Künstliche Intelligenz für die KMU

Unternehmen wollen künstliche Intelligenz in ihren Betrieben nutzen. Doch schon der Kauf der Software ist für viele KMU zu teuer und zu kompliziert. Deshalb spielen Informatikerinnen und Informatiker der Hochschule Luzern mit dem IT-Dienstleister UMB AG aus Cham durch, wie die Implementierung gelingen kann und welche Veränderungen auf die Unternehmen zukommen.

Produkte mit künstlicher Intelligenz sind mittlerweile recht ausgereift, wie Apples Assistentin Siri, Microsofts Assistentin Cortana oder IBMs Watson-Programm zeigen. «Für grosse Unternehmen ist es möglich, die Technologien einzukaufen und als Softwarepakete zu nutzen», sagt Jana Koehler, Spezialistin für Künstliche Intelligenz im Departement Informatik der Hochschule Luzern. Gleichwohl müssen sich auch KMU mit dieser Entwicklung auseinandersetzen, weil auch in ihren Bereichen Sprach- oder Bilderkennungsprogramme oder digitale Assistenten, die grosse Datenmengen bewältigen können, von grossem Nutzen sein können. «Schweizer KMU fehlt es jedoch oft an Geld, Wissen und Arbeitskräften, um die Programme auf ihre Bedürfnisse zuzuschneiden.» Zu den Lizenzkosten für die Softwarepakte kommen weitere, um die Software zu trainieren und in die Unternehmens-IT zu integrieren. Der elektronische Kollege muss auf Daten zugreifen können und in die Arbeitsschritte der menschlichen Kollegen eingebaut werden.

Kognitive Services für KMU: Prototyp eines intelligenten Assistenten
«Lösungen mit Künstlicher Intelligenz werden die Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine verändern», sagt Jana Koehler. Deshalb haben sich ihr Forschungsteam von der Hochschule Luzern – Informatik und der IT-Dienstleister UMB AG in Cham zusammengetan, um im Projekt «Kognitive Services für KMU» durchzuspielen, welche Veränderungen eine Implementierung von künstlicher Intelligenz für die Unternehmen bedeutet. Mit dem Prototyp eines intelligenten Assistenten für ein IT-Service-Desk analysiert das Team Prozessabläufe und entwickelt Lösungen für die Aufgaben, die kognitive Services übernehmen können. Zusammen mit der UMB wählt das Team der Hochschule Luzern kognitive Technologien aus und implementiert den intelligenten Assistenten. UMB stellt zusätzlich Daten und Wissen im Kundensupport zur Verfügung.

Technologien müssen ans Unternehmen angepasst werden
Softwarefirmen wie Microsoft, Amazon oder IBM bieten auf ihrer Webseite die kognitiven Technologien direkt als Services in der Wolke an. Ein Service erkennt etwa die Sprache, einer kann Text übersetzen, ein dritter durchsucht das Archiv nach Texten mit ähnlichem Inhalt, ein vierter bringt den Computer zum Sprechen. «Die Programme brauchen auf sie zugeschnittene Daten und müssen erst lernen, wie sie ihre Aufgaben im Unternehmen erfüllen sollen», sagt Jana Koehler.

Der elektronische Assistent lernt immer mehr
Für das Forschungsprojekt hat das Team von Jana Koehler die Arbeitsschritte eines IT-ServiceDesks in kleine Schritte unterteilt: Die Texte der eingehenden E-Mails müssen analysiert werden. Um was für ein Problem geht es? Wurde ein ähnliches schon gelöst? Wie dringend ist die Situation – ist ein kritisches Softwaresystem ausgefallen, oder hat ein Mitarbeiter nur sein Passwort vergessen? In welchen Bereich fällt die Anfrage? Wer ist der beste Ansprechpartner für den Kunden? Entsprechend erstellt der Assistent ein Ticket, analysiert die Anfrage, löst einfache Probleme selbst und leitet dringende und schwierige sofort an den Experten weiter. Am Anfang benötigt solch ein Assistent Hilfe von menschlichen Kollegen, aber mit der Zeit lernt er, immer mehr Anfragen durch Rückgriff auf Wissen und Informationsquellen selbst zu lösen.

Dabei muss sich der Assistent auf den Kunden einstellen und dessen Anliegen korrekt entgegennehmen. Dieser Einsatz birgt Herausforderungen. So existieren bereits Technologien, die die Stimmung eines Menschen erkennen. Doch Jana Koehler berichtet auch von einem Programm, das auf harsche Formulierungen mit ebenso harschen Antworten reagierte. Der Computer konnte nur spiegelbildlich antworten – und musste nach 24 Stunden vom Markt genommen werden. «Der Einsatz von kognitiven Services muss kontrolliert erfolgen», sagt Jana Koehler. «Sonst ist das Risiko viel zu gross.»

Hochschule Luzern – die Fachhochschule der Zentralschweiz
Die Hochschule Luzern ist die Fachhochschule der sechs Zentralschweizer Kantone und vereinigt die Departemente Technik & Architektur, Wirtschaft, Informatik, Soziale Arbeit, Design & Kunst sowie Musik. 6’000 Studierende absolvieren ein Bachelor- oder Master-Studium, über 4’400 besuchen eine Weiterbildung. Die Hochschule Luzern ist die grösste Bildungsinstitution in der Zentralschweiz und beschäftigt 1’600 Mitarbeitende. Sie feiert 2017 ihr 20-Jahr-Jubiläum. www.hslu.ch

UMB Transformation Technology: Innovation durch Kompetenz, Vertrauen durch Sicherheit

Wer Technologie gewinnbringend nutzen will, muss sich gemeinsam mit ihr verändern. UMB hilft, auf ebenso innovative wie kompetente Weise. Wir unterstützen unsere Kunden, die IT-Transformation zu nutzen – und die Wettbewerbskraft nachhaltig zu steigern. UMB liefert erstklassige IT-Dienstleistungen in den Bereichen Consulting, Engineering, Sourcing und Solutions. UMB wurde in der Kategorie bis 250 Mitarbeiter mehrfach von Great Place to Work als beste Schweizer Arbeitgeberin ausgezeichnet. www.umb.ch

Kooperation – Industriedesign und Ingenieurwissen

Eine interessante Zusammenarbeit ermöglichte die Realisation eines sehr anspruchsvollen Projektes: Einen Tisch aus Beton produzieren, dessen Tischplatte nur eine Dicke von 8 mm aufweist!

