390’000 Fr. für Venture Kick’s herausragende Deep Tech-Startups

Die Top-Qualität der Venture Kick-Finalisten im Januar hat dazu geführt, dass drei 130’000 Franken „Kicks“ an Schweizer Startups gingen, die Hochleistungsbekleidung ohne potenziell gefährliche Chemikalien, eine Pille zur Bekämpfung von Fettleibigkeit, und Maschinen zur Beschleunigung der sicheren und ethischen Überprüfung von Chemikalien entwickeln.

Erst zum zweiten Mal in der elfjährigen Geschichte von Venture Kick hat eine Jury bei der finalen Stufe der philanthropischen Initiative drei Gewinner ermittelt. „Die ständig wachsende Qualität der Start-up Projekte in Venture Kick macht den Selektionsprozess der Jury immer schwieriger“, sagt Beat Schillig, Co-Geschäftsführer von Venture Kick. Der Wettbewerbsprozess des Programms sieht vor, dass die Jury, bestehend aus professionellen Investoren und Branchenexperten, in dieser Phase nur zwei Gewinner auswählt.

Die erfolgreichen Start-up Projekte werden alle von Doktoranden geführt, welche wissenschaftliche Erkenntnisse von drei verschiedenen Schweizer Universitäten kommerzialisieren.

Dimpora AG, Zürich: Fluorfreie, atmungsaktive und wasserdichte Outdoor-Bekleidung
Der Trend zur Nachhaltigkeit hat auch die Outdoor-Bekleidungsindustrie erreicht. Der Performance-Laminatsektor ist ein Markt mit einem Volumen von $1,5 Milliarden, der von W. L. Gore & Associates, Inc.’s Gore-Tex-Material und Toray Industries Inc.’s Dermizax-Gewebe dominiert wird. Um die Natur aktiv und komfortabel zu erkunden, bedarf es einer Kleidung, die sowohl wasserdicht als auch atmungsaktiv ist. Bisher wurde dies mit Materialien erreicht, die mit fluorierten Verbindungen behandelt wurden, die aber für den Menschen und die Natur, potenziell schädlich sind. Die Freunde Mario Stucki und Anna Beltzung, die ihre Doktorarbeiten bei verschiedenen Chemieingenieurwesen-Forschungsgruppen der ETH Zürich gemacht haben, gründeten dimpora um dieses Problem zu lösen. Ihr Unternehmen verbindet Stuckis membrantechnisches Wissen mit Beltzung’s Verständnis der Polymersynthese: Das Ergebnis ist, dass dimpora’s Membranen wasserdicht und atmungsaktiv sind, ganz ohne den Einsatz von gefährlichen Chemikalien. Die patentierten Verfahren, die im Labor für Multifunktionale Materialen der ETH entwickelt wurden, ermöglichen eine biologische Abbaubarkeit des Materials und eine Verarbeitung ohne Nähte. Das Unternehmen wird im nächsten Monat seinen ersten Mitarbeiter einstellen und plant eine Seed Runde über 1 Million Franken im dritten Quartal dieses Jahres abzuschliessen.

Anna Beltzung und Mario Stucki von Dimpora

EraCal Therapeutics AG, Zurich: eine sicherere und wirksamere Anti-Adipositas-Pille
„Fast jeder dritte Mensch auf diesem Planeten ist entweder übergewichtig oder fettleibig“, sagt Josua Jordi, Gründer von EraCal Therapeutics. Gemäss den Statistiken der Weltgesundheitsorganisation, sind 650 Millionen Menschen fettleibig, mit einem Body-Mass-Index über 30 und 1,9 Milliarden Menschen übergewichtig, mit einem BMI über 25. Die Nebenwirkungen von Übergewicht – Typ-2-Diabetes, Depression oder Bluthochdruck – sind die gesellschaftlichen Herausforderungen, die sein Unternehmen bewältigen möchte. Das Spin-off der Universitäten Harvard und Zürich entwickelt eine Appetitzügler-Pille, die effektiver als die derzeit auf dem Markt erhältlichen Produkte sein soll. Anhand von mehreren tausend Tests an Zebrafischen, Mäusen und Ratten wurden patentierte Moleküle entwickelt die keine unerwünschten Nebenwirkungen zeigen. EraCal plant in den kommenden Monaten eine Seed-Runde, um weitere Verbesserungen an den Molekülen abzuschliessen, um ab 2021 Humanstudien durchzuführen. Die Zulassung neuer Medikamente durch die Ärzte kann Jahre dauern, und der Unternehmer kennt die Stärke seines Unternehmens: „Wir sind auf die Entdeckung neuer Wirkstoffe spezialisiert. Wir wollen unser Molekül bis zur Phase 2a entwickeln um einen Asset-Verkauf zu tätigen und uns dann auf unser nächstes Drug-Discovery-Programm konzentrieren“.

Josua Jordi von EraCal Therapeutics

Nagi Bioscience SA, Ecublens: Ersatz für Tierversuche
Täglich werden Zehntausende neuer Chemikalien entwickelt – potenzielle Medikamente oder neuartige Inhaltsstoffe für Kosmetika und Lebensmittel. Bevor der Mensch von diesen Entdeckungen profitieren kann, muss der Wirkstoff auf Toxizität und Wirksamkeit getestet werden. In vivo Tierversuche sind langwierig, teuer und ethisch bedenklich, und die In-vitro-Modellierung isolierter Zellen kann nicht vorhersagen, wie ganze biologische Systeme darauf reagieren werden. Nagi Bioscience adressiert diesen $3-Milliarden-Markt mit Hilfe von Würmern die 300’000 Mal schneller als ein Humanforscher arbeiten, sogenannten C. elegans. Erstmals in die genetische Forschung durch den Nobelpreissträger Sydney Brenner im Jahre 1965 eingeführt, wird dieses Spin-off der EPF Lausanne die Kultur, Behandlung und Analyse dieser C. elegans in einem Laborgerät automatisieren. Die Würmer sind „einfach genug, um rechtliche oder ethische Fragen zu vermeiden, und komplex genug, um relevante Antworten für die Humanbiologie zu geben. Sie bieten eine sehr gute Balance und sind daher ein beliebter Modellorganismus in der Life Science Forschung“, sagt Mitbegründer Laurent Mouchiroud. In den vergangenen sechs Monaten gewann das Team Pilotkunden aus der Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. „Wir haben Top-Player in unseren Zielmärkten gewonnen, um unseren Bioassay-Prozess mitzugestalten, um sicherzustellen, dass unser Produkt den Bedürfnissen des Marktes entspricht.“, sagt Mitgründer Matteo Cornaglia. Das Unternehmen plant in diesem Jahr 1,5 Millionen Franken zu sammeln, um seine Maschine für die Industrialisierung vorzubereiten.

