Internationale Startups sollen die Schweizer Wirtschaft aufmischen

Der Kickstart Accelerator, eines der grössten firmenübergreifenden Startup-Förderprogramme Europas und Hauptinitiative von digitalswitzerland, öffnet die Bewerbungsphase für sein zweites Programm. Ab sofort können sich internationale Startups für das Programm bewerben. Dieses findet im ewz-Unterwerk Selnau im Zentrum von Zürich statt.

Bis zu 30 Startups werden für den kickstart accelerator ausgewählt. Im 11-wöchigen Programm werden die Jungunternehmer ihre Ideen und Produkte in einem der Bereiche Food, FinTech, Smart Cities oder Robotics & Intelligent Systems weiterentwickeln. In Partnerschaft mit BaseLaunch (initiiert und durchgeführt von BaselArea.swiss) bietet der Kickstart Accelerator zudem neu einen Bereich Healthcare an. Damit kann in Basel – dem Life Sciences Hotspot der Schweiz – bisher unentdecktes Innovationspotenzial erschlossen werden.

Chancen auf einen Platz im Programm haben internationale Startups mit vielversprechenden Geschäftsideen und dem Potenzial, die jeweilige Branche aufzumischen und einen Nutzen für die Gesellschaft zu bringen. Durchgeführt wird der Accelerator vom Impact Hub Zürich. Die Community ist Teil eines der grössten Unternehmer- und Innovationsnetzwerke weltweit und bietet den Startups dadurch Zugang zu Talenten rund um den Globus.

Patricia Schlenter, Programm-Managerin beim Kickstart Accelerator, sagt: “Unser erstes Jahr hat uns über 850 Bewerbungen aus aller Welt eingebracht. Entsprechend gespannt sind wir auf das Format der diesjährigen Innovatoren. Das Schweizer Ökosystem bietet den Startups die Möglichkeit, mit gleichgesinnten Unternehmern, erfahrenen Mentoren und führenden Grossunternehmen zusammenzuarbeiten, und ermöglicht so Innovationen in den führenden Schlüsselindustrien”.

Die diesjährigen Startups werden auf hochkarätige Mentoren und über 15 Partner-Unternehmen treffen, darunter den grössten Schweizer ICT-Anbieter Swisscom, die globalen Versicherer Swiss Life und AXA Winterthur, die Finanzdienstleister Credit Suisse, Raiffeisen Schweiz und UBS, die internationalen Beratungsfirmen EY und PwC Schweiz sowie die grössten Schweizer Detailhändler Migros und Coop.

Aus dem ersten Programm 2016 hatten insgesamt sechs Partnerschaften zwischen Startups und Grossunternehmen resultiert. Auch die Bewerber von 2017 haben die Chance, sich ein “Proof of Concept” (PoC) mit einem der Partner-Unternehmen zu sichern. Diese Pilotprojekte erlauben es den Startups, die Anwendung und Skalierbarkeit ihrer Produkte in einem anspruchsvollen Unternehmensumfeld zu testen. Die PoCs bieten den Startups zudem die Chance, längerfristige kommerzielle Partnerschaften mit führenden Unternehmen einzugehen. Auch können sie dadurch ihr eigenes Marktangebot weiterentwickeln.

«Wir erachten es als unsere Aufgabe, einen starken Beitrag zur Förderung des Schweizer Start-up Ökosystems zu leisten, um so den Innovationsplatz Schweiz zu stärken und die Digitalisierung gemeinsam mit anderen Unternehmen voranzutreiben. Gerade der Themenbereich “Smart Cities” ist interessant für uns, da er das Mobilitätsverhalten unserer Gesellschaft entscheidend prägen, und dadurch einen grossen Einfluss auf uns Versicherer haben wird”, sagt Carola Wahl, Head of Transformation & Market Management bei AXA Winterthur. “Durch die Zusammenarbeit mit Grossunternehmen profitieren die Jungunternehmer vom Know-how der Grossfirmen, dem Zugang zu einem grossen Kundennetzwerk und der Möglichkeit gemeinsamer Produktentwicklungen.”

Das Programm beginnt am 4. September. Die offizielle Eröffnungszeremonie im Accelerator-Space findet am 7. September statt. Höhepunkt und Ende des Programms ist der Final Demo Day am 17. November, wo die Teams ihre Produkte den Investoren, Unternehmen und Medien präsentieren werden. Das ewz-Unterwerk Selnau, ein 800 Quadratmeter grosses Industriegebäude, wird für das Programm zu einer kooperativen Arbeitsumgebung. Aus alten Schiffscontainern werden Coworking-Flächen, Meetingräume, Brainstorming-Bereiche, Pitching-Bühnen sowie Ruhezonen gebaut, um Kreativität und Erfolg zu ermöglichen.

Kickstart bietet den teilnehmenden Startups die Chance, bis zu 25`000 CHF zu gewinnen – ohne Eigenkapital-Beteiligung der Jungunternehmer. Darüber hinaus erhalten die Startups monatliche Stipendien und profitieren von Masterclass-Workshops mit Mentoren aus den Partnerfirmen und dem Schweizer Innovations-Ökosystem. Kickstart hat zum Ziel, eine enge Kooperation sowohl zwischen den Partnerfirmen und den Startups, als auch zwischen den Startups untereinander in den verschiedenen Bereichen zu erreichen – während des Programms und darüber hinaus.

Nicolas Bürer, Managing Director bei digitalswitzerland, sagt: “Mit der zweiten Edition in Zürich und Ausweitung nach Basel erreicht digitalswitzerland ein wichtiges Etappenziel: die Durchführung des grössten europäischen Startup-Accelerators. Ausserdem prüft digitalswitzerland Möglichkeiten, um den Kickstart Accelerator mit weiteren Bereichen auch in Lausanne zu etablieren. Dies ist ein weiterer Schritt, um die Schweiz als führender digitaler Innovationshub weltweit zu etablieren.”

Interessierte können sich auf www.kickstart-accelerator.com für das Programm bewerben.

