Posts Tagged ‘Schweizer Tüftler’

Neue Erfindung: Navigationssystem für Blinde

Posted in Aktuelle Erfindungen, Startups on Januar 3rd, 2010 by M. Jordan – 1 Comment

Stephan Knecht aus der Schweiz entwickelte am Anfang dieser erfolgreichen Erfinder Geschichte eine Art ‘Navigationssystem’ für Blinde. Die sollen sich Dank eines Transponders, der überall in der Stadt aufgestellt wurde, zukünftig besser zurechtfinden. Aus der Idee welche er 2004 erfunden hat entstand das Unternehmen Bones AG mit Sitz in Neuhausen am Rheinfall, welches sich in der Entwicklung und Produktion von Hilfsmitteln für seheingeschränkte und blinde Menschen spezialisiert und etabliert hat.

Bones AG

Bones AG

Um kundennahe Hilfsmittel zu garantieren, arbeitet das Unternehmen weltweit mit geeigneten Organisationen und Privatpersonen dieses Sektors zusammen. Neben dem erfolgreichen, weltweiten Verkauf von Endgeräten in Form der Milestone-Produkt-Reihe, mit den Funktionen von Hörbücher sprechen, Nachrichten aufzeichnen, Musik spielen, Texte vorlesen und Gegenstände kennzeichnen, sprechen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die stärksten Argumente für einen Milestone sind sein praktisches Format um ihn wirklich überall dabeizuhaben und seine hervorragende Leistungen in punkto Benutzbarkeit, Ausdauer und Klang.
bones

Pavip ist der zweiten wichtigen Aufgabeninhalt von Bones AG. Dies ist eine Plattform, die es zum Ziel hat, die Unabhängigkeit und Mobilität seheingeschränkter und blinder Menschen zu erhöhen. Beispiele konkreter PAVIP Projekte wo die Technologie von Bones AG eingesetzt wird finden Sie in den Bereichen: Transport, Audio Guide, Pharma und Kiosk.

In PAVIP integriert ist neben der Entwicklung von Endprodukten und der passenden Infrastruktur auch die Schulung und Unterstützung von Endbenutzern. PAVIP steht für „Personal Assistant for Visually Impaired People“ und wird getragen vom Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband (SBV), vom Schweizerischen Zentralverein für das Blindenwesen (SZB), von der Schweizerischen Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte (SBS), vom Bundesamt für Verkehr (BAV), den Verkehrsbetrieben St. Gallen (VBSG) sowie dem Ingenieurbüro Bones AG.

Und wieder eine Sehr gute und nützliche Schweizer Erfindung.

Post to Twitter Tweet This Post

Schweizer Tüftler entwickelt neuen Piloten-Anzug

Posted in Aktuelle Erfindungen on Dezember 16th, 2009 by M. Jordan – 1 Comment

Jetpiloten sind gewaltigen Fliehkräften ausgesetzt. Das Blut sackt in die Füsse, das Hirn bleibt ohne Sauerstoff; Sehstörungen, Atemnot oder gar Bewusstlosigkeit sind die Folgen. Diesen wirkt der Anti-G-Anzug entgegen. Ein Schweizer tüftelt an einem neuartigen Jet-Anzug.

Das Prinzip der Libelle sollte sich auch für die moderne Fliegerei umsetzen lassen, dachte sich der Schweizer Erfinder Andreas Reinhard darum. Er entwickelte einen Hartschalen-Anzug mit einem wassergefüllten Overall im Inneren. Denn so lassen sich die Andruckkräfte von einem Vielfachen der Erdanziehung einigermaßen abfangen.

Einstein vom 03.09.2009

Libellen sind für hohe Beschleunigungen gebaut, besitzen sie doch einen offenen Blutkreislauf, bei dem die Hämolymphe nicht in geschlossenen Gefäßen fließt, sondern den ganzen Körper füllt. Damit sind alle Organe von einer Flüssigkeitsschicht beschützt, so dass die Insekten auch rasante Flugmanöver durchführen können, bei denen sie ihren kleinen Körper gar mit dem 30 g belasten, dem 30-fachen der Erdbeschleunigung.
Piloten werden “nur” mit 10 g belastet – doch auch das kann schon tödlich sein, denn die inneren Organe verschieben sich dabei um bis zu 15 Zentimeter. Atmen ist nur noch mit Pressluft möglich. Das Blut sackt in die Beine. Zuerst sieht der Pilot nur noch schwarzweiß. Dann verengt sich das Blickfeld und schließlich kommt es zum G-LOC, zum beschleunigungsbedingten Kreislaufkollaps.

Die neueren Anzüge sind nur noch mit knapp zwei Litern Flüssigkeit gefüllt, die sich in schmalen Bahnen entlang des Körpers befindet. Bei Beschleunigung sackt die Flüssigkeit wie das Blut im Körper nach unten. Dabei wird der Stoff des Anzugs gespannt wie ein Korsett.

Post to Twitter Tweet This Post