Der Designer Björn Ischi, der für das Berner Label maade einen Salontisch gestalten sollte und Aude Chabrelie, leitende Ingenieurin der Creabeton Matériaux AG, nahmen sich dieser Aufgabe an.

Salontisch SCAMBIO
Die daraus entstandene innovative Lösung für den Wohn- wie auch für den öffentlichen Bereich begeistert! Die Verbindung von diesem filigranen Beton mit Holz überzeugt auf Anhieb und bringt eine ganz neue Ästhetik und Wärme in den Raum.
Das Tischgestell wird vom örtlichen Schreiner hergestellt und gibt dem Produkt diese besondere Anmutung, der sich niemand entziehen kann.
Dieser Tisch präsentiert Beton in einem neuen Licht und der Betrachter bekommt einen anderen Bezug zu diesem Material.

Maade berner Design
Starkes Design trifft regionale Handwerkskunst.
Als Designer und Hersteller liegt es uns am Herzen, Produkte zu gestalten und herzustellen, die innovativ, nachhaltig, jung und frisch sind und eine eigene Identität ausstrahlen. Wir verbinden das Wissen diverser Unternehmen miteinander und stecken dieses in die Entwicklung neuer Produkte. Maade berner Design wurde von Björn Ischi und Daniel Bangerter gegründet.

Creabeton Matériaux
Die Beton-Manufaktur in Einigen am Thunersee ist ein eigenständiger Geschäftsbereich der Creabeton Matériaux AG. Ihr hervorragender Ruf im Bereich Beton-Design gründet auf jahrelanger Erfahrung im kreativen Umgang mit dem Werkstoff Beton. Diese Erfahrung ist die Grundlage für Innovationen, die den Baustoff Beton in ein neues Licht rücken.

Fokus Start-Up-Kosmos: Kommunikation und Marketing junger Unternehmen

Start-Up was ist das eigentlich? Wieder so ein neumodischer Hipster-Begriff oder steckt mehr dahinter? Genau dieser Frage und was diese sogenannten Start-Ups tun können, damit die Beantwortung dieser Frage in Zukunft jedem kinderleicht fällt, widmen wir uns folgend.

Was ist ein Start-Up?
Start-Ups sind junge Unternehmen, die gerade frisch gegründet wurden und zumeist noch nicht vollständig am Markt etabliert sind. Oftmals stecken sie noch in den ersten Zügen der Geschäftsaufnahme bzw. der Gründungsphase und nicht selten warten sie mit innovativen Ideen aus den Geschäftsfeldern E-Commerce, Kommunikation oder Life Science auf. Das Ziel von Start-Ups besteht in der Regel darin, möglichst schnell zu skalieren, um ein interessanter Übernahmekandidat für bereits etablierte Marktteilnehmer zu warden oder selbst zu solch einem zu avancieren. Dabei spielt insbesondere Risikokapital eine entscheidende Rolle für das benötigte Wachstum, viele gefeierte Start-Ups schreiben keine schwarzen Zahlen.

Start-Ups als Problemlöser
Die Gründer und die Business-Ideen von Start-Ups sollen in den meisten Fällen Probleme lösen und das Leben der Menschen vereinfachen sowie komfortabler gestalten, gleich ob im Business-Alltag oder in der Freizeit. Die Welt wächst dieser Tage ein Stück näher zusammen – Alles wird digitaler und somit allgegenwärtig. Software, wichtige Formulare und Dateien, Kontakte/Freunde und damit verbundene Kommunikationsmöglichkeiten, Filme und Musik sind mehr und mehr online verfügbar, und somit von jedem Anwender mit entsprechenden Zugriffsrechten zu jedem Zeitpunkt von jedem internetfähigen Endgerät aus zu erreichen. Demnach haben wir somit auch gleich die Erklärung geliefert, was unserem Verständnis nach keine Start-Ups sind, nämlich die Reinigung und der Schnellimbiss von nebenan, aber die Art und Weise, wie wir mit solchen Unternehmen kommunizieren; dies kann durch aus mittels des Produkts eines Start-Ups geschehen. Ein Beispiel für diesen Zusammenhang bildet die App mytaxi, die das komfortable Bestellen eines Taxis vom Smartphone ermöglicht.

Start-Ups aus dem Silicon Valley
Viele der heute grössten Unternehmen der Welt waren einst Start-Ups. Oft stammen sie aus dem kalifornischen Silicon Valley oder sind zumindest inspiriert durch die Ideenschmiede der kalifornischen Region an der Westküste der USA. Das Silicon Valley zählt zu dem bedeutendsten Standort für junge Unternehmen aus der IT- und High-Tec-Industrie. Mit der Entstehung des bekannten Stanford Industrial Parks unweit der berühmten Stanford Universität versammelten sich dort recht schnell Studenten, Absolventen, junge Unternehmer, Erfinder und Investoren rund um das Silicon Valley, um gemeinsam an Ideen zu arbeiten und sie zu marktreifen Produkten sowie Dienstleistungen voranzutreiben. Steht das Team, die Idee und sind vielleicht sogar schon erste Investoren gewonnen, ist es das erklärte Ziel eines Start-Ups das Wachstum voranzutreiben und einen möglichst hohen Marktwert zu erzielen. Einige der im Silicon Valley gegründeten und/oder dort ansässigen Unternehmen haben dies auch erfolgreich geschafft, darunter finden wir bekannte Namen wie Microsoft, Apple mit seinem IPhone und zahlreichen weiteren Produkten, das globale Unternehmen Google, Adobe, ebay, facebook, Cisco, Oracle und HP.

Vom Start-Up zum Unternehmen
Doch nicht nur in der prestigeträchtigen Bay-Area finden Start-Ups ihren Platz. Auch andere Länder und Kontinente haben bereits erfolgreiche Start-Ups zum Vorschein gebracht. Doch wie schaffen es diese junge Unternehmen ihren Bekanntheitsgrad und ihre Popularität möglichst schnell zu steigern? Was sind die Kommunikations-und Marketingstrategien der Gründer? Um den interessierten Leser einen kleinen Einblick zu gewähren, finden wir im weiteren Verlauf einige Marketingmassnahmen und -Aktivitäten für Start-Ups von Start-Ups.