Advertima aus St. Gallen ist das coolste Startup 2017

Neben bekannten Grössen wie Tim Berners-Lee und Pixar Co-Founder Ed Catmull standen am WorldWebForum auch Jungunternehmen auf der Bühne, die um den Titel des coolsten Startups 2017 kämpften. Am Ende schwang Advertima obenaus.

Am Dienstag 24. und Mittwoch 25 Januar ging in Zürich das WorldWebForum 2017 über die Bühne. Das Programm war gespickt mit grossen Namen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Tim Berners Lee, der als Erfinder des Internets gilt, gehörte ebenso zu den Speakern wie Pixar-Mitgründer Ed Catmull oder Bundespräsident Johann Schneider-Ammann. Neben den Reden pitchten auch Jungunternehmen um den „Coolest Startup Award“. Als coolstes Startup wurde schliesslich Advertima gewählt.

Als Kernprodukt entwickelt Advertima eine Software, die mithilfe von Inputsensoren wie Kameras die aktuelle Umgebung in der realen Welt analysiert und interpretiert. Die künstliche Intelligenz kombiniert Technologien wie Machine Learning, Computer Vision und Big Data. Dadurch kann sie ihre Umgebung verstehen und über Output-Geräte wie LED-Screens, Lautsprecher oder Lampen korrekt reagieren. Und das besser und schneller als jeder Mensch.

Advertima WorldWeb Forum

Selbstlernendes System
„Unsere Vision ist eine Welt, in der Menschen nur noch mit für sie relevanten Informationen konfrontiert werden“, sagt Advertima-CEO Iman Nahvi. „Die Software lernt mit jedem personalisierten Erlebnis dazu.“ Bis hin zum perfektionierten Kundenerlebnis. Damit löst das innovative Startup ein riesiges Marketing-Problem: Das Rätselraten. Denn Advertima verbindet die Online-Daten mit den Offline-Daten zum Kundenverhalten zu einem kompletten Bild. Zusätzlich ermöglicht die künstliche Intelligenz des St. Galler Unternehmens, immer den richtigen Content auf die richtige Zielgruppe anzusetzen.

Anonymisierte Daten
Es ist wichtig zu verstehen, dass Advertima dabei in keiner Weise gegen das Datenschutzgesetz verstösst. Die künstliche Intelligenz speichert lediglich anonymisierte, biometrische Eckdaten. Diese erlauben keinen Rückschluss auf eine bestimmte Person oder deren Aussehen.

Menschliche Qualität
Die Anwendungsmöglichkeiten der Advertima-Software sind industrieunabhängig: Personalisierte Kundenerlebnisse bieten sich überall an, wo sich Menschen aufhalten – egal ob im Einkaufszentrum, auf dem Flughafen oder vor dem Schaufenster einer Bank.
Experten gehen davon aus, dass maschinelle Lernalgorithmen in zwei bis drei Jahrzehnten menschliche Qualität erlangen werden. Sobald dieser Punkt erreicht ist, wird die künstliche Intelligenz in kürzester Zeit die des Menschen übersteigen. So wird die Zukunft unweigerlich und in noch unvorstellbarem Ausmass von intelligenten Maschinen geprägt sein. Und mit seiner innovativen Technologie sowie seinem hochskalierbaren Geschäftsmodell ist Advertima an vorderster Front mit dabei.

Kollegiale Strukturen
Advertima geht neue Wege, auch was die Unternehmensform betrifft. In einer sogenannten Holacracy organisiert, sind alle Mitarbeitenden Spezialisten auf ihrem Gebiet. In ihren jeweiligen Rollen sind sie absolute Entscheidungsträger: Sie haben das letzte Wort, es sei denn, sie schaden dem Unternehmen nachweislich. Da alle Verantwortung übernehmen, verdienen auch alle gleich viel – egal ob CEO oder Software-Entwickler. Nur wer Kinder hat, erhält eine zusätzliche Pauschale. Stunden aufschreiben oder stempeln gibt es nicht, Ferien beziehen die Mitarbeitenden nach eigenem Ermessen.
In nur neun Monaten ist das St. Galler Startup von vier auf 25 Mitarbeiter angewachsen. Seit Januar ist neben dem Büro in St. Gallen, auch ein Office in Berlin bezogen worden. Momentan wird die Series A durchgeführt wobei der Lead Investor bereits gefunden wurde.

Venture Kick erhält mit Swisscom einen weiteren starken Partner

Die Förderinitiative Venture Kick holt Swisscom als Partner ins Boot. Vom Engagement profitiert die Schweizer Start-up Community, sie kann künftig ihr Innovationspotenzial noch besser ausschöpfen.

Über 40‘000 Unternehmen werden in der Schweiz jedes Jahr gegründet. Sie tragen erheblich zum Wirtschaftswachstum und zur Innovationskraft des Landes bei. Venture Kick fördert innovative Geschäftsideen aus allen Bereichen, von den Anfängen bis zur Firmengründung. Venture Kick hat seit seiner Etablierung 2007 einen sehr erfolgreichen Prozess entwickelt, der auf Befähigung, Beschleunigung und einem kompetitiven Auswahlverfahren beruht.

venture kick

Auch Swisscom arbeitet eng mit Startups zusammen, organisiert dezidierte Programme (z.B die StartUp Challenge oder Calls for Innovation) und unterstützt Initiativen (z.B den Kickstart Accelerator von digitialswitzerland). Ebenfalls unterstützt sie Jungunternehmen mit Investitionen. Nun wird die ICT-Anbieterin auch Partner von Venture Kick.
«Unternehmen müssen sich immer neu erfinden, um zu den Gewinnern der Digitalisierung zu gehören. Die von Venture Kick unterstützten Startups tragen wesentlich zur Innovationskraft der Schweiz bei und haben auf uns eine äusserst inspirierende Wirkung», sagt Roger WüthrichHasenböhler, Chief Digital Officer Swisscom.

swisscom

Innovationspotenzial der Schweiz noch nicht ausgeschöpft Pascale Vonmont, Delegierte des Strategierats von Venture Kick und stellvertretende Direktorin der Gebert Rüf Stiftung, betont die Bedeutung der neuen Partnerschaft: «Wir sind sehr erfreut, Swisscom unter den Donatoren der Venture Kick Stiftung willkommen zu heissen. Die Kooperation von Grossunternehmen mit Startups bietet grossartige Chancen für beide Seiten; Venture Kick bietet hier ein Programm mit ausgewiesenem Erfolgsnachweis und Wachstumsmöglichkeiten.»

