elektroosmose Flüssigkeit vom Inneren der Kleidung aktiv nach aussen transportiert wird, kommt eine lediglich 20 Mikrometer dünne Kunststoffmembran zum Einsatz, die mittels Plasmabeschichtung beidseitig von Edelmetall überzogen ist. Dazu wird knapp 0.2 Gramm Gold pro Skijacke eingesetzt, was Einfluss auf den Preis der Membran hat. Gold hat sich jedoch im Vergleich zu silberbeschichteten Elektroden als deutlich haltbarer erwiesen.


Prototyp der elektroosmotischen Skijacke an der internationalen Sportmesse ISPO in München. Bild: Osmotex

Die Funktion der Jacke
Wird eine elektrische Spannung an die Membran angelegt, wandern Salz-Ionen – und mit ihnen die sie umgebende Flüssigkeit – durch winzige Poren in der Membran auf die Aussenseite, von der sie sozusagen elektrisch angezogen werden. Dazu ist die Membran mit einer herkömmlichen Knopfzellbatterie ausgerüstet, die je nach Wetterlage und Körperaktivität eingeschaltet werden kann. «Auch ohne Strom gelangt Flüssigkeit durch die Membran. Sobald eine elektrische Spannung angelegt ist, steigert sich der Pumpeffekt jedoch deutlich», sagt Empa-Forscher Dirk Hegemann von der Abteilung «Advanced Fibers». Rund 10 Liter Flüssigkeit kann die Membran per Elektroosmose so pro Quadratmeter und Stunde abpumpen.

Für das fertige Produkt wurde die elektroosmotische Membran innerhalb verschiedener funktionaler Schichten in eine Skijacke integriert. «Dank unserer neuen physikalischen und numerischen Modelle konnten wir den textilen Aufbau der HYDRO_BOT-Technologie optimieren», erklärt Simon Annaheim von der Abteilung «Biomimetic Membranes and Textiles».

Dass dieses Wirkprinzip nicht nur physikalisch funktioniert, sondern auch den physiologischen Ansprüchen des menschlichen Körpers entspricht, zeigten Experimente in der Empa-Klimakammer. Hier simuliert die anatomisch geformte Schwitzpuppe SAM, wie sich der menschliche Körper bei sportlicher Betätigung verhält. SAM bewegt sich, heizt sich auf und stösst durch 125 Düsen genau definierte Mengen an Flüssigkeit aus. «SAM und die Daten, die er uns lieferte, ermöglichten es, den Tragekomfort und die Funktionalität von HYDRO_BOT-Kleidung objektiv zu analysieren», so Annaheim.

Die Weltpremiere auf der ISPO München 2018
Der Industriepartner Osmotex erwartet, dass Jacken mit HYDRO_BOT-Technologie zur Saison 2018/19 auf den Markt kommen. Beteiligt an der Weiterentwicklung der Technologie sind neben der Empa der norwegische Sportbekleidungshersteller KJUS und das Schweizer Textilunternehmen Schoeller. Bestaunen lässt sich ein Prototyp einer elektroosmotischen Jacke aber bereits auf der internationalen Sportmesse ISPO in München vom 28. bis 31. Januar 2018, wo ihn Osmotex erstmals öffentlich präsentiert.

Die Startups Lumigbo und MotionPilot gewinnen im Venture Kick Finale je CHF 130’000

Lumigbo hat eine Technologie entwickelt, welche das Einfügen von Implantaten in den Körper vereinfacht. MotionPilot macht das Fliegen von Drohnen zu einem intuitiven Vergnügen mit live Videos, Video-Brillen und Bewegungssensoren. Diese zwei Startups schliessen sich den Venture Kick Gewinnern 2017 an und erhalten ihren Teil der CHF 3’000’000 welche Venture Kick dieses Jahr investiert hat, um die globalen Ambitionen von Startups zu unterstützen.

venture kick

Lumigbo, das EPFL/ETHZ Spinoff welches Chirurgen den Job von Chirurgen vereinfacht
Implantate sind Materialkonstrukte die chirurgisch in den Körper eingesetzt werden. Täglich werden mehr als 1 Million Implantate bei offenen Operationen eingesetzt. Basierend auf Technologien von der EPF Lausanne und der ETH Zürich hat Lumigbo die Technologie entwickelt, um zentimetergrosse Implantate im Körper aufzubauen. Dabei wird ein Zugangskanal benutzt, welcher weniger als einen halben Millimeter Durchmesser hat, was die bisher kleinste Grösse ist. Das Verfahren kann für fast jede Art von Polymer-basierten Implantaten angewandt werden.