Neben dem nötigen Kapital sowie wichtigen Kontakten und cleveren Vertriebsstrategen sind die richtigen Tricks und Tools im Marketing-Dschungel von entscheidender Bedeutung. Jeder, der in diesem Umfeld tätig ist, sollte sie einmal gehört haben, die berühmten vier P’s. Die Fachleute sprechen an dieser Stelle von Product, Price, Promotion und Place. Es handelt sich demnach um das Produkt, dem Preis, der Marketing- und Kommunikationspolitik sowie der Distribution. Wir kümmern uns in den folgenden Zeilen massgeblich um den Bereich der Promotion, sprich Marketing und Kommunikation mit einem Fokus auf Social Media Marketing, welches sich insbesondere für Start-Ups in der Vergangenheit als besonders erfolgreich erwies.

Marketing und Kommunikation junger Start-Ups
Jedes Start-Up hat seine eigenen Ideen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ansätze, um die Bekanntheit und Popularität zu erhöhen, gibt es dabei einige. Neben dem klassischen Marketing gewinnt der Bereich des digitalen Marketings eine immer wichtigere Rolle. Nur die Allerwenigsten können sich heut noch eine Zeit ohne Internet vorstellen und viele der jüngeren Generation können sich kaum noch an eine Zeit ohne Blogs, facebook, youtube, WhatsApp, Instagram und Snapchat erinnern. Unter den bekanntesten Tools setzen Start-Ups vor allem auf Affiliate-Marketing, Ads-Placements, Suchmaschinenoptimierung und das Influencer-Marketing in Form von Kooperationen mit Meinungsmachern und Szene-Bekanntheiten.

Von Start-Ups für Start-Ups
Plattformen anderer Start-Ups eignen sich besonders gut für das eigene Marketing und speziell für die verschiedenen Formen des Social Media Marketings. So wird facebook, dass einst selbst noch in den Start-Up-Schuhen steckte, zu einer beliebten Content-Marketing-Plattform. Nicht nur etablierte Unternehmen aus dem B2C-Segment wie die Fluglinie airberlin oder die E-Commerce Plattform Zalando setzen hier auf den direkten Marketingkanal mit der Kundschaft, sondern auch viele Start-Ups. Ganz besonders beliebt sind hier Mitmach-Aktionen bzw. Gewinnspiele, wie es die e-Gaming Plattform PokerStars auf ihren Kanälen beispielsweise vormacht, aber auch unterhaltsame Bilder (Memes) und Videos werden eingesetzt, um Viralität zu erzeugen. Im B2B-Segment wird hingegen mit Studien und Fachartikeln die Buyer Persona adressiert.

YouTube ist ein weiteres Phänomen, eine Videoplattform, die ebenfalls einst selbst zu den Start-Ups zählte, bietet heute unglaublich viele Möglichkeiten für junge Unternehmen zur Reichweitensteigerung. Humor ist eine der wichtigsten menschlichen Emotionen, daher erfreuen sich witzige Videos auf YouTube und anderen Plattformen besonderer Beliebtheit. Waren es am Anfang überwiegend witzige, teils schräge, oft ironische und nicht immer ganz ernstzunehmende selbstinszenierte Videos, mit denen auch unter anderem die Gründer von studivz, dem deutschen facebook-Pendant, auf sich aufmerksam machten, sind dies heute vermehrt die sogenannten Influencer, die direkt oder indirekt für Produkte werben und diese empfehlen. Der Bereich des Online-Marketings ist zusammenfassend eine Welt für sich, die sich stetig wandelt und immer wieder neue Wege und Methoden entstehen lässt, die Start-Ups gezielt zur Kommunikation einsetzen können und sollten. Der Kreativität sind hierbei oft keine Grenzen gesetzt.

130’000 Schweizer Franken gehen an das ETH Spin-off Haelixa

Das Startup Haelixa, geführt von Michela Puddu, PhD an der ETH, erobert die Ölindustrie mit seiner brandneuen Technologie. Spezielle DNS-basierte Partikel ermöglichen Öl-Bohr-Unternehmen sehr genaue 3D Visualisierungen der Untergrund Reservoire. Dieses innovative Startup gewinnt 130‘000 Franken Startkapital am Venture Kick Finale.

Bisher wurden toxische oder radioaktive Flüssigkeiten für die Bewertung von Öl-Reservoiren eingesetzt. Trotz hohen Kosten und ungenauen Resultaten werden diese Prozesse bis heute angewandt. Um unnötige Ölbohrungen zu verhindern, wollen Öl-Firmen ihr Wissen über den Untergrund stets verbessern.


Das Team von Haelixa: Gediminas Mikutis und Michela Puddu

Schweizer Startup auf internationalem Erfolgskurs mit seiner Innovation für die Öl-Industrie
Haelixa entwickelt zum Patent angemeldete DNS-basierte Partikel, welche nicht-toxisch und umweltfreundlich sind. Mit dieser Innovation ermöglichen sie nachhaltige und kostengünstige Feldarbeiten. Haelixa hat bereits seine ersten Umsätze erzielt und arbeitet nun auf den ersten Ölfeldern. Haelixa wurde auch schon von verschiedenen Marktführern dieser Industrie angegangen und plant seine globale Expansion. Mit der Unterstützung eines wichtigen Meinungsführers aus dem Öl-Geschäft, steht der Markteinführung nichts mehr im Weg. „Venture Kick ist ein fantastisches Angebot für Startups, nicht nur für die Finanzierung in einer frühen Phase, sondern auch für die Geschäftsentwicklung, wo wertvolle Inputs von Experten helfen, die Geschäftsidee in ein erfolgreiches Business umzuwandeln. Wir sind dem Venture Kick Experten-Team sehr dankbar, dass sie an uns geglaubt und uns unterstützt haben,“ erzählt Michela Puddu, Mitgründerin und CEO von Haelixa. 2016 hat sie ihre Technologie mit der Schweizer Startup Nationalmannschaft US Investoren vorgestellt und das Team als Kapitän angeführt.

Links:
Video Über Haelixa

Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick vergibt ein Startkapital von 130‘000 Franken an die Startups. Ausserdem hilft es den Jungunternehmen, ein strukturiertes und erfolgreiches Unternehmen zu werden. Entrepreneure präsentieren ihre Geschäftsideen vor einer Expertenrunde und erhalten direktes Feedback und ein weitreichendes Netzwerk aus erfahrenen Unternehmern und Investoren.
Seit 2007 profitierten 463 Gründerprojekte von rund 18‘650‘000 Franken Startkapital. Daraus entstanden 303 aktive High-Tech Unternehmen, welche 3‘881 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen haben. Ausserdem haben die unterstützten Jungunternehmen ein Finanzierungsvolumen von 1‘347‘000‘000 Franken erhalten. Von den TOP 100 Schweizer Startups 2016 starteten 54 ihre Unternehmerkarriere bei Venture Kick. 2017 wird Venture Kick 3’000‘000 Franken an Startup Projekte vergeben um die Schweizer Wissenschaft auf dem globalen Markt zu positionieren. Mehr dazu im: Venture Kick Jahresbericht 2016.
Venture Kick, eine Initiative der Venture Kick Stiftung, wird finanziert durch: Gebert Rüf Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Fondation Lombard Odier, Debiopharm Group, Fondation Pro Techno, Rising Tide Foundation, European Space Agency, Engagement Migros, Swisscom, André Hoffmann, Hansjörg Wyss and Martin Haefner.

