Die Geschichte des Roulette

Roulette ist allgemein sehr wohl bekannt und kann in so gut wie allen Casinos und Spielbanken angefunden werden. Nicht zu verwechseln mit dem berühmten Russisch Roulette, welches ein potenziell tödliches Spiel mit einem Revolver ist, ist die Beliebtheit des Spiels mit der charakteristischen Ansage „Rien ne va plus“ (nichts geht mehr) ungebrochen. Beim Roulettespiel gibt es eine bewegliche Scheibe mit unterschiedlichen Zahlen und Farben, auf die man setzen kann. Danach wird eine Kugel in die Scheibe hinzugegeben und das Rouletterad gedreht. Am Ende legt sich die Kugel, das Rad stoppt und die Mitspieler können erkennen, ob sie einen Gewinn gemacht haben. Um den Ursprung dieses Klassikers des gepflegten Casinospiels ranken sich viele Mythen und Missverständnisse, die im Folgenden beleuchtet werden.

Roulette-innovation Bild: Pixabay

Wie entstand Roulette?
Es gibt heutzutage eine Menge von Informationen, die sich mit dem Ursprung des Spiels befassen. Häufig sind es jedoch leider auf Pseudofakten und Mythen basierende Infos, die einer ordentlichen Überprüfung nicht standhalten können. So hält sich das weitverbreitete Gerücht hartnäckig, dass der französische Mathematiker Blaise Pascal für die Erfindung des Roulettespiels verantwortlich war. Es muss hierbei gesagt werden, dass er einer der Vorreiter in der Entdeckung der Wahrscheinlichkeitsrechnung war und 1658 das Werk „Histoire de la roulette“ (franz. „Geschichte des Roulette“) schrieb. Außerdem merken Leute an, dass obwohl Roulette zwar rein zufallsbasiert erscheint, in Wirklichkeit jedoch über ein mathematisches System verfügt. Dies gilt zumindest für die Zahlen auf der Scheibe, die nicht zufällig angeordnet sind. Diese Indizien sollen in die Richtung von Pascal deuten. Doch handelten seine Werke nicht von dem Spiel, sondern von Zykloiden, für die es im Französischen das gleiche Wort gibt. Da es keine eindeutigen geschichtlichen Aufzeichnungen gibt, sind die Wurzeln des Roulette nicht eindeutig belegbar. Einen hohen Einfluss soll dabei das Rad der Fortuna gehabt haben. Bei diesem Mythos drehte die griechische Schicksalsgöttin an diesem Rad, um dadurch den Aufstieg und Fall von Königen zu bestimmen. Dies kann einen Einfluss gehabt haben auf das spätere Roulette. Nach heutigem Stand der Forschung ist es jedoch ziemlich sicher, dass die Wurzeln auf das 17. Jahrhundert in Italien zurückgehen.

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Wie Roulette zum Klassiker wurde
Als das Spiel im 18. Jahrhundert an Beliebtheit gewann, war dies nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika der Fall. Dort spielte man mit 28 Zahlen sowie einer Null und Doppelnull und fügte den Adler hinzu, der als US-Wappentier gilt. Wie bei den Nullen, wurden auch bei dem Symbol alle Einsätze eingezogen, wenn die Kugel hier landete. Mit der Eroberung Amerikas verbreitete sich das Spiel und gehörte genau wie der Poker zu vielen Spielsalons und -hallen dazu. Obwohl das Spiel im 20. Jahrhundert einige Hochs und Tiefs hatte, erlebte es Ende der 90er Jahre dank des Internets eine Wiedergeburt, da das Spiel nun von Zuhause aus spielbar wurde. Heutzutage gibt es viele Anbieter, bei denen man Online Roulette spielen kann. Die Beliebtheit lässt sich u.a. dadurch erklären, dass man hier auch direkt auf Strategien und Tipps zurückgreifen kann und somit gut informiert ans Spielen geht und dank Smartphones von überall aus spielen kann.
Die Geschichte des Roulettespiels ist also genauso dem digitalen Wandel unterworfen, wie die meisten Dinge in der heutigen Welt, die Faszination aber bleibt bestehen.