Laurent Mouchiroud und Matteo Cornaglia von Nagi Bioscience


Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick stellt Seed-Finanzierungen für Schweizer Start-ups bereit. Darüber hinaus bietet es einen gut strukturierten unternehmerischen Weg zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens. Start-ups treffen in jeder Phase auf Expertenjurys, um Mittel zu erhalten, direktes Feedback zu erhalten und Zugang zu einem internationalen Netzwerk erfolgreicher Unternehmer und Investoren zu erhalten. Seit der Lancierung im Jahr 2007 hat Venture Kick 600 Schweizer Start-up-Projekte mit 24,9 Millionen Franken unterstützt. Das Programm zur finanziellen Unterstützung, Ausbildung und Vernetzung hat zur Gründung von 454 Unternehmen und 6’033 Arbeitsplätzen geführt. Die Alumni-Unternehmen von Venture Kick haben insgesamt 2,5 Milliarden Franken angezogen und vertreten 55 Unternehmen, die zu den TOP 100 Swiss Start-ups 2018 gehören. Die Venture Kick Foundation wird unterstützt von Gebert Rüf Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Hauser-Stiftung, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner, Igor Fisch, Fondation Pro Techno, Rising Tide Foundation, ESA BIC Schweiz, Engagement Migros und Swisscom.

ShoGo der erste Tragegurt, der in die Hosentasche passt

Die Kickstarter- Kampagne zu dem ersten speziellen Tragesystem, das sich an Kindern auf den Schultern ihrer Eltern richtet ist online.

Der „ShoGo“ ist ein spezielles Tragesystem für Kinder im Sitzalter, das es Eltern ermöglicht, Kinder sicher auf den Schultern zu tragen und trotzdem dabei beide Hände frei zu haben. Dabei steht neben dem Komfort, die Sicherheit von Kind und Eltern im Fokus.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?
Eltern tragen ihre Kinder ständig und überall! Es gibt für Babys und Kleinkinder diverse Tragesysteme und Tragetücher. Für etwas ältere Kinder, die auch schon Streckenweise gut zu Fuß sind, gibt es leider keine praktische Lösung, wenn sie auch mal getragen werden wollen. Langes auf den Schultern tragen, hat zum Nachteil, dass man immer – um dem Kind festen Halt zu geben – mindestens Hand am Bein des Kindes hat. Mit dem ShoGo wird die Lücke, ein sicheres Tragesystem für Kinder auf den Schultern geschlossen. Wir wollen den „ShoGo“ in Deutschland produzieren und ein qualitativ hochwertiges Produkt für Eltern auf den Markt bringen.

Das Projekt ShoGo wird aktuell über Kickstarter finanziert.

Die Unterstützung benötigen wir, um das Produkt, welches bisher eine Miniserie von 500 Stück umfasst, in größerem Umfang produzieren zu können. Dafür haben wir einen großen deutschen Gurthersteller gefunden, der uns bei der Entwicklung eines sicheren Produktes unterstützt.

Wir freuen uns um jeden Unterstützer!

Das geringe Packmaß macht den ShoGo zum perfekten Begleiter auf allen Wegen, die Eltern mit ihren Kindern unternehmen. Durch das einfache Schnallensystem mit dem der ShoGo angelegt wird, ist es ein Leichtes die Kleinen abwechselnd ein Stückchen selbst laufen zu lassen oder sie auf den Schultern zu tragen.
Gleichzeitig, kann der ShoGo auch dafür verwendet werden, Kinder samt Laufrad oder Fahrrad, „abzuschleppen“ – dafür einfach den Gurt auf maximale Länge stellen und mit beiden Schnallen an der Lenkstange befestigen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?
Jeder, der sein Kind gerne auf den Schultern trägt, dabei aber mehr Bewegungsspielraum sowie freie Hände haben möchte und den Kinder trotzdem ein hohes Maß an Sicherheit garantieren will. Der „ShoGo“ ist der perfekte Begleiter für jede Gelegenheit, ob in der Stadt oder bei Wanderungen.
Wir wollen Eltern eine komfortable, sichere, kostengünstige und einfach praktische Lösung für das Schultertragen bieten.

Den Shogo Tragegurt (Schultertrage) gibt es dann im erfinderladen im Berlin auch zu kaufen.

Tipps und Links:
Shogo Kickstarter Seite für Unterstützer!
erfinderladen

Venturelab schickt 10 Startups ins Silicon Valley 2019

Die Schweizer Startup Nationalmannschaft wird im März ins Silicon Valley reisen. Während der Roadshow werden sich die innovativsten Schweizer Technologie Startups vor den führendsten Investoren der Branche präsentieren.

Venturelab organisiert seit 19 Jahren internationale Roadshows für die Schweizer Startup Nationalmannschaft. In Technologiezentren in San Francisco, Boston, New York, China und Barcelona werden die ambitionierten Unternehmer und ihre vielversprechenden Startups wichtigen Investoren und potenziellen Kunden vorgestellt.
Die diesjährige Venture Leaders Technology Roadshow ins Silicon Valley wird von Rothschild & Co Bank, Kellerhals Carrard, DPD, Swisscom, Canton de Vaud, EPF Lausanne und ETH Zürich unterstützt. Die zehn innovativen Startups wurden von einer Jury aus professionellen Investoren und Experten aus mehr als 130 Bewerbern ausgewählt. Die Startups decken Branchen von Agrotech und Bid Data über Quantentechnologien bis hin zum Internet der Dinge ab. Das Programm der Roadshow mit Treffen mit hochkarätigen Investoren und Branchenführern wird die Expansion der Startups in den US-Markt beschleunigen und ihnen helfen, globale Geschäftsnetzwerke aufzubauen.