Venturelab bringt zehn Schweizer Startups nach Silicon Valley

Zehn Startups sind die Gewinner des venture leaders Technology 2017. Eine Jury bestehend aus Vertretern von Waypoint Capital, Rothschild Bank und Swisscom Ventures hat sie nach einem intensiven Auswahlverfahren aus über 100 Bewerbungen ausgewählt. Das Schweizer Startup Technologie Team wird für eine einwöchige Roadshow im März ins Silicon Valley fliegen, um dort Top-Investoren und Experten aus dem Technologiebereich zu treffen, und ihre Expansion im US Markt voranzubringen. Beim venture leaders Technology Team handelt es sich um eine Auswahl einzigartiger Schweizer Startups mit globalen Ambitionen und dem Potenzial, die Welt zu verändern.

In den vergangenen 16 Jahren war das venture leaders Programm ein Grundpfeiler der Erfolge von über 300 Schweizer Startups, wie beispielsweise MindMaze, welches heute global und führend in der Virtual Reality Szene ist und letztes Jahr Finanzierungen von 100 Millionen US Dollar erhalten hat. Die venture leaders Alumni Liste beinhaltet Startups, welche von Intel, Apple oder Logitech übernommen wurden. 42 davon sind auf der TOP100 Schweizer Startup Rangliste 2016, so auch das Nummer 1 Startup L.E.S.S., aber auch Knip, Flyability oder Lunaphore. Venture leaders wird auch als „Flaggschiff Programm für Schweizer Startups“ bezeichnet und bringt Schweizer Startup Teams jedes Jahr nach Boston, New York, Peking, Shanghai, Shenzhen und Hong Kong. Hunderte CEO’s konnten hiermit ihre Vision stärken und einen globalen Erfolg erzielen.

Wachstum auf internationaler Ebene
“Venture leaders hat bereits einige vielversprechende Schweizer Startups entdeckt und sie bei ihren internationalen Wachstumsbestrebungen unterstützt“, erklärt Jordi Montserrat, Managing Director von venturelab. Die Auswahl der venture leaders Technology 2017 wiederspiegelt die beeindruckende Qualität von Schweizer Startups. Die Gewinner sind Unternehmen, welche globale Kunden mit dem Internet der Dinge (IoT) ausstatten, mobile Applikationen in Echtzeit entwickeln oder Solarpanels auf einen Effizienz-Weltrekord von 36% bringen. „Die Schweiz ist ein fantastischer Ort um ein Startup zu gründen, dennoch findet der Wachstum auf einer internationalen Ebene statt. Eine frühe Bekanntmachung auf dem US Markt und bei Investoren ist für ein Startup mit globalem Potenzial eine Notwendigkeit“, fügt er an.

Treffe die venture leaders Technology an der ETH Zürich am 2. März
Entdecke die Gewinner von venture leaders Technology 2017 am öffentlichen Startup Champions Event vom 2. März 2017, an der ETH Zürich, von 18 bis 20 Uhr. Die 10 Gewinner (siehe Kurzprofile weiter unten) werden ihr Startup vor dem Publikum pitchen, wobei die Zuschauer den Team Captain wählen dürfen. Ausserdem werden uns zwei hochkarätige Hauptredner beehren: Philippe Gaydoul, Gründer von GAYDOUL GROUP und Mario Vögeli, Mitgründer von Arktis, ein venture leader Startup, welches gerade 10 Millionen US Dollar erzielt hat.

Die venture leaders Technology 2017 im Überblick:

CatchEye, Claudia Plüss (Software, ETH Zürich) catch-eye.com
CatchEye entwickelt Algorithmen und Software um die Kommunikation in der Videotelefonie zu verbessern. Die CatchEye Software verbindet sich mit bestehenden Videotelefonie-Systemen wie Skype oder Google Hangouts. Es ermöglicht den Augenkontakt und verhindert Ablenkungen vom Video feed. Dies verbessert die Videotelefonie-Erfahrung und schafft eine vertrauensvolle Basis für Gespräche.

Insolight, Laurent Coulot (Cleantech, EPF Lausanne) insolight.ch
Während dem letzten Jahrzehnt hat der Solarzellen-Markt einen Aufschwung erlebt. Konventionelle Solarpanels sind nicht sehr effizient, wobei auch die Kapitalrendite für die Endnutzer limitiert ist. Insolight entwickelt ein flaches optisches System aus Kunststoff, welches das Sonnenlicht einfängt und auf eine kleine Oberfläche mit Superzellen fokussiert, das auch für Satelliten verwendet wird. Die Hochleistungszellen produzieren doppelt soviel Energie wie herkömmliche Solarpanels. Insolight erreicht eine Ausbeute (produzierte Energiemenge vom Sonnenlicht) von 36 Prozent, wobei handelsübliche Solarzellen derzeit nur etwa 18 bis 20 Prozent schaffen.

LORIOT, Vit Prajzler (Internet der Dinge – IoT, Thalwil) loriot.io
Loriot’s Mission ist es Milliarden von „Dinge“ ans Internet anzuschliessen. Heutzutage werden Netzwerke mit Sensoren für nur eine Applikation installiert, dabei fehlt die Flexibilität und Philosophie des Internet-Netzwerks. Die Technologie, welche Loriot entwickelt hat, ermöglicht es heute, sogar die kleinsten, einfachsten „Dinge“ (Daten) mit minimalem Energieverbrauch, Infrastrukturkosten und einer einfachen Implementierung direkt über das Internet zu senden und zu empfangen. Loriot’s Plattform bewirtschaftet die Infrastruktur, die Verbindung, die Daten und den ganzen Kreislauf für Milliarden von „Dingen“.