Beat Schillig und Jordi Montserrat, für die operative Leitung von Venture Kick verantwortlich, äussern sich begeistert: «Mehr als die Hälfte der derzeitigen TOP 100 der besten Schweizer Startups sind von Venture Kick unterstützt worden. Dank unserem neuen Partner Swisscom kann das Innovationspotenzial der Schweiz noch besser ausgeschöpft werden. Swisscom ist führend in der Innovation und dem Schweizer Startup Eco-System und engagiert sich bereits als zweites Schweizer Grossunternehmen bei Venture Kick.»

Über Venture Kick
Seit der Lancierung von Venture Kick, einer Initiative der Venture Kick Stiftung, im September 2007, profitierten 463 Gründerprojekte von rund 18,65 Milliarden Franken Startkapital. Die unterstützten Jungunternehmen haben ein Finanzierungsvolumen von 1,35 Milliarden Franken erhalten und bisher rund 3‘881 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Von den TOP 100 Startups der Schweiz starteten 54 ihre Unternehmerkarriere bei Venture Kick, darunter sieben in den TOP 10: L.E.S.S., Bcomp, Flyability, Ava, Amal Therapeutics, Gamaya und Lunaphore. Viele weitere Highlights und detaillierte statistische Auswertungen zu Finanzierungsaktivitäten und den geschaffenen Arbeitsplätzen der Startups finden sich im Venture Kick Jahresbericht.

Anzahl der Spin-offs an Schweizer Universitäten und Hochschulen verdoppeln Venture Kick zielt auf die Identifikation, den Support und die Promotion von vielversprechenden Geschäftsideen mit einer klaren Vision: Die Anzahl an Spin-offs von Schweizer Hochschulen zu verdoppeln und die Attraktivität der Startups gegenüber nationalen und internationalen Investoren zu erhöhen. Dank Venture Kick lernen angehende Unternehmerinnen und Unternehmer, wie sie Kunden gewinnen und schneller Investoren überzeugen. Teilnahmeberechtigt sind Studierende, Forschende und Dozierende von Schweizer Hochschulen, welche mit ihrer innovativen Geschäftsidee eine Firma gründen wollen.

Venture Kick ist ein wettbewerbsorientiertes Programm: Monatlich bekommen acht Startup-Projekte die Chance, sich vor einer Jury zu präsentieren. Vier Gewinner erhalten je 10‘000 Franken und können sich drei Monate später für die zweite Runde qualifizieren. Dort gewinnen zwei Teams je 20‘000 Franken. Diese machen in der dritten Runde sechs Monate später den Hauptpreis von 100‘000 Franken unter sich aus. Sie profitieren zusätzlich von Business-Development-Workshops und einem weitreichenden Netzwerk.

Venture Kick, eine Initiative der Venture Kick Stiftung, wird finanziert durch: Gebert Rüf Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Fondation Lombard Odier, Debiopharm Group, Fondation ProTechno, Rising Tide Foundation, ESA BIC Switzerland, Engagement Migros, Swisscom, Hansjörg Wyss, André Hoffmann und Martin Haefner.
www.venturekick.ch

Über Swisscom
Swisscom ist das führende Telekommunikations- und eines der führenden IT-Unternehmen der Schweiz. Ausserhalb der Schweiz ist Swisscom vor allem in Italien präsent. Das Tochterunternehmen Fastweb ist dort einer der grössten Breitbandanbieter. Über 21‘200 Mitarbeitende erzielten in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 8,64 Milliarden Franken. Swisscom gehört zu den nachhaltigsten Unternehmen der Schweiz und Europas. Das Unternehmen arbeitet gezielt mit Startups zusammen, organisiert dedizierte Programme und unterstützt Initiativen für Jungunternehmen.
www.swisscom.ch/de/biz/start-up

Tumorerkennung innert 5 Minuten – QUO am Swiss Innovation Forum

Der Zürcher Innovationsdienstleister QUO entwickelte in erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Lausanner Start-up Lunaphore ein seriennahes Gerät zur zeit- und kostensparenden Erkennung von Tumorzellen. Am 24. November 2016 werden QUO und Lunaphore den Prototypen am Swiss Innovation Forum im Congress Center Basel vorstellen.
Zürich, 23. November 2016 – Die neue Technologie des EPFL-Spin-offs Lunaphore verkürzt das Verfahren der Antikörperfärbung. Das Verfahren wird verwendet, um Proteine oder andere Stoffe sichtbar zu machen und wird in der Medizin zur Bestimmung von Tumorzellen eingesetzt. In den neuen Hochdruckkammern von Lunaphore verkürzt sich dieses Verfahren von acht Stunden auf fünf Minuten. Den entscheidenden Sprung vom Vorführmodell zum seriennahen Prototyp schaffte das Lausanner Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit dem Zürcher Innovationsdienstleister QUO.

lunaphore-erfindung

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Messestand am Swiss Innovation Forum
Am 24. November 2016 stellen QUO und Lunaphore den Prototyp des Diagnosegeräts am Swiss Innovation Forum im Congress Center Basel vor. Das Swiss Innovation Forum ist mit über 1’000 Besucherinnen und Besucher die führende Schweizer Innovationskonferenz und findet zum elften Mal statt. QUO und Lunaphore werden am Messestand Nummer 26 der Future Expo, einer Ausstellung des Swiss Innovation Forum, die neustes Wissen aus den unterschiedlichsten Branchen vorstellt, präsent sein.