Aufbauend auf bisherigen Erfolgen
In den letzten Jahren waren die US-Investoren von den Schweizer Hightech-Startups stets nachhaltig beeindruckt. „Letztes Jahr hatten wir unter anderem Präsentationen bei Battery Ventures, Founders Fund und NEA, die alle mehrere Milliarden verwalten und in Startups investieren. Die Liste an Investoren für 2019 ist ebenfalls bereits sehr vielversprechend“, sagt Stefan Steiner, Co-Managing Director von Venturelab.
Dorina Thiess, Geschäftsführerin und Mitgründerin von Piavita, war Teil des Teams von 2017. Sie gewann damals Silicon Valley Investoren durch die Venture Leaders Roadshow. „Dies war eine der intensivsten und wertvollsten Wochen meines bisherigen unternehmerischen Werdegangs. Das Netzwerk und die Sichtbarkeit, die ich innerhalb dieser Woche schaffen konnte, übertrafen alle meine Erwartungen.“ Mehrere Alumni von Venture Leaders Technology wurden erfolgreich von namhaften Technologieunternehmen übernommen. Lemoptix und Composyt Light Labs (beide von Intel gekauft), Faceshift (Apple), HouseTrip (TripAdvisor), Kooaba (Qualcomm) und Dacuda (Magic Leap).

Mehr unter www.venture-leaders.ch.

Die Schweizer Startup Nationalmannschaft 2019, das Venture Leaders Technology Team:
9T Labs | Martin Eichenhofer | www.9tlabs.com | Zurich
Die 3D-Kohlefaserdrucktechnologie von 9T Labs verbessert den Leichtbau durch die Vereinfachung der Nutzung von Hochleistungswerkstoffen.

AgroSustain | Olga Dubey | www.agrosustain.ch | Epalinges
AgroSustain entwickelt und vermarktet neuartige, effiziente, pflanzlich inspirierte Behandlungen gegen eine breite Palette von pflanzlichen Pilzerregern für Anwendungen nach der Ernte.

ElectricFeel | Moritz Meenen | www.electricfeel.com | Zurich
ElectricFeel bietet das marktführende White-Label-System zur Einführung und zum Betrieb geteilter Elektromobilitätssysteme.

MapTiler | Petr Pridal | www.maptiler.com | Zug
MapTiler bietet Strassen- und Satellitenkarten für Unternehmen, die eine integrierte Kartographie benötigen. Die Software kann Luft- und Satellitenbilder oder Geodaten verarbeiten und kundenseitige Daten in die Karten integrieren.

Microcaps | Alessandro Ofner | www.microcaps.ch | Zurich
Microcaps bietet eine neuartige Technologie zur Herstellung von Mikropartikeln und Mikrokapseln zum Schutz von Wirkstoffen, wie z.B. Medikamenten in der Medizin und Duftstoffen in Cremes.

Mirrakoi | Daniel Schmitter | www.mirrakoi.com | Lausanne
Mirrakoi bietet eine brandneue CAD-Lösung, um die 3D-Konstruktion zugänglich, intuitiv und schneller zu machen. Die Software simuliert den realen Körperkontakt während des digitalen 3DModellierungsprozesses damit jeder zum Designer werden kann.

MOBBOT | Agnès Petit | www.mobbot.ch | Fribourg
Mit MOBBOT können Bauunternehmen die Fertigungs- und Montagekosten um 75 Prozent senken. MOBBOT bietet einen vollständig digitalisierten Prozess vom 3D-Scan des offenen Grabens bis hin zu massgeschneiderten Betonprodukten mit additiver Fertigung.

Qnami | Mathieu Munsch | www.qnami.ch | Basel
Qnami bietet Quantensensoren für Anwendungen, bei denen klassische Lösungen nicht ausreichen. Sie entwickeln für ihre Kunden Lösungen für ein breites Anwendungsspektrum, von der Fehleranalyse ultrakompakter elektronischer Systeme bis hin zur medizinischen Frühdiagnose.

Seervision | Nikos Kariotoglou | www.seervision.com | Zurich
Seervision bietet Videoanalysealgorithmen zur Echtzeit-Objekterkennung und Szenensegmentierung. Mit dieser Technologie können Multi-Kamera-Roboter-Setups alle traditionellen Aufgaben der Kameraarbeit autonom ausführen.

WECHEER | Karim Choueiri | www.wecheer.io | Lausanne
WECHEER verbindet das Internet der Dinge, Big Data und soziale Medien, um das Marketing in der Getränkeindustrie neu zu erfinden und damit Marken so nahe wie möglich an den gerade konsumierenden Verbraucher zu bringen.

Folgen Sie der Venture Leaders Technology Roadshow vom 24. bis 29. März mit dem Hashtag
#VleadersTech. Treffen Sie das Venture Leaders Technology 2019 Team in Zürich am StartupChampions Event an der ETH Zürich am 5. März.

Über Venture Leaders
Die «Venture Leaders – die Mitglieder der Schweizer Startup Nationalmannschaften – haben ein klares Ziel. Sie verstehen sich als globale Player und wollen den ersten Schritt zu ihrer globalen Expansion machen. Venturelab verfügt über 19 Jahre Erfahrung, die besten Schweizer Unternehmer ins Zentrum der Technologie-Hotspots zu bringen: Silicon Valley, New York, Boston, Peking, Shanghai, Shenzhen und Hongkong. Die Unternehmen der 360 Venture Leaders Alumni haben mehr als 3’500 Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 1,4 Milliarden Franken Kapital eingesammelt.

Ehemalige Venture Leaders Teilnehmer: www.venture-leaders.ch/venturel-leaders-alumni

Bundesrat Guy Parmelin übernimmt das Präsidium der Marcel Benoist Stiftung

Mit dem Amt als Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung übernimmt Bundesrat Guy Parmelin auch das Präsidium der Marcel Benoist Stiftung. Die Stiftung vergibt jährlich den renommiertesten Wissenschaftspreis der Schweiz, welcher mit 250’000 Franken dotiert ist. In diesem Jahr wird der Preis im Bereich der Mathematik, der Natur- und der Ingenieurwissenschaften vergeben. Vorschläge können ab sofort eingereicht werden.

Seit 1920 vergibt die Marcel Benoist Stiftung jährlich den Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist. Ausgezeichnet werden Forschungsleistungen von höchster Qualität, die zugleich von Bedeutung für das menschliche Leben sind. Mit dem Departementswechsel übernimmt neu Bundesrat Guy Parmelin das Präsidium der Stiftung.