Nomoko, Nilson Kufus (Internet der Dinge – IoT, Zürich) www.nomoko.camera
Daten sind das Rohmaterial der Zukunft. In dieser datengesteuerten Welt werden insbesondere grossflächige, effizient erstellbare, und hoch präzise 3D Modelle für Industrie, Wirtschaft und Innovation immer wichtiger. Gerade in der Unterhaltungs- und Automobilindustrie ist der Bedarf an grossflächigen 3D-Modellen in den letzten Jahren stark angestiegen. Obwohl das enorme Potenzial solcher hochauflösender 3D Modelle unbestreitbar ist, fehlen bisher die technischen Möglichkeiten, diese schnell, skalierbar und in der nötigen Qualität zu generieren. Um dies zu erreichen, entwickelt Nomoko die Technologie zur voll automatisierten Erstellung von „künstlicher Realität“ („Artificial Reality”): photorealistische 3D Modelle mit integrierten Metadaten wie Objekt Klassifizierung oder Informationen über Materialen, bis hin zu simulierter Physik – anders gesagt eine exakte, digitale Kopie der Realität.

Olympe, Laurent Chatelanat (Internet, Mobile, EPF Lausanne) olympe.ch
Es gibt hunderte Hilfsmittel im Internet um eine Webseite oder einen E-Commerce Shop in ein paar Minuten und ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. Für die Entwicklung einer Applikation oder einer Software bestehen noch keine solche Hilfsmittel. Olympe befähigt nun jedermann, Ideen in Software Lösungen zu übersetzen – vom „Hirn zum Markt“, in einpaar Klicks. Nutzer können aufgrund einer Kombination von visuellem Denken und von Künstlicher Intelligenz ihre eigene massgeschneiderte Software einfach und intuitiv erstellen.

PapayaPods, Alex Just (Software, EHL Ecole Hotelière de Lausanne) papayapods.com
PapayaPods automatisiert den zeitintensiven Papierkram während einer Hausvermietung, was zum Beispiel die Mietersuche, Verträge, Ein- und Auszüge, oder Reparaturarbeiten und Mietzahlungen beinhaltet. Es stellt den Hauseigentümern eine einfache und intuitive Cloud-basierte Software zur Verfügung, welches den gesamten Mietprozess in ein zentralisiertes System digitalisiert, zu Hause oder auf einer mobilen Applikation. So sparen Hauseigentümer Zeit und Geld und ermöglichen ihren Mietern ein besseres Mieterlebnis.

Piavita, Dorina Thiess (Medtech, Zürich) piavita.com
Piavita will die Veterinär Industrie revolutionieren. Sie entwickelt ein kompaktes Messgerät, welches eine einfache, schnelle und durch das Tier unbemerkte Vitaldatenmessung erlaubt. Die erste Produktreihe ist angepasst für die Anwendung an Pferden und nimmt Messungen durch deren Fell vor. Das kabellose und tragbare Gerät zur umfassenden Vitalparameter-Messung ermöglicht zudem im gleichen Moment bereits die Vitalparameter über jegliches internetfähiges Gerät einzusehen.

Picstars, Mark Sandmeier (Mobile, Zürich) picstars.com
“Picstars turns social media photos and videos into a marketing goldmine.” Picstars hat eine einzigartige Technologie entwickelt, die es Brands ermöglicht, mit ihren Logos und Werbekampagnen auf den persönlichen Social Media Fotos und Videos ihrer Ambassadoren, sprich der Talente, Eventbesucher oder Mitarbeiter, präsent zu sein. Dank Picstars steuern die Brands nicht nur den Inhalt der Fotos oder Videos, sondern behalten den Überblick über jede einzelne Interaktion, deren Reichweite sowie die Kosten – in Echtzeit. Ambassadoren können dank vorhandenen Daten für die effektiv erzielte Reichweite entschädigt werden.

Pryv, Evelina Georgieva (eHealth, Internet der Dinge – IoT, EPF Lausanne) pryv.com
Der Anstieg von eHealth, medizinischen Apps und medizinischen Messgeräten mit Remote Anbindung geht mit dem Versprechen einher, die nächste Generation von personalisierter Gesundheitspflege und verbesserten Gesundheitsleistungen zu werden. Dabei sind aber signifikante Herausforderungen zu bewältigen, wie beispielsweise regulatorische Themen, Datensicherheit und Privatsphäre oder Kompatibilität und Integrationsfragen. Pryv fokussiert auf das Design und die Kommerzialisierung von konformen Daten-Management Software-Lösungen. Sie entwickelten und verkaufen Lizenzen von sicheren, in der Schweiz hergestellten und validierten eHealth Data Middleware um ihre Kunden für die Erstellung von konformen, innovativen und skalierbaren datengesteuerten eHealth Produkten zu überzeugen.

TasteHit, Alexei Kounine (Software, EPF Lausanne) tastehit.com
Um kompetitiv zu bleiben müssen die Onlineshops stärker auf sich aufmerksam machen, die Bedürfnisse der Besucher verstehen und mittels der Datenwissenschaft und Automatisierung entsprechend in Ertrag umwandeln. Riesen wie Amazon oder Zalando haben ganze Abteilungen, welche solche Technologien betriebsintern entwickeln. Leider kostet es eine Menge Zeit und Geld, wenn man Datenwissenschaftler und Entwickler einstellen möchte, um solche Features zu erstellen. Die meisten Shops haben beides nicht. TasteHit ist eine Software-as-a-Service Nutzerbindungs Plattform für die Modernisierung bestehender Online Shops. Es stellt Online Händlern datengesteuerte Nutzererlebnis-Tools zur Verfügung um die Leistung ihrer Shops zu erhöhen. Es kann in 10 Minuten von jeder Person, auch ohne technisches Verständnis, installiert werden, dies erhöht die Conversion Rate des Shops um bis zu 20%.

Förderung für Innovationen – Klimastiftung Schweiz 2017

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die planen ihre Energieeffizienz zu verbessern, können bis 1. März oder 1. September bei der Klimastiftung Schweiz finanzielle Unterstützung beantragen. Die Stiftung zahlt auch Beiträge an KMU, die an der Entwicklung klimafreundlicher Produkte beteiligt sind.

Die Kassen der Klimastiftung Schweiz sind gefüllt. Dank den 27 Partnerfirmen aus der Wirtschaft kann die Stiftung dieses Jahr rund drei Millionen Franken vergeben. Die Stiftung richtet sich an KMU. «Wir engagieren uns nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Schweiz und Liechtenstein», erklärt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Stiftung. Rund 80 Prozent der eingehenden Anträge konnte die Klimastiftung Schweiz bisher bewilligen. 1300 KMU haben seit der Gründung 2008 zusammen 15 Millionen Franken erhalten. Verbesserungen bei Gebäuden, Maschinen, Heizungen und Kühlungen machen einen grossen Teil der unterstützten Massnahmen aus. Die Auszahlung ist an Meilensteine in den einzelnen Projekten gekoppelt. Die Beiträge der Stiftung sind à fonds perdu. KMU müssen also nichts zurückbezahlen.