Lumigbos Prozess kann für fast jede Art von Implantat benutzt werden, welches im Körper eingefügt wird. Im Moment fokussiert Lumigbo sich auf Wurzelbehandlungen – davon gibt es 700’000 Fälle jährlich in der Schweiz – ein kniffliges und langsames Prozedere, das Zahnärzte und Patienten nicht mögen. Lumigbo hat einen Prozess entwickelt wobei mittels spezifischen Materialien und einem Gerät nach der Wurzelbehandlung in einer minimalinvasiven Art Material eingeführt wird, welches die Behandlungszeit um bis zu 30 Minuten verkürzt und dabei die Effizienz der Behandlung steigert. Lumigbo hat aktuell drei Prototypen patentiert.

Dank der Hilfe von Venture Kick wird Lumigbo weiter die Möglichkeit haben, ihr Produkt für Kunden zu testen und weiterzuentwickeln. «Mit dem Venture Kick Training haben wir unser Businessmodell etabliert und Schlüsselannahmen validiert. Dank der Finanzierung können wir nun unsere Prototypen anpassen und unseren zukünftigen Kunden helfen, spezifische Sets von neuen Befunden einzubauen», erklärt Andreas Schmocker, Gründer von Lumigbo.

Andreas Schmocker hatte mit dem venture leaders 2017 Programm die Möglichkeit, Investoren aus dem Bereich der Dental- und Medizingeräteindustrie sowie Key Opinion Leaders zu treffen.

MotionPilot: Macht das Fliegen von Drohnen zu einem intuitiven Vergnügen
Die Geschichte beginnt mit Arthur, Benjamin, Timothée und Thibaut, alle mikrotechnische Ingenieure der EPFL mit einer Leidenschaft für Drohnen, welche ihr Hobby intuitiver und spassiger gestalten wollten. Frustriert zu sehen, dass das First Person View (FPV) Erlebnis auf eine kleine Anzahl Personen beschränkt ist, wegen seiner technischen Komplexität und dem Mangel an Ready-to-Fly Lösungen, haben sie sich dazu entschieden, dieses Problem zu lösen. Heute bringt die Firma MotionPilot ein intuitives Flugerlebnis auf den Markt. Das Produkt enthält eine Drohne, Video-Brillen und den MotionPilot Controller.

Mit der Technologie kann man in wenigen Sekunden fliegen und die Möglichkeiten, welche das Fliegen bietet entdecken: veranstalte ein Rennen mit Freunden, Spring über eine Klippe oder Erkunde einfach die Umgebung aus der Luft. «Die Kicks, welche wir erhalten haben, waren eine grosse Hilfe um MotionPilot da hin zu bringen wo es heute ist. Und nicht nur das Geld, die Unterstützung und Beratung haben uns geholfen, zu fokussieren und vorwärts zu kommen, was essentiell war.» MotionPilot zielt darauf ab, seinen Marktanteil im schnellst wachsenden Freizeitanteils des Drohnenmarkts zu erhalten, wo Verkaufserlöse im Jahr 2021 über $12 Milliarden wachsen sollen. MotionPilot hat zwei Schlüsseltechnologien entwickelt: Bewegungstracking und spürbares Feedback, was die Konstruktion eines Controllers ermöglicht, welcher intuitiver ist in der Nutzung als eine konventionelle Fernsteuerung. Das Produkt wird in Ready-to-Fly Packages verkauft, um es jedermann eine einfache Handhabung zu erlauben. «Das Venture Kick Preisgeld wird vor allem dazu genutzt um einen Software-Ingenieur in das Team zu holen, die Kommunikation rund um das Projekt zu erhöhen und die erste Phase der Industrialisierung zu finanzieren» sagt Timothée Peter, CEO MotionPilot.

Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick vergibt ein Startkapital von 130‘000 Franken an die Startups. Ausserdem hilft es den Jungunternehmen, ein strukturiertes und erfolgreiches Unternehmen zu werden. Unternehmer präsentieren ihre Geschäftsideen vor einer Jury auf drei verschiedenen Levels und erhalten Finanzierung sowie direktes Feedback und ein weitreichendes Netzwerk aus erfahrenen Unternehmern und Investoren.

Seit 2007 profitierten 500 Gründerprojekte von rund 20 Millionen Franken Startkapital. Daraus entstanden mehr als 350 aktive Unternehmen, welche 3‘900 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen haben. Ausserdem haben die unterstützten Jungunternehmen ein Finanzierungsvolumen von 1,35 Milliarden Franken erhalten. Von den TOP 100 Schweizer Startups 2017 starteten 55 ihre Unternehmerkarriere bei Venture Kick.

2017 wird Venture Kick 3 Millionen Franken an Startup Projekte vergeben um die Schweizer Wissenschaft auf dem globalen Markt zu positionieren. Mehr dazu im Venture Kick Jahresbericht.
Venture Kick, eine Initiative der Venture Kick Stiftung, wird finanziert durch: Gebert Rüf Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Fondation Lombard Odier, Debiopharm Group, Fondation Pro Techno, Rising Tide Foundation, European Space Agency, Engagement Migros, Swisscom, André Hoffmann, Hansjörg Wyss und Martin Haefner.