2019 wird der Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist im Bereich der Mathematik, der Natur- und der Ingenieurwissenschaften verliehen. Ab sofort und bis zum 8. April 2019 können auf der Website der Marcel Benoist Stiftung geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die Preisvergabe nominiert werden. Die Evaluation der Kandidatinnen und Kandidaten wird vom Schweizerischen Nationalfonds vorgenommen. Am 5. September wird dann der Gewinner oder die Gewinnerin des Schweizer Wissenschaftspreises Marcel Benoist der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Preisverleihung findet am 7. November 2019 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Bern statt.

Kandidatinnen und Kandidaten für den Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist können ab sofort und bis zum 8. April auf der Website der Marcel Benoist Stiftung vorgeschlagen werden: https://marcel-benoist.ch/.

Link Tipps:
Preisträger 2018: Lars-Erik Cederman

Brandschutz aus Altpapier

Empa-Wissenschaftler haben gemeinsam mit der Isofloc AG einen Dämmstoff aus Altpapier entwickelt, der sich für vorfabrizierte Holzbauelemente auch in mehrgeschossigen Holzhäusern eignet und die Konstruktion wirksam vor Feuer schützt. Das Bindemittel ist eine für Mensch, Tier und Umwelt unbedenkliche Substanz.

Franziska Grüneberger hält einen unscheinbaren Würfel aus grauen Flocken in der Hand; sie sieht zufrieden aus. Das Ziel ihrer Forschungsarbeit ist erreicht: In dem Würfel steckt sehr wenig Chemie, aber umso mehr technisches Knowhow. Der Würfel beweist, dass sich riesige Berge von Altpapier in ein wertvolles und feuerfestes Dämmmaterial verwandeln lassen – ein Schlüssel zur Einsparung fossiler Brennstoffe. Das alles sieht man dem kleinen Würfel nicht an.


Entscheidend ist, was der Altpapier-Faserwürfel nicht macht: zerbröseln. Genau diese Eigenschaft ist wichtig, um tragende Elemente von Holzhäusern lange vor Feuer zu schützen. Genau diese Festigkeit ist jedoch in der industriellen Herstellung von Dämmstoff-schichten schwer zu erreichen. «Wir haben es hier nicht mit Dämmstoffmatten zu tun, die von Arbeitern zugeschnitten und ins Bauteil eingepasst werden müssen», erläutert die Forscherin. «Die Altpapier-Fasern werden vielmehr automatisch in einen Hohlraum eingeblasen, bis er ganz gefüllt ist.» Das Einblasen soll aus Kostengründen möglichst leicht und schnell erfolgen, deshalb müssen die Fasern in diesem Moment gut fliessen. Sobald sie jedoch im Hohlraum sind, sollen sie formstabil bleiben. So kann die Konstruktion bei Bränden geschützt werden. Am Ende soll die maschinell eingeblasene Dämmung so fest und formatfüllend im Bauteil sitzen wie eine von Menschenhand eingepasste Dämmplatte. Nur so kann sie die Hitze eines Feuers lange genug zurückhalten und einen vorzeitigen Abbrand der Konstruktion verhindern.

Die Aufgabe ist nicht ganz leicht: «Wir haben für die bereits am Markt etablierten Zellulosefasern der Isofloc AG nach einem geradezu magischen Bindemittel suchen müssen – ein Stoff, der möglichst von einer Sekunde auf die nächste wirkt», sagt Grüneberger. Sie schnipst mit den Fingern wie ein Zauberer. Nur das Wort «Simsalabim» fällt in diesem Moment nicht.

Ein Parforceritt durch die Chemie
Das Industrieprojekt gemeinsam mit der Dämmstofffirma Isofloc begann im Frühjahr 2017. Franziska Grüneberger und ihr Kollege Thomas Geiger begannen nach geeigneten Bindemitteln zu suchen – ein Parforceritt durch die Chemie, wie sich schnell zeigen sollte. Denn nur wer sich auf diesem Gelände sicher bewegt, findet die passende Substanz.

Franziska Grüneberger und Willi Senn, Entwicklungsleiter bei Isofloc, mit Dämmstoffwürfeln im VKFZIP-Brandlabor


Erste Randbedingung: Für den Einsatz im nachhaltigen Holzbau sollte das Bindemittel nachweislich ungiftig sein – ein Stoff, mit dem Menschen dauerhaft und problemlos in Berührung kommen können. In Frage kommen Hilfsstoffe aus der Textil-, Papier-, Kos-metik- und Lebensmittelindustrie – oder Substanzen aus der Natur. Zweite Rahmenbedingung: Das gewünschte Bindemittel soll günstig und in grossen Mengen verfügbar sein.

«Wir stellten gemeinsam mit Willi Senn, dem Entwicklungsingenieur bei Isofloc, eine Reihe von Versuchen an und verbanden die Dämmfasern mit unterschiedlichen Zusatzstoffen», berichtet die Forscherin. Zugleich lief die Suche nach dem geeigneten «Start-schuss», der die Fasern von einem Moment zum nächsten verbindet. Erhitzen mit Dampf? Mit Infrarotstrahlung? Über magnetische Induktion? Schliesslich fand sich aus der grossen Reihe von «Verdächtigen» der gewünschte Stoff – eine Substanz aus der Lebensmittelindustrie. Laborversuche an der Empa und bei der Isofloc AG in Bütschwil zeigten auch im Brandfall eine zuverlässige Verbindung des Zelluloseflockengefüges.

Upscaling und Brandversuch
Doch gelingt das auch im Grossmassstab, in einer Produktionshalle? Ein Upscaling-Versuch brachte den Beweis: Die Flocken wurden in mehrere Test-Holzrahmen eingeblasen, daneben ein identischer Hohlraum mit Flocken ohne den neuartigen Zuschlagstoff, und im herkömmlichen Verfahren eingebracht. Nun ging es ins Brandlabor der VKF ZIP AG. Dort wurde der Holzrahmen eine Stunde lang einer 800 bis 1000 Grad heissen Flamme ausgesetzt. Der Holzrahmen durfte an keiner Stelle durchbrennen, und es durften auch keine glühenden Flocken herausfallen. Die neue Isolierung hielt dem Test stand und schützte die Konstruktion zuverlässig, während die Flocken ohne Zuschlagstoff durch die fehlende Verklebung aus dem Holzrahmen herausfielen.