QUO ist flexibel und liefert schnelle Lösungen
Lunaphore benötigte in kürzester Zeit einen Prototyp, der in kleiner Stückzahl hergestellt und Forschungslabors zur Verfügung gestellt werden kann. Damit der Prototyp im Laboralltag besteht und zuverlässig funktioniert, müssen die Schlüsselkomponenten robust sein und die Laboranten das Gerät einfach bedienen können. Als kleines Unternehmen fehlte Lunaphore das Wissen zur Entwicklung bestimmter Komponenten. Das Start-up entschied sich deshalb, mit einem externen Dienstleister zusammenzuarbeiten. Traditionelle Innovationsdienstleister stellten jedoch das Lausanner-Unternehmen vor zwei Herausforderungen: Erstens priorisieren externe Innovationsdienstleister Projekte mit kleinen Budgets nicht. Zweitens arbeiten externe Produktentwickler an vordefinierten Aufgaben. Lunaphore wollte aber nicht das gesamte Projekt auslagern, sondern mit dem externen Dienstleister ad hoc an Teilaufgaben zusammenarbeiten. In QUO, das schon für Grossunternehmen wie Roche Diagnostics und Nobel Biocare Lösungen erbrachte, fanden sie einen Dienstleister, der ein kleines Unternehmen flexibel, zeitnah und aufmerksam im Arbeitsalltag unterstützte.

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Optimierung der Komponenten und Endmontage
Das interdisziplinäre QUO-Team aus Ingenieuren, Designern und Konstrukteuren ergänzte mit ihrem Know-how die Kompetenzen Lunaphores bei spezifischen Aufgaben. QUO optimierte mechanische Komponenten, etwa für Aufnahme und den Verschluss der Proben oder den Zugriff auf die Reagenzflaschen. Das QUO-Team entwarf ein ergonomisches und professionelles Gehäuse, definierte Materialien und Herstellungsverfahren, die sich für kleine Stückzahlen eignen, und evaluierte externe Partner für die Fertigung der Komponenten. Die Endmontage und Inbetriebnahme erfolgte in der Werkstatt von QUO zusammen mit dem Kunden.

Innert vier Monaten am Ziel
Innerhalb von knapp vier Monaten schaffte das junge Unternehmen den Schritt vom Vorführmodell zum seriennahen Prototyp und baute intern das Know-how in der Produktentwicklung auf. Parallel dazu entwarf QUO in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden eine Vision für die nächste Produktgeneration. Dank dieser kann Lunaphore die weitere technische Entwicklung gezielt vorantreiben.

Über QUO AG
Der Innovationsdienstleister QUO AG entwickelt zusammen mit Kunden aus unterschiedlichen Branchen neuartige Produkte, Geschäftsmodelle und Verfahren – von der Idee bis zum Prototyp. Das interdisziplinäre Team vereint breite technologische Kompetenzen mit Querdenken, Kreativität und Objektivität. Mit dieser Innovationskultur und Erfahrungen aus gut 400 Projekten erarbeitet QUO einzigartige Wettbewerbsvorteile für Startup-Unternehmen, mittelständische Firmen und internationale Grosskonzerne.

Schweizer Erfindungen rund ums Smartphone

Seit den frühen 2000ern begleitet uns das Smartphone durch unseren Alltag. Seither überlegen sich viele Entwickler, Hersteller sowie Hobby-Erfinder Wege, wie sie das Leben für die Menschen in Verbindung mit ihrem ständig mobilen Begleiter noch einfacher gestalten können. Kaum einer denkt, dass in den Smartphones, die heute auf dem Markt sind, auch zahlreich schweizer Technologie steckt. Neben US-amerikanischen, chinesischen und deutschen Köpfen mit vorausschauendem Blick in die digitale Zukunft des Planeten hat auch die Schweiz den einen oder anderen Smartphone-Revolutionär hervorgebracht. Hier ein kleiner Überblick:

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Duolingo: Googles Millionendeal
Severin Hacker ist Co-Gründer der Sprach-App Duolingo. Die Software vermittelt (Fremd-)Sprachen spielerisch und gilt mittlerweile als echte Konkurrenz für Lehrer. Der aus Zug stammende Schweizer gründete sein Unternehmen gemeinsam mit dem US-Amerikaner Luis van Ahn. Mehr als 100 Millionen Anwender nutzen inzwischen die App. Grund genug, dass sich Google für den Kauf der Applikation entschieden hat und sich diese Unternehmung 45 Millionen kosten lies.

Nutzlos und dennoch philosophisch beeindruckend
Seit 2014 steht der Name Horst Bohnet mit seinem iStone für die „Entschleunigung der Gesellschaft“. Das iStone braucht keinen Strom, keine Update und hat eine unendliche Akku-Laufzeit. Das an Apple-Produkte erinnernde Kunstwerk besteht vollständig aus Granit und soll nach den Vorstellungen des Künstlers ein „Statement für bewusste Gesprächskultur“ sein.

Hoosh Technology: Optimierte Präsenz im Web
Unter der Firmierung vertreibt Hoosh Technology ein innovatives Suchmaschinenmarketing. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Lugano und unterstützt andere Firmen seit 2012 dabei, die eigene Präsenz im Internet zu verbessern. Auf Basis dieses innovativen Neuerung wurde zahlreiche neue Apps von vielen Drittanbietern ins Leben gerufen und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Googles Betriebssystem Android hat seine Wurzeln in der Schweiz
In jedem Android-Smartphone und -Tablet steckt ein bedeutender Anteil Erfinder- und Innovationsgeist aus der Schweiz. Während der Entwicklung von Android war die Noser Engineering AG aus Winterthur maßgeblich beteiligt. Nachdem Konkurrent Apple ein eigenes Betriebssystem für seine Geräte auf den Markt gebracht hatte, sah es Google als notwendig an, eine Konkurrenz-Plattform ins Leben zu rufen. Auf Basis dieser strategischen Entscheidung nutze Google das Know-how der heutigen Noser Group. Gründungsmitglied Ruedi Noser setzt sich bis heute dafür ein, dass mobile Endgeräte von offenen Standards profitieren dürfen.

Schweizer KMU-Spiegel 2016 mit Schwerpunkt Erfolgsstrategien

Unter den Schweizer KMU (kleine und mittlere Unternehmen) finden sich regionale Familienbetriebe, Hidden Champions und Weltmarktführer. Doch was macht Schweizer KMU erfolgreich? Der dritte KMU-Spiegel des Instituts für Unternehmensführung an der FHS St.Gallen untersuchte die Erfolgsstrategien, formuliert sechs Erkenntnisse und beleuchtet acht Branchen.