Schnelle Unterstützung für kleine KMU
Im Mai vergibt die Stiftung die erste von zwei Tranchen Geld für grosse Energiespar- und Innovations-Projekte in diesem Jahr. Die zweite Tranche wird im November vergeben. Anträge für die Geldvergabe nimmt die Klimastiftung Schweiz bis am 1. März, respektive bis am 1. September entgegen. Auf der Internetseite der Stiftung sind die Formulare für den Antrag zu finden. Laufend bearbeitet die Stiftung zudem Anträge, die ihren Standard-Kriterien entsprechen und 20’000 Franken nicht übersteigen. «Mit diesem Standard-System ist es uns auch möglich, kleine KMU schnell und effektiv zu unterstützen», erklärt Vincent Eckert. Über die Standardanträge entscheidet die Geschäftsstelle innert Monatsfrist. Für die zwei grossen Geldvergaben im Mai und November ist der Stiftungsrat zuständig. Er besteht aus Fachpersonen der Partnerfirmen. Dies sind grosse Dienstleister wie Versicherungen, Banken und Beratungsfirmen.
Weitere Informationen: www.klimastiftung.ch

Über die Klimastiftung Schweiz
Klima schützen. KMU stärken. Nach diesem Motto unterstützt die Klimastiftung Schweiz Projekte kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Stiftung hat seit ihrer Gründung 2008 rund 1300 KMU in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein mit 15 Millionen Franken unterstützt.
Die Klimastiftung Schweiz wurde als gemeinnützige, unabhängige Stiftung gegründet. Sie ist unter Bundesaufsicht und steht interessierten Firmen offen, die durch einen effizienten und gezielten Einsatz der Rückverteilung aus der CO2-Lenkungsabgabe den Klimaschutz verstärken wollen.
Seit Januar 2008 verlangt das CO2-Gesetz eine Abgabe auf Brennstoffe. Ein Teil der Abgaben fliesst zurück an die Wirtschaft. Vor allem grosse Dienstleistungsunternehmen erhalten mehr zurück, als sie bezahlt haben. Diese «Netto-Rückvergütung» setzen die Partnerfirmen der Klimastiftung Schweiz für Klimaschutzmassnahmen von Schweizer und Liechtensteiner KMU ein.

Die Partner der Klimastiftung Schweiz
Die Schweizer und Liechtensteiner Dienstleister Allianz Suisse, Alternative Bank Schweiz, AXA Winterthur, Bank J. Safra Sarasin, Bank Vontobel, ECA, Gebäudeversicherung Bern, Gebäudeversicherung Kanton Zürich, Glarner Kantonalbank, Julius Bär, LGT, Liechtensteinische Landesbank, Man Investments AG, New Re, PartnerRe, Pictet & Cie, PwC, Raiffeisen Schweiz, RobecoSAM, Sanitas Krankenversicherung, SAP (Schweiz) AG, SCOR Services Switzerland AG, Swiss Life, Swiss Re, Vaudoise Assurances, VP Bank und XL Group sind Partner der Klimastiftung Schweiz.

Internationale Startups sollen die Schweizer Wirtschaft aufmischen

Der Kickstart Accelerator, eines der grössten firmenübergreifenden Startup-Förderprogramme Europas und Hauptinitiative von digitalswitzerland, öffnet die Bewerbungsphase für sein zweites Programm. Ab sofort können sich internationale Startups für das Programm bewerben. Dieses findet im ewz-Unterwerk Selnau im Zentrum von Zürich statt.

Bis zu 30 Startups werden für den kickstart accelerator ausgewählt. Im 11-wöchigen Programm werden die Jungunternehmer ihre Ideen und Produkte in einem der Bereiche Food, FinTech, Smart Cities oder Robotics & Intelligent Systems weiterentwickeln. In Partnerschaft mit BaseLaunch (initiiert und durchgeführt von BaselArea.swiss) bietet der Kickstart Accelerator zudem neu einen Bereich Healthcare an. Damit kann in Basel – dem Life Sciences Hotspot der Schweiz – bisher unentdecktes Innovationspotenzial erschlossen werden.

Chancen auf einen Platz im Programm haben internationale Startups mit vielversprechenden Geschäftsideen und dem Potenzial, die jeweilige Branche aufzumischen und einen Nutzen für die Gesellschaft zu bringen. Durchgeführt wird der Accelerator vom Impact Hub Zürich. Die Community ist Teil eines der grössten Unternehmer- und Innovationsnetzwerke weltweit und bietet den Startups dadurch Zugang zu Talenten rund um den Globus.

Patricia Schlenter, Programm-Managerin beim Kickstart Accelerator, sagt: “Unser erstes Jahr hat uns über 850 Bewerbungen aus aller Welt eingebracht. Entsprechend gespannt sind wir auf das Format der diesjährigen Innovatoren. Das Schweizer Ökosystem bietet den Startups die Möglichkeit, mit gleichgesinnten Unternehmern, erfahrenen Mentoren und führenden Grossunternehmen zusammenzuarbeiten, und ermöglicht so Innovationen in den führenden Schlüsselindustrien”.

Die diesjährigen Startups werden auf hochkarätige Mentoren und über 15 Partner-Unternehmen treffen, darunter den grössten Schweizer ICT-Anbieter Swisscom, die globalen Versicherer Swiss Life und AXA Winterthur, die Finanzdienstleister Credit Suisse, Raiffeisen Schweiz und UBS, die internationalen Beratungsfirmen EY und PwC Schweiz sowie die grössten Schweizer Detailhändler Migros und Coop.

Aus dem ersten Programm 2016 hatten insgesamt sechs Partnerschaften zwischen Startups und Grossunternehmen resultiert. Auch die Bewerber von 2017 haben die Chance, sich ein “Proof of Concept” (PoC) mit einem der Partner-Unternehmen zu sichern. Diese Pilotprojekte erlauben es den Startups, die Anwendung und Skalierbarkeit ihrer Produkte in einem anspruchsvollen Unternehmensumfeld zu testen. Die PoCs bieten den Startups zudem die Chance, längerfristige kommerzielle Partnerschaften mit führenden Unternehmen einzugehen. Auch können sie dadurch ihr eigenes Marktangebot weiterentwickeln.