Die Vorteile erläutert Jon-Anton Schmidt, Leiter Anwendungstechnik bei der Isofloc AG: «Das Dämmmaterial in loser Form einzubringen, ist schon eine enorme Zeitersparnis. Mit dem zusätzlichen Vorteil der Formstabilität und der damit verbundenen Brand-schutzwirksamkeit erreichen wir Schutzwirkungen, die mit geklemmten Steinwollmatten vergleichbar sind. Das macht die ohnehin schon ökologische und effiziente Dämmung für die Bauindustrie noch interessanter.»

Neue Generation von industriellen Dämmsystemen
Der finale Entwicklungsschritt geschieht nun beim Industriepartner Isofloc AG. Dort müssen die Maschinentechniker und Ingenieure aus dem bestehenden Prototypen eine neue Generation von Einblasmaschinen entwickeln, die die Anforderung an Reproduzierbar-keit und Qualitätskontrolle erfüllen. Die Dosierung des Bindemittels ist dabei wichtig. Sie muss in allen Produktionsschritten in engen Toleranzen eingehalten und überwacht werden können.

In einem Jahr, so schätzt man bei Isofloc, kann die neue Dämmung zusammen mit den passenden Einblasmaschinen auf den Markt kommen. Aus Bergen von Altpapier wird dann ein wertvolles Dämmmaterial, das nicht nur bei der Herstellung und im Einsatz grosse Mengen fossiler Brennstoffe einsparen hilft, sondern industriell als einziger loser Dämmstoff brandschutzwirksam eingesetzt werden kann.

Link Tipps:
– Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt empa.ch
Isofloc

houseplans.ch – der Plan für Ihr Eigenheim

Die Revolution im Architekturbereich ist bereits gestartet.
Pläne für ein Haus, eine Garage und bald auch Wohnblöcke können auf dem neuen Schweizer Portal www.houseplans.ch einfach und mit sehr niedrigen Kosten erwerben werden. Der Architekt, Verfasser der Internetseite, verfügt über eine starke Berufserfahrung in diesem Bereich und bietet jetzt seine Dienstleistungen auf innovative Weise an. Die Projekte werden den Endverbraucher zu sehr günstigen Preisen lizenziert.

Der Architekt Claudio Tortelli, mit 20 Jahren Planungs- u. Bauleitungserfahrung, erklärt: «diese innovative Formel, die bereits im Ausland präsent ist, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Die ausländische Projekte sind jedoch bei uns in der Schweiz aufgrund der sehr unterschiedliche Baustandards nicht brauchbar. Also dachte ich über einen ersten Katalog von Projekten nach, die den in unserem Land geltenden Vorschriften entsprechen, mit eine einfache und zeitgemäße Architektur».

Das Portal bietet verschiedene Lösungen mit zeitgemäßen u. traditionelle Häusern und die Auswahl wird mit der Zeit zunehmen. «Jeden Monat werden neue Objekte eingefügt und wir werden bald auch mit Wohnblöcke beginnen». Außerdem alle Projekte sind anpassbar. «Der Benutzer bekommt zuerst die Pläne als PDF-Format zu Hause, lässt diese im nächstgelegenen Copyshop ausdrucken u. kann uns Änderungen nach seinen Wünschen melden, damit wir Ihm einen Angebot machen können zusätzlich».

Qualität und Professionalität der angebotenen Pläne, verbunden mit der Einsparung von Kosten, eröffnen neue Horizonte für diejenigen, die ein eigenes Zuhause haben möchten.

Das an den Benutzer ausgelieferte Paket von Plänen enthält Baueingabepläne (Maßstab 1: 100) und komplette Ausführungspläne (Maßstab 1:50 und Details). Mit dem Projekt in der Hand kann der Kunde sofort anfangen, Angebote von eigenen Unternehmen anzufordern u. die Baueingabe zu machen. Ohne Zeitverschwendung sind die Kosten vom Anfang unter Kontrolle und der Benutzer wird sofort 70% Kostenplanung einsparen!

Gründungsboom in der Schweiz 2018

In der Schweiz geht auch das Jahr 2018 mit einem Gründungsboom in die Geschichte ein. Die Gesamtgründungszahl 2018 beläuft sich auf 43’174, was einem knappen Minus von
0.64% bzw. 279 weniger Neueintragungen als im allzeitrekordhohen Jahr 2017 entspricht. In den letzten vier Jahren wurden jedoch 2’345 bzw. 5.74% mehr neue Firmen gegründet. Die Schweizer Gründer- Szene entwickelt sich enorm.

Starke Unterschiede in den Schweizer Grossregionen
In den letzten vier Jahren haben sich die Schweizer Grossregionen sehr unterschiedlich entwickelt.
Allen voran ist die Südwestschweiz von 2015 bis 2018 mit den gründungsstarken Kantonen Waadt und Genf zu der Gründungsregion avanciert. Von 2015 bis 2018 wurden in dieser Region 1’073 bzw. 12% mehr neue Firmen ins Handelsregister eingetragen. Auch die Zentralschweiz (+14.1%), das Espace Mittelland (+6.8%), Zürich (+4.9%) und die Nordwestschweiz (+4.9%) entwickelten sich positiv. Die Ostschweiz (-1.7%) büsst 88 Neugründungen ein und das Tessin (-15.9% bzw. -443) ist die Region mit dem stärksten Rückgang in den letzten vier Jahren.
Die drei Kantone Zug (+38.9%), Glarus (+20%) und Waadt (+17.7%) verzeichnen von 2015 bis 2018 das prozentual stärkste Wachstum. In absoluten Zahlen werden in den Kantonen Zürich (7’664), Waadt (4’370) und Genf (3’745) am meisten neue Firmen gegründet.

Das Schweizer Startup-Ecosystem entwickelt sich sehr positiv und die Stimmung in der Schweizer Gründer-Szene ist hervorragend.

Etablierte Rechtsformen
Mit einem Anteil von 38.5% ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) die beliebteste Rechtsform für den Start einer eigenen Firma. Die GmbH hat im Jahr 2018 sogar 2% mehr
Firmengründungen verzeichnet als im rekordhohen Vorjahr. Darauf folgen die Einzelfirma mit 32.1%, die Aktiengesellschaft (AG) mit 20.6% und die Kollektivgesellschaft (KlG) mit 3%. Zusammen machen diese vier Rechtsformen über 94% der neueingetragenen Rechtsformen in der Schweiz aus.

