Die Erfindung: Mais + Kartoffeln = Bio Sackerl (Bio Tüte)

Frédéric Mauch hat vor ein paar Jahren BioApply gegründet, um die Flut der Plastiksäcke einzudämmen. Über diese Erfindung der Innovativen umweltfreundlichen Verpackung habe ich bereits mal hier im Land der Erfinder berichtet.

Heute verkauft die Firma aus Gland ihre biologisch abbaubaren Alternativen aus Maisstärke an grosse Namen wie Swiss Bakers, Wenger, Claro, Edelweiss, Switcher, Solar Impulse, Alinghi, LeShop.

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Denn was auf den ersten Blick aussieht wie ein «normaler» Plastiksack, ist in der Tat ein Produkt aus Biokunststoff, hergestellt aus der Stärke von Kartoffeln und Mais. Der Bioplastiksack fühlt sich weicher und seidiger an als das auf Erdöl-Basis gefertigte Pendant, benötigt bei der Herstellung aber 40% weniger Energie, 10% weniger Wasser und setzt 10% weniger CO2 frei. Zudem sind die Bioplastiktaschen vollständig biologisch abbaubar, sie sind innerhalb von 12 Wochen zersetzt. Säcke aus Erdölplastik hingegen überdauern in der Natur 400 Jahre – dabei werden sie in der Regel nur einmal kurz gebraucht. Mauch sagt: « Für die Umwelt sind sie veritable Zeitbomben.»

Im Zusammenhang mit seinem ökoverantwortlichen Angehen und als Alternative zu konventionellem Wegwerfbesteck stellt BioApply eine Palette von biologisch abbaubarem, kompostierbarem Einwegbesteck pflanzlicher Herkunft vor. Die mit Sorgfalt von BioApply ausgewählten Produkte profitieren von Labeln, die eine Rückverfolgung ihrer Herkunft sowie eine respektvolle Produktion für den Menschen und seine Umwelt garantieren.
Ökologie, Benutzerfreundlichkeit und Effizienz sind die Grundlagen, die die Wahl der Palette von 13 Besteckprodukten, dessen Rohstoffe sowie Endprodukte OK Compost zertifiziert und geführt sind.

So hat Jungunternehmer Mauch neue Innovation – biologisch abbaubare Flipflops im Auge: Im Juni liess BioApply sein Spritzguss-geeignetes Granulat patentieren. Das verdanken wir auch der Unterstützung des Kantons Waadt und der Förderagentur des Bundes für Innovation, sagt Mauch, der sein Start-up ausschliesslich mit privaten Mitteln finanzierte. Inzwischen hat BioApply neben den vier Mitarbeitern in Gland auch zehn Vertreter in Europa, in den USA und in den Arabischen Emiraten, und es erreichte letztes Jahr mit 1 Mio. Fr. Umsatz die schwarzen Zahlen und budgetiert für dieses Jahr doppelt so viel.
Laut Branchenverband European Bioplastics liegt der Anteil von Biokunststoffen weltweit aktuell bei 10%. Innert zehn Jahren soll der Anteil von Bio auf einen Drittel steigen.

Als Pionierunternehmung in der Herstellung und dem Aufstieg von biologisch abbaubaren Produkten hat sich BioApply, gegründet in der Schweiz im Jahr 2006, die Entwicklung von ökologischen Alternativen zu Plastik und Produkten auf Ölbasis zum Ziel gesetzt; seit seinen Anfängen in den Kampf für ökoverantwortliches Verhalten miteinbegriffen, ist BioApply in der Produktion von Säcken, Verpackungen und biologisch abbaubaren Anwendungen spezialisiert. BioApply bevorzugt seit 5 Jahren biologisch abbaubare und kompostierbare Materialien pflanzlicher Herkunft sowie die Forschung und Entwicklung von dauerhaften Lösungen.

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