Heliotis – die Mikroskopie mit 3D Erfindung

Am Anfang vieler Zahnbehandlungen steht eine aufwendige und unangenehme Prozedur, wobei den Patienten eine Silikonmasse um Ober- und Unterkiefer gepresst wird. Dieser Gebissabdruck wird dann an einen Zahntechniker geschickt, der hieraus ein Modell aus Gips und schliesslich den Zahnersatz herstellt. Die althergebrachte Abdrucktechnik ist nicht nur unangenehm, sie führt regelmässig auch zu ungenauen Zahnrestaurationen. Für diese Problem hat die Schweizer Heliotis AG aus Root Längenbold eine neuartige und innovative Lösung erfunden.

Heliotis AG macht den entscheidenden technologischen Schritt von der zweidimensionalen in die dreidimensionale Mikroskopie. Dies verändert die Art, wie wir Dinge anschauen in der Biomedizin und Biometrie, und er ermöglicht und steigert die Leistung der automatischen Qualitätskontrolle in der Industrie.

Zahlreiche Anwendungen in Medizin, Forschung und Produktion setzen heute auf automatisierte Analyse- und Prüfverfahren. Heliotis AG digitalisiert Zähne, Gewehrkugeln und Strukturen verschiedenster Art, damit der Computer die dreidimensionalen Eigenschaften der Prüfobjekte detailgetreu darstellen und bewerten kann. Zukünftig werden Zahnärzte keine aufwändigen Silikonabdrücke mehr anfertigen. Ein medizinischer Scanner wird über die Zähne bewegt und liefert ein exaktes Abbild für den Hersteller von Zahnkronen aus Vollkeramik, der zum Beispiel in Schweden sitzt und die Daten via Internet empfängt.

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Weltweit könnten so 150 Millionen Abdrücke pro Jahr überflüssig werden und 275.000 Zahnärzte, allein in Europa, werden effizienter und schneller ihre Kronen einsetzen können. In der Forensik kann dann mit weit höherer Zuverlässigkeit, als dies heute möglich ist, nachgewiesen werden, aus welcher Schusswaffe die Gewehrkugel abgefeuert wurde. Allein die amerikanischen Behörden erhalten jedes Jahr 2 Millionen Projektile zur Prüfung und Beweisführung. 3D-Aufnahmen lassen die Rillenstruktur im Detail erkennen.

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Basis dieser Anwendungen ist ein Mikrochip, der 1 Million Schichtaufnahmen pro Sekunde ermöglicht. Er basiert auf 10-jähriger Forschungstätigkeit – insbesondere am CSEM (Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique SA), der EPFL (École Polytechnique Fédérale de Lausanne) und der IMT (Information Management Technology AG) – und wird ständig verbessert laut Digiscape.

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