Über das IFJ Institut für Jungunternehmen
Seit 1989 begleitete das IFJ mehr als 110‘000 Firmengründer/innen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Als führende Anlaufstelle für Startups in der Schweiz bietet das IFJ die schweizweit begleitete Firmengründung, Tools zur Erarbeitung eines Businessplans sowie für Buchhaltung und Administration, kostenlose Intensivkurse und Referat-Events mit aktivem Networking sowie diverse Informationsunterlagen. Namhafte Partner und die Öffentliche Hand setzen auf Zusammenarbeiten mit dem IFJ. Dies erlaubt, einen umfassenden Startup Support kostenlos für Gründer/innen in der Schweiz zu bieten. Heute führt das IFJ jährlich 16‘000 telefonische Kontakte, begrüsst 10‘000 Besucher/innen an Kursen und Events, registriert Zehntausende Web- und Social Media-User und wickelt rund 2‘000 Firmengründungen ab.

4,35 Millionen von Venture Kick für 75 Startups im Jahr 2019

Das erfolgreiche Wachstum von Venture Kick setzt sich fort: 600 Spin-offs von Schweizer Universitäten erhielten seit 2007 25 Millionen Franken Startkapital. Zur Verfügung steht 36 Prozent mehr Kapital – 4,35 Millionen Franken – für 75 neue, innovative Startup-Projekte. Dieser Rekordbetrag geht mit einem neuen Fördermodell einher, das bis zu zwei Tranchen von je 150’000 Franken pro Startup umfasst.

Venture Kick hat sich als effektives Programm zur Lancierung und Unterstützung erfolgreicher Spin-offs in der Schweiz bewährt. In den letzten 11 Jahren hat der Venture Kick Jurypool, bestehend aus erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Investorinnen und Investoren, aus mehr als 3’400 Bewerbungen 600 Start-up-Projekte ausgewählt. Das kompetitive, dreistufige Finanzierungsmodell hat 25 Millionen Franken an Startkapital ausbezahlt. Aus einem Grossteil der unterstützten Projekte sind gegründete Hightech-Firmen hervorgegangen, wovon 80 Prozent ihre kritischen ersten Jahre überstanden haben und aktiv im Markt sind. Bis heute haben diese Startups mehr als zwei Milliarden Franken an Folgefinanzierungen erhalten und über 5’000 Arbeitsplätze geschaffen!

„Wir sehen, dass die Qualität der Bewerbungen jedes Jahr steigt. Dies war in diesem Jahr besonders auffällig, da mehrere qualitativ hochwertige Startups nicht innerhalb des Budgets 2018 unterstützt werden konnten,“ sagte Pascale Vonmont, die den Strategieausschuss von Venture Kick leitet. Die philanthropische Venture Kick Foundation wird von einem privaten Konsortium getragen. „Ich freue mich, dass alle Hauptpartner die Fortsetzung dieses erfolgreichen Programms unterstützen und ihre Förderbeiträge beibehalten oder sogar erhöht haben.“

Auftakt 2019 mit einem neuen Finanzierungsmodell
Venture Kick plant für 2019, 75 Startup-Projekte in 18 Jurysitzungen auszuwählen. Bei Stufe 2 wird Venture Kick den Gewinnerinnen und Gewinnern neu 40’000 Franken als Wandelanleihe zu startupfreundlichen Konditionen anbieten. Bei Stufe 3 erhalten die Gewinnerinnen und Gewinner 100’000 Franken ebenfalls als Wandelanleihe zu günstigen Konditionen. Diese Beträge kommen zu den 10’000 Franken hinzu, die ausgewählten Startup-Projekte der Stufe 1 in Form eines nicht rückzahlbaren Darlehens erhalten.
„Wandelanleihen werden den Unternehmerinnen und Unternehmern mehr Flexibilität geben, wenn sie zusätzliches Kapital von Investorinnen und Investoren aufnehmen,“ sagt Beat Schillig, Co-Geschäftsführer von Venture Kick. „Und die Erhöhung bei Stufe 2 von 20’000 auf neu 40’000 Franken wird ihre Geschäftsentwicklung stärken und ihre Marktvalidierung beschleunigen. Das ist entscheidend, um Investorinnen und Investoren zu überzeugen.“

Die maximale Unterstützung von Venture Kick steigt damit auf 150’000 Franken. Wer die Stufe 1 erfolgreich durchläuft, kann sich für zusätzliche 150’000 Franken aus dem InnoBooster Programm der Gebert Rüf Stiftung qualifizieren. Somit werden Schweizer Startups mit bis zu 300’000 Franken unterstützt.

Viel mehr als nur Geld
Die Startups müssen sich bei jeder Stufe den kritischen Fragen der Jury stellen. Die ausgewählten Unternehmen profitieren von der Reputation des strengen Selektionsprozesses. Als Teil des Programms werden die Startups mit einem Netzwerk von erstklassigen Experten und Investoren in Kontakt gebracht und erhalten professionelle und praktische Unterstützung in intensiven zweitägigen „Kickers Camps“. Diese Camps sind ein wesentlicher Bestandteil des Venture Kick Prozesses:
„Während der Kickers Camps wurde unsere Strategie immer wieder hinterfragt und Pläne kritisch herausgefordert. Aber letztendlich verlässt man das Camp mit viel mehr Klarheit und Fokus für die nächsten relevanten Schritte,“ sagt Danuta Cichocka, CEO der Resistell AG, deren Basler Unternehmen ein schnelleres Instrument entwickelt, um festzustellen, welche Antibiotika am besten gegen Infektionen helfen. „Die Qualität des Netzwerks ist ausgezeichnet, die Hälfte der Investoren in unserem Startup stammt aus der Venture Kick Jury.“

Venture Kick ist auf einer Mission
Das Team von Venture Kick hat sich hohe Ziele gesetzt. Das neue Modell unterstützt unsere Mission für das Jahr 2027, dem 20jährigen Jubiläum von Venture Kick: „Unser Ziel ist es, ein Portfolio von 1’000 Hightech-Startups in der Schweiz zu kreieren, die 15’000 Arbeitsplätze schaffen und einen Gesamtumsatz von über 2,7 Milliarden Franken erzielen,“ sagt Jordi Montserrat, Co-Geschäftsführer von Venture Kick. Jüngste Schlagzeilen über Venture Kick-Alumni zeigen, dass das Programm auf Kurs ist: In den letzten Monaten haben die Start-ups Amal Therapeutics, Ava, Climeworks und Scandit jeweils Finanzierungsrunden über 30 Millionen erzielt.