«Wir erachten es als unsere Aufgabe, einen starken Beitrag zur Förderung des Schweizer Start-up Ökosystems zu leisten, um so den Innovationsplatz Schweiz zu stärken und die Digitalisierung gemeinsam mit anderen Unternehmen voranzutreiben. Gerade der Themenbereich “Smart Cities” ist interessant für uns, da er das Mobilitätsverhalten unserer Gesellschaft entscheidend prägen, und dadurch einen grossen Einfluss auf uns Versicherer haben wird”, sagt Carola Wahl, Head of Transformation & Market Management bei AXA Winterthur. “Durch die Zusammenarbeit mit Grossunternehmen profitieren die Jungunternehmer vom Know-how der Grossfirmen, dem Zugang zu einem grossen Kundennetzwerk und der Möglichkeit gemeinsamer Produktentwicklungen.”

Das Programm beginnt am 4. September. Die offizielle Eröffnungszeremonie im Accelerator-Space findet am 7. September statt. Höhepunkt und Ende des Programms ist der Final Demo Day am 17. November, wo die Teams ihre Produkte den Investoren, Unternehmen und Medien präsentieren werden. Das ewz-Unterwerk Selnau, ein 800 Quadratmeter grosses Industriegebäude, wird für das Programm zu einer kooperativen Arbeitsumgebung. Aus alten Schiffscontainern werden Coworking-Flächen, Meetingräume, Brainstorming-Bereiche, Pitching-Bühnen sowie Ruhezonen gebaut, um Kreativität und Erfolg zu ermöglichen.

Kickstart bietet den teilnehmenden Startups die Chance, bis zu 25`000 CHF zu gewinnen – ohne Eigenkapital-Beteiligung der Jungunternehmer. Darüber hinaus erhalten die Startups monatliche Stipendien und profitieren von Masterclass-Workshops mit Mentoren aus den Partnerfirmen und dem Schweizer Innovations-Ökosystem. Kickstart hat zum Ziel, eine enge Kooperation sowohl zwischen den Partnerfirmen und den Startups, als auch zwischen den Startups untereinander in den verschiedenen Bereichen zu erreichen – während des Programms und darüber hinaus.

Nicolas Bürer, Managing Director bei digitalswitzerland, sagt: “Mit der zweiten Edition in Zürich und Ausweitung nach Basel erreicht digitalswitzerland ein wichtiges Etappenziel: die Durchführung des grössten europäischen Startup-Accelerators. Ausserdem prüft digitalswitzerland Möglichkeiten, um den Kickstart Accelerator mit weiteren Bereichen auch in Lausanne zu etablieren. Dies ist ein weiterer Schritt, um die Schweiz als führender digitaler Innovationshub weltweit zu etablieren.”

Interessierte können sich auf www.kickstart-accelerator.com für das Programm bewerben.

Temperatursensor für künstliche Haut

Die Fähigkeit, Temperaturänderungen wahrzunehmen, ist eine wichtige Funktion der menschlichen Haut. Forschende an der ETH Zürich haben jetzt einen hochempfindlichen und zugleich flexiblen Temperatursensor entwickelt, der demnächst in Prothesen und Roboterarmen Verwendung finden könnte.

Die biegsame transparente Sensorfolie kann die Temperatur der weißen Wärmeplatte messen. In Rot eine kleine Greifzange. (Bild: ETH Zürich / Raffaele Di Giacomo)

Klapperschlangen und Grubenottern sind bekannt dafür, dass sie ihre Beute auch in völliger Dunkelheit sicher orten können. Das hochsensible Grubenorgan zwischen Auge und Nase erlaubt es ihnen, den warmen Körper eines Säugetiers noch aus einem Meter Entfernung wahrzunehmen. Die genaue Funktionsweise dieser Temperatursensoren wurde erst vor wenigen Jahren entschlüsselt.

Wissenschaftlern um Chiara Daraio vom Department Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der ETH Zürich ist es nun gelungen, einen auf natürlichen Substanzen basierenden künstlichen Temperatursensor herzustellen, der ähnlich empfindlich ist und dank seiner Biegsamkeit und anderer nützlicher Eigenschaften schon bald als Bestandteil von künstlicher Haut in Prothesen oder Roboterarmen zum Einsatz kommen könnte.


Entdeckung durch «Cyber-Holz»

Seine Erfindung verdankt dieser Temperatursensor einem glücklichen Zufall. Raffaele Di Giacomo, der das Projekt im Labor der ETH-Professorin Daraio leitete, war im Rahmen seiner Forschung zunächst auf eine Besonderheit des pflanzlichen Materials Pektin gestossen. Aus dem Alltag ist Pektin eher als Geliermittel für Puddings oder Konfitüren bekannt, doch Di Giacomo interessierte sich für eine andere Eigenschaft dieser aus vielen aneinandergereihten Zuckermolekülen bestehenden Substanz.

Experimente an den Ästen von Bäumen, deren Zellwände Pektin enthalten, hatten nämlich ergeben, dass deren elektrische Leitfähigkeit stark von der Temperatur abhängt. Um den dafür verantwortlichen Mechanismus zu erforschen, stellten die Zürcher Forscher ein künstliches «Cyber-Holz» aus Pektin und Kohlenstoff-Nanoröhrchen her (siehe ETH-News vom 31.03.2015).

Durch Messungen des elektrischen Widerstands bei verschiedenen Temperaturen fanden sie schliesslich heraus, dass Kalziumionen, die an den Kontaktstellen zwischen zwei Zuckermolekülen des Pektins gefangen waren, für den Sensor-Mechanismus verantwortlich waren. Je höher die Temperatur, desto mehr freie Kalziumionen befanden sich im künstlichen Holz, und desto besser leitete es elektrischen Strom.

Mehr zum Artikel und der Innovation finden Sie auf der ETH Zürich News Homepage.

Schweizer Design Leadership Prize

Ausschreibung Design Preis Schweiz, Edition 2017/18

Die 14. Ausschreibung des Design Preis Schweiz weist eine bedeutende Neuerung auf: Mit dem Design Leadership Prize: Focus Ageing Society führt der Design Preis Schweiz eine Preiskategorie ein, die den bisherigen Merit ablöst und Raum für das drängende Thema der alternden Gesellschaft bietet. In Partnerschaft mit der Age-Stiftung will der Design Preis Schweiz für die Anliegen der Ageing Society sensibilisieren und den Handlungsbedarf, Chancen und Lösungen aufzeigen, wie diesem demografischen Wandel begegnet werden kann.

swiss design 2017

Sein Engagement begründet der Design Preis Schweiz mit der Überzeugung, dass die Designwirtschaft eine unverzichtbare Rolle bei der Bewältigung dieser gesellschaftlichen Veränderung spielen. Ihre Arbeits- und Gestaltungsprozesse stellen Instrumente dar, um die Ansprüche einer alternden Bevölkerungsschicht aus einem Betrachtungswinkel zu verstehen, der zu generationenübergreifenden, integralen und barrierefreien Lösungen führt. Nur so lassen sich passende Arbeits- und Lebensformen sowie Dienstleistungen und Produkte entwickeln, die alle Mitglieder uneingeschränkt am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben lassen.