In der Schweiz sind mehr als 99% der Unternehmen KMU (kleine und mittlere Unternehmen) und sie beschäftigen zwei Drittel der Arbeitskräfte . Diese Zahlen sprechen dafür, dass KMU erfolgreich und wichtig sind. Und tatsächlich findet sich unter den KMU traditionelle Familienbetriebe, Hidden Champions und auch Weltmarktführer.

Welche Strategien führen zum Erfolg dieser Schweizer KMU? Wie erfolgreich sind sie tatsächlich? Dies waren zwei der vielen Fragen welche die Autoren des dritten KMU Spiegels des Instituts für Unternehmensführung an der FHS St.Gallen (IFU-FHS) untersuchten. Auf der Basis einer landesweit durchgeführten Online-Umfrage und zahlreichen Interviews mit Unternehmern und Branchenverbänden können die Erfolgsstrategien von Schweizer KMU in sechs Erkenntnissen zusammengefasst werden.

Statt Preiskampf ein Fokus auf Qualität
Schweizer KMU setzen überwiegend auf eine Strategie der Differenzierung: Ihre Leistung zeichnet sich durch überdurchschnittliche Qualität aus, durch zusätzliche Services und durch die Positionierung in einer Marktnische. «KMU können sich wegen der fehlenden Grössen- und Kostenvorteile nicht durch Preisführerschaft auszeichnen», erklärt Prof. Anthony Castiglioni, Co-Projektleiter der Studie. Vielmehr würden die Unternehmen auf direkte Vertriebskanäle zu den Kunden in einem zumeist lokal ausgerichteten Absatzmarkt setzen. Ihre Grösse erlaubt ihnen mehr Flexibilität, was es ihnen möglich macht, auf individuelle Kundenanforderungen zu reagieren. Die Zusammenarbeit mit den Kunden ist auch ein wichtiger Innovationstreiber: Da oftmals die notwendigen finanziellen Mittel fehlen, wird die Innovationskraft entscheidend von weichen Faktoren wie der Unternehmenskultur oder Kommunikation geprägt. Innovative Lösungen entstehen so oftmals aus der engen Zusammenarbeit mit Kunden.

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Langfristige Ausrichtung mit zurückhaltenden Wachstumszielen
Die Vision und Ziele spielen für Schweizer KMU eine wichtige Rolle und stehen in positivem Zusammenhang mit dem Unternehmenserfolg. Dabei haben Schweizer KMU tendenziell eher zurückhaltende Wachstumsziele – einzig die Erhöhung des Marktanteils werde als mögliche Stossrichtung für zukünftiges Wachstum wahrgenommen, erklärt Dr. Marco Gehrig, ebenfalls Co-Projektleiter der Studie. Die Bewahrung der Unabhängigkeit, Risikoverträglichkeit und der Fortbestand des Unternehmens sind wichtiger. Dies korreliert damit, dass das Fundament für Kontinuität im Unternehmen und damit auch finanziell nachhaltigen Erfolg Kontinuität in der Führung ist. Viele KMU zeichnen sich durch eine niedrige Personalfluktuation, einen hohen Entscheidungsspielraum der Mitarbeitenden sowie eine einfache und schlanke Organisationsstruktur aus. Entsprechend zählen zu den wichtigsten Werten, die die Unternehmenskultur prägen, Vertrauen, Eigenverantwortung und Wertschätzung.

Acht Branchen den Spiegel vorgesetzt
Neben dem die Erkenntnisse zusammenfassenden Teil der Studie, fokussiert der KMU Spiegel auch auf die in der Schweiz acht wichtigen Branchen Produzierendes Gewerbe, Baubranche, Grosshandel, Detailhandel, Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie, Informations- und Telekommunikations-Branche, Dienstleistungsbranche sowie Gesundheits- und Sozialwesen. Jede dieser Branchenfokussierung wird mit einem Firmenportrait illustriert. Auch der allgemeine Teil ist mit sechs kurzen Firmenportraits angereichert.

Die im KMU-Spiegel 2016 dargestellten Ergebnisse basieren auf einer zwischen Januar und April 2016 landesweit durchgeführten Online-Umfrage. Ergänzt wurden die Ergebnisse durch Experteninterviews mit Vertretern aus Berufs- und Branchenverbänden sowie diversen Unternehmen. Bei den Recherchen sind zudem die Erkenntnisse und Ergebnisse weiterer Untersuchungen und Analysen von Branchenverbänden, Institutionen oder Unternehmen eingeflossen. Das Ergebnis ist ein umfassendes, branchenspezifisches Bild zu betriebswirtschaftlichen Aspekten im Generellen und zu Erfolgsstrategien im Speziellen bei Schweizer KMU.

Der KMU-Spiegel 2015 wurde dank der finanziellen Unterstützung von Helvetia Schweiz, PwC Schweiz und Raiffeisen Schweiz ermöglicht und wird ebenfalls durch den Schweizerischen KMU-Verband unterstützt.

Die Studie kann unter dem Link www.fhsg.ch/kmu-spiegel heruntergeladen werden.

Schweizer Startups entdecken China mit venturelab

venturelab nominiert zehn Jungunternehmen für einen einmaligen Business-Trip.

Zum dritten Mal steht die zehnköpfige Schweizer Startup Nationalmannschaft in den Startlöchern, um auch 2016 den chinesischen Markt zu erobern. Im Rahmen des venture leaders China Programms ermöglicht venturelab in Kooperation mit swissnex China den Finalisten eine einmalige Business Development-Reise in die Wirtschaftsmetropolen Peking, Shanghai, Shenzhen und erstmalig Hong Kong.

china venture leaders 2016

Im April 2016 startete eine hochkarätige Schweizer Wirtschaftsdelegation unter Leitung des Bundespräsidenten Schneider-Ammann nach China, um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiter zu verbessern. Auch für Schweizer Startups ist China, als zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt, ein lukrativer Markt. Daher verfolgt seit 2014 das venture leaders Programm das Ziel, die wachsenden Marktchancen für Schweizer Startups intensiv zu nutzen sowie die Visibilität für ihre Hightech-Innovationen zu steigern. Bereits zum dritten Mal gewannen zehn innovative Jungunternehmen das Business Development-Programm in die wichtigsten Zentren Chinas: Neben Peking, Shanghai und Shenzhen steht 2016 erstmalig das bedeutende Wirtschafts- und Finanzzenturm Hong Kong auf dem Reiseplan der Startups.