Über Venture Kick
Die philanthropische Initiative Venture Kick vergibt ein Startkapital von 150‘000 Franken an Startup-Projekte. Zudem hilft es den Jungunternehmen, zu strukturierten und erfolgreichen Firmen zu werden. Angehende Gründerinnen und Gründer präsentieren ihre Geschäftsideen vor einer Jury und erhalten direktes Feedback und Zugang zu einem weitreichenden Netzwerk aus erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Inverstorinnen und Investoren.
Seit 2007 profitierten 600 Startup-Projekte von rund 24.86 Millionen Franken Startkapital. Daraus entstanden mehr als 445 aktive Hightech-Unternehmen, welche 5’000 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen haben. Ausserdem haben die unterstützten Jungunternehmen über 2 Milliarden Franken an Kapital beschafft. Von den TOP 100 Schweizer Startups 2018 starteten 55 ihre Unternehmerkarriere bei Venture Kick. 2019 wird Venture Kick 4.35 Millionen Franken an Startup-Projekte vergeben um Schweizer Innovationen auf dem globalen Markt zu positionieren.
Venture Kick, eine Initiative der Venture Kick Stiftung, wird unterstützt von: Gebert Rüf Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Hauser-Stiftung, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner, Igor Fisch, Fondation Pro Techno, Rising Tide Foundation, ESA BIC Switzerland, Engagement Migros und Swisscom.

Link Tipps:
Alle bei Venture Kick geförderten Startup-Projekte

SOCIAL INNOVATION DURCH TECH4GOOD

Sechs Tage lang diente Zürich als Plattform für Interessierte und kreative Köpfe mit Ideen für nachhaltige, technologische Lösungen sozialer Probleme der heutigen Gesellschaft.

Innovation mit sozialem Nutzen und Technologie, die die Welt zu einem besseren Ort macht – kurz: „Social Innovation“ und „Technology for Good“. Zwei Begriffe, die in einer komplexen Welt gesellschaftlicher und sozialer Herausforderungen an Bedeutung gewinnen. Immer mehr Start Ups wollen nachhaltige Lösungen entwickeln.

Heute, am 15. Dezember 2018, fand das erste Red Bull Basement Festival in der Schweiz im Impact Hub Kraftwerk in Zürich statt. Der Event bot eine Plattform für interessierte Menschen und junge Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich der Verbesserung sozialer Missstände durch Technologie verschrieben haben.

«Ich bin stolz ein Social Entrepreneur zu sein. Ich kann Geld verdienen und dabei die Welt verändern.“
Eröffnet wurde das Festival mit einer spannenden Podiumsdiskussion über das Social Innovation Ökosystem der Schweiz mit SEIF-Gründerin Prof. Mariana Christen Jakob und Repräsentanten von der EPFL, der ETH und dem Impact Hub Zürich. «Social Innovation darf nicht nur ein Nice-to-have sein, sondern muss in die Strategie von Unternehmen einfliessen», so Christen. Dafür brauche es ein Engagement aller Stakeholder.

Schliesslich präsentierten bereits erfolgreiche Startups ihre Geschäftsmodelle. So etwa Ecobloom, eine Kombination aus intelligentem Mini-Treibhaus und Aquarium. Damit kann man zu Hause dank dem kleinen Ökosystem selber Basilikum anpflanzen. Gründer Hamza Qadoumi sagt: «Ich bin stolz ein Social Entrepreneur zu sein. Ich kann Geld verdienen und dabei die Welt verändern.“ Vom Festival ist er begeistert: „Das Tolle ist, dass hier ganz verschiedene Leute zusammenkommen. Familien, Unternehmer, Corporates, Startup-Gründer. Social Impact betrifft uns alle, und wir können nur gemeinsam die Welt verbessern.»

Photocredit: Alan Sahin / Red Bull Content Pool


Leonhard Nima, Moderator des Festivals und engagiert beim Startup N3xtcoder, zieht eine positive Bilanz: «Das persönliche Engagement für eine bessere Welt kann nur geweckt werden, wenn wir konkrete Beispiele sehen und Menschen kennenlernen dürfen, die bereits ein solches Geschäftsmodell entwickelt haben.»
Inspirierende Keynotes beleuchteten die Thematik „Tech4Good“ aus verschiedenen Blickwinkeln. Stephan Pabst vom Think Tank W.I.R.E., wagte ein Blick in die Kristallkugel und nahm die Besucherinnen und Besucher mit auf eine gedankliche Reise in die Zukunft von Social Innovation.

Best Practices
Daneben gaben verschiedene sozial engagierte Startups Einblick in ihre bereits erfolgreich umgesetzten Ideen. Eines darunter war Project Circleg mit Sitz in Zürich. Die Mission des Unternehmens besteht darin, günstige Prothesen für bedürftige Personen in Drittweltländern herzustellen – und dies aus recyceltem Plastik. Simon Oschwald von Project Circleg hat an der ZHDK studiert und ist Industriedesigner: «Red Bull Basement hat uns die Möglichkeit gegeben unsere Idee zu präsentieren und uns mit anderen auszutauschen.»
Aber auch Powercoders, eine Code-Academy für Flüchtlinge, und SELA Lab, eine visionäre Blockchain Lösung mit Pilotprojekten die Flüsse reinigen, waren am Red Bull Basement Festival mit dabei. Eine neuartige Gehhilfe für Querschnittsgelähmte, welche es den Patienten erlaubt, wieder auf zwei Beinen zu gehen und so den Muskelaufbau fördert, wurde ausserdem von TWIICE präsentiert.

Wissenstransfer
In der Woche vor dem Festivaltag hatten junge Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich mit ihrem Start Up der Lösung eines gesellschaftlichen Problems durch Technologie annehmen, die Möglichkeit von Experten zu lernen. Die Workshops bedienten Themen wie Storytelling, Blockchain oder Scaling – speziell auf die Bedürfnisse der sogenannten Social Entrepreneurs zugeschnitten. Kuratiert wurden die Workshops unter anderem von SEIF.
Prof. Mariana Christen Jakob, die Gründerin von SEIF, weiss genau vor welchen zusätzlichen Herausforderungen Impact orientierte Startups stehen: «Da Social Entrepreneurs mit ihrem Unternehmen einen positiven Beitrag zu einer gesellschaftlichen Veränderung leisten möchten, gilt es diesen Aspekt – die Impact Messung – genauso aufzuzeigen wie die zukünftigen Finanzzahlen auch. Das macht alles etwas anspruchsvoller.»

