“Tag der Erfinder” Heute: Niklaus Wirth

Niklaus Wirth wurde am 15. Februar 1934 in Winterthur geboren. Heute ist sein 77 Geburtstag. Er ist ein Schweizer Informatiker und Erfinder der Programmiersprache Pascal, eine der bekanntesten Programmiersprachen. Pascal hatte von Anfang an im universitären Bereich sehr großen Erfolg, was sich u. a. auch in der Programmiersprache Ada niederschlug, die sehr stark an der Syntax von Pascal angelehnt ist. Ich Erinnere mich noch an meine Studienzeit der Computerwissenschaften auf der Universität Salzburg.

Niklaus_Wirth

1959 Diplom-Elektroingenieur an der ETH Zürich, 1960 M.Sc. an der Université Laval in Kanada, promovierte Niklaus Wirth 1963 an der University of California in Berkeley. Nach Assistenzprofessuren an der Stanford University und der Universität Zürich kehrte er 1968 an die Eidgenössische Technische Hochschule zurück, wo er bis 1999 als Professor für Informatik lehrte und forschte.

Die Sprache wurde von Niklaus Wirth als Lehrsprache entwickelt. Sie wurde deshalb so einfach und strukturiert wie möglich gestaltet. Ihre große Verbreitung in der professionellen Programmierung fand sie als Borland/Turbo Pascal (später Delphi) – gegenüber dem Ur-Pascal wesentlich erweiterte und verbesserte Versionen.

Pascal zeichnet sich durch eine strikte und einfach verständliche Syntax sowie durch den Verzicht auf kontextabhängige Interpretationen des Codes aus. Somit erlaubt Pascal im Vergleich zu Sprachen wie C und Fortran eine gute Lesbarkeit und, verglichen mit Fortran, auch eine bessere Unterstützung von strukturierter Programmierung.

Ein wichtiges Konzept, das Wirth zur Anwendung brachte, ist die starke Typisierung (engl. “strong typing”): Variablen sind bereits zur Übersetzungszeit einem bestimmten Datentyp zugeordnet, und dieser kann nicht nachträglich verändert werden. Typenstrenge bedeutet, dass Wertzuweisungen ausschließlich unter Variablen gleichen Typs erlaubt sind. In Pascal gibt es von diesem strikten Zwang lediglich wenige Ausnahmen.

Heute findet Pascal im universitären Bereich (Entwicklung/Ausbildung) und in sicherheitskritischen Bereichen (z. B. Verkehrstechnik, Energieversorgung, Medizintechnik, Raumfahrt, Militär, teilweise im Banken- und Versicherungswesen) Anwendung. Dies beruht hauptsächlich auf der guten Prüfbarkeit und Wartbarkeit des Codes und der klaren Zuordnung der Variablen. So ist die 2005 eingeführte Betriebsleittechnik IV der Transrapid-Versuchsanlage Emsland in Pascal programmiert. Eine pascalähnliche Notation wird von jeher in der Informatik und Mathematik zur Darstellung von Algorithmen benutzt.

Wirth erhielt zahlreiche Ehrungen u.a. im Jahre 1984 den ACM Turing Award als erster und bisher einziger deutschsprachiger Informatiker (Stand 2009), sowie 1988 den IEEE Computer Pioneer Award.

Erfinder Tipp: 09.11 ist der Tag der Erfinder. An diesem Tag soll den Menschen bewusst werden, dass jeder alltäglicher Gegenstand seinen Ursprung in der entsprechenden Idee hatte. Erfinder haben für das Allgemeinwohl eine Menge Positives bewirkt. Dabei wurden sie anfangs für ihre Ideen eher belächelt und als Spinner betrachtet, aber viele der guten Entdeckungen wie Autos oder Computer haben sich mit der Zeit durchgesetzt. Den heutigen Erfindern geht es da nicht anders. Vielleicht kann dieser eine Tag im Jahr dazu beitragen, Menschen wie z.B. Karl Friedrich Benz und Johannes Gutenberg zu gedenken und den ein oder anderen verkannten Erfinder entsprechend zu würdigen.
Ich werde versuchen jeden Grossen Erfinder mit seinem Geburtstag hier zu erwähnen. – um den “Tag der Erfinder” am 9. November damit zu ehren.

Ein Gedanke zu ““Tag der Erfinder” Heute: Niklaus Wirth

  1. Forschung braucht begeisternde Ziele! Dass Ihre Ziele in unserem Land nicht verstanden wurden ist ein Grund für die allgemeine Unzufriedenheit mit der Wissenschaft und eine Ursache für die technologische Schwäche. Alles Gute zum Geburtstag.

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