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«In China gibt es für jedes Startup einen Markt»
Die Produkte und Dienstleistungen der diesjährigen Finalisten repräsentieren eine enorme Bandbreite von Schweizer Innovationen: Nanotechnologien und Big Data sind ebenso vertreten wie Anwendungen für eine nachhaltige Landwirtschaft als auch Cleantech und Smart Home Innovationen. «Ziel des venture leaders Programms ist es, die Vielfalt und Qualität von Schweizer Hightech-Innovationen auf internationaler Ebene zu präsentieren. Das Programm zeigt zudem das enorme Interesse dieser Startups für global aufstrebende Märkte wie China», erklärt Jordi Montserrat, Managing Director von venturelab in der Romandie. Und swissnex China CEO, Pascal Marmier, ergänzt: «China hat eine schnellwachsende und innovations-orientierte Wirtschaft. Allerdings ist der Markt hart umkämpft und die Spielregeln unterscheiden sich häufig enorm von denen, die man in den Heimatmärkten gewohnt ist. Aus diesem Grund müssen Schweizer Startups vor Ort sein, um die chinesische Geschäftskultur besser kennenzulernen und nachhaltige Beziehungen mit lokalen Experten, Unternehmen und Investoren aufbauen zu können. Theoretisch gibt es für jedes Startup einen Markt in China, man muss nur wissen, wie man diesen erobern kann.» Dass sich die Reise nach China lohnt, zeigen die Erfolge der Alumni des venture leaders Programms, wie zum Beispiel das Team des ETH Spin-offs greenTEG, das letztes Jahr vier chinesische Vertriebspartner für ihre revolutionären Energielösungen gewinnen konnte.

Die Gewinner des venture leaders China Programms 2016

Luc Gervais, 1Drop Diagnostics – Medtech (www.1dropdx.com), Neuchâtel (EPFL-IMT)
Die Neuenburger Jungunternehmer von 1Drop Diagnostics möchten den Zugang zu einer optimalen Gesundheitsversorgung erhöhen und bieten eine einfach zu bedienende medizinische Diagnostik in Laborqualität. Die ersten klinischen Anwendungen können die Bereiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionskrankheiten und die Eisenspeicher-Beurteilung abdecken.

Serguei Okhonin, ActLight SA – Cleantech, Energy (www.act-light.com), Lausanne (EPFL)
Damit die nächste Generation mobiler Geräte für das Internet der Dinge gerüstet ist, muss sie Funktionen wie erhöhte Datenübertragungsrate ermöglichen und gleichzeitig weniger Energie verbrauchen. Um diese Herausforderungen zu meistern, entwickelt ActLight eine revolutionäre Technologieplattform.

Pascal Koenig, Ava AG – Medtech (www.avawomen.com), Zürich
Bei rund einem Drittel der Paare geht der Wunsch nach einem Kind nicht einfach so in Erfüllung, weil das Timing nicht stimmt. Ihnen hilft Ava. Ein Armband misst in der Nacht alle Parameter, die eine sichere Bestimmung des Eisprungs voraussagen und damit die Familienplanung erleichtern. Verglichen mit anderen Methoden ist Ava’s Lösung präziser und deutlich einfacher anzuwenden.

Marc Gitzinger, BioVersys AG – Biotech (www.bioversys.com), Basel (ETH)
BioVersys erforscht und entwickelt chemische Moleküle, welche die bakterielle Resistenz gegen Antibiotika aufheben. Das Schweizer Biopharma-Unternehmen adressiert mit seiner Arbeit den hohen medizinischen Bedarf nach neuen Medikamenten, welche lebensbedrohliche bakterielle Infektionen trotz der entstandenen Resistenzen, wie z. B. Tuberkulose und Spitalinfektionen, bekämpfen können.

Olga Peters, QualySense AG – Electronics, Robotics (www.qualysense.com), Glattbrugg
Das Empa Spin-off QualySense entwickelt und vermarktet innovative Sortierungsgeräte für die Qualitätskontrolle in der Lebensmittelindustrie. Die einzigartigen und patentierten Geräte kontrollieren und sortieren in atemberaubender Geschwindigkeit Getreide und Bohnen nach biochemischen und visuellen Qualitätsmerkmalen.

Veronica Savu, Morphotonix Sàrl – Micro-nano (www.morphotonix.com), Lausanne (EPFL)
Das EPFL Spin-off Morphotonix schützt Marken gegen Fälschungen durch die direkte Integration von Sicherheitselementen in Kunststoff-Formen, die frei von Zusatzstoffen sind.

Sandra Neumann, Peripal AG – Medtech (www.peripal.com), Zürich
Bei der Dialyse zu Hause ist aufgrund der Infektionsgefahr der schwierigste Vorgang die Verbindung des Dialysegerätes mit der Blutbahn. Das Zürcher Startup Peripal löst dieses Problem durch ein Gerät, das den Zugang zu den Blutgefässen mechanisch und in einem sterilen Umfeld herstellt. Die Therapie wird dadurch enorm vereinfacht, so dass sich die Trainingszeit für Patienten und Pflegepersonal deutlich verringert.

Felix Adamczyk, Smart Home Technology GmbH – Hardware, Software (smart-home-technology.ch), Zürich (ETH)
Das ETH Spin-off Smart Home Technology entwickelt innovative und energieeffiziente Anwendungen im Privat- und Industriebereich. Dazu gehören extrem energiesparende und sichere Kommunikationslösungen sowie die Businesslösung Smart@Home® für sensorbasierte Datenerfassung in Echtzeit.

Duncan Sutherland, TwentyGreen AG – Biotech (www.twentygreen.com), Lucern (EPFL)
Die heutigen Nutztierhaltungs-Praktiken sind nicht nachhaltig und die wachsende weltweite Nachfrage nach Protein stellt eine enorme Herausforderung für unsere Gesellschaft dar. Für eine nachhaltige Tierhaltung produziert TwentyGreen ein neues probiotisches Futterergänzungsmittel, welches mehrere positive Effekte aufweist.