Über Red Bull Basement
Red Bull Basement vernetzt und unterstützt die nächste Generation von Jungunternehmerinnen und –unternehmern, die sich den Herausforderungen der modernen Gesellschaft stellt und ihr Wissen sowie ihre Kreativität dazu nutzt, neue Technologien mit einem entscheidenden sozialen Nutzen zu entwickeln. Weitere Informationen zum Red Bull Basement Festival finden Sie unter www.redbull.com/basement. Hochaufgelöstes Bildmaterial zur redaktionellen Nutzung liegt auf dem Red Bull Content Pool bereit (eine einmalige kostenlose Registrierung ist notwendig). Ein Videoclip zum Event wird am Montagvormittag dort hochgeladen.
#redbullbasement

Eine Analyse von Patenten bekräftigt die internationale Spitzenposition des ETH-Bereichs in der Forschung

Die Qualität der Patente der Institutionen des ETH-Bereichs ist sowohl im nationalen als auch im internationalen Vergleich sehr hoch. Dies zeigt eine Analyse der BAK Economics. Ein Drittel der untersuchten Patente gehört zur Weltklasse. Damit nimmt der ETH-Bereich weltweit den dritten Rang ein, im nationalen Kontext sogar den Spitzenplatz.

Die Institutionen des ETH-Bereichs betreiben erfolgreich Wissens- und Technologietransfer und bringen Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft. So haben sie 2017 505 neue Zusammenarbeitsverträge mit KMU und Industrie abgeschlossen, 48 Spin-offs gegründet und 206 Patente angemeldet. Die Quantität ist indessen nur eine Seite der Medaille. Eine Analyse der Patente aus dem ETH-Bereich durch BAK Economics gibt nun zusätzlich Aufschluss über die Qualität ihrer Arbeit.

Ein Drittel der untersuchten Patente aus dem ETH-Bereich gehört zur Weltklasse
Gemäss der Analyse von BAK Economics gehört ein Drittel (34%) der untersuchten Patente des ETH-Bereichs zur Kategorie «Weltklasse». Weltklasse bedeutet, dass die Patente zu den weltweit höchstbewerteten 10% pro Technologie gehören. Die Patente des ETH-Bereichs stehen damit im internationalen Vergleich an dritter Stelle. Besonders stark sind die Institutionen des ETH-Bereichs bei den Drohnen, Sicherheitstechnologien und der Photovoltaik. Nur zwei Institutionen aus den USA, die Harvard University und das Massachusetts Institute of Technology MIT, haben einen höheren Anteil an Weltklassepatenten. Die University of Oxford sowie die Stanford University sind hinter dem ETH-Bereich positioniert. Die Analyse zeigt zudem, dass China in vielen Technologien Europa voraus ist. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, weil China in den meisten Technologien erst vor weniger als zehn Jahren mit Patentaktivtäten begonnen hat.

Der ETH-Bereich liegt in der Schweiz an der Spitze
Die Qualität der Patente des ETH-Bereichs ist in allen analysierten 17 Technologien überdurchschnittlich hoch. Es gibt nur sehr wenige Patente von geringer Qualität. Im Vergleich mit Unternehmen sowie Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen in der Schweiz stehen die Institutionen des ETH-Bereichs an der Spitze. So haben sie in vielen Technologien am meisten Weltklassepatente (z.B. in Quantentechnologie, Bildanalyse sowie Strahlendiagnose und -therapie). In 8 von 17 Technologien sind sie schweizweit auf Platz 1, in 5 weiteren Technologien unter den ersten 5 Plätzen.

Wichtige Rolle des ETH-Bereichs beim Wissens- und Technologietransfer
Der ETH-Bereich arbeitet eng mit der Wirtschaft und Forschungsinstitutionen zusammen. 376 gemeinsame Patente stammen aus solchen Kooperationen. Der ETH-Bereich beteiligte sich zudem an Projekten, die weitere 479 Patente generierten und sich ausschliesslich im Besitz des Partnerunternehmens bzw. der Partnerinstitution befinden. Die Patente des ETH-Bereichs haben hohe Relevanz. Gegen 2000 Unternehmen und Forschungsinstitutionen haben Patente des ETH-Bereichs in über 5000 Drittpatenten zitiert. Der Wissens- und Technologietransfer funktioniert indessen nicht nur über Patente, sondern auch über Köpfe. Ehemalige Mitarbeitende des ETH-Bereichs bleiben sehr aktiv, wenn sie in der Schweizer Industrie forschen. 3801 Firmenpatente listen mindestens einen Forschenden auf, der vorher für den ETH-Bereich gearbeitet und dort bereits Patente angemeldet hat.

Hintergründe zur Analyse der Patente des ETH-Bereichs
Die Analyse der BAK Economics berücksichtigt zwei Drittel aller Patente des ETH-Bereichs (671 von 1’037). Die Patente wurden ausgewählt aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer von siebzehn Schlüsseltechnologien des ETH-Bereichs. Diese gehören zu Kategorien wie Life Sciences, Datenwissenschaften und Materialtechnik. Die Qualität eines Patents wurde gemessen anhand der technologischen Relevanz (Anzahl Zitierungen des Patents durch Dritte) und der Marktabdeckung (Anzahl Länder, in denen das Patent angemeldet wurde). Im nationalen Vergleich berücksichtigt wurden alle Unternehmen, Universitäten sowie Forschungseinrichtungen von nationaler Bedeutung, die in mindestens einer der 17 Technologien Patente haben. Für den internationalen Vergleich wurden zehn der führenden Forschungsinstitutionen beigezogen.

Die komplette Analyse und ein Fact Sheet (beides nur auf Englisch) sowie eine Zusammenfassung finden Sie hier:

Link Tipps:
Zusammenfassung Analyse des Patentportfolios des ETH-Bereichs
Rat der Eidgenössischen Technischen Hochschulen
Medienmitteilung ETH-Rat inkl. Bericht und Zusammenfassung