Der biennal ausgerichtete Designpreis führte bei der letztjährigen Ausschreibung diversifizierte Preiskategorien ein und verzeichnete danach mit rund 450 Eingaben einen neuen Teilnahmerekord. Auch dank den mit langjährigen Partnern ausgeschriebenen Fachpreisen konnte der Design Preis Schweiz seine Position als führender Wettbewerb der Designwirtschaft Schweiz ausbauen. Nun setzt er dazu an, diese Erfolgsgeschichte mit denselben und um den Design Leadership Prize komplettierten Preiskategorien weiter zu schreiben.

Ausschreibung und Verfahren
• Die Ausschreibung läuft vom 4. November 2016 bis zum 6. Februar 2017.
• Online unter www.designpreis.ch werden die Eingaben erfasst.
• Die Einschreibegebühr beträgt CHF 300 / CHF 50 für Studierende. Es folgen keine weiteren Kosten.
• Bewertet und ausgezeichnet werden Produkte und Projekte.
• In jeder Designdisziplin selektiert ein Nominationsteam aus Fachexperten, die in der Schweiz im entsprechenden Berufsfeld tätig sind, die Nominationen zu Handen der Jury.
• Die internationale Jury ist die oberste und unabhängige Entscheidungsgewalt und bestimmt die Gewinnerprojekte.
• Der Design Leadership Preis ist nicht dem offenen Ausschreibungsverfahren unterstellt, relevante Projekte können aber den Fachexperten zur Nomination vorgeschlagen werden. Weitere Informationen zum Design Leadership Prize unter http://www.designpreis.ch

Advertima aus St. Gallen ist das coolste Startup 2017

Neben bekannten Grössen wie Tim Berners-Lee und Pixar Co-Founder Ed Catmull standen am WorldWebForum auch Jungunternehmen auf der Bühne, die um den Titel des coolsten Startups 2017 kämpften. Am Ende schwang Advertima obenaus.

Am Dienstag 24. und Mittwoch 25 Januar ging in Zürich das WorldWebForum 2017 über die Bühne. Das Programm war gespickt mit grossen Namen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Tim Berners Lee, der als Erfinder des Internets gilt, gehörte ebenso zu den Speakern wie Pixar-Mitgründer Ed Catmull oder Bundespräsident Johann Schneider-Ammann. Neben den Reden pitchten auch Jungunternehmen um den „Coolest Startup Award“. Als coolstes Startup wurde schliesslich Advertima gewählt.

Als Kernprodukt entwickelt Advertima eine Software, die mithilfe von Inputsensoren wie Kameras die aktuelle Umgebung in der realen Welt analysiert und interpretiert. Die künstliche Intelligenz kombiniert Technologien wie Machine Learning, Computer Vision und Big Data. Dadurch kann sie ihre Umgebung verstehen und über Output-Geräte wie LED-Screens, Lautsprecher oder Lampen korrekt reagieren. Und das besser und schneller als jeder Mensch.

Advertima WorldWeb Forum

Selbstlernendes System
„Unsere Vision ist eine Welt, in der Menschen nur noch mit für sie relevanten Informationen konfrontiert werden“, sagt Advertima-CEO Iman Nahvi. „Die Software lernt mit jedem personalisierten Erlebnis dazu.“ Bis hin zum perfektionierten Kundenerlebnis. Damit löst das innovative Startup ein riesiges Marketing-Problem: Das Rätselraten. Denn Advertima verbindet die Online-Daten mit den Offline-Daten zum Kundenverhalten zu einem kompletten Bild. Zusätzlich ermöglicht die künstliche Intelligenz des St. Galler Unternehmens, immer den richtigen Content auf die richtige Zielgruppe anzusetzen.

Anonymisierte Daten
Es ist wichtig zu verstehen, dass Advertima dabei in keiner Weise gegen das Datenschutzgesetz verstösst. Die künstliche Intelligenz speichert lediglich anonymisierte, biometrische Eckdaten. Diese erlauben keinen Rückschluss auf eine bestimmte Person oder deren Aussehen.

Menschliche Qualität
Die Anwendungsmöglichkeiten der Advertima-Software sind industrieunabhängig: Personalisierte Kundenerlebnisse bieten sich überall an, wo sich Menschen aufhalten – egal ob im Einkaufszentrum, auf dem Flughafen oder vor dem Schaufenster einer Bank.
Experten gehen davon aus, dass maschinelle Lernalgorithmen in zwei bis drei Jahrzehnten menschliche Qualität erlangen werden. Sobald dieser Punkt erreicht ist, wird die künstliche Intelligenz in kürzester Zeit die des Menschen übersteigen. So wird die Zukunft unweigerlich und in noch unvorstellbarem Ausmass von intelligenten Maschinen geprägt sein. Und mit seiner innovativen Technologie sowie seinem hochskalierbaren Geschäftsmodell ist Advertima an vorderster Front mit dabei.

Kollegiale Strukturen
Advertima geht neue Wege, auch was die Unternehmensform betrifft. In einer sogenannten Holacracy organisiert, sind alle Mitarbeitenden Spezialisten auf ihrem Gebiet. In ihren jeweiligen Rollen sind sie absolute Entscheidungsträger: Sie haben das letzte Wort, es sei denn, sie schaden dem Unternehmen nachweislich. Da alle Verantwortung übernehmen, verdienen auch alle gleich viel – egal ob CEO oder Software-Entwickler. Nur wer Kinder hat, erhält eine zusätzliche Pauschale. Stunden aufschreiben oder stempeln gibt es nicht, Ferien beziehen die Mitarbeitenden nach eigenem Ermessen.
In nur neun Monaten ist das St. Galler Startup von vier auf 25 Mitarbeiter angewachsen. Seit Januar ist neben dem Büro in St. Gallen, auch ein Office in Berlin bezogen worden. Momentan wird die Series A durchgeführt wobei der Lead Investor bereits gefunden wurde.