Staffan Ahlgren, Tyre Recycling Solutions SA (TRS) – Cleantech (www.trs-ch.com), Gland
Jährlich werden weltweit eine halbe Million Autoreifen entsorgt und nur die Hälfte davon recycelt. Das EPFL Spin-off Tyre Recycling Solutions, will die Reifen-Wiederverwertung mit einem innovativen Verfahren revolutionieren: Zum einen kann ihre Technologie das in Altreifen vorhandene Metall zurückgewinnen und zum anderen ein hochwertiges Pulver herstellen, dass für verschiedenste Produktionen kostengünstig verwendet werden kann.

Partner des venture leaders China Programms
Die Reise samt Business Development-Programm im Wert von je 10’000 Franken wurde durch die langjährigen Partner EPFL Innovation Park, EPF Lausanne, ETH Zürich, Gebert Rüf Stiftung, Canton de Vaud, Standortförderung – Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich, Entrepreneur of the Year by Ernst&Young und swissnex China ermöglicht.

Sie können die Gewinner des Programms am Kick-off Event am 8. September in Zürich kennenlernen.

Links:
venturelab

Bring! die Schweizer Einkaufslisten App

Jeder muss einkaufen. Mit den üblichen Einkaufszettel… das war mal so. Viele Apps versuchen sich diese 1:1 auf dem Smartphone abzubilden und mit unzähligen Funktionen zu ergänzen.
Bring! ist anders. Mit Bring! hast du deine Einkaufsliste in wenigen Sekunden erstellt. Dank den Bring! Icons weisst du mit nur einem Blick, was noch in den Einkaufswagen gehört. Mit dieser App auf der Apple Watch hast du deine Einkaufsliste immer am Handgelenk bereit oder eben auf deinem Smartphone.

Mit Bring! App kannst du gratis die Einkaufsliste teilen und Push-Mitteilungen rund um den Einkauf versenden. So wisst ihr nicht nur was zu Hause fehlt, sondern auch wer einkaufen geht. Das spart Zeit und Geld. Änderungen in der App sind sofort auf allen Geräten im Haushalt sichtbar was ideal für Familien und WGs ist.

bring

Die App sieht gut aus und ist kinderleicht zu bedienen. Einfach und intuitiv: keinen Schnickschnack, nur die Funktionen, die du wirklich brauchst.

Du verwendest eine geteilte Liste aber dein Partner kauft trotzdem ab und an das falsche Produkt? Ab jetzt kannst du Artikeln ein Foto hinzufügen. Damit ist für jeden User schnell und klar ersichtlich, welches Produkt eingekauft werden soll. Z.B. das Shampoo deiner Lieblingsmarke.
Ein Foto hinzufügen ist ganz einfach: Länger auf den gewünschten Artikel drücken, dann das Kamerasymbol anklicken und das Produkt abfotografieren. Fotos können jederzeit geändert und gelöscht werden.

Neben den Artikelfotos siehst du hier auch von wem und zu welchem Zeitpunkt ein Artikel hinzugefügt wurde. Daneben findest du die für den Artikel die benötigten Einstellungen, um das Icon oder die Kategorie zu ändern. Und natürlich kannst du hier auch weiterhin Zusatzinformationen wie die Menge oder eine Beschreibung hinzufügen.

Marco Cerqui, Dominic Mehr und Sandro Strebel gründeten die Bring! Labs AG im Frühjahr 2015 in Zürich. Damals steckten sie ihr eigenes Geld in das Unternehmen, sammelten aber auch einen Teil von externen Investoren ein. Insgesamt brachten sie so 200.000 Schweizer Franken auf. Im vergangenen Mai gab es dann die zweite Finanzierungsrunde: Business Angels steckten 1,3 Millionen Euro in das Startup, unter anderem über eine Fundraising-Kampagne auf der Investment-Plattform Investiere.ch.

Die Swiss Startup Association hat eine weitere Stimme: die oneclick AG

Als aktives Mitglied unterstützt die in Zürich ansässige oneclick AG die Initaitive der Swiss Startup Association

Zum 31. März dieses Jahres wurde die Swiss Startup Association ins Leben gerufen und kann bereits über 100 Mitglieder unter ihrem Dach versammeln: www.swissstartupassociation.com. Noch immer zählt jede weitere Stimme, um die Interessen von Startups in der Schweiz zu vertreten. Nun ist auch die oneclick AG mit Sitz in Zürich aktives Mitglied geworden.

Swiss Startup Association

Die Swiss Startup Association hat zum Ziel, die rechtlichen, regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen für Gründer und Startups in der Schweiz zu verbessern. Dafür will der Verein mit bestehenden Initiativen im Bereich Innovationen und Startups zusammenarbeiten und diese mit der Stimme von hunderten Mitgliedern unterstützen. Ebenfalls im Fokus stehen die Schaffung einer gründerfreundlichen Atmosphäre bei den Schweizer Behörden sowie ein verstärktes soziales und politisches Bewusstsein für das Schweizer Startup-Ökosystem.

Der Vorstand der Swiss Startup Association setzt sich aus erfahrenen und bekannten Vertretern der Schweizer Startup-Szene zusammen. Es sind allesamt Unternehmer, die eigene Startups gegründet haben, wie zum Beispiel der Vereinspräsident Urs Häusler als derzeitiger CEO und Co-Owner von DealMarket.

“Startups sind einer der Haupttreiber für Innovation.”, erklärt Häusler, “In vielen Industrien kreieren sie mehr Arbeitsplätze als etablierte Unternehmen. Das Schweizer Startup-Ökosystem wächst stetig und wird immer einflussreicher. Es gibt aber immer noch wichtige politische und regulatorische Stolpersteine, welche die Schweiz daran hindern, einer der erfolgreichsten Startup-Standorte weltweit zu werden.”

Bereits zu Beginn ihrer Tätigkeit kann die Swiss Startup Association auf eine breite Unterstützung von Industrie, Politik und Wirtschaft zählen. Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, sagt zur Gründung des Vereins: “Startup-Unternehmen sind ein unverzichtbarer Teil der Schweizer Wirtschaft. Sie intensivieren die Dynamik und den Wettbewerb auf dem Markt. Mit ihrer Kreativität und Innovation leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Wohlstand und zur Wohlfahrt der Schweiz.”

oneclick

“Die große Herausforderung für Startups liegt darin, zu Global Playern zu werden und Weltmärkte zu erobern.”, ergänzen die drei Gründer der oneclick AG, Dominik Birgelen, Mathias Meinke und Florian Bodner, “Das gelingt nur den Wenigsten, obwohl es viele Startups mit tollem Know-how und technologischen Weltneuheiten gibt.” Ein Vorschlag der drei Gründer: “Um die Wachstumsperspektiven zu erhöhen, wäre ein Inkubationszentrum auf nationaler Ebene ideal, das neue Technologien bewertet und Startups bei der Internationalisierung unterstützt. Etablierte Unternehmen sowie natürlich auch Beratungs- und Venture Capital-Gesellschaften könnten in ein solches Inkubationszentrum eingebunden werden.” Denn eines haben die Gründer der oneclick AG gelernt: “Man kann unmöglich alles alleine schaffen. Der Schlüssel zum Erfolg ist ein Netzwerk, das einen auf dem unternehmerischen Weg mit all seinen Hürden unterstützt. Die USA leben es uns vor.”

Die oneclick AG betreibt eine als Service verfügbare Application Delivery-Plattform, über die Unternehmen automatisiert digitale Arbeitsplätze bereitstellen können. Die Plattform besteht aus einer vollständigen Management-Umgebung und beinhaltet die komplette Infrastruktur. Innerhalb von Sekunden sind neue Benutzer angelegt und deren Arbeitsplätze für den mobilen Zugriff mit den benötigten Softwareanwendungen ausgestattet. Auf dem Weg zum Benutzer werden die Anwendungen mit hoher Geschwindigkeit gestreamt. Die Einhaltung strenger Sicherheitsanforderungen wird durch das verliehene Gütesiegel von “Trusted Cloud” bestätigt. Die Plattform wurde im März dieses Jahres von den Veranstaltern des INNOVATIONSPREIS-IT mit dem Prädikat “Best of 2016 in Cloud Computing” ausgezeichnet.

Wer mehr zum digitalen Arbeitsplatz der oneclick AG erfahren möchte, findet auf oneclick-cloud.com weitere Informationen und kann dort einen Testaccount beantragen.

Eine gute Haltung durch innovative Kleidung

Augenöffner für diese Idee war ein Arbeitsaufenthalt in den USA. Fabian Hofmann aus Zürich lernte die smarte Kleidung von Alignmed kennen, welche die Körperhaltung einer Person korrigiert und verbessert. Dieses Produkt lancierte der Jungunternehmer daraufhin in der Schweiz.

Was eine gute Körperhaltung bedeutet, haben Fabian Hofmann (25) und sein Zwillingsbruder Ciril schon früh von ihrer Mutter gelernt, die Physiotherapeutin ist. Doch als Fabian in den USA die Produkte von Alignmed kennenlernte, war das ein Augenöffner. Die haltungskorrigierende Kleidung löst u.a. Verspannungen, lindert Schmerzen und fördert Heilungsprozesse. Von diesen positiven Effekten sollten auch die Schweizer profitieren, deshalb eröffneten die Hofmann-Brüder als erste und einzige in der Schweiz einen Webshop, in dem sie haltungskorrigierende Kleidung der Marke Alignmed anbieten – der bisherige Verkauf hat die Erwartungen weit übertroffen.

anodyne

– Ich habe haltungskorrigierende Kleidung während eines Praktikums in Kalifornien entdeckt. Kollegen dort hatten Alignmed-Produkte gekauft und ich wollte wissen, wie diese wirkten – alle waren begeistert davon. Dies weckte mein Interesse, denn ich weiss, dass viele Schweizer unter einer schlechten Körperhaltung leiden. Deshalb beschloss ich zusammen mit meinem Bruder, Alignmed in der Schweiz einzuführen, sagt Fabian Hofmann.

Schnell hatte er einen Termin im Hauptsitz von Alignmed bekommen, in der Hoffnung, sich die Rechte für den Vertrieb der Produkte in der Schweiz zu sichern. Doch er war 24 Stunden zu spät. Am Tag zuvor hatte sich das dänische Ehepaar Mia und Kenneth Gaardmand Avnsted die Rechte via ihr Unternehmen, Anodyne, gesichert.

Haltungskorrigierende Kleidung

– Das war so enttäuschend. Bob Schultz von Alignmed hat mir jedoch den Kontakt zu Kenneth hergestellt. Ich erzählte ihm, wie sehr mich die Produkte begeistern, und wie ich ihm helfen könnte, mit Anodyne im Schweizer Markt Fuss zu fassen, erzählt Fabian Hofmann.

– Ich habe selten erlebt, dass sich jemand so leidenschaftlich für ein Produkt einsetzt. Als ich mit Fabian sprach, war ich überzeugt davon, dass er die Fähigkeit und den Willen dazu hat, haltungskorrigierende Kleidung in der Schweiz zu lancieren, so Kenneth Gaardmand Avnsted, CEO von Anodyne.

Die Schweiz tut etwas für eine gute Haltung
Der dänische Unternehmensleiter bekam Recht, denn nur vier Wochen nach der Einführung hatte Anodyne-Shop.ch haltungskorrigierende Kleidung für mehr als 70.000 CHF verkauft, obwohl die Schweizer Verbraucher das Produkt vorher überhaupt nicht kannten.

– Die Schweizer sind generell ein konservatives Volk. Dass Alignmed dennoch so gut aufgenommen wurde, zeigt, dass die meisten Leute wissen, wie wichtig eine gute Haltung für die Lebensqualität ist. Bisher setzte man vor allem auf Kinesiotape, doch dieses muss oft – meist von Physiotherapeuten – erneuert werden. Das ist zeitintensiv und kostspielig. Haltungskorrigierende Kleidung zieht man einfach an, so Fabian Hofmann abschliessend.